Wohin im Sommer?

Der/Die eine oder andere wird jetzt sagen: „Ja, was denn? Die war doch schon unterwegs.“ Ja, völlig richtig. Und es war auch wunderschön. Aber es war eben für meine Füße auch ein wenig kurz. Und da es eine Gruppenreise war, konnte ich nicht die Ruhe für mich finden, die ich normalerweise brauche, um wieder für ein Jahr arbeitsfähig zu sein. Also habe ich mir (doch) Gedanken gemacht, wie mein Wandersommer aussehen kann.

Prinzipiell blieben zwei Optionen übrig.

Via de la Plata

Die Via de la Plata kenne ich schon. Ich bin sie 2014 gelaufen. Es geht über ca. 1000 km von Sevilla nach Santiago de Compostella, überwiegend flach, so gut wie keine Höhenmeter. Total toll. Im Sommer ist da wirklich wenig los, weil es eben recht heiß ist und viele das Wandern in kühleren Regionen vorziehen. Das bedeutet auch, dass man sehr sicher eine Unterkunft findet. Ja, manchmal war es sogar so, dass ich den Damenwaschraum für mich allein hatte 😉 Da ich den Weg schon gelaufen bin, wüsste ich, was auf mich zukommt, sodass ich wirklich ziemlich losgelöst und ungehindert wandern/pilgern könnte. Spanisch verstehe ich ein bisschen und kann mich in den „alltäglichen Situationen“ (essen, trinken, schlafen der Weg) verständlich machen, was mir schon sehr wichtig ist. Aber: Ich kenne diesen Weg eben schon.

Franziskusweg

Kein Jakobsweg 😉 Nein, man pilgert nicht zu Reliquien, sondern man folgt den Fußspuren des heiligen Franziskus. Der Weg führt über reichlich 800 km von Florenz nach Rom mit an die 1000 Höhenmeter fast jeden Tag. Mehr weiß ich von dem Weg nicht. Und das, was ich weiß, habe ich nur gelesen. Das hält für mich die Unsicherheit bereit, dass ich nicht weiß, wie die Unterkunftssituation aussieht. Schließlich wäre ich dort in der Ferienzeit. Aber die Landschaft soll total schön sein. Und mal was Neues kennenzulernen, kann ja auch nicht von Nachteil sein. Allerdings kann ich gar kein Italienisch, was den für mich gefühlten Unsicherheitsfaktor erhöht 😦

Und nun?

Tja, wenn Entscheiden nur nicht so schwer wäre. Aber okay, es ist keine schwerwiegende Lebensentscheidung – das ist ja schonmal klar. Und trotzdem. Lieber bekannt und sicher und sich längenmäßig auspowern oder lieber neu und z. T. unwägbar und sich höhenmäßig auspowern? Stempel gäbe es auf beiden Wegen ***kicher, kicher***

Ja klar, ich habe mich schon entschieden. Aber was meint Ihr denn, WIE ich entschieden habe?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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34 Gedanken zu “Wohin im Sommer?

      • Na, warste noch nich …. ich schon, und war für mich überragend, auch ohne italienische Sprachkenntnisse, man kommt mit Händen und Füßen weiter, und superfreundliche Menschen dort…. 😊 lg

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      • Cool, lieben Dank für Deine Antwort. Warst Du zur Urlaubszeit dort? Wie sieht die Unterkunftssituation aus? Diesbezüglich bin ich echt ein Schisser 😦

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      • 😊 Da kann ich Dir leider nicht viel weiter helfen, denn wir waren zwar dort zur Urlaubszeit, aber mit dem WOMO. Was Dir aber weiterhelfen könnte ist die Tatsache, dass in fast jedem Ort zwischen Florenz und Rom in vielen kleinen Orten die Menschen uns fast immer freundlich eingeladen haben auf ihrem Grundstück zu stehen und uns mit vielen Tipps versorgt hatten. Ich wage die Prognose, dass Du als Pilger überall ein Bett bekommen würdest, wenn Du auch nur fragend dreinblickst. 😊

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      • Nochmals lieben Dank für Deinen Kommentar. Das hört sich wirklich nach einer freundlichen und vielversprechenden Gegend an. WoMo ist natürlich eine gute Lösung. Aber das muss man dann von fremden Menschen auch erstmal auf seinem Grundstück stehen haben wollen. Alle Achtung. Echt schön 🙂

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  1. mein erster Gedanke war auch, dass du auf den Pfaden Franziskus‘ wandeln wirst – das bisschen italienisch – lass die Vögel übersetzen – nein im Ernst, ich spreche nur Spanisch und habe Nachbarn, die nur Italienisch sprechen – das klappt schon irgendwie. Da du aber die Ruhe finden willst, die du bei der Gruppenreise nicht hattest, setze ich auf den Außenseiter, diei Via de la Plata ;-)))

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  2. schmunzel, das ist mal ein witziges rätsel 😉
    beides wäre sicher wunderbar, das eine (bekannte) vielleicht etwas entspannender, das andere aufregender. da du dich ja vielleicht doch eher auch erholen möchtest, tippe ich auch auf den „außenseiter“ hier: Via de la Plata.

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    • Ein Schmunzeln auch auf meiner Seite ob des „witzigen Rätsels“ 🙂
      Schön, dass es noch eine Vertreterin für den „Außenseiter“ gibt 🙂
      Entspannt versus aufregend. Darüber werde ich nochmal nachdenken.
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

      Gefällt 1 Person

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