Ein bissel verdreht ist manchmal besser

Jeder, der nicht für mich ist, ist gegen mich.

oder doch lieber

Jeder, der nicht gegen mich ist, ist für mich.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
BelanaHermine

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Plattner: KRAFT für Deine Seele

TAROT Einsteigerset – Dein Blick in die Zukunft

  • Anja Plattner
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 18. Oktober 2022
  • 52 Karten
  • 22,79 € (D)
  • ISBN 978-3-745-91439-9

Inhalt

Die kleine, handliche Schachtel enthält 52 Karten sowie drei zusätzliche Karten mit Erklärungen. Jede Karte ist individuell gestaltet, spricht mit einer „Überschrift“ einen speziellen Aspekt des Lebens an und gibt im unteren Teil durch Fragen Anregungen dazu, sich mit diesem Lebensaspekt zu befassen.

Der Besitz des Kartensets ermöglicht den Zugriff zu einem online-Kurs, der für jede Karte ein paar weitere Erläuterungen und Anregungen gibt. Diesen online-Kurs gibt es auch als App, deren Inhalte man herunterladen kann, um auch offline Zugang zu den Audio-Dateien zu haben.

Subjektive Eindrücke

Die künstlerische Gestaltung der Karten ist zauberhaft. Schon allein das Anschauen und Verweilen auf/mit den Karten ist hilfreich.

Die Audio-Erklärungen ergänzen die Karten in gute Weise.

Die Karten können auch begleitend zum Buch „Dein Seelencoach“ der gleichen Autorin verwendet werden.

Fazit

Inspirierend gestaltete Karten und zum Nachdenken anregende Texte.

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Gedanken zum Buch „Die Psyche des Homo Digitalis“

Rezension hier.

Wieder mal ein Buch so ganz nach meinem Geschmack.

Dass wohl die meisten ein psychisches Päckel zu tragen haben, hat sich wohl schon rumgesprochen. Und so wie sich das bisher auch ohne Internet und andere digitale Techniken Bahn brechen konnte, tut es das nun auch mit dieser technischen Hilfe. Manches davon tritt nun noch deutlicher zutage. Manches hat sein Gesicht ein wenig gewandelt, ohne im Kern anders geworden zu sein. Manches wird aber auch durch die Technik verstärkt.

In diesem Sinne könnte man wohl sagen, dass es gar nichts Neues gibt. Aber mir macht es wirklich Spaß, genau diese Änderungen zu sehen, wie sich Dinge in Abhängigkeit von der Umgebung wandeln, ohne sich im Kern grundlegend zu ändern.

Und so scheinen eben auch die Menschen über die Generationen hinweg immer wieder mit den gleichen Fragen und Problemen konfrontiert gewesen zu sein und sie immer wieder mit den ihnen aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln gelöst bzw. beantwortet zu haben.

Ist das vielleicht auch mit ein Grund dafür, dass sich überall gewissen Religionen entwickelt haben und sich diese zum Teil ähneln bzw. überschneiden?

Wir sehen uns auf dem Weg.
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BelanaHermine

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Hepp: Die Psyche des Homo Digitalis

Die Psyche des Homo Digitalis – 21 Neurosen, die uns im 21. Jahrhundert herausfordern

  • Johannes Hepp
  • Kösel-Verlag, 24. August 2022
  • Gebundene Ausgabe, 416 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-466-34791-9

Inhalt

Nach einer Einleitung, in der Herr Hepp erläutert, was Neurosen sind und was das alles mit dem Digitalen zu tun hat, geht er in drei Teilen jeweils sieben verschiedenen Neurosen zu Liebe, Arbeit und Sinn nach. Dabei steht im Mittelpunkt, wie sich einerseits ein „normales“ Streben, aber dann eben auch das entsprechende überzogene Streben in der digitalen Welt darstellt.

