Tagesgedanken

Das Eigenleben von Blogbeiträgen

Da habe ich eine Idee davon im Kopf, was ich in einem Beitrag schreiben möchte, setze mich hin, beginne zu schreiben und dann… Dann schreibt es von selbst. Aber es schreibt nicht mehr so recht das, was ich eigentlich schreiben wollte. Und deshalb passt dann das Ende nicht mehr wirklich zum Anfang. Alles scheint verwirrt, durcheinander, zusammengefrickelt. Weder der gewollte noch irgendein anderer Sinn ist zu erkennen.

Also schmeiße ich das Teil weg und fange neu an.

Ein bisselchen bin ich dann doch frustriert. Meine eigene Zeit in den Papierkorb zu schmeißen fällt mir deutlich schwer. Noch schlimmer finde ich es allerdings, wenn Andere meine Zeit in den Papierkorb werfen. Aber das gehört schon wieder mal nicht hierher.

Aber neben die Frustration tritt dann auch die Frage, warum sich das Thema so verselbstständigt hat. Wollte da etwas an die Oberfläche kommen, das ich mir ungern so zugestehen wollte? Darüber wird wohl nachzudenken sein 😉 Also hole ich den Beitrag und somit auch meine Zeit wieder aus dem Papierkorb. Wie schön, dass es die recycle-Funktion gibt.

Ich frage mich aber auch, ob da wirklich so viel Unsortiertes, Ungereimtes, Unverbundenes in meinem Kopf ist. Wenn dem so wäre, müsste da wohl mal jemand aufräumen. Da dieser „jemand“ bei uns immer im Urlaub ist – alles, was „jemand“ mal machen müsste, bleibt liegen – wird diese Aufräumaktion wohl bis zu meiner nächsten Wanderung warten müssen.

Beim Wandern kann ich immer gut ausmisten. Da kann ich die Gedanken fließen lassen. Die, die gerade nicht verarbeitbar sind, können dann fließen, wohin sie wollen. Die anderen werden ein bisschen angeschaut und dann verschiedenen „Verarbeitungsprozessen“ zugeführt: weiter nachdenken, einordnen, zusammenführen oder eben einfach schreiben, schreiben, schreiben. Ja, auf die Abende, wo ich dann angekommen am Etappenziel, frisch geduscht und vielleicht mit einem Glas Rotwein in der Hand dasitze und in mein Tagebuch kritzele, freue ich mich bei meinen Wanderungen immer in besonderer Weise.

Ob ich das wohl schon in diesem Jahr wieder erleben darf?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Wie nachhaltig sind E-Scooter?

In einem Buch hatte ich mal gelesen, dass es mit der Nachhaltigkeit dieser Teile aus (mindestens zwei Gründen) nicht allzu weit her ist.

Einerseits beträgt die durchschnittliche Haltbarkeit eines solchen Teils etwas 4 Monate. Dann sind sie entweder kaputt vom vielen Fahren oder kaputt gemacht durch Randale, Vandalismus oder vorsätzliche Sachbeschädigung. Das konnte ich mir noch einigermaßen vorstellen. Hier liegen häufig solche Dinge achtlos hingeworfen in der Gegend. Manche werden wohl auch vom Wind/Sturm umgeblasen, selbst wenn sie sorgfältig abgestellt wurden.

Viel gravierender ist wohl aber der Vorgang des Wiederaufladens…

Die Scooter werden von einem Lieferwagen oder gar LKW eingesammelt – von allen möglicherweise weit verstreuten Punkte. Dann werden sie zur Zentrale gefahren und dort aufgeladen. Sind sie wieder fit, findet das ganze Spielchen in umgedrehter Reihenfolge statt. DAS konnte ich kaum glauben. Andererseits: was wäre die Alternative?

Aber inzwischen musste ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen…

Der Lieferwagen kam aus einer Stadt ca. 50 km von hier. Die roten Punkte sind die Leuchtanzeigen der Scooter, die auf ihre Verteilung warten. Der Fahrer des Wagens brachte gerade einen Scotter auf seine Position. Er kam aber schneller zurück als ich dachte und er schaut so verbiestert, sodass ich das Bild dann etwas schneller knipste als gut war.

