Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Den Netten beißen die Hunde“ (Rezension hier) – die ernsthaftere Version

Das Buch hat schon so einiges in mir angetriggert. Nicht, dass ich darauf stolz wäre. Manchmal würde ich mir deswegen durchaus selbst in den Hinter beißen – dazu brauche ich dann nichtmal einen Hund.

Wirklich sehr eindrucksvoll war die Diskussion, dass (zu) nett zu sein asozial ist.

Darüber hatte ich mir nämlich vorher noch nie Gedanken gemacht. Und so auf den ersten Blick scheint das ja auch gar nicht zu stimmen. Aber spätestens auf den dritten Blick kriegt man das dann doch mit. Es gibt dafür ein paar Gründe.

a) Man arbeitet gegen sich, wenn man (zu) nett ist, schadet sich dadurch, wird krank, kann nichts Gutes mehr für sich und Andere tun.

b) Man gibt dann eher kein ehrliches Feedback und nimmt somit anderen Menschen die Chance, sich zu entwickeln.

c) Man trägt Konflikte nicht aus, der Ärger bleibt bestehen, häuft sich an und im Zweifel explodiert man irgendwann aus nichtigen Gründen.

d) Man spielt den Anderen vor, dass sie sich einem selbst gegenüber angemessen verhalten. Wenn man keine Rückmeldung gibt, dass etwas nicht angemessen ist, können die Anderen das eher nicht erkennen und werden sich weiterhin unangemessen verhalten. Das vergiftet auf Dauer die ganze Atmosphäre in der Gruppe.

Dabei gibt es ausreichend viele Möglichkeiten, den eigenen Standpunkt zu klären und dabei trotzdem wertschätzend zu sein.

Das ist vermutlich mein wichtigstes Fazit aus dem Buch: wertschätzend statt (zu) nett.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Autokorrektur oder Freudsche Vertipper

kackig statt knackig

Nun, das will ich dann doch lieber nicht kommentieren.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Tanz um die Wahrheit“ (Rezension hier)

Das mit der Wahrheit ist ja wirklich nicht so einfach.

Gibt es wirklich DIE Wahrheit? Sieht nicht ein und dieselbe Sache, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, doch manchmal ganz schön unterschiedlich aus? Und wer würde denn den Maßstab dafür setzen, was nun DIE Wahrheit ist?

Wir können wohl immer nur sagen, dass etwas im Rahmen unserer aktuellen Kenntnis wahr ist – vielleicht auch nur „einen hohen Wahrheitsgehalt vermuten lässt“. Es gibt in der Geschichte genügend Beispiele, die zeigen, dass sich das, was als wahr gehalten wird, durchaus in Abhängigkeit vom Wissensstand verändert.

Häufig verwechseln wir wohl auch Wahrheit mit Meinung.

Auch unsere Erinnerung trügt manchmal und wir meinen, uns an etwas zu erinnern, was aber doch nicht so stattgefunden hat, und halten es aber trotzdem für die Wahrheit.

Aber um diese „Wahrheiten“ geht es in dem Buch gar nicht. Da geht es durchaus um Tatsachen und um die Frage, ob man über diese Tatsachen vorbehaltlos berichten soll, darf, kann muss. Erinnert sei dabei auch an die unterschiedliche Einschätzung der Aktivitäten von WhistleBlowern. Für manche sind es Helden, für andere Staatsverbrecher. Das kommt dann wohl ganz darauf an, ob einem die Wahrheit nutzt oder nicht.

Und damit sind wir dann direkt bei einem wohl recht wichtigen Punkt: Man wird wohl immer eher geneigt sein, eine Wahrheit „uneingeschränkt“ zu veröffentlichen, wenn sie einem nutzt als wenn sie einem schadet. Hat Wahrheit also doch einen subjektiven Aspekt? Naja, die Wahrheit vielleicht nicht, aber der Umgang mit ihr.

Wie Ihr seht, werfe ich hier nur noch mehr Fragen auf als ich schon in der Rezension angeschnitten habe. Aber so wirklich weiß ich auch keine Antworten.

