Corona-Gedanken

Kann das normal sein?

Nein, ich habe mich noch nicht an die „neue Normalität“ gewöhnt – und ich will es auch gar nicht.

Gerade im Moment spüre ich doch wieder recht schmerzlich, was durch Corona nicht (mehr) möglich ist.

Normalerweise würde ich jetzt schon in großer Vorfreude auf meine anstehende Wanderung schauen. Ich hätte schon einen Wanderführer gekauft (oder au der Bibliothek geliehen). Ich hätte schon meinen Pilgerausweis bekommen, wenn ich mich für einen Pilgerweg entschieden hätte. Ich hätte schon einen Frisörtermin, um mir die Haare praktikabel kurz schneiden zu lassen. Wahrscheinlich hätte ich schon die Tagesetappen zusammengestellt und die Höhenmeter ausgerechnet. Wahrscheinlich wäre die Packliste schon ausgedruckt und die ersten Dinge würden beginnen, sich um den Rucksack zu versammeln. Ich hätte sicherlich auch schon ein schönes Heft/Buch, das mein Tagebuch sein würde…

Im Moment muss die Erinnerung an diese Vorfreuden genug sein.

(Weitere Punkte, die für mich nicht zu dauerhafter Normalität werden dürfen, behandle ich in folgenden Beiträgen.)

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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17 Gedanken zu “Corona-Gedanken

    • Oh, ich habe mittwochs eine „Reihe“, in der schon der 4. Eintrag erschienen ist. Dort befasse ich mich damit, wie ich meine Wanderung in diesem Jahr umsetzen kann. Es ging los mit dem, was geplant war: Le Puy-en-Velay nach Saint-Jean-Pied-de-Port. Mein Problem ist weniger das Wandern selbst als vielmehr die Art der Übernachtung und das Tag für Tag woanders.

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      • Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen und nun weiß ich Bescheid…ich hoffe für uns und alle, es wird bald wieder so wie früher sein…“die guten alten Zeiten“!

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      • Wenn Du mit „wie früher“ meinst, dass die Corona-Regeln aufgehoben sind, ja, dann hoffe ich auch, dass sie das werden, sobald die Pandemie vorbei ist. Aber so wirklich in allem möchte ich eigentlich nicht in die „guten alten Zeiten“. War da wirklich alles so gut? Wir haben doch in der Corona-Zeit durchaus festgestellt, dass es Dinge gibt, die wir verloren hatten (?) bzw. die es lohnt, (wieder?) in die Gesellschaft zu holen.

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      • …jede Zeit hat ihre guten und schlechten Seiten…ich meine, ich will auf die guten Seiten der alten Zeit nicht verzichten und nicht die schlechten Seiten der letzten Monate, auf keinen Fall noch mal wochenlange Ausgangssperre erleben…eines, was ich niemandem wünsche…(Einzelhaft ist eine Foltermethode)…

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      • Genau, irgendwie sollten wir es schaffen, uns von schlechten Dingen der Vergangenheit zu trennen und die positiven Dinge der Gegenwart beizubehalten.
        Natürlich ist Einzelhaft eine Foltermethode. Aber saßen nicht viel zu viele Menschen auch schon vor Corona in Einzelhaft? Corona hat das wohl in ein ziemlich krasses Licht gesetzt. Man sollte aber vielleicht auch nicht vergessen, dass es nicht alle als eine Haft empfinden, sondern als aktiven Beitrag zum Umgang mit der Pandemie. Wenn man hier irgendwie eine Annäherung/einen Ausgleich finden könnte, wäre wohl vielen geholfen.

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      • …wenn einem Alleinlebenden die Freiheit genommen wird in öffentliche Bars zu gehen, Freunde zu besuchen, auf Märkte zu gehen oder ins Kino, wenn selbst Arztpraxen geschlossen haben…dann fällt er in eine tiefe, teife Einsamkeit, die er nicht mehr durchbrechen kann…nicht ohne Grund kenne ich gleich mehrere meines Alters, die sagen, sie wollen nicht weiterleben, wenn es so weitergeht mit all den Maßnahmen…

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      • Ich bestreite nicht, dass es schwer fällt und dass es viele Menschen gibt, die es als Einzelhaft empfinden, wie Du geschrieben hast. Es gibt aber eben auch viele, die das nicht so empfinden und versuchen, mit der Situation nach besten Wissen und Gewissen umzugehen. Neben der Einsicht in die Notwendigkeit ist sicherlich bei den allermeisten der Wunsch da, dass die Pandemie möglichst bald vorüber sein möge.

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    • Am meisten regt mich an der „neuen Normalität“ aus, dass ich vieles einfach nicht als normal akzeptieren kann, aber das Wort suggeriert, dass man es gern (?) als normal etablieren und beibehalten möchte. Aber richtig – ruhig Blut. Und ja, für mein Wandern gibt es eine Lösung. Aber manchmal überkommt mich eben doch etwas Wehmut (oder war es Wermut?).

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