Tja, vermutlich muss man sich die Klimabilanz von neuen Dingen immer etwas genauer ansehen, ehe man sie als DEN Klimaretter an sich ansieht.

Bei den Scootern kommt erschwerend hinzu, dass eine Studie herausgefunden hat, dass die meisten die Scooter aus Neugier genutzt haben und die Strecke ansonsten zu Fuß zurückgelegt hätten. Ein wirklicher Ersatz von Auto-km konnte also (noch) nicht festgestellt werden.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Mein Wildkräuterguide“ (Rezension hier)

Für mich gibt es eigentlich nur ein Fazit aus diesem Buch: Ich brauche ein Buch, mit dem ich (!) sinnvoll Wildkräuter erkennen kann.

Also werde ich, sobald man ohne Corona-Test wieder in die Stadtbibliothek kann (und das Arbeitschaos sich wieder etwas gelegt hat), einen Bibliothekstag einlegen und dort alle vorhanden Kräuterbestimmungsbücher durchforsten und schauen, ob sie für mich passen. Das, was das Rennen macht, werde ich dann – einmal quer durch die Stadt – beim Buchladen kaufen (der wird dann wohl hoffentlich auch ohne Test zu betreten sein). Dort werde ich aber auch schauen, was sie so im Angebot haben. Die Bibliothek ist ja häufig nicht so ganz aktuell.

Als ich klein war, kannte ich einige Wildkräuter – vor allem solche, die man mal so eben vom Wegrand weg naschen konnte: Hirtentäschel, Sauerampfer, roter Klee. Kamille und Pfefferminze kam in den Tee, Brennnessel in die Suppe… Ganz vergessen waren sie ja nicht, aber nun sind sie wieder richtig präsent.

Aber es gibt dann doch noch ein weiteres Fazit bzw. eine Unterstützung von etwas, das ich schon lange ahnte und das für mich immer mehr gewiss wird: irgendwie habe ich doch viel wildes Kräuterweib von meiner Mutter in mir. Manchmal wünschte ich, sie könnte es erleben.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Larbig: Mein Wildkräuterguide

Mein Wildkräuterguide – Von Rauke, Rapunzel und anderen schmackhaften Entdeckungen am Wegesrand – Mit vielen Sammel-Tipps für Wald, Wiese und Großstadt

  • Manuel Larbig
  • Penguin Verlag, 13. April 2021
  • Taschenbuch, 336 Seiten
  • 14,00 € (D), 14,40 € (A)
  • ISBN 978-3-328-10700-2

Inhalt

In einer Einleitung erklärt Herr Larbig, wie er zum Wildkräutersammeln gekommen ist und worum es ihm in diesem Buch geht.

Danach ist das Buch zwar nicht offiziell, aber für mich gefühlt, in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil, der etwas zwei Drittel des Buches ausmacht, enthält viele Informationen zu Wildkräutern, die sachlich in 5 Kapitel einsortiert sind: warum Wildkräuter, Gesundheit, wie sammeln, Gefahren und Schwangerschaft/Stillzeit.

Das dritte Drittel stellt verschiedene Wildkräuter vor. Hier gibt es Abbildungen, aber auch Hinweise auf Verwechslungsgefahren und Einsatzmöglichkeiten.

Am Ende des Buches finden sich 6 Seiten Register und 8 Seiten Quellenangaben sowie zusätzliche 3 Seiten Quellenangaben zu bestimmten Wildkräutern. Hier finden sich auch viele Anregungen zum Weiterlesen.

Subjektive Eindrücke

Ein wundervolles Buch, in dem ich viel über Wildkräuter im Allgemeinen, aber auch zum Sammeln und zum Teil zum Verarbeiten gelernt habe. Alles ist leicht lesbar geschrieben. Dass jeder wichtige Abschnitt mit einem Zitat aus den Wildkräuterwanderungen anfängt, ist am Anfang ganz nett, nervt aber irgendwann. Darüber kann man aber ganz schnell hinwegsehen.

