Hucke: Fair führen

Fair führen

  • Veronika Hucke
  • Campus Verlag, 9. Oktober 2019
  • Broschiert, 252 Seiten (eBook gelesen)
  • 24,95 € (D)
  • ISBN 978-3-593-51116-0

Inhalt

Nach einem Vorwort und der Erklärung, warum gerechte Führung wichtig ist (ohne zu erklären, was gerecht eigentlich bedeuten soll), gliedert Frau Hucke das Buch in fünf Teile zu jeweils drei Kapiteln: Tag für Tag, Im Team, Ein- und Aufsteigen, Remote, Digital und International sowie Frauen und Männer. Auch wenn die Überschriften der Teile überwiegend Unternehmensbezug haben und hin und wieder auch auf Führung verweisen, so geht es im Wesentlichen doch darum, wie wir unser grundlegendes Miteinander fair gestalten können und warum uns das – eben aufgrund von Vorurteilen, Stereotypen, Automatismen – so häufig einfach nicht gelingen mag. Ratschlagslisten am Ende jedes Kapitels versuchen, praktische Handlungsanleitung zu geben.

Im 16. Kapitel, das sich hinter dem Titel „Fair führen“ versteckt, fasst Frau Hucke die wesentlichen Aussagen zusammen und stellt dar, wie für sie eine gute Welt aussehen könnte.

Sechs Seiten Glossar, zwei Seiten Literaturhinweise und 23 Seiten Anmerkungen sind am Ende des Buches zu finden.

Subjektive Eindrücke

Was habe ich in diesem Buch gefunden? Ausführungen über Vorurteile, Diskriminierungen, vorgeprägte automatisierte Handlungen. Das Ganze durch wissenschaftliche Studien und Theorien, insbesondere der interpersonalen Psychologie und der Diversityforschung dargestellt und durch zahlreiche Beispiele aufgelockert. In diesem Sinne ist das Buch voll mit wertvollem Wissen und Hinweisen, wie man am besten mit seinen eigenen Vorurteilen und Automatismen umgehen kann, um möglichst wenig ungerecht mit den Mitmenschen umzugehen. Das finde ich absolut wichtig und hilfreich – gerade in unserer heutigen Zeit.

Habe ich Wichtiges über faire Führung gefunden? Diese Antwort fällt deutlich weniger positiv aus. Aus meiner Sicht geht es im Buch kaum um Führung, sondern eher um das allgemeine menschliche Miteinander. Dass da auch Führung dazugehören kann, erscheint da eher als Nebenaspekt. Die Beispiele stammen aus dem Unternehmensumfeld, beziehen sich aber auch hier überwiegend auf den Umgang innerhalb eines Teams. Sie sind dabei so versimplifiziert, dass sie selbst schon wieder stereotypisch wirken.

Jedes Kapitel ist gespickt mit diversen Ratschlägen, was man/frau nun tun muss, um nicht zu diskriminieren – meist zusammengefasst zu Bündeln. Hier ist noch der stärkste Bezug zu Führung zu sehen. Wenn ich mir aber vorstelle, wie massig viele Ratschläge es verteilt in diesem Buch gibt, so stellt sich mir die Frage, wie ich die alle auch nur erinnern, geschweige denn einhalten kann.

Es tut mir wirklich leid, eine solche negative Einschätzung zu geben. Wäre der Titel ein anderer gewesen und hätte er sich nicht so auf die Führung konzentriert, wäre diese Rezension sicher deutlich anders ausgefallen.

Fazit

Wenn man von Führung absehen kann, so findet man in dem Buch viel Wissenswertes und Nützliches über Stereotype, Diskriminierung und vorgeprägte automatisierte Handlungen.

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4 Gedanken zu “Hucke: Fair führen

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