Am Ende des Buches finden sich zwei Seiten weiterführende Literaturhinweise und zehn Seiten Anmerkungen

Subjektive Eindrücke

Meiner Meinung nach steht hinter dem ganzen Text die implizite Annahme, dass Menschen von gewissem Streben durchdrungen sind und sich eine Überziehung davon als Neurosen zeigt – und das ganz unabhängig davon, in welchem Zeitalter wir leben. Das Buch zeigt nun auf, wie sich dieses Streben in der digitalen Welt manifestiert und welche Auswirkungen das haben kann.

Der Text ist gut lesbar geschrieben und immer wieder blinkt ein Augenzwinkern hindurch. Es macht Spaß, den Text zu lesen.

Immer wieder gerät man beim Lesen an Stellen, wo man doch stockt und denkt: „Mein Gott, das geht mir auch so.“ In diesem Sinne lädt das Buch also auch ein, über sich selbst nachzudenken und vielleicht das eine oder andere eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen.

Fazit

Wie geht es der menschlichen Psyche im digitalen Raum?

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Bot oder Mensch?

Gestern hatte ich ja über meine Hotline-Erfahrung berichtet. Was ich noch nicht schrieb war, dass ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, es nicht mit einem Menschen zu tun zu haben.

Nachdem sich eine männliche Stimme mit Namen vorgestellt hatte und fragte: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“, hatte ich noch keinen Verdacht geschöpft. Vielleicht gewöhnt man sich einfach so eine stereotype Erstanrede ein. Das erste Mal stockte ich, als ich aufgefordert wurde, mein Anliegen näher zu erläutern, nachdem ich gesagt hatte, ich würde meine Kundennummer brauchen. Und dass ich nach der Beschreibung zu einer Zusammenfassung aufgefordert wurde, macht das Ganze nicht besser. Auch die zweite und dritte Wiederholung des stereotypen Satzes nährte nicht die Vorstellung in mir, es mit einem Menschen zu tun zu haben. Andererseits, meine Erwiderung auf die stereotype Frage war ebenso stereotyp: „Ich brauche meine Kundennummer.“ Nach der dritten dieser Runden sollte ich ja meine Simkartennummer nennen, was ich auch tat. Dass danach direkt wieder der stereotype Satz kam, war dann wirklich der Tiefschlag. Ich kam mir in mehrerer Hinsicht vera….t vor. Allerdings würde ich nun einem Bot nicht zutrauen, dass er mir vorwirft, meinen Unterlagen geshraddert zu haben. Das hörte sich ziemlich menschlich-genervt an.

Im Grunde habe ich nichts dagegen, dass man Prozesse optimiert. Ein Job an der Hotline gehört sicherlich nicht zu den entspanntesten Dingen auf diesem Planeten. Wenn man da etwas Druck und Frust von den dort Arbeitenden wegnehmen kann, ist das toll.

Aber sollte man nicht am Anfang gesagt bekommen, wenn man es mit einem Bot zu tun hat? Nicht, dass ich zu einem Bot fieser und unhöflicher wäre. Aber ich wüsste, dass da jemand rein routinemäßig agiert. Das ist anders als es mit einem Menschen zu tun zu haben.

Und sollte der Bot dann nicht zumindest so schlau sein, dass er mitbekommt, dass sich da etwas im Kreise dreht und es dann doch an einen Menschen übergeben? Und sollte der Bot nicht auch so schlau sein zu erkennen, für welche Probleme es eine weitere Erläuterung braucht und für welche nicht? Was soll ich groß daran erläutern, wenn ich meine Kundennummer brauche?

Da ist wohl noch viel Arbeit nötig, ehe Bots wirklich umfänglich die Arbeit an einer Hotline übernehmen können.

Da lobe ich mir den T.Bot vom T.ipping-Point-Blog. Das ist wirklich ein schlaues und witziges Kerlchen (sorry für die Geschlechtszuordnung).