Die Ausbildung von Herrn Larbig wie auch die beigefügten Quellenangaben lassen eine saubere Recherche und fundierte Informationsbearbeitung vermuten.

Die Steckbriefe von Wildkräutern geben einen grundsätzlichen Überblick über die Vielfalt und die prinzipiellen Nutzungsmöglichkeiten. Einen guten Wildkräuterführer sollten sie aber nicht ersetzen, worauf Herr Larbig auch hinweist. Aber sie machen definitiv neugierig auf mehr – viel mehr.

Seit ich das Buch gelesen habe, gehe mit noch offeneren Augen durch die Natur und habe schon etliche Pflanzen wiederentdeckt, die ich als Kind mal kannte.

Fazit

Lesen und sich inspirieren lassen.

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Pre-PostCorona-Gedanken

Warum denn nun sowas?

Wie nah oder fern auch immer das Ende von Corona ist, irgendwann fängt die PostCorona-Zeit an. Und je näher das Corona-Ende gefühlt rückt, desto häufiger stelle ich mir vor, wie es wohl sein wird.

T. hat in seinem Blog ja auch schon ein paar Überlegungen dazu angestellt. Immer öfter ist es auch ein Thema mit Kolleg/innen. In einigen Ländern scheint ja schon ein Jahr lang PostCorona zu sein, wenn man den Berichten glauben schenken darf (z. B. China). Aktuelle Öffnungen verleiten viele dazu, in althergebrachte Verhaltensweisen (zurück?)-zuverfallen.

So ganz zurück will ich eigentlich nicht. Aber wohin dann? Die Leere will gefüllt werden, es ist aber noch kein Füllmaterial da.

Beim Gedanken an einiges „Alte“, was vielleicht unversehens wieder über uns hereinbrechen könnte, wird mir etwas flau in der Magengegend.

Und auch wenn arbeitstechnisch gerade Überbetriebssamkeit herrscht und fast keine abweichenden Gedanken möglich sind, kann ich nicht verhindern, dass sich sie über mich hermachen. Und wenn einen was in die Zange nimmt, was macht man dann am besten damit? Ja, man versucht, sich darüber mit Anderen auszutauschen.

Das will ich dann also in den nächsten Wochen hier tun. Vielleicht habt Ihr ähnliche Gedanken. Vielleicht habt Ihr Lösungsvorschläge. Vielleicht habt Ihr andere Sichtweisen, die meine Gedanken ad absurdum führen können. Was immer es ist, was beim Umgang mit ihnen hilft, soll herzlich willkommen sein.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Yepeeh – wir sind nicht mehr die Aluhutträger der Nation!

Endlich liegt auch bei uns die Zahl der Neuinfizierte unter 50. Zwar stechen wir mit unserem dunklen Gelb noch immer aus dem hellen Gelb heraus, aber es ist nicht mehr dieses schreiende Rot.

Wenn das die Woche über anhält, werde ich mich nächste Woche doch endlich mal um einen Termin beim Orthopäden bemühen. Auf diese Gelegenheit warte ich ja schon sehr lange. Leider haben wir es zu Beginn des Jahres trotz aller Hoffnungen nicht geschafft, unter die 50 zu kommen. Aber jetzt!

Die Firma hat eine Abfrage gemacht, wer noch alles über die Firma geimpft werden will. Sie haben das damit begründet, dass ja der Impfstoff wieder (?) knapp ist und sie deswegen nur wenig bekommen, das Wenige aber sinnvoll einsetzen möchten.

Es geht voran oder auch nicht. Deutschlandweit steigen ja die Impfzahlen, auch wenn hier Erstimpfungen wegen Impfstoffmangels ausgesetzt sind.

Vielleicht sollte ich es lassen, über alles nachzudenken und auch noch alles verstehen zu wollen. Dann würde mein Leben wohl um Einiges ruhiger verlaufen. Aber kann man Nachdenken ausschalten – außer dass man es beim Meditieren „laufen lässt“? Ich kann ja nicht 24/7 meditieren.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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