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Über 100.000 Tote – schon seit langem

Über 100.000 Neuinfizierte – heute erstmals

Wie viele Rekorde brauchen wir denn noch?

Dabei ist ja zu vermuten, dass die Weiterleitung der Zahlen nicht aus allen Gesundheitsämtern so klappt, wie man sich das wünscht oder vorstellt. Auch reichen wohl die Testkapazitäten gar nicht (mehr) aus.

Schön, dass die Intensivstationen im Moment (noch) nicht überlaufen. Dafür tun es wohl nun die „normalen“ Stationen. Auch gibt es Überlegungen, ob die grundlegende Infrastruktur gesichert ist, wenn es zu viele Kranken und/oder in Isolation oder Quarantäne Lebende gibt.

War das nötig???

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Dusy: Nihon Kitchen

Nihon Kitchen – Das Japan Kochbuch

  • Tanja Duy
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 9. Oktober 2018
  • Gebundene Ausgabe, 224 Seiten
  • 30,00 € (D), 30,90 € (A)
  • ISBN 978-3-960-93072-3

Inhalt

Ja, es handelt sich um ein Kochbuch – aber nicht nur. Es ist auch ein kulinarischer Reiseführer. Und es steckt voller Infos über Lebensmittel, vornehmlich japanische/asiatische, natürlich.

Nach einer allgemeinen Einführung in die Japanische Küche, das Japanische Kochen und die japanische Art, Essen zu genießen, sind die Rezepte, Infos und Erläuterungen in 8 Bereiche unterteilt: Sushi, Suppen, Gegrilltes, Snacks, Donburi, Tofu, Gemüse und Süßes. In jedem Bereich gibt es Infos zu den dazugehörenden Rezeptgruppen und natürlich diverse Rezepte. Die Rezepte erscheinen auf ein Doppelseite – links die Anleitung, die mit einer kurzen Beschreibung des Gerichts und seiner Besonderheiten beginnt, mit Zutaten und Vorgehensanleitung, rechts eine tolle Abbildung des fertigen Gerichts.

Am Ende des Buches finden sich 6 Seiten Glossar und 4 Seiten Register zum schnellen Auffinden der Rezepte.

Subjektive Eindrücke

Ein rundum gelungenes Buch. Es hat mich immer wieder an meine lange Wanderung in Japan erinnert, auf der ich viele der im Buch beschriebenen Gerichte genießen durfte.

Die Anleitungen sind gut verständlich und leicht nachkochbar. Die Rezepte decken eine breite Palette von Zutaten und Geschmacksrichtungen ab, sodass jede/r viel Passendes für sich finden wird.

Fazit

Garantierte Freude beim Kochen und Genießen.

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Kleine Welle der Mitmenschlichkeit

Auch wenn wir wohl alle im Moment genug haben von den vielen Wellen, die hier durchrauschen, kann es nicht schaden, mal auf diese kleine Welle zu schauen. Ich denke, sie zeigt auch eine andere Seite, nämlich die Seite, die weniger spektakulär, aber durchaus vorhanden und meiner Meinung nach auch deutlich wichtiger ist als viele der anderen sturmvollen Nachrichten.

Oft geht der letzte Teil unseres Fitnessspaziergangs durch das Örtchen, weil dann doch mal ein bisschen was einzukaufen ist. Diesmal waren wir mit allem fertig und in Gedanken schon ganz zu Hause, da überquerte eine alte Dame von „unserer“ Seite aus die Straße, stolperte und schlug hin. Schon beim ersten Anzeichen von sowas mache ich ja die Augen zu. Mein Kopfkino reicht mir schon mehr als aus. Da muss ich das nicht noch live und in Farbe haben.

Wir mussten erstmal etliche Autos abwarten, bis wir über die Straße konnten. Die Frau rührte sich gar nicht. Aber als wir ankamen, sahen wir, dass sie „erstmal nur“ hilflos auf dem Boden lag, aber bei Bewusstsein und gut ansprechbar war. Sie blutete etwas aus der Nase, die mit der Zeit auch etwas anschwoll, und aus dem Knie durch die Hose tropfte es. Neben dem Stoß an den Kopf war das so meine größere Sorge.

