Tagesgedanken

Corona-Tagebuch

Kat von wechselzeiten hatte am 31.10. angefangen, ein Corona-Tagebuch in ihrem Blog zu führen. Das fand ich eine gute Idee, denn ich lese sowieso gern bei ihr. Aber auch so hat es ein paar Ideen bei mir angestoßen.

Ich hatte angefangen „Wuhan diary: Tagebuch aus einer geschlossenen Stadt“ zu lesen (und freue mich auf die Weihnachtstage, um es zu Ende zu lesen). Da dachte ich so, dass es gar nicht verkehrt gewesen wäre, wenn ich das auch gemacht hätte. Gerade auch hinsichtlich meiner Arbeit hat sich so viel verändert, was wohl auch nach der Pandemie nicht wieder ganz von der Bildfläche verschwinden wird – wie ich einerseits glaube, aber andererseits auch wünschen würde. Außerdem hilft mir Schreiben ja auch, mit meinem inneren Gedanken- und Gefühlschaos umzugehen.

Für die erste Welle ist es wohl nun zu spät. Aber ich könnte ja während dieser zweiten Welle ein Tagebuch führen.

Und so habe ich dann angefangen – seit dem 1.11.

Ja, prinzipiell hilft es mir, einfach mal das Innere „herauszukotzen“, ohne auf irgendwas zu achten. Einfach nur raus damit. Andererseits musste ich aber auch feststellen, dass ich einfach deutlich mehr Zeit bräuchte, um wirklich alles festzuhalten, was sich in dem Moment als festhaltenswert zeigt. In den letzten Tagen habe ich deswegen nur noch Stichpunkte geschrieben und hoffe darauf, IRGENDWANN die Zeit zu finden, daraus Sätze zu basteln. Ein paar Dinge schreibe ich dann ja auch in Form der „Tagesgedanken“ hier im Blog. Aber mit all dem inneren Wirrwarr kann (und will) ich Euch dann doch nicht belabern.

Schreibt Ihr auch Tagebuch neben Eurem Blog? Warum? Inwieweit hilft es Euch?

Meint Ihr, dass ein nachträgliches Tagesbuch irgendjemanden interessieren würde?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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14 Gedanken zu “Tagesgedanken

  1. Ich schreibe seit etwa einem Jahr Tagebuch, allerdings sehr unregelmäßig, und ich nutze es eigentlich nur, wenn ich mich „auskotzen“ möchte. Ich finde das allerdings sehr hilfreich, denn so bleibt Etliches, was ich früher recht unbedarft und auch unangenehm ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen in meinem Blog und FB-Account von mir gegeben habe, quasi unter Verschluss, und ich fühle mich trotzdem erleichtert. 😉

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  2. Ich schreibe kein Tagebuch parallel, der Blog is mein Ventil. Mehr geht mit 50h-Woche und Familie nicht. Meistens kann ich auch meine Gedanken hier artikulieren, manche Dinge bleiben verschlossen, da sie auf dem Blog nichts zu suchen haben

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    • Wow, 50 Stunden in der Woche. Das ist schon heftig. Und ja, man hat dann ja meist auch noch andere Verpflichtungen und Dinge, die man gern machen möchte. Und noch ein ja, alles muss nicht an die offene Öffentlichkeit. Ein Tagebuch wäre für mich auch eher das, was ich in einem ersten Schritt für mich allein schreibe. In diesem Sinne empfinde ich den Blog nicht unbedingt als Tagebuch. Manchmal sind es schon tagesaktuelle Gedanken. Aber oft sind es auch Gedanken, die eine Weile vor sich hin gereift sind, ehe sie dann hier ans Licht kommen.

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  3. Mein Blog ist quasi mein Tagebuch, wobei ich da allzu intimes weglasse. Auch wenn mein Blog aus Gründen geschützt ist, lesen mir dann doch zu viele Menschen mit, die ich nicht wirklich kenne. Früher habe ich Tagebuch geschrieben, aber heute brauche ich das für mich nicht mehr.

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    • Das ist ja interessant, dass Du sagst, dass Du kein Tagebuch mehr brauchst. Ist das dann sozusagen durch Deinen Blog ersetzt oder hast Du einen anderen Weg, die Dinge zu verarbeiten oder oder oder. Naja, wenn es zu persönlich ist, dann musst Du natürlich auch nicht antworten.
      Lieben Dank für Deine Erfahrungen.

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      • Nein, mein Blog ist eher so Tagebuch in dem Sinne, was wir so täglich treiben und photografieren. In meinen umtriebigen Zeiten, als ich jobbedingt jedes Jahr woanders gewohnt habe (Regensburg, Stuttgart, Leipzig, Berlin und Münster in viereinhalb Jahren), war es auch immer ein Tagebuch in der für mich ja immer neuen Stadt.
        Die großen Themen habe ich in langen Therapien aufgearbeitet, damit bin ich mehr oder weniger durch. Ansonsten verarbeite ich Dinge durch Gespräche. Aufschreiben tue ich da nix mehr. Aber es sind eben auch nicht mehr die dicken Brocken, es sind mehr die täglichen Herausforderungen des Lebens und darüber rede ich mit meinem Mann oder mit Freunden. Und manchmal auch mit einem Pastor, von denen ich ja täglich umzingelt bin 🙂

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