Franziskusweg – 23. Wandertag

Von Poggio Bustone nach Rieti

18,8 km. Laut Buch 360 m hoch und 750 m runter. Für heute waren 27 Grad in Poggio Bustone und 31 Grad in Rieti angekündigt.

Das war heute voll der Bummeltag und trotzdem voller Eindrücke.

Landschaft stand auch heute wieder im Mittelpunkt. Kleine Orte schmiegen sich an Berghängen nach oben. Das sieht toll aus. Aber wenn man drin ist, ist es nicht mehr so einfach. Um die Höhenunterschiede zu überwinden, gibt es Treppen – in größeren Orten auch mal Aufzüge (z. B. Assisi). Die Häuser stehen aber für GPS-Sateliten von oben gesehen sehr nah aneinander, sodass bei einem Messkreis von nur 2-3 Metern oder mehr schnell mal unklar ist, ob man jetzt in dieser oder jener Straße ist. Auf den Karten sind die Straßen auch so eng aneinander gezeichnet, dass nicht klar erkennbar ist, ob man jetzt zwischen ihnen wechseln kann oder nicht. Treppen fehlen auf den Karten häufig. Also, es ist nicht so leicht, sich in solchen Orten zu orientieren.

Als ich dann aber endlich herausgefunden hatte aus Poggio Bustone, fand ich mich überwiegend auf gutgehbaren Waldwegen wieder, die nur selten geschottert waren. Ach, lief sich das gut. Rechts und links viel Grün. Und wenn man einen Blick weiter werfen konnten, dann sah man das Rieti-Becken. Weiß jemand, was der Unterschied zwischen Becken und Tal ist? Es wird wohl (fälschlicherweise) als Valle Santa (Heiliges Tal) bezeichnet. Und mir ist halt nicht klar, was daran falsch ist.

Wie auch immer man es bezeichnet – es sieht hier einfach überall toll aus.

Ich werde einmal fast komplett um dieses Becken herumwandern, weil es hier viele Heiligtümer gibt, die mit Franziskus verbunden sind – allerdings auch mit anderen Heiligen.

Eine Auswirkung davon ist, dass seit Poggio Bustone einige Wege gemeinsam verlaufen, sodass bereits in Poggio Bustone mehr Pilger als sonst unterwegs waren. Mir sind sage und schreibe mindestens 15 (!!!) begegnet. Ein sehr junges italienisches Pärchen war gestern schon mit in der Unterkunft. Aber trotzdem laufen gefühlt alle durcheinander, jede/r andere Wege, alle in andere Richtungen.

Der heutige Weg verlief zusammen mit dem cammino di san benedetto. Der ist total gut markiert. Und so konnte ich einfach gehen und genießen, schlendern und genießen, bummeln und genießen – und musste nicht ständig auf der Hut sein, mich zu verlaufen. Sehr entspannend.

So, nun spanne ich Euch mal nicht weiter auf die Folter wegen der wichtigen Plätze.

Cantalice mit der Kirche San Felice ist schon oben auf dem zweiten Foto. In diesem Ort ist der Kapuzinerheilige Felix geboren worden. Er ist noch heute ein sehr beliebter Heiliger in Italien.

Next stop: Santuario San Felice all‘ Acqua. Hier soll Felix eine Quelle entspringen lassen haben. Das Gebäude war aber nicht so eindrucksvoll, sodass es dafür hier leider kein Foto gibt.

Die nächste Station war wieder deutlich beeindruckender: Santa Maria della Foresta. Es ist wohl belegt, dass Franziskus hier war. Einige meinen aber auch, dass er hier den Sonnengesang verfasst haben könnte. Nun das nimmt auch San Damiano in Assisi für sich in Anspruch 😉

Unabhängig davon ist es ein wirklicher Wohlfühlort…

…mit einem interessanten Detail in der Kirche: hinter dem Altar ist eine Nische, in der Figuren stehen, die beleuchtet sind. Sah ein bisschen nach Theaterbühne aus.

Ab hier ging es leider komplett auf der Straße bis Rieti.

Hier ist natürlich der Dom wichtig.

Davor steht eine Skulptur, die an eine Vermittlung zwischen Bürgermeister und Bischof durch Franziskus erinnert. Leider ist sie nicht erkennbar. Ich versuche, sie morgen „nachzuliefern“.

Eine verschlossene Franziskuskirche gibt es auch hier…

Und – wichtig, wichtig, wichtig – hier ist der Mittelpunkt Italiens. Und da ja jedem Volk sein Land die Welt ist, ist hier also der Mittelpunkt der Welt ***bitte nicht zu ernst nehmen***

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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6 Gedanken zu “Franziskusweg – 23. Wandertag

    • Naja, ich musste dann ja hier noch ein bissel was anschauen und zur Abendfutterkrippe gelangen. Da kamen dann nochmal 5 km zusammen. Insgesamt dann doch eine annehmbare Strecke ***kicher, kicher***
      Oh ja. Ich habe den Eindruck, dass es hier „schlimmer“ als in Spanien ist. Seit heute Mittag schon ruht hier alles. Und seit etwa einer Stunde gibt es ununterbrochenes Kirchengeläut.

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