Die Offenlegung aller Fakten und „Wahrheiten“ scheint wohl aber auch nicht DIE Lösung zu sein.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Wagendorp: Tanz um die Wahrheit

Tanz um die Wahrheit

  • Bert Wagendrop, aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
  • btb Verlag, 10. Mai 2021
  • Taschenbuch, 448 Seiten
  • 11,00 € (D), 11,40 € (A)
  • ISBN 978-3-442-71975-4

Inhalt

Mia und Masser sind Geschwister. Sie arbeitet für den Premierminister der Niederlande. Er arbeitet für eine der größten Niederländischen Zeitungen. Als es im Mittleren Osten einen Zwischenfall mit niederländischen Soldaten gibt, wird ihre Beziehung arg auf die Probe gestellt. Sie muss den Premierminister schützten und will somit die Wahrheit verschweigen. Er fühlt sich seiner Journalistenehre verpflichtet und will somit die Wahrheit ans Licht bringen. Was ist Wahrheit? Ist es immer gut, die Wahrheit zu enthüllen? Was, wenn durch die Enthüllung Menschenleben in Gefahr gebracht werden? Was, wenn man dadurch selbst in Gefahr gerät?

Subjektive Eindrücke

Es handelt sich weder um einen Politthriller noch um einen Krimi. Entsprechend langsam und vorsichtig entwickelt sich die Handlung. Hin und wieder hätte es da für mich etwas mehr Drive geben können.

Die Charaktere sind interessant und agieren und entwickeln sich gemäß ihrer Grundanlagen. Dialoge und Handlungen sind überwiegend glaubwürdig und folgerichtig.

Soviel sei verraten: es gibt keine klaren Antworten auf die oben aufgeworfenen Fragen, aber immerhin viele Denkanregungen, um eine Position für sich selbst finden zu können und mag sie auch noch so wage sein.

Fazit

Aktuelle Thematik mit Anregungen zum Nachdenken in eine interessante Handlung verpackt.

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Tagesgedanken

Abschied

„Unsere“ Eisdiele hat zugemacht. Die Besitzer/Betreiber sind zurück nach Italien in ihr Zuhause gefahren.

Irgendwie sind uns diese Menschen schon richtig ans Herz gewachsen. Sie verbreiten so viel Schönes durch ihre Eisdiele hier im Viertel. Ob sie das wohl wissen? Ob das wohl alle zu schätzen wissen? Was kann man tun, um es ihnen zu zeigen?

Naja, ich versuche halt immer freundlich zu sein, ihnen ein Lächeln zu schenken, mich ganz klar zu bedanken, auch mal ein paar Worte zu wechseln.

Zum Abschied haben wir uns noch einmal einen großen Eisbecher gegönnt. Den Kaffee gab es aufs Haus.

Und dann haben wir uns eben ganz herzlich verabschiedet. Und ja, ich habe „unsere“ Bedienung auch mal umarmt – aber erst als ich mir sicher war, dass das auch für sie okay war.

Als kleines Abschiedsgeschenk habe ich ihr und ihrer Schwester, die uns auch hin und wieder bedient hat, jeweils so einen kleinen Perlentiger geschenkt. Nächstes Jahr ist ja das Jahr des Tigers. Und sie kommen erst zurück, wann es schon angefangen hat. Ich hoffe, er bringt ihnen Glück, sodass sie auch gern wieder zurückkommen und dann eine gute Saison 2022 haben werden.

Ich bin sicher, dass es hier ganz viele Menschen gibt, die sich sehnlichst darauf freuen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Lebendige Strichmännchen zeichnen“ (Rezension hier)

Schon wieder ein Buch, das nicht korrekt gegendert ist. Aber wie heißt ein Strichmännchen in korrekter Gendersprache? Strichmenschchen oder Strichpersönchen? Nun, wenn’s müsste, würde ich mich wohl für die zweite Version entscheiden.

Aber wieder zurück zum Ernst des Lebens.

Ich möchte ja so gern hin und wieder meine Wanderungen ein bisschen zeichentechnisch verarbeiten. Aber Menschen kann ich nun einfach nicht zeichnen.

