Schnabl: Meine Suche nach dem Nichts

Meine Suche nach dem Nichts – Wie ich tausend Kilometer auf dem japanischen Jakobsweg lief und was ich dabei fand

  • Lena Schnabl
  • Goldmann Verlag, 20. Mai 2019
  • Broschiert, 416 Seiten
  • 14,00 € (D)
  • ISBN 978-3-442-15980-2

Inhalt

Lena Schnabl hat u. a. Japanologie studiert. Als Journalistin ist sie weltweit unterwegs, dabei eben sehr viel in Japan. Allerdings scheint ihr Körper mit ihrer Lebensgeschwindigkeit nicht recht mithalten zu können, sodass sie schwer erkrankt. Um sich Zeit zu nehmen, die Botschaft der Krankheit zu verstehen, wieder mit ihrem Körper ins Reine zu kommen und auch wieder Kräfte und Stabilität zu erlangen, macht sie sich auf nach Japan. Diesmal weniger, um für einen Auftrag zu recherchieren, als vielmehr, um auf Shikoku den Weg der 88 Temple zu gehen – und dabei natürlich ihrem geliebten Japan nah zu sein.

Der Zeithorizont des Buches beginnt also deutlich vor der eigentlichen Wanderung. Und auch wenn die Wanderung Hauptinhalt des Buches ist, so springt Lena Schnabl immer mal wieder zurück in Erinnerungen oder macht Sprünge in die japanische Kultur und Tradition ganz allgemein. Zu fast allen Tempeln erzählt sie eine überlieferte Geschichte. Aber sie stellt auch ihre eigene Wandlung, ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse immer wieder dar. Damit ist das Buch nicht nur die Beschreibung einer Pilgerreise, sondern ein Gesamtkunstwerk aus Vergangenheit, Gegenwart und auch Andeutungen auf eine Zukunft.

Subjektive Eindrücke

Da ich 2017 selbst den Weg gegangen bin, konnte ich an diesem Buch einfach nicht vorbei. Ich habe es genossen – vom Anfang bis zum Ende. Es wurden so viele Erinnerungen wachgerufen.

Und auch wenn Pilgern sehr individuell ist und Lena Schnabel vollkommen andere Erfahrungen gemacht hat als ich, so gibt es doch unzählige Parallelen. Das festzustellen war gleichermaßen spannend wie überraschend. Ich fühlte mich von Lena Schnabel eingeladen und mitgenommen, mit ihr diesen Weg zu gehen, mit ihr zu leiden, mich mit ihr zu freuen. Und dabei eben auch zu erleben, dass andere Menschen mit ganz anderen Dingen auf solchen Wegen zu kämpfen haben als ich. Natürlich ist das auf der gedanklichen Ebene klar, hier wurde es aber ein stückweit emotional nachvollziehbar.

In seltenen Fällen habe ich einige Sachverhalte etwas anders in Erinnerung. Aber schließlich ist Jena Schnabel Journalistin und weiß, wie man recherchiert. Also ist das für mich Anregung, selbst noch einmal gut nachzuschauen und meine Erinnerungen kritisch zu hinterfragen.

Fazit

Wer Reisebeschreibungen und ferne Länder mit sehr anderen Kulturen mag, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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5 Gedanken zu “Schnabl: Meine Suche nach dem Nichts

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