Nepal #12

Tierische Begegnungen

Sie können Spaß machen. Sie können anregend sein. Sie können manchmal auch aufregend sein, weil sie zum Teil auch gefährlich werden können. Immer aber sind sie etwas Besonderes (für mich) – Begegnungen mit Tieren, insbesondere, wenn ich diese zu Hause nicht so erleben kann. Und da ist doch einiges auf unserer Tour zusammengekommen.

Natürlich sind wir vielen Tieren als Haustieren – besser gesagt als Nutztieren – begegnet. Und da gerade Frühling war, gab es auch gaaaanz viele Kleine dabei. Sooo süüüß.

Auf einem freien Gelände war ein Schäfer mit seiner Herde. Er hatte ganz viele Schwangere dabei. Und jeden Tag wurden ein paar Kleine geboren. Er machte sich Sorgen, weil er maximal 3 oder 4 gut beaufsichtigen und vor dem Adler bewahren könne. Im Moment hätte er aber einfach zu viele Neugeborene. Wollen wir hoffen, dass möglichst viele Kleine – wie dieses hier – überlebt haben. Es hatte gerade Anstalten gemacht, sich das erste Mal in seinem Leben auf die eigenen Füße zu stellen. Eigentlich mag ich Adler, aber…

Jeden Morgen werden die Tiere aus dem Dorf getrieben – jeden Abend kommen sie zurück. Dann wird es etwas eng in den Gassen. Und doch weiß jedes Tier, wo es hingehört und in welches Haus es abbiegen muss.

Es gibt viele Hunde in Nepal. Überall kann man sie schlafend herumliegen sehen – nicht nur wie hier in Kathmandu, sondern auch draußen im Gelände, in den Dörfern.

Manche Hunde, die niemandem (mehr) gehören, schließen sich Wandergruppen an. Genießen für ein paar Tage die Aufmerksamkeit, Zuwendung und das eine oder andere Leckerli, bis sie sich einer anderen Gruppe wieder anschließen. Uns hatte auch ein paar Tage ein schöner Hund begleitet. Über die „Wanderbewegungen“ der Hunde erzählte uns dann eine Wirtin einer Lodge, der wir von „unserem Hund“ erzählt hatten.

Die etwas unangenehmeren Gefährten sind dann diese. Aber schaut sie Euch an. Sind sie nicht auch wunderwunderschön? Welche Farben. Und die kleine Härchen oder Stacheln. Sehr kunstvolle Geschöpfe, würde ich mal sagen.

Allerdings wurde mein Enthusiasmus etwas gebremst, als eines Abends ein deutlich größeres Exemplar einer ähnlichen Gattung über der Badezimmertür unserer Unterkunft saß. Ob es sich wohl in der Nacht auf uns stürzen und uns verputzen würde? Also was tun? Leider konnte sich meine Zimmergefährtin kein Herz fassen, um es nach draußen zu befördern. Ich hatte sooo darauf gehofft. Also griff ich beherzt zum Handtuch, griff das arme Wesen, und ließ es auf dem Balkon wieder frei. Wegen der Unsicherheit ob meiner eigenen Tat, ließ ich das Handtuch lieber über Nacht ebenfalls draußen auf dem Balkon. Besser ist besser. Allerdings habe ich vor lauter Panik vergessen, das Tierchen – naja, es war ein Riesenwurm mit Abertausenden Füßen – zu knipsen. Also müsst Ihr die Geschichte auch ohne Foto glauben.

Zurück zu den netteren, den Artgenossen. In vielen Tempelanlagen, insbesondere in den Städten, gibt es Affen, aber auch in der freien Natur sind uns viele begegnet.

Und nun zu den etwas gefährlicheren Begegnungen. Über die Warnung vor rennenden Mulis hatte ich ja schon gesprochen. Da heißt es in der Tat nur: „An die Seite und Füße still halten!“

So richtig aufgeregt wurde unser Guide allerdings, als eine Herde Jacks auf dem Wanderweg stand. Wir sollten alle sofort den Weg in Richtung bergab verlassen – und zwar möglichst weit. Naja, das ging kaum, wenn man nicht abstürzen wollte. Er schnappte sich meine Wanderstöcke und versuchte, die Tiere vom Weg in Richtung bergauf zu scheuchen. Natürlich ist es ihm gelungen. Man hat ihm aber deutlich die Anspannung angemerkt, auch wenn er das hinterher durch ein paar kesse Sprüche übertünchen wollte.

Nun fragt Ihr Euch sicherlich, ob es denn gar keine Vögel gab. Oh doch, die gab es. Sie waren meist recht lautstark zu hören. Aber wir haben sie nie zu Gesicht bekommen. Nur gegen Ende der Reise, als wir wieder in Pokhara waren, da haben wir sie gleiche scharenweise in einem Baum sitzen sehen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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7 Gedanken zu “Nepal #12

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