Tagesgedanken

Meine (Impf-)Wellen schlagen nicht mehr ganz so hoch

Zum Sonntag wollte ich dann mal etwas versöhnlichere Töne zu diesem Thema anschlagen. Es gibt da in der Tat zwei Aspekte, die mein Impf-Hamster-Rad ein wenig verlangsamt haben. Alle beide zwar keineswegs sicher, aber immerhin…

Der eine Punkt ist, dass letztens auf der Dienstbesprechung angekündigt wurde, dass man ins Auge fassen möchte (!!!), ähnlich der Grippeimpfung auch gegen Corona zu impfen, sobald Impfstoffe zur Verfügung stehen. Im Moment erfolgt nur eine Zuteilung, bei der unsere Firma (erwartungsgemäß) nicht berücksichtigt ist. Okay, ein „möchten/wollen“ ist deutlich schwächer als ein „werden“. Und ein „ins Auge fassen“ schwächt das Ganze zusätzlich ab. Aber ich will mal daran glauben, auch wenn hier nur der/mein Wunsch die Basis des Glaubens bildet.

Der zweite Punkt ist die Aussicht darauf, dass es vielleicht in absehbarer Zeit erschwingliche Selbst-Schnell-Tests in ausreichender Menge (also ohne Prügeleien im Supermarkt) geben könnte. Schon bei der Planung (m)einer Wanderung letztes Jahr habe ich gesagt/gedacht, dass es doch toll wäre, wenn ich mich morgens testen könnte. Ich hatte sogar ein Preislimit für die Tests für die komplette Wanderung im Sinn. Wenn der Test negativ ausfällt, laufe ich weiter. Wenn er positiv ausfällt, naja, dann muss ich mich irgendwie kümmern. Ich wollte ja eh nur in Deutschland unterwegs sein, sodass ich das hätte handeln können. Es hätte zumindest meine Sorge deutlich verringert, dass ich das Virus, sollte ich es haben, in der Weltgeschichte verbreite. Aber es gab ja voriges Jahr noch keine. Die Frage nach der eigenen Ansteckung wäre noch offen, aber da habe ich ja Vieles selbst in der Hand.

Sollte die Inzidenz im Sommer also wieder ähnlich niedrig sein wie im letzten Jahr und man auch übernachten dürfen, dann könnte ich vielleicht, wenn das mit den Selbst-Schnell-Tests tatsächlich umgesetzt wird, doch wandern gehen. Oh, das wäre sooo toll. Ich bin sowas von wanderurlaubsreif…

Und dann gibt es da tatsächlich noch einen dritten Punkt: ich habe Überlegungen angestellt, wie ich es für eine dann vielleicht kürzere Urlaubszeit doch schaffen könnte, mich von diesem Rechenknecht nicht zu sehr knechten zu lassen. Wenn ich es schaffen würde, mich daran zu halten, könnte ich vielleicht auch zu Hause, ein wenig Erholung tanken. (Negative) Erfahrungswerte vom letzten Jahr liegen ja vor. Da könnte es ja beim nächsten Mal besser werden.

Also, nicht alles in Butter, aber doch auch ein paar sonnige Lichtstrahlen dabei 🙂

Macht Euch einen schönen Sonntagnachmittag.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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20 Gedanken zu “Tagesgedanken

  1. Ich habe grade den Beitrag der bayerischen TV-Sendereihe „quer“ zum Impfdebakel gesehen – und danach jeglichen Optimismus, den ich bezüglich einer doch halbwegs zügigen Covid19-Impfung hatte, zu Grabe getragen… Ich wollte im Frühsommer eigentlich ein paar Tage am Gardasee verbringen, aber auch dieses Vorhaben werde ich nicht weiterverfolgen, sondern nur mehr von einem Tag auf den anderen leben. Das erscheint mir am vernünftigsten…

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    • Oh, das tut mir wirklich leid. Aber vielleicht ist es im Moment wirklich am besten zu schauen, wie sich die Lage entwickelt, und kurzfristig zu entscheiden. Vielleicht ein paar Optionen zurechtlegen, was wäre wenn. Kann ja manchmal sogar Spaß machen. Bitte behalten Deinen Optimismus – irgendwas geht immer.

