Franziskusweg – Nachlese #8

Was kommt als Nächstes?

Manch eine/r schüttelt vermutlich den Kopf, dass ich – kaum von einer Wanderung zurück – schon wieder an die nächste Wanderung denke. Na, je eher ich daran denke, desto länger kann ich mich darauf freuen 🙂

Vorerst Schluss

Fast alle meine Wanderungen waren sehr einsam, insbesondere die 2017 und in diesem Jahr. Auf den Jakobswegen war das nicht so krass, weil da ja doch ein bisschen mehr los ist. Aber dieses Mal habe ich so richtig gemerkt, dass ich einfach nicht mehr so allein durch die Gegend wandern möchte. Nicht, dass ich auf Schritt und Tritt Begleitung bräuchte – das wäre mir dann wohl wieder zu viel – aber abends immer mal wieder ein paar Leute zu treffen, um sich auszutauschen, das wäre schon toll.

Was stattdessen?

2013 und 2014 sind MD und ich jeweils 300-400 km gemeinsam unterwegs gewesen – von zu Hause nach Nancy und von Cluny nach Le Puy en Velay. Daran möchten wir im nächsten Jahr gern anknüpfen. Das heißt, wir würden in Le Puy en Velay starten und schauen, wie weit wir kommen – idealerweise natürlich bis Saint Jean Pied de Port. Diesen Weg bin ich 2012 schon einmal allein gegangen und bin nun ganz gespannt darauf, wie es sich zu Zweit anfühlt. Und so hat also die Vorfreude schon begonnen 🙂

Andere Pläne

Tja, und dann nimmt die Vorstellung davon, mal Hospitaliera zu sein, immer klarere Formen an. Auf dem Franziskusweg hatte ich mich eine ganze Weile mit einem Hospitaliero unterhalten und ein paar Tipps bekommen, was ich dazu machen muss. Aber was mache ich dann mit meinen Wanderplänen? Vielleicht kann man das kombinieren: erst eine Weile Hospitaliera sein und dann von dort aus „irgendwohin“ laufen. Bleibt nur noch das Sprachproblem. Italienisch fällt aus, weil ich das gar nicht kann. Französisch und Spanisch kann ich ein bisschen. Aber es wäre ein deutliches Aufpolieren nötig. Derzeit lerne ich aber gerade eine andere Sprache. Zwei Sprachen parallel lernen? Ob das meine Synapsen verkraften/-schalten? Oder ist Hospitaliera sein etwas für die Zeit, wenn ich nicht mehr laufen kann? Erzwingen muss ich es ja vielleicht nicht. Was kommen soll, kommt sowieso.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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17 Gedanken zu “Franziskusweg – Nachlese #8

  1. Wünsche dir ganz viel Vorfreude😊.
    Hospitalera zu sein, stelle ich mich trotz sicher interessanter Begegungen auch ziemlich nervig vor. Man trifft halt auch auf die nicht so angenehmen Pilger, oder ?
    Überlege, ob ich den Weg in der Schweiz fortsetze. Auf welcher Route bist du damals gelaufen ?

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    • Ich danke Dir 🙂
      Ja, Hospitaliero/a zu sein, ist mit Sicherheit ein Knochenjob. Deshalb wird wohl auch aller zwei Wochen gewechselt. Und Leute, die eine eigene Herberge haben, erzählen z. T. auch davon, wie hart es ist. Und manche halten es auch nicht sehr viele Jahre lang aus. Naja, es gehören nicht nur die netten Gespräche dazu. Man muss schon auch die Schlafsäle säubern und Toiletten schrubben, ggf. kochen und einkaufen… Aber Andere haben das für mich gemacht, da würde ich mich eben gern mal revanchieren. Und wer weiß, vielleicht wird es ja auch eine ganz tolle Erfahrung 🙂

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      • Das kann durchaus eine tolle Erfahrung sein denke ich. Aber Du wirst müde nach einem arbeitsreichen Tag sein, wenn die Pilger ankommen zum Reden. Wenn Du Hausarbeit liebst ist es ok. Aber den Gedanken etwas zurückzugeben nach Deinen Erfahrungen in Pilgerherbergen finde ich sehr schön!
        Herzlich
        Angela

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      • Ich bin sicher, dass es eine sehr anstrengende Arbeit ist – davon haben etliche, die es mal gemacht haben oder es als ihren Lebensunterhalt betreiben, auch erzählt. Und es gibt ja nicht nur gemütliche Pilger… Aber ich glaube, ich muss es unbedingt mal probieren, um zu wissen, wie es wirklich ist.

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    • Ach, hatte ich ganz vergessen. Auf meinem Weg von zu Hause nach Santiago bin ich in Richtung Trier – das geht entweder durch die Eifel oder an der Mosel entlang. Für beide Routen gibt es auch Wegbeschreibungen. Von dort bin ich – ebenfalls nach einem Wanderbuch – nach Puy en Velay. Auf diesem Stück gab es ein paar Zusammenführungen mit Wegen, die aus der Schweiz kamen. Naja, und dann weiter via podiensis, camino frances.
      Wenn man nach der Tradition schaut, würde man eigentlich den kürzesten Weg von zu Hause aus nach Santiago wählen. Aber wir haben es ja heute etwas bequemer und können auch schauen, wo es uns gefallen würde zu laufen. Ich glaube, davon würde ich es ein stückweit abhängig machen.

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    • Lieben Dank 🙂
      Tja, leider dauert es jetzt erstmal wieder etliche Monate. Aber hin und wieder kann (und sollte) man ja auch arbeiten gehen. Das gehört ja zum Leben auch dazu. Also will ich mal nicht zu sehr jammern. Ich freue mich ja auch über meinen Job und bin dankbar für ihn.

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  2. Beides hat wohl seinen Reiz, sowohl die Stille beim Wandern als auch bereichernde Begegnungen. Ich erinnere mich an Strecken, auf welchen ich kaum Menschen begegnet bin. Das kann auf Dauer zu einsam sein. Andererseits fand ich manche Wege total überfüllt (Camino Francés z.B.) Liebe Grüße

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    • Oh ja, die letzten km auf dem Camino Frances können ganz schön anstrengend sein. Ich hatte da streckenweise Kolonnenmarschieren. Da trifft man dann auf die unterschiedlichsten Auffassungen von Pilgern und kann nicht ausweichen… Aber auch das gehört wohl dazu. Man muss aber nicht alles mögen.
      Deinen ersten Satz möchte ich ganz besonders dick unterstreichen. Das wäre wohl so das Optimum (für mich).

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