Erfahrungen mit „bloggerportal“?

Liebe Lesemäuse und Bücherwürmer,

viele von Euch rezensieren Bücher u. a. auch vom „bloggerportal“. Wie sind eigentlich Eure Erfahrungen? Ich frage das, weil ich seit etwas einem halben Jahr etwas enttäuscht (?) bin.

Bis zum Sommer konnte man 10 Bücher angefragt bzw. zugesagt und noch nicht gelesen gehabt haben. So habe ich im Schnitt zwei Bücher pro Woche für das „bloggerportal“ rezensiert. Das war toll – mein Lesehunger so ziemlich im Griff 😉

Im Sommer kam dann die unerwartete Überraschung, dass man nur noch 5 Bücher angefragt bzw. zugesagt und noch nicht gelesen gehabt haben darf. Gleichzeitig verlängerte sich die Bearbeitungszeit von Anfragen von zum Teil bis auf 5-6 Wochen (wohlgemerkt bei schon erschienenen Büchern). So kommt es, dass ich manchmal nicht mal mehr ein Buch in der Woche rezensieren kann. Da es eben vorher ziemlich gut lief und mir gefallen hat, erlebe ich die Situation jetzt doch als Einschränkung.

Nun ist mir schon klar, dass ich keinen Anspruch auf diese Bücher habe. Und ich bin durchaus dankbar für jedes, das ich rezensieren darf. Aber eine Enttäuschung bleibt doch zurück – und auch ein wenig die Frage, ob es an den Rezensionen liegt, die ich schreibe, oder an sonst irgendetwas, das ich anstelle.

Deshalb die Frage an Euch, die Ihr auch Bücher vom „bloggerportal“ rezensiert: wie geht es Euch damit? Und habt Ihr auch noch andere Quelle, von denen Ihr Bücher zum Rezensieren bekommt – wenn ja, wo und wie macht Ihr das?

Natürlich gibt es auch Bibliotheken und den Buchhandel, wo man Bücher zum Lesen herbekommen kann. Aber eines, das mit einer Rezension für einen Verlag verbunden ist, hat doch noch eine besondere Note.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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12 Gedanken zu “Erfahrungen mit „bloggerportal“?

  1. Ich habe bisher gut 30 Bücher/CDs von Bloggerportal rezensiert.
    Die Reduktion auf fünf Bücher ist mir auch aufgefallen, Reaktionszeit könnte besser sein.
    Das hat wohl nix mit deinen (oder meinen) Rezensionen zu tun.
    Ich vermute, will das aber wirklich niemanden unterstellen, dass die Reduktion auf fünf Bücher damit zusammenhängen könnte, dass sich vielleicht einige „Bücherwürmer“ die zehn Bücher bestellt und „vergessen“ haben diese zu rezensieren.
    Für mich passt bloggerportal weiterhin sehr gut, da ich das Lesen eh etwas reduziert habe.
    Aktuell habe ich nur eine offene Rezension, das Buch habe ich aber erst gestern erhalten.
    Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten immer an die Regeln halten und nicht jemand ein so faires Angebot – Buch vs Rezension – ausnützt.

    Gefällt 2 Personen

    • Danke für Dein Feedback.
      Ja, stimmt, ausnutzen sollte das niemand. Aber eigentlich könnte man doch auch feststellen, wer es missbraucht, und sie dann „bestrafen“. So würden diejenigen, die es ernst nehmen, nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber naja, man hat natürlich keinen Anspruch darauf.

      Gefällt 2 Personen

  2. Aber sicher! Ich lese auch am liebsten Bücher, für die ich vorher mindestens eine Rezension lesen konnte. Rezensionen schaffe ich bisher (leider) noch nicht selbst, finde es aber schon irgendwie komisch, dass die von bloggerportal deren RezensentInnen nicht „mehr auf Händen tragen“. Liebe Grüße Michael

