Pilgern/Etappenwandern zu Corona-Zeiten #5

Keine Herbergen, kein B&B, kein Zelten – was nun?

Tja, da bin ich also am Lamentieren, was alles nicht geht. Andererseits verkünde ich immer ganz großspurig, dass jede/r, jederzeit, überall pilgern könne, weil Pilgern eine Haltung wäre. Dann also mal Butter bei die Fische und neben großen Worten auch mal ein paar Taten an den Tag gelegt!

Wenn ich also ernst mache mit meiner Aussage und sie auch für mich gelten lasse, dann müsste es mir also möglich sein, auch ohne außer-Haus-Übernachtungen zu pilgern/wandern. Ohne außer-Haus-Übernachtungen – das hieße also mit zu-Haus-Übernachtungen. Bingo???

Ja, also ich starte zu Hause und ende zu Hause und zwar über einen gewissen Zeitraum. Warum nicht? Einen Versuch ist es wohl wert, oder? Sicherlich interessant, was das mit mir macht, was anders ist als beim Etappen-Pilgern/Wandern.

Wir leben hier in einer ganz netten Umgebung. Es ist nicht weit bis zum Fluss. Aber der ist meist überlaufen, also mit Menschen. Darauf hätte ich wohl nicht (alle Tage) Lust. Andererseits ist es aber auch nicht weit bis in den Wald mit ein paar Hügeln. Die Umgebung haben wir zwar inzwischen ziemlich abgegrast, aber ein Weg ist immer wieder neu, weil man ja selbst immer wieder neu auf diesem Weg ist.

Ein paar Touren haben sich schon etabliert. Einige bin ich in der letzten Zeit auch nochmal auch im Hinblick auf diese Wandervariante gegangen. Da gibt es kürzere und längere. Da gibt es flachere und ein wenig huggelige. Wie ich sie erlebe hängt durchaus stark von meiner inneren Verfassung ab. Und das scheint mir in diesem Zusammenhang dann auch das Interessante zu werden: wie wirkt die gleiche Strecke an verschiedenen Tagen auf mich?

Und das ist dann also mein Wanderplan 😉

Tag Start Ziel km
1. zu Hause zu Hause ???
2. zu Hause zu Hause ???
3. zu Hause zu Hause ???
???
x-2. zu Hause zu Hause ???
x-1. zu Hause zu Hause ???
x. zu Hause zu Hause ???

Was fällt Euch dazu ein?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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8 Gedanken zu “Pilgern/Etappenwandern zu Corona-Zeiten #5

  1. So etwas ähnliches haben wir mit dem Jakobsweg in Franken gemacht. Allerdings braucht man dazu 2 Fahrzeuge. Wir sind von zuhause mit beiden Fahrzeugen zum geplanten Endpunkt der Tagesetappe gefahren, und mit dem 2. Fahrzeug zum Startpunkt. Am Ende der Etappe haben wir dann das andere Fahrzeug wieder abgeholt.
    In einem gewissen Umkreis lässt sich so auch eine Streckenwanderung organisieren.
    Optimieren lässt sich das ganze noch, wenn man das Fahrzeug, das am Startpunkt geparkt wurde, nicht abholt, sondern wenn man diesen Ort zum Endpunkt der Folgeetappe erklärt. Man läuft dann die Etappen in umgekehrter Reihenfolge.
    Ist doch auch eine interessante Variante. Oder?
    LG. Der WoMolix war da.

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    • Danke für Deine da-gewesen-Sein 🙂
      Ja, da beschreibst Du wirklich eine nette Variante. Beim Lesen hört sie sich sogar ein bisschen lustig ab. Aber letztlich ist sicher auch immer viel Fahrerei dabei. Ich hatte mal eine Etappe, wo es am nächsten Ort keine Unterkunft gab. Da hat mich die Herbergsmutter der letzten Etappe am Abend abgeholt und am nächsten Morgen hingebracht. Ich habe dafür zweimal bei ihr geschlafen und natürlich (freiwillig) Fahrkostenanteil dagelassen.
      Ihr seid ja immer mit dem Wohnmobil unterwegs, stimmt’s? Das wäre dann in der Tat auch für dieses Jahr eine Variante, die ich mir vorstellen könnte – autark auf einem Camping- oder anderem Stellplatz.
      Die noch bequemere Variante wäre, wenn einer fährt und vielleicht nicht so viel Lust auf Wandern hat und der andere wandern kann. Dann entfällt das hin-und-her-Fahren. Sowas hatten wir mal mit dem Motorrad angedacht. MD könnte dann tasgüber ein paar Runden drehen, ich würde laufen und am Abend würden wir uns am Etappenende treffen. Aber dazu bräuchten wir auch irgendwelche nicht-autarken Unterkünfte. Vielleicht in einem nächsten Jahr?
      Ja, es ist schon vieles möglich, wenn man ein bisschen flexibel ist bzw. sein kann.

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  2. Das hört sich interessant an. Nicht ganz verstehe ich, ob du dir bestimmte Wege vornimmst oder spontan immer wieder losgehst.
    Im Sommer möchte ich den Schweizer Jakobsweg von Konstanz nach Interlaken gehen. Die Planung steht. Das Problem sind die Übernachtungen. Bis jetzt habe ich nur Mehrbettzimmer gefunden und das halte ich für sehr problematisch. In ein Einzelzimmer würde ich gehen, bewaffnet mit reichlich Desinfektionsmittel. Wahrscheinlich werde ich ein Jahr verschieben müssen.

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    • Ja, Mehrbettzimmer fände ich auch schwierig – es sei denn, man ist allein in einem… Vielleicht ist eine Verschiebung keine ganz dumme Idee.
      Ich habe ein paar Strecken, die ich immer mal wieder gehen, wenn ich zwischendurch mal einen Tag unterwegs bin. Da weiß ich, wie lang sie sind, wieviel Höhenmeter, wie anstrengend etc. Da werde ich dann wohl von Tag zu Tag und von Wetter zu Wetter entscheiden, welche Strecke ich nehme.

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  3. Du willst auf Flummi machen? Nach jeder Etappe wieder nachhause zurückpendeln? Lol Was ist mit Covid-19? Gehst du zuhause in Quarantäne, weil die Gefahr besteht, dass du dich bei einer Etappe infiziert hattest? 😉 Sorry, aber das würde ich nicht überstehen.
    Wie wärs mit Campen, dem neuen Wohnen? Schön ausgestatteter Campingbus, und dann ab durch die Mitte. LG Michael

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    • „Flummi“ – das gefällt mir 🙂
      Naja, wenn ich angesteckt bin, würde ich es ziemlich weit verbreiten, wenn ich jeden Tag woanders schlafe.
      Campingbus? Naja, da müsste man erstmal einen haben. Aber ich glaube, dass das für uns keine sinnvolle und auch keine finanzierbare Anschaffung ist. Und dann bräuchte ich immer noch einen Fahrer, denn ich will ja zu Fuß unterwegs sein. Und wie kommt dann das Wägelchen an das Etappenziel?

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