Belauscht

Mal wieder in einem der hiesigen Regionalzüge…

Zugbegleiter: „Einmal die Dame zurück.“

Was er damit wohl gemeint haben mag?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Wortvergewohltätigung

fair führen…

…hört sich fast an wie verführen 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Clark: Ingenium

Ingenium – Du kannst nicht entkommen

  • Janet Clark
  • cbj, 14. Oktober 2019
  • Broschiert, 384 Seiten
  • 13,00 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-570-16552-2

Inhalt

Vier Jugendliche, die sich flüchtig von der Schule kennen und gemeinsam zu einem Ausflug müssen, verpassen den Bus, der sie zum Ausflugsziel bringen sollte und fahren so zufällig gemeinsam mit einem Leihwagen, den sich eine der Schülerinnen von ihrer Freundin geborgt hatte, weil diese sie am Morgen aufgehalten hatte.

Es kommt, wie es kommen muss: Der Wagen wird entführt, die vier landen in einer Lagerhalle und entkommen nur mit Not und Mühe.

Nun fängt die Geschichte erst richtig an. War es Zufall, dass sie gemeinsam in diesem Wagen saßen? Was wollen die Entführer? Warum gerade sie?

Einige der Fragen können sie recht schnell lösen, andere – z. B. ob das alles Zufall war – werden erst nach und nach oder gar erst gegen Ende des Buches aufgelöst.

Im Laufe der Geschichte werden wir die vier Jugendlichen vertraut, verstehen ihr Stärken und Schwächen, lernen ihre Elternhäuser und engsten Bezugspersonen kennen. Es wird klar, dass das Ganz irgendwie mit dem Institut für „Human Intelligence“ zu tun hat – aber wie? Dabei werden ethische und rechtliche Fragen rund um den Eingriff in die Entwicklung des Menschen/der Menschheit diskutiert und ausgelebt.

Das Ende ist durchaus passend für die Geschichte – es hätte aber auch alles ganz anders kommen können 😉

Subjektive Eindrücke

Die Vermischung von Fragen um die Entwicklung des Menschen/der Menschheit mit der allgegenwärtigen Gier und Skrupellosigkeit bringt hier in Verbindung mit ineinander verzahnten Handlungssträngen, von denen man nie genau weiß, ob sie nun miteinander zu tun haben oder nicht, eine spannende Geschichte hervor, die sich leicht liest, die überzeugend klingt, die wichtige Fragen unseres täglichen Miteinanders und des technischen/technologischen Fortschritts aufwirft und diskutiert.

Die Figuren sind überwiegend Jugendliche und agieren ihrem Alter entsprechend, stellen die Fragen in ihrer Art und Weise und sind immer wieder auch geprägt durch die in ihrem Alter allgemein üblichen persönlichen Entwicklungsfragen, -ängste und -hoffnungen.

Ich hatte viel Freude beim Lesen. Gern lese ich mehr von dieser Art 🙂

Fazit

Angenehm spannend werden wichtige ethische Fragen diskutiert und von den Charakteren ausagiert.

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Prima Klima? oder Prima Klima!

Wärme-/Kälteempfinden

Ich habe das Gefühl, dass das Wärme- bzw. Kälteempfinden auch von der Außentemperatur abhängt. Im Winter sind wir eher kühl und suchen Wärme. Im Sommer sind wir eher warm und suchen Kühle. Natürlich sollte man es im Winter mit den wenig-heizen-Versuchen nicht übertreiben und eine wirkliche Unterkühlung des Körpers vermeiden. Hier hilft oftmals ein wenig Bewegung oder eine Tasse Heißes und wärmende Kleidung im Zweibellook. Oder auch mal miteinander kuscheln. Zum Sommer wird es später einen separaten Beitrag geben. Heute also…

Wie kalt halten wir es im Winter in Wohn- und Arbeitsräume aus?

Nein, ich möchte hier nicht die schändlichen, brutalen Experimente der Nazis wiederholen, die geprüft haben, wie lange man es wohl in wie kaltem Wasser aushält, bis man stirbt. Hier soll es deutlich menschlicher und sehr viel wärmer zugehen.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass ein großer Teil unseres Energieverbrauchs durch das Heizen zustande kommt. Wir wollen es warm in unseren Wohnräumen haben. Und auch diejenigen, die in Büroräumen arbeiten, in Klassenzimmern sitzen etc. haben es oft kuschelig warm. Körperlich Arbeitende sitzen/stehen da eher in der Kälte. An den Supermarktkassen zieht es immer von den großzügigen Türen herein. In einer Autowerkstatt ist es mit Sicherheit auch nicht gerade gemütlich warm. Und auch die vielen Menschen, die im Freien arbeiten, haben es eben immer so warm, wie es die Natur gerade zur Verfügung stellt.

Hier soll es jetzt also vorerst nur um Wohn-, Büro- und Lernräume gehen. Und ich berichte da einfach mal von einem Experiment, das wir in diesem Winter angefangen haben.

Müssen es 22 Grad sein? – Unser Experiment

Eigentlich bin ich eine Frostbeule und habe es immer gern gut warm. Mit meinem Wärmebedarf lag ich schon immer über dem von MD. Also hieß das im Winter Hoch-Saison für dicke Pullover, dicke Socken, Kuscheldecke fürs Sofa. Die Temperatur hatten wir so auf 22 Grad geregelt.