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Belana Hermine,
    die Verlagsgruppe Random House mit ihren inzwischen über vierzig Verlagen gehört zur Bertelsmann AG, d.h. zu einem sehr großen Medienkonzern. Sie haben eine große Bekanntheit und Marktmacht und haben für das Blogger-Portal entsprechend stark geworben. Deshalb werden sie mit Blogger-Buchanfragen überschüttet und die anfängliche Großzügigkeit mit der Obergrenze von zehn Rezensionsexemplaren wurde dann wohl auch einem Konzern zuviel.
    Nebenbei bemerkt führt das Blogger-Portal in der Buchblogger-Szene aber auch zu einer deutlichen Überrepräsentation von Random House Titeln zu Ungunsten von Titeln anderer, kleinerer und konzernunabhängiger Verlage.
    Gewiß wäre es wünschenswert, daß die Verlage genauer hinschauten und öfter wirklich mitläsen, wie engagiert, zuverlässig und substanziell die einzelnen Rezensenten arbeiten und dann davon ihre Büchergroßzügigkeit oder -Zurückhaltung abhängig zu machen. Dafür dürfte die Zeitkapazität der Verlagsmitarbeiter nicht ausreichen; also kommt es zu solchen Pauschalregelungen.
    Ich habe es von Anfang an so gehalten, daß ich einfach die Pressemitarbeiter der Verlage per Mail oder Kontaktformular mit meinem Buchwunsch angeschrieben habe. Gerade auch bei kleineren Verlagen führt dies meist zu einem wechselseitig befriedigenden kommunikativen Austausch.
    Bei großen Verlagen kann man hingegen manchmal eine unglaubliche Ignoranz bezüglich der Qualität der abgelieferten Buchbesprechungen erleben. So interessierte den Carlsen Verlag, der zum Bonnier-Konzern gehört, auf meine bescheidene Anfrage nach einem Kinderbuch zum Preis von 16,95 € hauptsächlich meine Follower- und Klickzahlen. Und, obwohl ich mehr als 1000 Leseabonnenten habe, störte es Carlsen u.a., daß ich nicht zusätzlich auf FB, Twitter usw. mit meinem Rezensionen um mich werfe, sondern, daß ich NUR auf WordPress aktiv bin.
    Als ich darauf hinwies, daß Carlsen mit dieser zahlenzählerischen Inhaltsignoranz möglicherweise werbewirksam danebenliege, bekam ich zur Antwort, daß mein Blog nicht ihren Kriterien entspräche. Auf meine Bitte, mir doch zwei, drei Links oder Namen von Blogs zu senden, die ihrem „Anspruch“ genügten, waren sie nicht in der Lage oder willens mir solche Links oder Namen zu schicken, sondern wiederholten gebetsmühlenartig, daß ich mir unter der Blogger-Rubrik des Carlsen Verlages diese Kriterien durchlesen könne. Offensichtlich praktiziert der Verlag keine konsequente inhaltliche oder stilistische Lesekontrolle bei den belieferten Blogs und kann noch nicht einmal drei Blognamen aufzählen. Das empfinde ich als kommunikatives Armutszeugnis.
    Doch was solls, andere Verlage haben auch schöne Bücher und manchmal sogar noch schönere … 😀
    Schau doch gelegentlich einmal auf meine Danksagungs-Seite, dort habe ich eine Fülle von kooperativen Verlagen verlinkt: https://leselebenszeichen.wordpress.com/dank/
    Nachtaktive Grüße von
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Ulrike,
      ganz, ganz herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Er ist sehr interessant für mich, weil ich mich in der Branche überhaupt nicht auskenne. Ich habe zwar immer überlegt, wie es wohl hinter den Kulissen von bloggerportal aussieht, aber außer ein paar Ideen gab es da nichts.
      Ja, dass Randomhouse dahintersteht, das war mir klar. Und dass ich damit im Grunde einen Medienriesen unterstütze, das war mir auch klar. Hier muss ich gestehen, dass ich das in gewisser Weise „billigend in Kauf genommen“ habe. Ich habe auch sehr von der Einfachheit profitiert. Man taucht dort in die Suche ein und ist gleich in einer größeren Bücherwelt. Aber Deine Seite hält ja so viele Verlage bereit – da werde ich mich mal im Einzelnen umsehen. Und vielleicht kann ich mich dann auch Stück für Stück vom bloggerportal lösen, was ja ein schöner Nebeneffekt wäre.
      Herzliche – ein wenig nachmittagsmüde – Grüße
      Belana Hermine

      Gefällt 1 Person

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