Corona-Pilgern – 1. Tag

Dann bin ich also mal weg – aber immer auch gleich wieder da

Zum Einstieg habe ich eine Runde über 23,4 km mit 600 Hm gewählt.

Das Wetter schien nicht so recht zu wissen, was es wollte. Noch gestern war angekündigt, dass es ab spätem Nachmittag gewittern soll. Ersten Regen sollte es ab ca. 13:00 geben. Also wollte ich um 13:00 definitiv wieder zu Hause. Wenn ich um 7:00 losgehe, lässt das ja so einiges an km zu. Trotzdem wollte ich der Sicherheit halber wegen der angekündigten Gewitter lieber am Fluss entlang laufen. Von dort hätte ich nahezu jederzeit in eine Straßenbahn (wenn auch ungern) springen oder eben einfach umkehren können. Das ist ja bei einer Runde nicht so einfach möglich.

Heute Morgen war das Wetter dann aber der Meinung, dass es gar nicht gewittern will. Der für 13:00 angekündigte Regen war geblieben, aber nur mit 40%iger Wahrscheinlichkeit. Auch das Regenradar war mir sehr freundlich gesonnen. Also habe ich mich kurzerhand für diese Rundtour entschieden.

Nun, man kann nicht immer nur richtige Entscheidungen treffen, gell.

Ab 8:30 begann es mit Sprühregen. Von dem erreichte mich erstmal nur ein Schleier durch die Bäume hindurch. Aber gegen 9:00 habe ich dann doch lieber den Regenverhüterli auf den Rucksack gezogen. Das war auch gut und höchste Eisenbahn, denn ab nun regnete es für anderthalb Stunden ziemlich heftig. Gegen 10:30 war der Spuk dann nahezu schlagartig vorbei.

Nun ja, dann bin ich also schonmal gut eingeweicht gewesen, als ich zu Hause endlich unter die Dusche springen konnte.

Interessanterweise hat der Regen aber geholfen, mich von den vielen noch mitgeschleppten Gedanken zu befreien. Wenn man der Natur so „schutzlos“ ausgeliefert ist, dann stellt sich doch ein ziemlich krasser Fokus ein. Man hört auf den Regen und schaut auf die Wolken. Wird es schlimmer oder hört es bald auf? Bleibt alles im Rucksack trocken? Wobei das diesmal nicht so die große Sorge ist, weil ich ja zu Hause im Zweifel alles gut trocknen kann bzw. Ersatz zur Verfügung habe. War es gut, die Regenjacke nicht anzuziehen, weil es eigentlich warm genug war, nun aber im Regen ziemlich abkühlt? Naja, alle Gedanken drehen sich um diesen blöden Regen. Da haben andere Gedanken nur wenig Chance 😉

Nun hoffe ich, dass mich nicht jeden Tag so eine lange Dusche heimsucht. Aber so ist das dann eben beim Pilgern. Man nimmt das Wetter, wie es kommt, und versucht, das Beste daraus zu machen.

Der Herbergsvater hat mich lieb empfangen und mir aus den nassen Klamotten geholfen.

Und dann bekam ich meinen ersten Kleber in meinen Pilgerausweis. Naja, ein bisschen Authentizität muss schon sein 😉

Das hier sind die Kleber:

Und das ist mein Pilgerausweis:

An der Tür hängt ein langer Streifen, in den ich die Tageskilometer eintragen werde. Mal schauen, wie weit ich komme. Hier sieht es noch ganz leer aus:

Ich werde dann wohl in der Zeit der Wanderung keine gesonderten Corona-Gedanken aufschreiben. Ich werde versuchen, jeden Tag eine knappen Überblick über die Tour zu geben, obwohl es definitiv nicht so interessant werden wird wie in den Jahren zuvor. Kann auch sein, dass dann hierbei immer mal wieder auch Corona-Gedanken einfließen.

Ich werde versuchen, die Tagesberichte immer noch am selben Abend einzustellen. Aber wenn ich eine sehr lange Tour machen, dann kann es auch sein, dass es erst am nächsten oder übernächsten Tag wird. Aber an der Zählung kann man die Reihenfolge ja gut erkennen 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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6 Gedanken zu “Corona-Pilgern – 1. Tag

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