Grätz, Kupfer: Die fabelhafte Welt der Ameisen

Die fabelhafte Welt der Ameisen – Eine Ameisen-Umsiedlerin erzählt

  • Christina Grätz, Manuela Kupfer
  • Gütersloher Verlagshaus, 20. März 2019
  • Gebundene Ausgabe, 288 Seiten
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-579-08728-3

Inhalt

Das ist fürwahr eine kribbelig krabbelige Welt, in die uns die beiden Autorinnen da entführen.

Im Wechsel berichten Frau Grätz und Frau Kupfer von ihren Erlebnissen mit Ameisen bei deren Umsetzung und geben viele interessante Informationen über das Leben der Ameisen. Die Sachbereiche sind speziell gekennzeichnet, so dass der/die LeserIn selbst auswählen kann, ob er/sie das Buch in der gebundenen Reihenfolge liest oder sich für den Erzähl- oder den Sachstrang entscheidet.

Das Buch deckt das Leben der Ameisen in einer deutlichen Breite ab. So geht es um den Aufbau und die Konstruktion von Ameisenbehausungen, das soziale Leben im Ameisenstaat, Freunde und Feinde von Ameisen, verschiedene Arten von Ameisen und ihre Besonderheiten, überragende Fähigkeiten von Ameisen, die speziellen Anforderungen eines Jahresablaufs an die Ameisen und das Zusammenleben von Ameisen und Menschen.

Das Buch schließt ab mit einer Liste („Partyinformationen“) wichtiger Informationen über Ameisen, mit denen, wer gern möchte, auf einer Party angeben kann.

Subjektive Eindrücke

Auch wenn ich keine Angst vor Ameisen habe, so hat es mich doch beim Lesen das eine oder andere Mal ganz schön geschüttelt. Fast war es, als würden die Abertausenden Tierchen Marathon auf meinem Körper laufen. Aber ich saß dann ja doch ganz bequem in meinem Lesesessel und bewunderte alle Beteiligten bei ihrer Arbeit und sog die vielen interessanten Details über das Leben der Ameisen in mich auf.

Sowohl die Abenteuer als auch die sachlichen Abschnitte sind interessant und gut lesbar geschrieben. Man hat Spaß daran, lesend immer weiter in die Welt der kleine Krabbler einzutauchen – natürlich nur gedanklich 😉

Die Idee, die Grabungserlebnisse und die sachlichen Erläuterungen am Wechsel im Buch zu präsentieren ist gut gelungen. So wirkt das Buch sehr abwechslungsreich. Und doch ging es mir dann manchmal nicht schnell genug mit den Sachinformationen über die Welt der Ameisen. Am Ende gibt es zwar ein paar Informationen darüber, wie nützlich Ameisen sind. Sie werden z. B. als Eiweißlieferanten für unsere Ernährung beschrieben. Aber dazu würde man sie doch auch wieder abschlachten. Insgesamt hätte ich über die Nützlichkeit der Ameisen gern noch deutlich mehr erfahren wollen, auch, um bessere Argumente für Gespräche mit Ameisenängstlichen zu haben. Aber nun werde ich ihnen wohl erst einmal dieses Buch in die Hand drücken. Es kann helfen, eine neue Sicht auf Ameisen zu bekommen.

Fazit

Unbedingt lesen. Und nicht vom Kribbeln beunruhigen lassen. Das hinterlässt nur vertieftes Wissen über Ameisen als Nachwirkung 😉

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20 Gedanken zu “Grätz, Kupfer: Die fabelhafte Welt der Ameisen

  1. Für viele ist das leider ein Thema des Wohn und Lebensraumes, wer schon mal invasive Ameisen im Haus hatte, der hat da nichts mehr zum Lachen, das kann in allen tropischen Ländern schnell passieren.
    Da gibts dann eine ganze Menge an Strategien. Von Versorgungswege kappen, Aushungern, vergasen, verbrennen, vergiften….
    Noch ein Tip Borsäure soll besser sein als handelsübliche Mittel. Muss halt fachgerecht angewendet werden und eine praxisgerechte Aplikation. Aber bitte nur für eine Invasion. Saludos.

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  2. Wer sich gerne mit Hilfe der bekannt fleißigen (oder dämlichen, man lese dazu Mark Twain) Insekten ernähren möchte, aber das Hinschlachten auch von Nichtvertebrata vermeiden will, muß eben lernen, Honigameisen zu betrillern. Oder die Gärtnereiprodukte der Blattschneider zu genießen. Dass Insekten und darunter gerade auch die staatenbildenden faszinierend und weiterhin kaum erforscht sind, dass wir kaum etwas über die wissen, die wir doch auszurotten drohen (nicht die Insekten als Ganzes, keine Angst, ein paar Kakerlaken werden übrigbleiben) ist leider Stand der Dinge. Ich gebe aber auch zu, dass ich mit dem Sechsfüßler, der mich gerade stört, nicht besonders zaghaft bin und auch, dass das in den Tropen natürlich noch ganz andere Ausmaße annehmen kann – was die Nebenwirkungen diverser Gifte nicht besser macht.

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