Corona-Gedanken

WER hat WAS gehamstert?

Es gibt eine Podcast-Serie, an deren Ende die jeweils Interviewten gefragt werden, was sie wohl zu Beginn der Corona-Zeit gehamstert hätten. Vermutlich wundert es niemanden, wenn ich jetzt sage, dass niemand „wirklich“ etwas gehamstert hat.

Das scheint ein allgemeingültiges, nicht nur aufs Hamstern bezogenes Phänomen zu sein. Es hat ja auch nie jemand die Regierungspartei gewählt.

Also, mal Hand aufs Herz und nicht gelogen? Was habt Ihr denn so gehamstert?

Ich fange mal an…

Da ich nicht so jeder aktuellen Information hinterherjage, kriege ich solche Dinge eh immer erst recht spät mit. Als mir die „Lage“ bewusst wurde, gab es schon keine Nudeln und kein Mehl mehr und die Clopapierberge waren schon zusammengeschrumpft. Sollten wir noch etwas einkaufen?

Da wir dann eh bei Aldi waren und es dort noch Clopapier und Taschentücher gab, haben wir von jedem ein Päckchen mitgenommen. Da das aber auch aus meiner Sicht nicht so den hohen Stellenwert hat und durch andere Dinge wie Servietten oder auch mal ein Stück Zeitungspapier und im Zweifel auch Wasser ersetzt werden kann, war das also eh kein kritischer Posten.

Mehl nutzen wir sehr wenig. Ein oder zwei Tüten stehen da ohnehin immer im Vorrat. Und im Zweifel tun es gemahlene Körner auch. Wir sind da einen anderen Weg gegangen und haben uns ein Stahlmahlwerk zum vorhandenen Steinmahlwerk dazugekauft, womit wir schon lange geliebäugelt hatten. Nun gab es also einen „Grund“. So hätte im Zweifel ein Mahlwerk den Geist aufgeben können.

Und Körner gab es eigentlich immer. Allerdings haben wir hier dann so nach und nach den Vorrat ein wenig aufgestockt. 2 kg pro Sorte mehr als sonst. Gilt das schon als hamstern?

Blieb noch die Hefe. Na, darüber hatte ich wohl schon ausführlich berichtet – insbesondere über die „Bückware“. Hier muss ich zugeben, dass mich die permanent leeren Hefeschachteln und das „Bückware“-Erlebnis doch in ziemliche Panik versetzt hatten. Auch wenn ich versucht habe, bei einem Einkauf nicht so viel zu nehmen, dass für Andere nichts mehr bleibt, so ist dieser Vorrat doch stärker angewachsen, als es sinnvoll gewesen wäre. Ich gestehe: wir leben noch jetzt davon… Aber wir haben inzwischen auch (wieder) Frischhefe „entdeckt“, der wir im Moment den Vorzug geben. Glücklicherweise hält sich die Trockenhefe lange, sodass wir am Ende sicherlich nichts wegwerfen werden.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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13 Gedanken zu “Corona-Gedanken

  1. Ich hatte echt nichts gehamstert, da ich im Fall der Fälle einfach den Staat gewechselt hätte. Zu Fuß wären die vier Kilometer nach Tschechien leicht zu überwinden gewesen. 😉 In Bayern verlasse ich mich auf nicht mehr allzu viel. LG Michael

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  2. …wer keine Hefe hat, kann Sauerteig machen…geht ganz leicht, einen Löffel Honig, ein Löffel Roggenmehl, einen Löffel lauwarmes Wasser miteinander verrühren und bei Zimmertemperatur stehen lassen, einen Tag später wieder einen Löffel Mehl und einen Löffel Wasser hinzugeben, am dritten Tag noch einmal…dann sollte ein wenig Sauerteig entstanden sein, mit dem sich backen lässt…

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    • Danke für Dein Rezept.
      Mit Sauerteig hatte ich vor Jahren auch gebacken. Aber die Rezepte verlangten alles trotzdem noch Hefe.
      Ansonsten gab es dann ja viele Hefe-Rezepte im Netz. Es hatte auch jemand ein Foto von einer Anleitung gepostet, die bei Netto aushing. Ab dem Zeitpunkt war es dann für mich auch entspannter…

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  3. Kurze Bemerkung zur Hefe in der Coronazeit.
    Das Hefeherstellen ging doch etwas schwieriger als ich dachte.
    Die erste Vermehrung hatte gut wohl funktioniert mit eingefrieren und das Brot war ok.
    Aber die zweite Generation wollte nicht mehr.
    Wahrscheinlich hatte ich da nicht alles genau zeitlich und hygienisch eingehalten.
    Saludos.

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      • So ganz klar ist mir das gerade nicht. Das alt bezieht sich auf die Tage, seit dem ersten Hefeansatz? Wäre es dann eine Lösung, recht zügig die nächste „Generation“ zu starten? Und würde das nicht auch für andere Ansätze gelten (Sauerteig, Joghurt etc.)?

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      • Also, ich bin kein Experte und kann nur wiedergeben, was ich so gehört und verstanden habe. Das Einfrieren sollte eigentlich nicht schaden. Und ja, ansonsten wäre das mit der vielen Hefe nicht sonderlich sinnvoll. Vielleicht muss man einfach mit längeren Gehzeiten rechnen. Wenn man in Vollwertbackbüchern nachliest, stehen dort sowieso immer deutlich längere Gehzeiten als auf den Tütchen und Päckchen und sonstigen Rezepten angegeben ist. Also, vielleicht reicht einfach ein bisschen mehr Geduld.

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    • Die meisten dieser Generationen-Anleitungen scheitern nach ein paar „Vererbungen“. Manchmal wird auch darauf hingewiesen, dass man lieber jedes Mal neu ansetzen soll – sowas hatte ich mal bei Joghurt gefunden. Aber es gab ja auch ein paar Rezepte, die ohne Hefe als Starter funktionierten. Und irgendwann gab es ja auch wieder Hefe.

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  4. Wir haben immer Vorräte für ein Jahr; wir wohnen ja auf einem Hof. „Gehamstert“ haben wir bevor andere merkten, dass da eine Krise ist, also Ende Januar und Anfang Februar, als in den deutschen Nachrichten schon vom Virus berichtet wurde. Da haben wir ganz gezielt viel von bestimmten Dingen eingekauft, weil wir wussten, dass die anderen im Dorf die Lage noch nicht ernst genommen hatten und somit haben wir Dinge in sehr grossen Mengen gekauft, damit die Geschäfte rechtzeitig nachbestellen konnten und später dann genug für alle da war, als die anderen dann hamstern wollten. Das hat tatsächlich funktioniert. Ich hatte nämlich von anderen Krisen die Nase voll, wo Nachbar das erst nicht ernst genommen hatten und dann während der Krise zu mir kamen, um alles möglich zu borgen.

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    • Danke für Deine Erläuterungen. Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass das Einkaufsverhalten auch davon abhängt, in welcher Gegend man wohnt und wie weit es bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit ist.
      Interessant ist der Hinweis auf das „Vorfristige“. Da kommt bei mir so die Frage auf, ob die Geschäfte bzw. der Handel allgemein nicht auch hätte „vordenken“ können?

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