Wolff: Das verleugnete Kreuz

Das verleugnete Kreuz – Denkanstöße für eine überfällige Debatte

  • Uwe Wolff
  • Claudius, 15. Oktober 2019
  • Taschenbuch, 160 Seiten
  • 18,00 € (D)
  • ISBN 978-3-532-62846-1

Inhalt

Der Covertext spricht davon, dass selbst manche Christen im Kreuz „ein Symbol der Gewalt, des Missbrauchs und eines überholten Sünden- und Opferdenkens“ sehen. Dabei, so der Covertext weiter, steckt ein Kreuz in vielerlei Dingen unseres Alltags – zum Beispiel auch im Aufeinandertreffen von Gegensätzen. Abschließend verspricht der Covertext, mit diesem Buch „das Bild eines universellen Sinnbilds, das allen Menschen etwas zu sagen hat,“ entstehen zu lassen.

Um das zu erreichen gliedert Herr Wolff das Buch nach einer kurzen Einleitung in 9 Kapitel, die er Anstöße nennt – Anstöße, um in diese Richtung über das Symbol des Kreuzes nachzudenken: der Mensch, die Erde, das Opfer, die Mitte, der Baum des Lebens, das Zeichen des Sieges, die Wundmale, die Ritter, das Ende der Welt.

Alle Anstöße/Kapitel nehmen Bezug auf Bibeltexte und/oder zeichnen den Lebens-/Leidensweg Jesu Christi nach, gehen aber nur selten auf das alltägliche Leben der Menschen ein.

Das Quellenverzeichnis am Ende des Buches enthält 4 Einträge.

Subjektive Eindrücke

Als in der westlichen Welt sozialisierter Mensch kommt wohl niemand an dem Symbol des christlichen Kreuzes vorbei. Einige Wortverbindungen im Covertext und auch im ersten Kapitel/Anstoß wiesen für mich darauf hin, dass es über diese christliche konnotierte Bedeutung durchaus weitere Bedeutungen geben könnte, auch wenn bereits im ersten Kapitel/Anstoß immer wieder auch christliche Symbolik einfließt. Spätestens ab dem zweiten Kapitel/Anstoß geht es ausschließlich um christlichen Symbolik. Hin und wieder wird sogar darauf verwiesen, dass dieses Kreuz auch in anderen Religionen zu finde sei.

Und auch wenn der Covertext meint, dass von der Verbindung des Kreuzes mit Gewalt, Missbrauch, Sünden- und Opferdenken abgerückt werden soll, so muss ich gestehen, dass mir das Lesen des Buches eher die eigentliche Dimension dieser Verbindung klargemacht und damit für mich diese Bedeutung des Kreuzes deutlich vertieft hat. Schade, denn ein Kreuz (ohne christliche Anmutung) kann so viel ausdrücken und für uns Menschen so viel in Bewegung setzen.

Fazit

Die Bedeutung des christlichen Kreuzes als Symbol für Opfer, Kreuzritter, Leid, Schmerz… dargestellt anhand vieler Bezüge zu biblischen Texten.

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6 Gedanken zu “Wolff: Das verleugnete Kreuz

  1. Ich denke unsere Gesellschäft bräuchte mal eine Pause vom christlichen Kreuz. Sorry, aber seit der Vatikan Mitte der 1990er Jahre die Neuevangelisierung ausgerufen hatte, versucht man – meines Erachtens „auf Biegen und Brechen“ -das christliche Kreuz wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Glaube und christliches Kreuz sehe ich als „Privatsache“ an, und immer wenn Politiker*Innen diese Dinge für deren Zwecke nutzen wird mir übel. Hat für mich dann immer ein Gschmäckle von Neofeudalismus. LG Michael

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    • Tja, Säkularisierung war schon immer ein Fremdwort. Ich habe das Gefühl, dass es das weiterhin zunehmen wird.
      Klar, das Kreuz kann viele Bedeutungen haben. Und ja, warum soll man ihm nicht auch welche „andichten“. Aber kann das nicht ein bisschen diverser sein? Muss doch nun nicht alles nur unter ein Bild geprügelt werden.

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