Corona-Gedanken

Surreale Normalität

Natürlich sehe ich zu, dass ich mein alltägliches Leben unter den neuen Bedingungen irgendwie geregelt kriege. Glücklicherweise habe ich mehr als genug zu tun im Home-Office, sodass ich eher weniger zum Nachdenken komme als es mir lieb ist.

Die Kehrseite der Medaille ist aber auch, dass sich eine gewisse Normalität einstellt. Man meint, diese Normalität zu spüren, man lebt sie. Und doch weiß man, dass es da irgendwo etwas gibt, dass bedrohlich ist. Aber man kann es nicht greifen, man kann es nicht sehen. Es ist so wenig real.

Normalität, die durch etwas so wenig begreifbar Reales bedroht wird. Da wird man doch ganz wirr im Kopf. Diese Diskrepanz zwischen dem, was ich meine zu wissen, und dem, was ich spüre, sehe, erlebe, erfahre, die bekomme ich manchmal nicht wirklich aufgelöst. Und dann fühlt sich alles völlig surreal an. Als wäre ich im falschen Film. Als wäre ich überhaupt nicht in einem realen Leben.

Das ist etwas, das auszuhalten mir im Moment doch hin und wieder ziemliche Probleme bereitet.

Bleib gesund und optimistisch!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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23 Gedanken zu “Corona-Gedanken

  1. Du drückst ein weiteres Mal ziemlich genau meine Gedanken aus. Ich habe manchmal immer noch den Eindruck, nach all den Wochen, trotz einer gewissen „Normalität“, die sich im Tagesablauf eingestellt hat, Darstellerin in einem Roland-Emmerich-Film zu sein. Da ist nach wie vor eine sehr unterschwellige Art von Bedrohung, und ich versuche, sie möglichst wenig ins Bewusstsein zu lassen, und darüber zu reflektieren…
    Hab einen guten Tag – und bleib gesund!

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    • Ja, das ist eine schwierige Frage: wieweit sollten wir uns der Gefahr bewusst sein oder lieber nicht. Ich glaube, ich für mich brauche schon ein gewisses Gefühl, dass da wirklich eine Gefahr ist, um z. B. im Wald nicht doch leichtsinnig eng an Anderen vorbeizuschirbeln. Andererseits kann es einen auch in den Wahnsinn treiben, wenn man zu viel Gefahr spürt und dann vielleicht daraufhin meint, dass sich alle Anderen einfach nur rücksichtslos verhalten. Nun ja, sicherlich mal wieder eine Frage der richtigen Balance.

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  2. Liebe Hermine, so ähnlich empfinde ich auch. In den ersten Wochen der neuen Regeln bin ich morgen mit Erschrecken aufgewacht und fühlte mich bedroht durch dieses Virus. Nur eines hatte ich im Kopf: Wir wollen unser altes Leben zurück! Inzwischen wache ich morgens gelassener auf, obwohl die Bedrohung ja immer noch real ist. Der Mensch gewöhnt sich eben an viele neue Situationen,,,,
    LG Angela

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    • Die Gewöhnung an die neue Situation ist sicherlich ganz hilfreich. Man muss das dann nicht immer wieder neu hinterfragen. Aber wenn die eigentliche Gefahr zu sehr aus dem Blickfeld gerät, könnte das dazu führen, dass man kein Einsehen mehr hat in die Situation. Und das wäre im Moment schon noch recht gefährlich. Also irgendwie braucht man wohl beides: das Bewusstsein für die Gefahr, aber auch die Ruhe, die Situation auszuhalten.

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  3. Wenn wir uns die Infektionszahlen in Ö und D anschauen, dann sehen wir wie gut es in punkto Coronakrise eigentlich läuft bei uns.
    Das Bedrohliche sitzt in erster Linie mittlerweile wohl mehr in unserem Kopf. Das ist auch kein Wunder wenn man den ganzen Tag zugemüllt wird mit Info über Infektionszahlen, neue Hiobs-Botschaften aus unseren Nachbarländern uvm. Zum Drüberstreuen schauen wir noch auf irgendwelchen Dashboards nach den aktuellsten Zahlen damit sich das noch mehr in unseren Gehirnen manifestiert.
    Unser BK malt seit Mitte März ständig dieses Schreckensszenario mit bis zu 100.000 Toten und dass jeder in Österreich jemand kennen wird der positiv getestet wurde wenn wir nix unternehmen, aktuell – REAL – haben wir 443 Tote.
    Von den gut 14.000 positiv Getesteten sind bereits 10.000 wieder genesen, d.h. aktuell 4000 Kranke, davon 208 auf Intensiv.
    Österreich hat etwa ein Zehntel der Einwohner Deutschlands, aktuell etwa 8,8 Mio.
    In meinem Bekanntenkreis kenne ich auch niemanden der positiv auf Corona getestet wurde….

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    • relaxedlive, genau dieser Meinung bin ich auch. Es ist zu einer Kopfsache geworden, denn Vorsicht lassen wir, die wir es ernst nehmen, ja walten.
      Ich mag diese hirnigen Berichte gar nicht mehr ansehen, jeder weiß mehr als der andere, dabei wissen alle gar nichts. Es ist gut, wenn jeder ein klein wenig mehr auf sich selbst aufpasst und darin die Notwendigkeit sieht, was alles nicht getan werden darf. Ob es letztendlich zum Besseren geht, steht auch noch in den Sternen……
      Bleibt alle gesund und gebt weiterhin gut auf euch acht,
      das wünscht von Herzen, Edith

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      • Ja, in den ganzen Berichten, da ist es eine Kopfsache. Aber ich glaube, für die Menschen ist es nach wie vor sehr emotional aufgeladen.
        Dass niemand nichts weiß, das glaube ich nicht. Dass das Wissen, das nach wissenschaftlichem Standard erzeugt wurde, immer auch mit Unsicherheiten verbunden ist, das sagen seriöse Wissenschaftler selbst. Auf selbsternannte Experte gebe ich nicht viel. Und für mich müssen Begründungen „passen“, was aber auch eher bauch- denn kopfgesteuert ist.
        Ja, ich hoffe sehr, dass wir uns von der derzeitigen „Ruhe“ nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten lassen und damit das, was wir bis hierher erarbeitet haben, leichtfertig aufgeben. Vorsicht walten zu lassen, ist dabei mit Sicherheit ein ganz wichtiger Baustein.
        Liebe Grüße und bleib gesund
        Belana Hermine

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  4. Allenthalben hört und liest man, es gehe nun darum, nach der Krise wieder zurück zur Normalität zu finden. Ich frage mich dann jeweils: welche Normalität?

    Wir leben schon längst nicht mehr in normalen Zeiten. Belege dafür gibt viele, hier seien nur zwei aufgeführt:

    – Grönland verliert jedes Jahr 200 Gigatonnen Eis. Und eine Gigatonne Eis würde ausreichen, um 400’000 olympische Schwimmbecken mit Wasser zu füllen.

    – Die fünf wärmsten Jahre seit Beginn der systematischen Messungen 1881 waren: 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019.

    Mein Wunsch ist somit vielmehr: lasst und den Schock dieser Krise nutzen, eine gesündere, überlebensfähige Welt aufzubauen. Jetzt!

    Mit hoffnungsvollem Gruss,
    Roger

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