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      • In Bayern gibt es ca. 6.000 HausärzteInnen, die auf der Stelle und ohne zu zögern dazu bereit wären, gegen Covid19 zu impfen! Zusammen mit den eher lahmarschig funktionierenden Impfzentren könnten so pro Woche ca. 1 Mill. Injektionen verabreicht werden.
        Aber „die da oben“ müssen das erst überdenken, und abwägen, und durchkalkulieren, und noch mal überdenken, und abwägen, und noch mal überdenken usw. usf. Vielleicht, so heisst es, würde man Ende April dann die HausärzteInnen in die Covid19-Impfungen mit einbinden können. Vielleicht…
        Und bei so was soll man nicht mutlos werden!
        Aber keine Sorge, ich bin nach wie vor unverbesserliche Optimistin, und habe grad gestern wieder ein neues Terrain für viele Ausflüge, Wanderungen und Beobachtungen neu entdeckt. 😉

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      • MD war heute bei unserem Hausarzt. Er würde wohl auch so am Mai/Juni impfen können und das auch tun. Na, das sind doch schonmal Lichtblicke.
        Wir behalten den Optimismus und die Ausdauer…

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      • Und der Brüller ist, dass man sich wohl einen großen Kopf darum macht, wie man das denn mit den Krankenkassen abrechnen solle. Anstatt dass man sich wie jeder vernünftige Mensch denkt: „Wir impfen und immunisieren und retten jetzt Leben, was das Zeug hält, und machen uns danach Gedanken darüber, wie wir das finanziell mit den KK regeln.“, läuft das umgekehrt. Daran sieht man doch ganz genau, wo hierzulande trotz der mannigfaltigen Lippenbekenntnisse und Beteuerungen die Hauptinteressen liegen…

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      • Wo die Interessen der Politiker liegen, das wissen wir doch. Ist schließlich bald wieder irgendeine Wahl…
        Wenn man irgendwelchen Firmen Millionen/Milliarden geben kann, dann wird sich doch wohl auch das Geld für die Impfung finden. Viele Leute wären sicherlich auch bereit, es selbst zu zahlen. Dann müsste nur noch für die Anderen aufgekommen werden. Aber ich vermute mal, dass sie dann doch demnächst mit etwas um die Ecke kommen müssen, wenn sie sich ihre nächste Wahl nicht ganz versemmeln wollen. ***grummel***

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  2. Wir haben keine Urlaubsreisen geplant für dieses Jahr. Was wir uns vorstellen könnten, wäre allerhöchstens eine Ferienwohnung. So wie wir sie auf Rügen oder auch in Krakau hatten, aber da würde ich mir die Gegend schon sehr genau aussuchen. Ich gehöre keiner Risikogruppe an und werde sicherlich erst spät dran sein mit Impfen. Aber dann ist das halt so. Wir haben soviel vor der Haustür, wo es sich hinzufahren lohnt. Und wenn ich Urlaub habe, bleibt der Rechenknecht aus, zumindest der dienstliche. Das halten wir alle so. Früher wären wir ja auch nicht dran gegangen, weil wir die Dinger im Büro hatten.