Wir beruhigten sie und redeten sanft auf sie ein. Ich hob die Sachen auf, die aus ihrer Tasche gefallen waren. Die Frau wollte aufstehen. Da sie aber schon recht alt war, war das nicht ganz so einfach. Sie musste sich tatsächlich auf uns beide stützen. Als sie dann auf ihren beiden Füßen stand, kam ein Mann herüber, der sein Auto auf der anderen Straßenseite abgestellt hatte.

Wir wollten einen Krankenwagen rufen. Aber die Frau wollte nicht. Sie wollte zu ihrem Auto und nach Hause fahren. Oh, oh, das war wohl keine gute Idee. Wir reden also weiter mit ihr, während der Mann einfach den Krankenwagen anrief. Wir meinten zu ihr, dass die ja einfach nachschauen könnten, ob alles okay wäre. Dann wäre sie auch sicherer. Und wenn nichts ist, könne sie dann ja immer noch nach Hause fahren.

Wir meinten, sie möge sich doch auf den Fenstersims setzen. Nein, zu kalt. Da kam der Mann mit zwei Sitzunterlagen, die er wohl gerade gekauft hatte, und einer Decke zum Einwickeln von seinem Auto zurück. Nach einer Weile kam auch eine Frau aus ihrem Geschäft und bot einen Hocker an. Es war wirklich anrührend, wie alle helfen wollten. Die Frau meinte dann selbst: „Und da heißt es immer, wir Deutschen wären nicht hilfsbereit.“

Der Krankenwagen war recht schnell da, die Frau stieg zum Untersuchen ein und wir gingen nach Hause. Auch wenn ich gern wüsste, wie es ihr weiter ergangen ist, bin ich dann doch immer erleichtert, wenn ich die „Verantwortung“ abgeben kann. Diesmal war es auch gut, dass der andere Mann noch da war, der einfach den Krankenwagen anrief. So konnten wir mit der Frau reden und sie bekam nicht so recht mit, dass der Krankenwagen gerufen wurde.

Natürlich ist es immer ein wenig kritisch, inwieweit man da gegen den Willen des/r Verletzten handelt. Aber im Ersthelferkurs hieß es auch, dass insbesondere bei Kopfverletzungen unbedingt ein Arzt draufschauen sollte.

Für mich war insbesondere toll zu sehen, dass doch recht viele Menschen bereit sind zu helfen. Die Chancen sind also groß, dass einem selbst auch geholfen wird, wenn mal was passiert. Obwohl ich zugeben muss, dass das beim Helfen an sich gar nicht so im Vordergrund steht. Da spult sich irgendein „Programm“ ganz automatisch ab.

Bleibt gut gesund. Selbst wenn es viel Hilfsbereitschaft gibt, ist es immer noch besser, wenn man sie nicht braucht.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Gedanken zum Buch „Supernova“

Rezension hier

Dieses Buch gilt als das Erstlingswerk von Cixin Liu. Da mag man also gewisse Dinge, die noch entwicklungsfähig sind, durchaus verzeihen. Seine späteren Bücher überzeugen diesbezüglich ja durchaus.

Aber ob ich ihm diese starke Stereotypisierung wirklich verzeihen mag, das muss ich mir noch sehr überlegen.

Man sagt ja oft, Übertreibung mache anschaulich. Aber gilt das uneingeschränkt? Und gilt das, wenn das eigene Land extrem überhöht (zumindest aus meiner Perspektive) und die USA extrem schlecht gemacht werden?

Wie weit dürfen Überspitzungen gehen?

Könnte man nicht auch, wenn man unbedingt seinen Stereotypen freien Lauf lassen möchte, „anonymisierte“ Beispiele wählen? Die ganze Geschichte hätte doch durchaus auf einem anderen Planeten mit ganz anderen Ländern spielen können. Sicherlich hätte man dann noch immer gemerkt, um wen es gehen sollte, aber es wäre nicht mehr so direkt beleidigend (?) gewesen.