Ich als Frostbeuel habe dann mal angeregt, es doch einfach mal mit 20 Grad zu probieren. Gesagt getan. Man kann Entscheidungen im Zweifel ja auch immer wieder revidieren.

Die ersten Wochen waren wirklich hart. Mir war immer irgendwie frostig. Es war nicht wirklich zum Unwohlsein, aber zum Wohlfühlen war es auch nicht unbedingt. So nach und nach wurde es aber besser. Der Körper und die Empfindung gewöhnen sich scheinbar daran. Inzwischen fühlt es sich für mich nicht mehr kalt an. Natürlich sind der dicke Pullover, die dicken Socken und die Kuscheldecke geblieben. Und auch MD zieht inzwischen dicke Socken an, die ich ihm extra zu Weihnachten gestrickt hatte. Aber dass uns unwohl wäre, das können wir inzwischen nicht mehr sagen. Nur manchmal, wenn ich zu lange am Schreibtisch sitze, dann kriecht doch mal die Kälte in die Fingerspitzen. Dann gehe ich in die Küche und gieße mir eine Tasse heißen Tee/Kaffee ein. Dann werden die Hände ganz schnell an der Tasse warm. Ein paar Schritte durch die Wohnung regen zudem den Kreislauf an und sollen ja sowieso für den Körper ganz gesund sein.

Insgesamt sehen wir im Moment keine Notwendigkeit, die Heizung höher zu drehen. Nun bin ich gespannt, ob es sich wirklich auf den Verbrauch auswirken wird. Allerdings ist das wohl schlecht einzuschätzen, da ja auch die allgemeine Wetterlage einen Einfluss auf den Heizverbrauch hat. Und bisher war es in dieser Region noch nicht wirklich richtig winterlich kalt.

Ob ich wohl im nächsten Winter noch ein Grad weniger vorschlage?

Im Schlafzimmer liegt die Temperatur deutlich unter 20 Grad. MD bibbert ein bisschen, wenn er ins Bett geht. Aber menschliche Wärme ist schließlich unschlagbar 😉 Aber ob ich den Vorstoß zu einer weiteren Temperatursenkung im Wohnzimmer wagen soll, weiß ich im Moment noch nicht so recht.

Bei welcher Zimmertemperatur fühlt Ihr Euch wohl? Habt Ihr im Schlafzimmer eine andere Temperatur als im Wohnzimmer?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Lubbadeh: Transfusion

Transfusion – Sie wollen dich nur heilen

  • Jens Lubbadeh
  • Heyne Verlag, 11. November 2019
  • Broschiert, 384 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32008-6

Inhalt

Ein Pharmaskandal oder nur Meinungsmache von Pharmagegnern? Wer kann etwas dagegen haben, dass Menschen mit Demenz geheilt werden? Jede/r, der/die engere Verwandte mit dieser Krankheit betreut, wäre wohl froh, wenn es auch nur ein Stückchen Entlastung gäbe.

Der Pharmakonzern Astrada hat ein solches Mittel gefunden. Wie wird es hergestellt? Geld lässt viele Menschen skrupellos werden. Und die Aussicht auf Ruhm tut das Ihrige dazu. Aber auch soziale Bindungen scheinen uns Dinge hinnehmen zu lassen, die wir ganz rational so nicht hinnehmen würden.

Jeder Charakter hat also seinen eigenen Antrieb, die Geschäfte von Astrada in bestimmte Richtungen zu lenken. Wie werden sie zusammen- oder auseinanderkommen? Wer wird sich letztlich mit seinen Vorstellungen durchsetzen? Und was können Medien und Interessensverbände diesbezüglich leisten?

Subjektive Eindrücke

Von der Thematik her ein topaktuelles Buch. Die Begehrlichkeiten der Hauptcharaktere sind sehr deutlich – manchmal überdeutlich – herausgearbeitet. Eine Hauptperson agiert allerdings äußerst blauäugig und ist derartig in ihren eigenen, inneren Konflikten verstrickt, dass sie im Grunde handlungsunfähig ist und mehr oder weniger Spielball der verschiedenen Interessen wird. Hinsichtlich dieser teilweisen Überzeichnungen wirkt die Story dann doch hin und wieder etwas flach.

Spannend ist es allemal, zumal sobald klar wird, was hinter dem Medikament steht und es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann alles auffliegen wird.

Zum Ende des Buches hin lässt Herr Lubbadeh alle offenen Handlungsstränge sich in einer jeweils verknoteten Sackgasse verstricken. Der Abzug einer Pistole wird gezogen. Noch bevor der Knall des Schusses zu hören ist, endet die Geschichte. In einem Interview, das reichlich 10 Jahre später stattfindet, wird kurz angedeutet, was aus den Hauptakteuren der Story geworden ist. War die vereinbarte Seitenzahl für das Buch ausgeschöpft? Waren die Einfällt versiegt? War das Abgabedatum erreicht? Ich weiß es nicht. Aber hinsichtlich des Lesevergnügens fühle ich mich durchaus von dieser Art Ende betrogen.

Fazit

Eine rasante Story um ein äußerst aktuelles Thema, das die moralischen Konflikte einiger Forschungs- und Produktionsverfahren sehr deutlich offenlegt, aber auch die Bestechlichkeit des Menschen durch Ruhm, Reichtum und soziale Bindungen klarmacht.

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