Pyrenäen – 11. Tag – Lizara – Somport-Pass

Was für eine Tour. Und ganz ehrlich: ich bin froh, dass alles so glimpflich ausgegangen ist. Insgesamt habe ich 18 km gebraucht. Geplant waren nur 17 km. Der Höhenmesser blieb bei 940 Hm stehen, obwohl Wanderführer und Infotafel von 1100 Hm sprachen.

Die Lücke da oben war zuerst zu nehmen. Da schaute irgendwann auch die Sonne wieder sehr einladend durch.

Hinter diesem Pass (?) startete dann aber des Desaster. Schnee. Anfangs war es ja ganz lustig.

Aber man muss gut aufpassen, weil man nicht so genau weiß, wie weit es darunter schon weggetaut ist.

Wenn man das übersieht, sieht das dann hinterher so aus:

Tja, und dann kam Nebel auf. Wegzeichen waren wegen des Nebels nicht mehr zu sehen oder weil sie sowieso unter dem Schnee verborgen waren. Einen Track hatte ich für diesen Abschnitt nicht…

Irgendwann brach aber die Sonne wieder durch und es gab interessante Farbeindrücke.

Und immer wieder diese tolle Lanfschaft.

Diese kleinen Blümchen fand ich heute bei dem vielen Schnee sehr passend.

Und nun bin ich am Somport-Pass. Ich war schon zweimal hier. Es hatte sich aber nie so eingerichtet, dass ich in der Herberge schlafen konnte. Nun passt es also 🙂

Es gibt hier eine kleine Kapelle (?), zu der man über ein paar Steine hochkraxeln kann. Das ließ ich mir dann natürlich nicht nehmen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Pyrenäen – 10. Tag – Garbadito – Lizara

Heute sollte es eine kurze Etappe werden, um doch ein wenig auszuruhen. Meine Beine/Muskeln fühlten sich in der Tat etwas angespannt an. So waren es also nur 9,7 km bei gemessenen 550 Hm (laut Buch und Infoanzeigen aber um die 800 Hm – vermutlich wird das vorsichtige Krabbeln durch die Felsen nicht als Gehen gewertet und damit die Hm nicht gezählt). Die höchste Erhebung war Cuellode lo Foraton mit 2016 m. Ich arbeite mich also langsam hoch 😉

Zuerst ging es immer wieder durch Felsen oder an Felsen entlang.

Oben angekommen eröffnete sich aber wieder eine weiche, grüne Landschaft. Echt beeindruckend.

Diesteln bestimmten heute das Bild. In der Sonne schillerten sie wundervoll in bläulichem Silber.

Wie Ihr sicher gemerkt habt, gab es für eine Weile keine Beiträge. Empfang gibt es inzwischen selten. Und auch wenn die Herbergen WLAN haben, so ist die Antwort auf die Frage nach dem Passwort: „solo privado“. Schade.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Pyrenäen – 9. Tag – Zuriza – Garbadito

Nach meinem kleinen Höllentrip gestern, habe ich nun eine schlecht geplante, mit 22,8 km recht lange Etappe angehängt. Laut Messgerät waren es 1300 Hm, laut Anzeigen im Buch und an den Infotafeln waren es aber eher an die 1500 Hm. Puuh. Der höchste Berg war der Cuello d’Estribiella mit 1992 m.

Ich hatte drei Wege zur Auswahl und wählte einen, für den ich keinen Track hatte. Also auch das eine zusätzliche Herausforderung. Der Weg war aber wirklich toll ausgeschildert.

Diesen Weg ging es nach oben. Ganz, ganz, gaaaanz weit hinten sieht man ein winziges rotes Dach – das ganz weit im Hintergrund. Von etwa dort war ich gestartet. Das andere rote Dach gehört zu einem Schafstall.

Die Sonne malte mit dem Wolken fantastische Muster in den Himmel.

Schöne Lilien säumten heute immer wieder den Weg.

***Bild Lilie

Und dann kam der Anstieg. Ich dachte, ich werde nicht wieder. Gefühlt mehr als senkrecht nach unten. Wie soll das denn gehen? Und dann sah ich es: Drahtseile, die in die Felsen gehauen waren. Voll der Wahnsinn. Aber was soll’s. Ein Herz gefasst und fest an das Seil gekrallt – so ging es nach unten. Nach dem Seilabschnitt habe ich mich sicherheitshalber zwei oder dreimal auf den Hintern gesetzt und habe mich nach unten geschoben oder gleiten lassen. Ich glaube, der Tripp gestern hat mir ein wenig Zutrauen in meine Fähigkeiten gegeben. Aber wieviel ist zu viel? Wann schlägt es in Leichtsinn um? Und so sah das Ganze von unten aus:

Tja, und dann stellte sich heraus, dass noch weitere 10 km bis zur Herberge vor mir lagen – mit relativ vielen und zum Teil recht steilen Anstiegen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ziemlich fertig, aber froh, es doch geschafft zu haben, kam ich an.