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Da beißt sich die Katze in den Schwanz

Gestern haben wir im Kundencenter eines Telefonanbieters jede Menge Kosten verursacht. Meine SIM-Karte ist jetzt also vergoldet – vielleicht auch verplatint 😉

MD wollte irgendwelche Anmeldungen bei der App ebendieses Anbieters machen, wurde aber nach der Kundennummer gefragt. Diese haben wir aber nicht mehr. Da es ein prepaid-Vertrag ist, bekommen wir auch keine regelmäßigen Rechnungen, auf denen die Kundennummer stehen würde. Alternativ konnte man die IBAN angeben. Diese würde dann mit den abgespeicherten Bezahlungsmodalitäten abgeglichen werden. Bei einem prepaid-Vertrag sind aber keine abgespeichert. Man könnte welche eintragen, aber dafür braucht man — richtig — die Kundennummer. Man kann auch über eine E-Mail-Adresse, die der Anbieter anbietet einzurichten, auf die Kundeninformationen zugreifen. Aber dafür braucht man — richtig — die Kundennummer.

Im Kundencenter war eine junge Frau, die ernsthaft und wirklich sehr kompetent bemüht war, uns weiterzuhelfen. Irgendwann landete sie bei der Mitarbeit/innen-Hotline. Ja, man würde die Kundennummer sehen. Aber man dürfe sie ihr nicht geben – Datenschutz. Häh, wenn ich die Kollegin beauftrage, meine Nummer herauszusuchen, dann darf sie diese sehr wohl wissen. Sie fragte dann, ob sie den Hörer mir geben könne, damit mir die Nummer direkt gegeben würde. Nein – Datenschutz. Wiebittewas? Ich darf meine Kundennummer nicht wissen?

Die junge Frau versuchte weitere Wege, die ihr und ihren inzwischen zwei weiteren Kolleg/innen einfielen, scheiterte jedoch immer wieder daran, dass die Kundennummer einzugeben war.

In ihrer letzten Not setzte sie einen Rückruf von irgendeiner speziellen Hotline auf mein Handy. Wir waren kaum zur Tür des Kundencenters heraus, da klingelte es schon.

Eine männliche Stimme meldete sich mit einem Namen: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“ „Ich brauche meine Kundennummer.“ „Können Sie das etwas genauer erklären?“ Ähm, was ist denn daran nicht zu verstehen? Aber okay, ich wollte ja was, also musste ich wohl auch etwas in „Vorleistung“ gehen. Ich erzählte also das ganze Umfeld und was wir schon alles versucht hatten und dass wir jetzt im Kundencenter wären. Es folgte ein: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“ Äh ja, hatte ich doch gerade gesagt, oder? Sollte ich nochmal alles wiederholen? Ich sagte als nur knapp, ich bräuchte meine Kundennummer. Die würde auf den Vertragsunterlagen stehen – haben wir nicht. Die steht auf den Rechnungen – kriegen wir nicht. Wie ich denn rankommen könnte? Dürfe er nicht rausgeben. Wie ich denn dann drankommen könne. Es müsse doch einen Weg geben. Er bräuchte die SIM-Karten-Nummer. Okay, die hatten wir inzwischen aufgeschrieben. Ich diktierte also. Reaktion: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“ Spätestens jetzt kam ich mir echt „verarscht“ vor. Aber okay. Ich brauche meine Kundennummer. Dürfe er nicht rausgeben. Wenn ich meine Kundennummer shraddern würde, wäre ich selbst dran schuld. Das hat er wirklich gesagt — DAS – IST – NICHT – GELOGEN, machte mich aber erst recht sauer. Wir sollen doch bitte in ein Kundencenter gehen. Da standen wir ja gerade…

Da wir während des Telefonats direkt wieder zurück ins Kundencenter gegangen waren (5 Schritte; und da drin ist es ruhiger als auf der Straße), hatten die Kolleg/innen dort das Gespräch mitbekommen und hatten weiter nach einer Lösung gesucht. Eine Idee hatten sie dann in der Tat noch – und diese funktionierte dann: Austausch der SIM-Karte mit der Begründung, dass die alte kaputt ist.

Dieses Kundencenter kriegt jetzt erstmal 5 mal 5 Sterne. Was ich mit dieser Hotline mache, weiß ich noch nicht…

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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