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    • Ja, ich glaube, so ist es am Flexibelsten. Kurzfristig schauen, was geht.
      Was den Knecht angeht – naja, ich arbeite ja schon sehr lange etwas zur Hälfte im HomeOffice, habe das Teil also schon lange zu Hause und hier auch wirklich eine gute Infrastruktur zur Verfügung. Und ihn nicht zu knechten, ist seit eh und je mein großes Problem. Das war es auch im letzten Sommer, obwohl ich es mir vorgenommen hatte. Ich bin ja jeden Tag von zu Hause aus eine gute Runde gewandert, aber spätestens ab Mittag überkam mich das schlechte Gewissen, dass ich noch nichts gearbeitet hatte bzw. dass ich nicht rechtzeitig wieder zu Hause wäre, um noch alles zu erledigen. Na, bis zum Sommer ist ja noch etwas Zeit. Also werde ich mir da etwas Wirksames einfallen lassen müssen. Ein Punkt wäre ja vielleicht, ganz offiziell – also auch gegenüber Kolleg/innen und Klient/innen – zu verkünden, dass ich im Urlaub bin, Abwesenheitsnotiz in der Mailbox und sowas. Naja, irgendwas wird schon werden. Ist halt eine Lernherausforderung…

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  3. Meine Planungen laufen für dieses Jahr, aber ich habe alles auf Spontanreisen ausgelegt und wenn es sein muss, kann ich die Planungen auch auf nächstes Jahr verschieben. Bis jetzt bin ich noch zuversichtlich, dass ich im September reisen kann
    LG Andrea

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    • Hört sich gut an. Ich glaube, es ist eine gute Strategie, flexibel auf die jeweils aktuelle Situation reagieren zu können.
      Bei mir wäre ja im Grunde „nur“ eine Etappenwanderung angesagt. In Deutschland, klar. Das lässt sich dann auch ganz spontan umsetzen. Ich bräuchte ja nur ein Zugticket, um an den Startpunkt zu kommen, und eins, um wieder nach Hause zu fahren. Zwei Ausweichalternativen habe ich mir überlegt. Aber im Grunde sollte es auch möglich sein, mich zu Hause zu erholen, wenn ich es schaffe, die Finge von der Rechenkiste zu lassen.
      Ich drücke Dir die Daumen, dass sich wenigstens einige Deiner Pläne werden umsetzen lassen.

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      • Im Grunde habe ich diesbezüglich wirklich wieder etwas mehr Hoffnung. Solange Unterkünfte offen sind und ich eben ausreichend Selbst-Schnell-Tests bekommen kann, würde ich sicherlich gehen. Ich habe heute auch erfahren, dass ich beim Hausarzt einen Test machen lassen kann, ob ich schon Corona hatte. Vielleicht habe ich ja Glück. Dann wäre sowieso alles deutlich leichter.

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  4. Warten wir auf die Schnelltests! Bis hierher hat sich noch nichts „durchgeschlagen“. Wir sind durch die sehr hohen Ansteckungszahlen in Tschechien sehr „begrenzt“. Also machen wir weiter HomeOffice, und warten. ;-( Wünsche dir eine schöne neue Woche! LG Michael

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    • Ach, HomeOffice ist schon okay. Ich bräuchte nur mal einen Tapetenwechsel. Wenn ich zweimal den Wanderurlaub ausfallen lasse, dann wird es ein wenig eng mit meiner inneren Stabilität. Das ist wohl das, was mir so Sorge macht. Aber es gibt ja ein paar Lichtpünktchen.

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      • Mach halt nen echten Tapetenwechsel. Du glaubst gar nicht wie gut es tut mal wieder echt „umzubauen“. Das Verlagern von 2000 kg Betonsteinen (eine Etage in den Keller runter) hat mir einige Zeit Krafttraining erspart. Lol Nun kommt, wenns wärmer wird das zweilagige Verputzen von Wänden. 😉
        Nur merkt man schon, dass sich die Finger danach etwas schwerer tun, sich wieder an die Tastatur zu gewöhnen. 😉

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      • Uups, wir haben gar keine Tapeten ***heul***. Als das Haus neu war, sagte man uns, das wäre besser für den Trockungsprozess. Und da es uns auch aufwandstechnisch in die Hände spielte… Langsam wäre mal eine neue Lage Farbe angesagt. Das weiß bezeugt an einigen Stellen recht deutlich, dass es eben nicht nur schwarz und weiß gibt ***kicher***

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