Taylor: Wir sind Götter

Wir sind Götter

  • Dennis E. Taylor, aus dem Amerikanischen von Urban Hofstetter
  • Heyne Verlag, 10. Dezember 2018
  • Taschenbuch, 448 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 (A)
  • ISBN 978-3-453-31921-9

Inhalt

Mit diesem Buch geht die Geschichte, die in „Ich bin Viele“ (Rezension hier) begonnen hat, weiter.

Bob und seine Kopien hatten begonnen, die Menschheit auf andere Planeten umzusiedeln, und dabei auch belebte Planeten entdeckt, deren Bevölkerung sie schützen wollten. Dass das nicht ohne Komplikationen vonstatten geht, deutete sich schon im ersten Buch an. Hier erfahren wir nun deutlich mehr davon. Die Umsiedlung der Menschen beginnt bzw. geht weiter. Die ersten Umsiedler machen es sich auf ihren neuen Planeten heimisch. Die gefundene andere Zivilisation, die beschützt werden sollte, entwickelt sich ebenfalls und versucht, sich von seinem „Gott“ zu lösen.

Das geht solange – mal schlecht, mal recht – gut, bis gegen Ende des Buches eine Spezies auftaucht, die das ganze Universum auf der Suche nach Nahrung und Rohstoffen förmlich leer saugt. Es kommt zu einer ersten Auseinandersetzung. Ob die Bobs es aber schaffen, dieser Spezies Einhalt zu gebieten, wird man wohl erst, aber dann auch hoffentlich im dritten Buch erfahren.

Subjektive Eindrücke

Gleich zu Beginn des Buches wird man in die „aktuelle“ Situation geworfen. Ein bisschen Vorwissen aus dem ersten Buch wäre vielleicht nicht verkehrt. Aber ich denke, man kommt auch so ganz gut zurecht.

Für mich sehr angenehm ist, dass es hier nicht ausschließlich um Weltraumkrieg geht, sondern dass tatsächlich versucht wird, Entwicklungen aufzuzeigen. Dass dazu natürlich auch Konflikte gehören, ist schon klar, aber die müssen ja nicht ausschließlich mit Waffengewalt ausgetragen werden.

Die Bobs agieren inzwischen zwar als eigenständige Persönlichkeiten, sodass man sich fragen kann, was nun das Besondere an ihnen ist. Allerdings tauchen – mehr als im ersten Buch – Hinweise auf, dass sie sich auch mit ihrer besonderen Stellung auseinandersetzen, z. B. mit ihrer unendlichen Lebenszeit, mit ihrer Körperlosigkeit etc. Hiervon hätte ich gern noch mehr.

Gespannt bin ich natürlich darauf, wie die Bobs mit der aggressiven Spezies umgehen und (hoffentlich) klarkommen werden. Also warte ich schon ungeduldig auf das dritte Buch 🙂

Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Der innere „Klappentext“ stellt das Entstehen der Bobs nichts so dar, wie es sich aus dem ersten Buch ergeben hatte. Außerdem kündigt es (für meinen Geschmack) deutlich mehr Auseinandersetzung mit der aggressiven Spezies an, als es wirklich in diesem zweiten Buch gib. Aber davon muss man sich ja nicht beirren lassen.

Fazit

Wer Spaß am ersten Buch („Ich bin viele“) hatte, der wird auch mit Genuss diese Buch lesen. Es gibt mehr Einblick in das Leben und die Erfahrungswelt der Bobs als im ersten Buch. Ansonsten geht die Besiedlung und Erkundung des Weltalls folgerichtig, logisch, fast waffenfrei und trotzdem interessant weiter.

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5 Gedanken zu “Taylor: Wir sind Götter

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