Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Echter Wohlstand“ (Rezension hier) – Fragen zu ökologischem Wohlstand

Wesentlicher Punkt dieser Fragen ist, ob man eine Verbindung zur Natur/zu den Ökosystemen spürt, sich als Teil dieser fühlt, das Bedürfnis und auch die Verantwortung verspürt, zu deren Erhaltung beizutragen.

Viele dieser Punkte hören sich für mich recht spirituell an und ich würde sie eher dem spirituellen Wohlstand zuordnen, um den es vor einer Woche ging. Deswegen möchte ich darauf nicht noch einmal eingehen. Ich schaue einfach mal, was für mich ökologischer Wohlstand wäre.

Für mich wäre ökologischer Wohlstand, ob ich die Möglichkeit habe, mich zumindest immer mal wieder in weitgehend naturbelassener Umgebung aufzuhalten, dass ich sauberes Wasser und möglichst wenig belastete Lebensmittel zur Verfügung habe, dass auch die Luft und sonstiges, was mich umgibt, wenig verschmutzt/verseucht ist, ob es mir gelingt, mich möglichst „artgerecht“ zu verhalten, dass ich so viel Entscheidungsspielraum habe, dass ich umweltverträgliche Optionen wählen kann.

Hinsichtlich der Versorgung mit sauberem Wasser und wenig belasteten Lebensmitteln sieht es meiner Meinung nach ganz gut aus. Die Luft etc. kann ich wenig beeinflussen. Aber hier habe ich den Eindruck, dass das allmählich besser wird. Zigarettenqualm kommt z. B. fast nicht mehr vor. Im hiesigen Fluss kann man durchaus wieder baden, was an warmen Tagen tatsächlich viele Menschen tun, auch wenn immer wieder davor gewarnt wird wegen unberechenbarer Strömung.

In grundlegenden Lebensdingen kann ich umweltverträgliche Optionen wählen, obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass da noch deutlich mehr gehen könnte – und ich hoffe, dass es dies auch bald wird.

Hinsichtlich der naturbelassenen Umgebung habe ich da aber so meine Zweifel. Alle Wälder der Umgebung werden bewirtschaftet. Man darf auf angelegten Wegen gehen. Die Stücke des Waldes, die man sich selbst überlassen möchte, dürfen nicht betreten werden. Ich bin hier durchaus zweigespalten. Einerseits finde ich es wichtig, dass wir wieder mehr in Kontakt zur Natur kommen, aber zu viel davon macht die Natur auch wieder kaputt. Es bleibt zu hoffen, dass sich hier sinnvolle Balancen finden lassen.

Ja, so in etwas stelle ich mir (für mich) ökologischen Wohlstand vor.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s und Kommentare. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

8 Gedanken zu “Tagesgedanken

  1. Für mich ist ökologischer Wohlstand eine intakte Natur und die zu erhalten bzw. wieder zu schaffen, sind wir alle gefordert. Im Moment sind wir weit davon entfernt, wenn man die Folgen der Klimaschäden sieht. Für mich auch ein wesentliches Thema bei meiner Wahlentscheidung. Ökologischer Wohlstand wäre auch, wenn ich die unbelasteten Lebensmittel auch bezahlen kann. Wir ernähren uns ja fast zu 100% Bio und das geht schon auch ins Geld, wie auch der Kauf umweltfreundlich hergestellter Kleidung. Ich trage schon seit Jahren nur pflanzlich gegerbte Schuhe, keine chrom gegerbten. Wir müssen endlich aufhören so zu tun, als könnten wir ohne die Natur leben. Die kann sehr gut ohne uns Menschen auskommen, umgekehrt funktioniert das nicht und wenn weiter die Bienen sterben, dann werden wir irgendwann auch Probleme mit Obst und Gemüse haben. Wir müssen aufhören, Pestizide auszubringen, Flächen zu versiegeln, zu konsumieren, als gäbe es kein Morgen mehr.
    Ich denke, wir tun schon eine Menge, auch wenn wir nach wie vor ein Auto haben und Roller fahren. Wir wohnen in einem Passivhaus, verbrauchen also so gut wie keine Energie zum Heizen und wir bemühen uns, möglichst verpackungsfrei einzukaufen. Aber Luft nach oben ist immer.

    Gefällt 1 Person

    • Ich glaube, dieses Bewusstsein, dass wir Teil der Natur sind und nicht ohne sie können, ist ungeheuer wichtig. Aber viele erleben einfach keine Natur mehr oder nur sehr wenig. Und deswegen macht es mich eben auch besorgt, wenn ich von den Megastädten in China hören, wo es zwar nette Parks gibt, aber die eigentlich keine wirkliche Natur sind, sondern eben auch nur wieder „von uns“ „gezähmte/kontrollierte Natur“.

      Gefällt 1 Person

      • Ja, das stimmt wohl, nicht nur in China. Hier baut und baut man ja auch und dann wird halt ein kleiner Park zwischen die Neubauten gequetscht. Ein Grund warum ich so gerne in meinem Stadtteil wohne, weil wir hier noch richtig Natur haben mit Rehen, Reihern, Bibern und anderen Tieren. Geschützte Natur, zu der der Mensch nur eingeschränkt Zutritt hat.

        Gefällt 1 Person

      • Es ist wirklich viel wert, wenn man kurze Wege in die Natur hat. Wir sind hier ja auch echt schnell zumindest im Wald, der dann nicht ganz so künstlich ist wie eine Parkanlage in der Stadt. Sicherlich verbauen wir auch in Deutschland viel Fläche und haben in den Städten wenig/kaum/gar keine „richtige“ Natur. Aber ich habe immer noch so die Vorstellung, dass es möglich ist, mit nicht allzu großem Aufwand rauszukommen und dann auf „richtige“ Natur zu treffen. Das kann ich mir weniger gut vorstellen, wenn eine Stadt die Fläche von z. B. NRW hätte.

        Gefällt mir

Ich freue mich auf Deinen Kommentar. Bitte beachte aber, dass Daten gespeichert werden (siehe Datenschutzerklärung).

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.