Unterwegs gab es rotes Wasser zu bewundern.

Und ich kam an den Überresten dieser alten Brücke vorbei.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tenzin Wangyal Rinpoche: Übung der Nacht

„Übung der Nacht – Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum“
Tenzin Wangyal Rinpoche
Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2008, 6. Auflage

Wie kann man sich im Traum der Tatsache bewusst bleiben, dass man träumt? Wie kann man im Traum so wach bleiben, dass man das Traumgeschehen beeinflussen kann? Dazu gibt es alte tibetische Praktiken, die in diesem Buch vorgestellt werden. Wenn man sie beherrscht, dann kann man Träume benutzen, um tiefere Bewusstheit und Gelassenheit zu erreichen und seien spirituelle Entwicklung voranzutreiben.

Das Buch befasst sich mit dem Traum und der Natur des Träumens, damit, welche Arten von Träumen es gibt und welche Praktiken zum Traum-Yoga dazugehören und wie sie auszuführen sind. Dann geht es weiter mit der Erläuterung, was Schlaf ist und welche Praktiken es im Schlaf-Yoga gibt. Zum Abschluss werden ein paar spezielle Fragestellungen beleuchtet.

Die Übungen sind eingängig erklärt. Ich hatte den Eindruck, dass es nicht schaden kann, mit buddhistischer Meditation vertraut zu sein. Es könnte helfen, die Übungen schneller erfolgreich umzusetzen.

Sollte man nach weiterführender Literatur suchen, so ist Vorsicht geboten. Und dem Begriff „Schlaf-Yoga“ kursieren Yoga-Übungen, die zu einem besseren Schlaf führen sollen, was mit den hier beschriebenen Praktiken aber nichts zu tun hat.

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Belana Hermine

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Olvedi: Die Yogini

„Die Yogini“
Ulli Olvedi
arkana, München, 2016

Überreichlich 500 Seiten dürfen wir den Lebensweg einer Frau im alten Tibet mitverfolgen. Sie wächst als angenommene Tochter in einem reichen osttibetischen Haushalt auf. Die leibliche Tochter des Hauses ist ihr eine gute und vertrauensvolle Schwester. Der tibetische Buddhismus, Götter und Dämonen prägen die spirituelle Umgebung der beiden Schwestern. Gemeinsam versuchen sie, in den Wirren ihrer Zeit und unter Bedingungen, die Frauen als minderwertig betrachten, ihren Weg zu gehen, doch lernen zu dürfen und ebenfalls spirituelle Ausbildung zu erhalten.

Die Handlung verläuft mäßig schnell, manchmal etwas träge. jedoch immer mit reichlich Ausschmückung, sodass man sich beim Lesen in die Zeiten und Situationen hineingezogen fühlt und vielleicht eine kleine Ahnung davon bekommen kann, wie es wohl als Frau gewesen sein mag, im alten Tibet einen Lebensweg zu finden.

Damals wie heute stehen Frauen vor sehr ähnlichen Probleme, auch wenn die äußeren Rahmenbedingungen sich etwas geändert haben mögen.

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Belana Hermine

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Pyrenäen – 8. Tag – Izaba – Zuriza

Mit 17,8 km bin ich ja nicht ganz weit vorangekommen. Hinsichtlich der Höhenmeter scheiden sich die Geister. Mein Messgerät meint, es wären 1200 Hm gewesen. Die Wanderführer meinen, 1300 Hm. Und die hiesige Info benennt 1437. Was auch immer. Viel entscheidender ist eigentlich, wie der Weg aussieht.

Das war noch ein einfaches Stückchen. Auf den schwierigeren war ich damit beschäftigt, den nächsten Schritt hinzukriegen. Da war an knipsen nicht mehr zu denken. Überwiegend ging es auf allen Vieren, hin und wieder habe ich mich rückwärts den Berg hochgeschoben. Also Ästhetik ist anders. Aber darauf kam es heute ja nicht an.

Zu dieser Etappe meinte der Wanderführer, dass, wenn man hier Probleme hätte, man wohl noch häufiger Probleme auf dem Weg haben wird. Ja, ich hatte Probleme, aber ich konnte sie lösen. Und – im Ernst – ich kann mir nur äußerst wenige Leute vorstellen, die hier wirklich keine Probleme haben.

Naja, es war eben auch dieser Brocken zu überwinden.

Oben sah es dann so aus…

Der Gipfel hat 2047 m. Also der erste 2000er auf dieser Tour.

Aber die Landschaft wird eigentlich immer schöner.

Hier ist noch etwas Tau auf dem Wegweiser.

Diese Blümchen dominierten heute die Wiesen.

Eine Skizze gibt es heute schon wieder nicht. Gestern waren zwei in der Herberge, die vom Mittelmeer losgelaufen waren. Da war erstmal ausfragen und dann ein netter Abend angesagt 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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