Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Sehnsucht Unsterblichkeit“ (Rezension hier)

Dass ich das Buch nicht zu Ende lesen konnte, hatte ich ja in der Rezension schon dargestellt. Ich fand das äußerst schade, weil ich gern das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet gesehen hätte, zumal ich ein durchaus zwiespältiges Verhältnis zu dieser Fragestellung habe.

Natürlich möchten Menschen lange und gesund leben und eben auch gesund alt werden. Daran ist – aus meiner Sicht – erstmal nichts Verkehrtes. Ich sollte aber durchaus noch selbst entschieden können, ob und welche Vorsorgeuntersuchungen ich mache. Man kann nämlich auch aus lauter Sorge krank werden. Aber da hat wohl jede/r sein/ihr eigenes Maß.

Ich mache nicht alles mit, was mir mein Hausarzt anempfiehlt. Da muss er mir schon plausibel machen, wozu das gerade gut sein soll.

Andererseits habe ich auch schon erlebt, dass sich die Einstellung dazu, was gesund ist, was lebenswert zu leben bedeutet, bei einundderselben Person in Abhängigkeit von ihrer aktuellen Situation ziemlich umkehren kann. Wenn es Andere betraf, war diese Person recht schnell dabei, das als nicht mehr wertvoll lebend zu bezeichnen. Als sich diese Person dann aber selbst in einer solchen Lage befand, wollte sie nichts unversucht lassen, um jede noch erreichbare Minute auch zu erreichen. Bitte, nicht falsch verstehen. Ich kann das gut nachvollziehen, dass man, wenn es ums eigene Leben geht, da gern alle Hebel in Bewegung setzen möchte. Das kann man wohl keinem verdenken.

Ich hätte mir in dem Buch aber eben einen etwas sensibleren Umgang gewünscht und eben das Betrachten aus verschiedenen Perspektiven und nicht mit dem gesetzten Ziel, das, was wir tun , zu verunglimpfen.

Sicherlich ist nicht alles, was wir tun, immer nur gut und richtig. Vieles kommt auf die jeweilige Situation an. Und man sollte sich vielleicht auch frage, wie es dazu kam, dass es so ist, wie es ist. Warum wird so viel dokumentiert in unserem Gesundheitssystem? Einerseits müssen nun auch Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten (noch so ein Punkt, den man gut und gern diskutieren könnte/sollte/müsste) und andererseits rennen viele viel schneller zum Rechtsanwalt, wenn eine Behandlung nicht so geklappt hat, wie sie klappen sollte. Dass man sich als Arzt/Ärztin dagegen schützen möchte, kann ich auch nachvollziehen. Aber es wäre doch wert gewesen, gerade diese Dynamiken mal anzuschauen und zu sehen, ob man die nicht irgendwie auflösen kann.

Tja, es gibt einfach zu viele Felder, auf denen man miteinander reden sollte.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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