Manchmal benutzt man Überspitzungen ja auch, um etwas zu parodieren, ironisch oder sarkastisch darzustellen. Davon habe ich in dem Buch aber nichts gemerkt. Mir schien das alles ziemlich ernsthaft gemeint.

Allerdings – und das gebe ich gern zu – war es durchaus interessant zu erfahren, wie der „Systemkonflikt“ von der „anderen Seite“ aus gesehen aussieht. Nun, das wirft dann auch nicht unbedingt ein gutes Licht auf „diese Seite“ des „Systemkonflikts“.

Wird es jemals dazu kommen (können), dass Nationen friedlich in mitmenschlicher Zusammenarbeit zusammenleben? Oder werden sich Nationen bis in alle Ewigkeit bekriegen?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Liu: Supernova

Supernova

  • Cixin Liu, aus dem Chinesischen von Karin Betz
  • Heyne Verlag, 13. Dezember 2021
  • Broschiert, 512 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32031-4

Inhalt

Eine Supernova bewirkt, dass innerhalb eines Jahres alle Menschen über 13 Jahren gestorben sein werden. In Windeseile versuchen die Erwachsenen die Kinder auf das Leben ohne sie vorzubereiten. Aber werden Kinder in der Lage sein, die Komplexität der Welt, die die Erwachsenen geschaffen haben, zu bewältigen? Wie werden sie ohne die Sicherheit der Erwachsenen auskommen und wie werden sie sich ihre eigene Welt gestalten, unbeeinflusst von den Vorstellungen der Erwachsenen?

Subjektive Eindrücke

Dieser Roman gilt offiziell als Cixin Liu’s Debütroman. Kennt man insbesondere seine Trilogie, kann man erkennen, welch weiten Weg Cixin Liu hinsichtlich seines literarischen Könnens zurückgelegt hat.

Der Roman konfrontiert mit viele unerwarteten und unorthodoxen Ideen, was ja für ScienceFiction durchaus wünschenswert ist. Vieles erschien mir aber beim Lesen als eher unglaubwürdig, unrealistisch und zum Teil unlogisch, regte mich aber dennoch zum Nachdenken an. Und ich ertappe mich auch jetzt noch immer mal wieder dabei, dass ich überlege, welche anderen Entwicklungen die Geschichte denn hätte nehmen können.

Eines würde ich dem Roman dann allerdings doch zur Last legen: hier wurde zum Teil sehr tief in die Stereotypen-Kisten gegriffen, ja, ggf. wurden diese sogar ausgebaut und unkaputtbarer gemacht. Wirklich schade.

Fazit

Eine Lesegenuss, der aber ein paar ungute Eindrücke nachwirken lässt.

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…bis die Schuhe von den Füßen fallen

Vielleicht kennt ja noch jemand den Ausspruch, dass man Schuhe trägt, bis sie von den Füßen fallen.

Gibt’s nicht? Geht nicht? Doch – gibt’s und geht…

Warum auch immer, aber ich hatte lange nicht den Bedarf, meine dickeren Schuhe fürs Gelände anzuziehen. Also haben sie etliche Jahre im Schrank vor sich hin gewartet. Sie sind über 20 Jahre alt, denn ich hatte sie schon, als wir noch nicht hier wohnten. Bei meinen längeren Aufenthalten in Russland und wenn ich im Winter dort war, haben sie mir wirklich gute Dienste erwiesen. Und sie waren wirklich noch tragbar.

Nun ja, diese Woche war es dann also mal wieder soweit, dass ich dachte, es wäre wohl besser, mit etwas wärmeren Füßen durch den Wald zu stapfen. Also holte ich die Schuhe aus dem Schrank. Anziehen. Passten. Alles gut also.

Die ersten Schritte auf dem Steinboden quietschten und klebten etwas. Aber das würde sich ja draußen geben, wenn erst der Staub das Klebrige unklebrig gemacht hätte.

