Tagesgedanken

Schwelgen in Erinnerungen und Vorfreude

Liegt es am fortschreitenden Alter oder einfach nur an der recht distanzierten/isolierten Situation, dass ich immer mal wieder an meine Wanderungen zurückdenke? Das macht mich manchmal ganz wehmütig. Aber es befeuert auch ganz maßgeblich meine Freude und den Drang, endlich wieder loslaufen zu können. Letzteres hat allerdings dann auch wieder nicht nur positive Auswirkungen, insbesondere, wenn der Drang wirklich groß wird.

Und wenn ich dann also so in Erinnerungen schwelge und mich von den Wellen aus Wehmut und Vorfreude hin und her spülen lasse, dann denke ich auch manchmal, wie gut es doch war, dass ich die eine oder andere Wanderung tatsächlich genau zu der Zeit gemacht habe, als ich sie gemacht habe.

So wollte ich z. B. lange Zeit den Franziskusweg von Florenz nach Rom über Assisi gehen. Aber da waren zuerst die noch vorhandenen Auswirkungen des Erdbebens, die mich etwas zögerlich machten. Dann kam hinzu, dass ich kein Italienisch spreche, aber immer gern wenigstens ein bisschen mit den Menschen vor Ort reden können möchte.

Aber wie das Leben so spielt und aus welchen Gründen auch immer – im letzten Jahr bin ich diesen Weg gegangen. Es war wohl letztlich tatsächlich der Ausschlag, dass ich schon öfter in Santiago angekommen bin, aber noch nie in Rom. Mit MD hatten wir ja vor einiger Zeit Rom gemeinsam erkundet. Da stand es wohl tatsächlich einfach an, dort auch mal zu Fuß hinzugehen.

Und wenn ich das so Revue passieren lasse und mir die aktuelle Situation anschaue, dann bin ich wirklich inniglichst froh, dass ich mich im letzten Jahr zu dieser Tour entschlossen hatte. Gerade Italien war (und ist) ja auch ziemlich schwer betroffen. Und wer weiß, wann überhaupt wieder Langstreckenwanderungen ohne größeres Verbreitungsrisiko möglich sein werden. Aber nun war ich schonmal da und ich bin schonmal in Rom angekommen. Ja, das erfüllt mich gerade wieder mit viel Freude und mit noch ganz viel mehr Vorfreude 🙂

Lasst uns mit Hoffnung und Freude auf eine gute Zeit nach Corona diese schwierige Situation jetzt durchstehen – wie lange sie auch dauern mag.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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13 Gedanken zu “Tagesgedanken

  1. Ich habe grad mit einer FB-Freundin einen virtuellen Rundgang durch Venedig unternommen, und dabei sehnsüchtig meiner Reisen in die Lagunenstadt gedacht…
    Aber ich blicke auch nach vorne. Nebenbei läuft im TV eine Doku über das Miniatur Wunderland in Hamburg. Ich habe mir schon vor langer Zeit vorgenommen, mir das mal anzusehen. Und habe das jetzt ganz fest in meine Nach-Corona-Vorhaben eingeplant. 😉
    Hab einen schönen Sonntag!

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    • Oh, das hört sich gut an. Ja, wir werden das durchstehen und können uns dann auch wieder an anderen Dingen erfreuen. Und manches geht ja auch jetzt, wie Du in Deinem Kommentar zeigst.
      Ja, Pläne habe ich auch ganz viele. Auf unseren Fitness-Spaziergängen schmieden wir auch immer wieder Pläne. Wo wollen wir hin? Wo wollen wir noch einmal hin? Und dann schwelgen wir auch schon wieder… 🙂
      Mach auch Du Dir einen schönen Sonntag

      Gefällt 2 Personen

  2. Ich schwelge nur gelegentlich mal in Erinnerungen… vor allem, wenn ich mir alte Photos angucke. Die Situation gerade ist schon bedrückend, aber für mich auch nicht so, dass ich mich an Erinnerungen festhalten muss. Ich freue mich darauf, wenn man wieder Pläne verwirklichen kann. Eines meiner Sehnsuchtsziele ist noch Israel, aber auch nach Polen wollen wir gerne mal wieder, nach Italien (Freunde von uns haben ein Haus in der Maremma). Wir haben schon viel schönes gemeinsam erlebt und haben vor, noch viel schönes gemeinsam zu erleben.

    Gefällt 1 Person

    • Deinen letzten Satz kann ich voll und ganz unterstreichen. Und in diesem Sinne ist auch das Schwelgen in Erinnerungen gemeint. Wenn wir Pläne schmieden, kommen automatisch auch die schönen Erinnerungen hoch. „Ach, da möchte ich unbedingt nochmal hin.“ „Oh, nein, bloß nicht nochmal da übernachten.“ Und dann müssen wir auch über das Eine oder Andere ziemlich lachen. „Wir werden unseren Enkeln viel zu erzählen haben.“ Aber auch ganze neue Ziele warten schon auf unserer Liste, endlich angegangen (im wahrsten Sinne des Wortes) zu werden. Erinnerungen und Pläne – irgendwie gehört das doch auch zusammen.

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