Nepal #14

Beobachtungen zur Religion

Eigentlich kann man in Nepal nicht „keiner Religion“ begegnen. Sie ist allgegenwärtig.

Besonders prägend sind wohl die Gebetsfahnenketten. Die Menschen glauben, dass der Wind die Gebete, die auf den Fahnen stehen, in die Welt pustet. Das ist wohl eine recht einfache Art zu beten.

Dem gleichen Zweck dienen eigentlich die Gebetsmühlen. Hier stößt man „das Beten“ dadurch an, dass man die Mühlen dreht. Solange sich die Mühle dreht, solange wird das Gebt in die Welt getragen. Auch das ist eigentlich recht einfach. Immer wenn man an einer Gebetsmühle vorbeikommt – und das kommt echt häufig vor -, dreht man sie. Es gibt sie in groß – dann einzeln stehend – oder in klein, dann meist in einer längeren Reihe von vielen.

Ein anderes Zeugnis der allgegenwärtigen Religion sind Stupas, auf die man auch sehr häufig trifft. Waren sie früher überwiegend Stätten, an denen die Asche von Heiligen aufbewahrt wurde, so waren es später „nur noch“ heilige Wertgegenstände und sind es heute eher symbolische heilige Stätte. Genauer bei Wikipedia „Stupa“. Manche sind begehbar, andere nicht. Immer sind sie aber im Uhrzeigersinn z umrunden.

So, und nun stehe ich ein bisschen auf dem Schlauch darüber, wie die folgenden Gebilde zu nennen sind. Ich habe ähnliche Bilder im Internet unter dem Stichwort Chörten gefunden. Jedenfalls stehen immer drei „Säulen“ nebeneinander, die in der Regel eine in Weiß, eine in Blau und eine in Rot gestrichen sind. Manchmal sind sie aber auch nicht gestrichen. Letztlich sind auch das heilige Plätze und sie sind ebenfalls immer im Uhrzeigersinn zu umrunden.

Man findet sie häufig auf Bergkuppen, aber auch auf Häuserdächern.

Aber auch an Symbolen wird nicht gespart. Sie dienen entweder dem Abwenden/Abhalten von Bösen oder dem Anlocken von Gutem. In erste Linie wird Shiva verehrt – meist in Form seinen Dreizacks (Trishula) – und damit seine Unterstützung erhofft.

Geweihe sollen Böses abwenden.

Und hier soll für gute Ernte gesorgt werden.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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8 Gedanken zu “Nepal #14

    • Ich denke schon, dass das Leben in einer solchen Umgebung auch wirklich Einfluss auf das Miteinander hat. Wir können zwar unsere „Umwelt“ gestalten, aber wir sollten eben nicht vergessen, dass unsere „Umwelt“ eben auch ganz großen Einfluss auf uns hat. Und wenn wir uns nur von Objekten umgehen, dann werden wir uns peu a peu selbst zu Objekten degradieren.

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    • Naja, da kann ich nicht wirklich mitreden. Irgendwie vermute ich, dass es auch darauf ankommt, woran man glaubt und ob man seinen Glauben als die einzig gültige Wahrheit mit aller Macht durchsetzen will.

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  1. Wie immer sehr interessant… Geweihe und Dreizacke bzw. Heugabeln an Wänden und auf Dächern gibt es hier in Bayern auch, um den Teufel und Unwetter abzuhalten. Man sagt, dies seien Überbleibsel einer Urreligion, die lange vor dem Christentum existiert hat…
    Und dass die Gebete von den Fahnen vom Wind in die Welt getragen werden, gefällt mir sehr gut, viel besser, als im Christentum, wo die Gebete ja quasi lediglich unter vier Augen geäußert werden.

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