Ich erinnere mich da an eine Zeichenlehrerin, die mir mal ein Beispiel für eine leger am Strand sitzende Figur auf mein Blatt gemalt hatte. Seit dem haben bei mir überall irgendwelche Leute leger rumgesessen 😉

An Strichpersönchen hatte ich mich schonmal ausprobiert, bin dann aber am Tragen des Rucksacks gescheitert. Nun war in diesem Buch ja ein Beispiel, für ein Strichpersönchen mit Rucksack von der Seite. Ich könnte mir vorstellen, dass ich es schaffen könnte, das ein wenig abzuwandeln. Aber wie kann ein Strichpersönchen von vorn einen Rucksack tragen? Er müsste ihm/ihr ja immer von den Schultern rutschen…

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tschudin: Lebendige Strichmännchen zeichnen

Lebendige Strichmännchen zeichnen – Das Workbook – 5 Stufen – jede ein Erfolg!

  • Andreas Tschudin
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 2. September 2021
  • Taschenbuch, 80 Seiten
  • 12,99 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-863-55482-8

Inhalt

Nach einer kurzen Einführung in das Konzept des Buches werden auf wenigen Seiten grundsätzliche Dinge zum Zeichnen vermitteln. Danach ist das Buch in 5 Teile eingeteilt, die jeder eine Stufe der Komplexität der Strichmännchen symbolisieren. Innerhalb der Teile werden die Kernelemente der jeweiligen Stufe normalerweise auf einer kompletten Seite oder Doppelseite vorgestellt. Dabei gibt es sowohl Grundlagen als auch viele Anwendungsbeispiele für die einzelnen Elemente. Am Ende einer jeden Stufe stehen die Knackpunkte des Zeichnens dieser Stufe als Art Checkliste zusammengefasst. Könnte man überall einen Haken setzen, wäre man bereit für die nächste Stufe.

Subjektive Eindrücke

Das Buch hat ein anderes Cover als das, was man in Verkaufsportalen im Internet findet. Auf der Verlagsseite kann man das richtige Cover sehen.

Das richtige Cover verdeutlicht den Untertitel (5 Stufen – jede ein Erfolg!) sehr schön. Und das Buch hält, was es verspricht.

Von den wesentlichen Grundelementen eines Strichmännchens werden Stufe für Stufe einzelne Elemente und Details hinzugefügt. Aber schon auf der ersten Stufe sind die Strichmännchen vollständig, sodass man von Anfang an erste Erfolgserlebnisse haben kann.

Die separate Vorstellung der neuen Elemente hat den Vorteil, dass man verschiedene Ausdrucksformen für diese Elemente „am Stück“ üben kann. Außerdem sieht man die Wirkung kleiner Abwandlungen im Vergleich sehr gut. Manchmal ist auch gut zu erkennen, dass selbst diese einzelnen Elemente schon Aussagekraft für sich haben, z. B. Hände oder Kopfstellungen.

Spasski und Trotzki, die die Leser/innen durch das Buch begleiten, verweisen deutlich darauf, was notwendig ist (Trotzki) und wo von Grundregeln abgewichen werden kann (Spasski).

Fazit

Das Buch macht viel Freude und leitet einen sacht von den Anfängen hin zu anspruchsvolleren Strichmännchen.

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Tagesgedanken

ewiges Leben – Ist die virtuelle Welt gefährlich?

Eine der „diskutierten Möglichkeiten“ für ewiges Leben ist ja, in eine virtuelle Welt geladen (upgeloadet) zu werden. Soweit so gut.

Da kann man dann alles machen, was man will. Man kann sich seine ganz eigene Welt zusammenbasteln und dabei weit über das real-materielle Hinausgehendes entwerfen. So weit so schön.

Und doch ist dieses Szenario keines, das wirklich ewiges Leben (dieser Art) zusichern kann.

Was, wenn jemand den „Account“ löscht? Schupps, weg ist man.

Sicherlich wird man sich dagegen schützen können. Aber diejenigen, die „Accounts“ löschen – aus welchen Gründen auch immer -, werden es immer wieder versuchen und immer bessere (perfidere?) Wege ersinnen, um „Accounts“ zu löschen. Das gibt dann eine Art Wettrüsten, wie wir es ja hinsichtlich der Computersicherheit auch heute schon allerorten erleben. Man wird also mehr und mehr Zeit damit zu tun haben sicherzustellen, dass man „am Leben“ bleibt. Ist das der Sinn des ewigen Lebens?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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