Aber soweit kam es/ich dann erst gar nicht. Es lief sich Schritt für Schritt wackeliger auf den Schuhen. Irgendwas stimmte da nicht. Als ich hinschaute, sah ich, dass ich schon eine Spur von schwarzen Sohlekrümeln und – stücken hinter mit herzog. Oh, oh, damit wäre ich also nicht mehr weit gekommen. Ich drehte sofort um und ging wieder nach Hause. Naja, so die letzten Schritte waren dann fast nur noch auf dem Innenfutter…

Gleich in die Tonne entsorgt und auf Socken die letzten Schritte in die Wohnung. Puuh, das hätte ja mal leicht ins Auge gehen können. Wenn sich die Schuhe erst nach einer halben Stunde entschieden hätten, auseinanderzufallen, wäre das Umkehren doch recht schwierig geworden.

Ich hätte ja wirklich nicht gedacht, dass einem die Schuhe wirklich von den Füßen fallen können. Das war für mich bisher immer nur eine Metapher. Aber siehe da, es funktioniert.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Kameradenschwein oder verantwortungsbewusst?

Kann es nicht auch mal Zwischentöne geben – verdammt nochmal?!?

Noch vor Weihnachten, als die C-Zahlen schon kritisch waren, man aber Omikron noch nicht so recht wahrhaben wollte, hatten wir ein Freizeit-Arbeitsgruppentreffen in einer Kneipe vereinbart. Diese Woche sollte es nun soweit sein. Trotz der auch hier rasant steigenden Zahlen wurden tatsächlich auch Ort und Zeit rumgeschickt.

Was sollte ich tun?

Ein paar Tage vorher fragte ich unseren Quasi-Chef unter vier Augen per E-Mail, ob es angesichts der Lage wirklich angemessen wäre, dieses Treffen aufrecht zu erhalten. Er wäre ohnehin krank (nicht C); das müsse jede/r selbst entscheiden. Wahrlich hilfreich.

Auch wenn ich vorerst noch den Kopf in den Sand steckte, brodelte und kochte es in mir. Wie konnte ich noch einigermaßen verlustfrei aus der Sache rauskommen?

Am Morgen des betreffenden Tages sagte mir (warum mir?) die Organisatorin, dass wir nur wenige Leute wären, und fragte, ob wir es stattfinden lassen oder verschieben sollten. Jetzt hätte ich natürlich ganz platt sagen können, dass wir es verschieben sollten. Aber wer bin ich denn, dass ich solche Entscheidungen für die Gruppe treffe. Offensichtlich fanden es alle Anderen ja okay, sich bei diesen Zahlen zu treffen. Ich meinte dann, dass man ja in Erwägung ziehen könnte, sich in der wärmeren Jahreszeit zu treffen und dann draußen zu sitzen und vielleicht auch in einer größeren Runde zu sein. Nach einer Weile fragte sie dann in die Runde, ob wir uns treffen oder lieber verschieben sollten.

Eine Weile rückte sich nichts. Also schrieb ich, dass ich wegen des geselligen Beisammenseins kommen, mich aber deutlich unwohl fühlen würde und deshalb eher für Verschieben stimmen würde. Dann purzelten plötzlich gleich mehrere Antworten in dieselbe Richtung ein, woraufhin dann die Absage durch die Organisatorin kam.

Puuh, das war knapp. Hätte nicht unser „Quasi-Chef“ einfach mal ganz offen in die Runde fragen können und zwar ganz direkt wegen der aktuellen Situation?

Da bin ich ja mal wieder um eine klare Entscheidung herumgekommen.

Aber wäre ich im Zweifelsfalle wirklich hingegangen? Hey, ich gehe im Moment nichtmal zum Frisör und dann setze ich mich mehrere Stunden in eine Kneipe? Wie kriege ich den Gruppenzwang sinnvoll mit meinen eigenen Vorstellungen abgeglichen?

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Belana Hermine

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