Tagesgedanken

Sinken sinkende Zahlen?

Dass die am Sonntag und Montag veröffentlichen Neuinfektionszahlen niedriger sind als an den anderen Wochentagen, liegt wohl daran, dass am Samstag und Sonntag wohl eben einfach nicht so viel Laborarbeit stattfindet. Ist ja auch gut, denn auch diese Menschen brauchen mal ein Päuschen.

Nun gab es aber auch am Dienstag und Mittwoch etwas niedrigere Zahlen. Da wurde dann gleich jubelnde Freude über die greifenden Maßnahmen unseres ach so knebelhaften LockDowns verkündet. Ist das die richtige Ursachenzuschreibung?

Wegen knapper werdender Testutensilien wurde die „Teststrategie“ geändert. Es werden nur noch symptomatische Fälle getestet. Das hört sich für mich nach einem eher wahrscheinlichen Grund für die sinkenden Neuinfektionszahlen an.

Heute war die Zahl wieder so hoch wie in der letzten Woche. Und was sagt uns das nun schon wieder? Wurde gestern wieder wie vorher getestet?

Oder sind das schon erste Auswirkungen dessen, dass man nun erkrankte und Andere ansteckende Personen nicht mehr gefunden werden? Aber so schnell geht das wohl nicht.

Und doch macht mich die neue Teststrategie nachdenklich. Natürlich muss man mit knappen Ressourcen sinnvoll umgehen. Keine Frage. Aber wie geht man dann mit den nicht erkannten aber erkrankten Personen um? Erhöht sich jetzt nicht die unerkannte Ansteckungsrate, was uns über kurz oder lang wieder steigende Zahlen bescheren wird? Oder wo ist das der Haken in meinen verwuselten Gedanken?

Ich glaube, wenn wir den Blick zu kurzfristig setzen, werden wir in dieser Pandemie nur wenig erkennen. Wir brauchen wohl einen ganz langen Atem, viel Geduld und ganz viel Solidarität und Mitmenschlichkeit miteinander.

Bleibt alle gut gesund!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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8 Gedanken zu “Tagesgedanken

  1. ja, da kann ich dir nur zustimmen. schwer undurchsichtig gerade alles, sowohl die zahlen als auch zum teil die maßnahmen – da wird privat bis ins kleinste geschaut, aber schulen und kitas bleiben uneingeschränkt geöffnet, alles drubbelt sich, und fußballspieler reisen munter zu spielen durch die welt … ich weiß grad echt auch nicht. ich finde, die erkrankungen sind nicht auf die leichte schulter zu nehmen. und wie ich das sehe, sinken die zahlen gerade nicht wirklich. ich glaube, manche möchten das zu gerne so haben (wer nicht), aber … wirklich schwierig alles. naja. wir müssen irgendwie dadurch. mit möglichst gesundem menschenverstand. 😉 herzliche grüße, bleib auch du gesund! diana

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    • Danke für Deinen Kommentar und Deine Sicht. Ist zwar nicht schön, wenn alles so durcheinander ist. Es ist aber auch beruhigend, wenn man merkt, dass man damit nicht so alleine ist.
      Gesunder Menschenverstand – Du sagst es. Wollen wir hoffen, dass er letztlich die Oberhand behält und wir uns auf unsere (Mit-)Menschlichkeit besinnen können.
      Liebe Grüße
      Belana Hermine

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  2. Ich sitze gerade täglich staunend vor dem, was sich an neuen Zahlen auftut – wobei – ich gebe es zu – für mich momentan überhaupt keine Tendenz sichtbar wird.
    Und ich vermute, daran sind auch dies komischen Wochenendlöcher schuld, die irgendwie völlig aus der Zeit gefallen wirken.
    Schliesslich ist auch auch die Erfassung der Coronazahlen irgendwie systemrelevant und das sollte doch mehr als Grund genug sein, dass die zuständigen Ämter auch am Wochenende arbeiten – wie Polizei, Feuerwehr und Medizinbereich auch….

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    • In meinem Kopf ist immer die Vorstellung, dass sowas doch eigentlich „vollautomatisch“ gehen müsste, ohne dass da jemand zusätzliche Wochenendschichten machen muss. An einem Ende gibt einer ein, wie viele positive getestete es an dem Tag in dem Labor gab, und am anderen Ende ist ein Progrämmchen, das alles summiert und in eine Datenbank schreibt, aus der die Graphiken automatisch generiert werden. Aber das scheint offensichtlich nicht so zu funktionieren.

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  3. Geduld werden wir brauchen. Um die Solidarität mache ich mir ernsthaft Sorgen, wenn ich so die Bilder aus Berlin und Leipzig sehe. Das sind zwar Minderheiten, aber sie schüren viel Hass und Zwiespalt. Wir kommen ganz gut mit der Situation klar, aber wir sind auch priviligiert. Ich muss mir keine Sorgen um meinen Job und mein Gehalt machen, der Gatte ist quasi in Rente, wir haben eine schöne Wohnung und können uns gut beschäftigen. Ich bin ja ehrenamtlich ein bisschen in der Obdachlosenhilfe unterwegs und die Menschen bleiben gerade massiv auf der Strecke. Aber natürlich macht mir auch Sorge, was aus kleinen Läden, Künstlern und Restaurants wird. Verglichen mit anderen Ländern sind ja bisher gut durchgekommen, aber wie lange geht das noch so?

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    • Ich hoffe, wir sind genug Menschen, die sich diese Sorgen machen. Je mehr es sind, desto hoffnungsvoller kann man sein, dass nicht diejenigen, die gegen alles sind, die Oberhand bekommen. Ja, Solidarität – leider für so viele ein Fremdwort.
      Ich wünsche Dir/Euch, dass Ihr gut gesund bleibt.

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