Franziskusweg – Aufbruch

Wann ist eigentlich der wirkliche Zeitpunkt des Aufbruchs oder der Zeitpunkt des wirklichen Aufbruchs? Wenn man sich entscheidet, einen Weg zu gehen? Wenn man sich seelisch und moralisch auf den Weg einlässt? Wenn man erste Vorkehrungen trifft? Wenn man die Tasche, den Koffer oder den Rucksack gepackt hat? Wenn man sich auf den Weg zum Anfang des Weges begibt? Wenn man den ersten Schritt auf dem Weg macht?

Das sind sicherlich alles einschneidende Zeitpunkte, die als Zeitpunkt des Aufbruchs gewertet werden können. Bestimmt verbindet auch jede/r etwas Anderes mit Aufbruch. Für mich gehört dazu auf jeden Fall auch, dass ich beginne, mich von den alltäglichen Dinge zu lösen – alles arbeitstechnischen Verpflichtungen sind für den Moment erfüllt, im Haushalt sieht es einigermaßen manierlich aus, ich muss keine Sorge mehr haben, etwas vergessen zu haben. Das ist bei mir gewöhnlich dann der Fall, wenn der Rucksack gepackt ist.

So sah es noch vor einer Stunde aus. Der ganze Korbinhalt sollte im Rucksack verschwinden. Oh, oh. Wie gewohnt brach kurzzeitig Panik aus.

Aber nach nicht allzu lange Zeit war dann tatsächlich alles verstaut. Und eigentlich hätte noch deutlich mehr Platz in diesem Rucksack.

Er wiegt ohne Wasser und ohne Essen 9 kg. Insgesamt werden es dann also so um die 11-12 kg Tagesgewicht werden. Eigentlich zu viel. Aber es ist durchaus das Gewicht, das ich gewohnt bin, über lange Strecken auf dem Rücken zu tragen.

Da ich weder Zelt noch Isomatte dabei habe, musste ich den Rucksack diesmal ein wenig anders packen – aber nicht viel. So hoffe ich, dass ich relativ schnell wieder meinen ganzen Pröttel in den Griff bekommen werde. Normalerweise ist ja in Pilgerunterkünften nicht allzu viel Platz, um sich auszubreiten. Und auch meine erste Unterkunft wird in einem Hostel in einem Mehrbettzimmer sein. Aber das wird schon alles gut werden.

Natürlich freue ich mich auf die Reise, den Weg, das Pilgern. Es ist aber ein bisschen anders als sonst – etwas ruhiger. Irgendwie mischt doch auch ein wenig Sorge mit – wegen der nicht vorhandenen Sprachkenntnisse, wegen der Unklarheit mit den Unterkünften. Also repetiere ich mein Mantra: „Alles wird gut. Alles wird gut. Alles wird gut…“

Hier im Blog wird es mehr oder weniger wie gewohnt weitergehen: Rezensionen, Gedichte, Sprüche, Farbstifte… Und natürlich werde ich versuchen, vom Weg zu berichten, wenn die Zeit und die Kraft reichen und es das Internet gut mit mir meint. Vermutlich werde ich aber Eure Blogs nicht so intensiv verfolgen können wie sonst, werde das aber gern nachholen, wenn ich wieder zurück bin.

Pace e bene

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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31 Gedanken zu “Franziskusweg – Aufbruch

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