Davidson: Die Rose von Tibet

„Die Rose von Tibet“
Lionel Davidson
Wilhelm Goldmann Verlag, München, 1987

Ein Mann begibt sich um die 1950er Jahre auf die Suche nach seinem Bruder, der mit einer Expedition nach Tibet gereist und von dort nicht zurückgekehrt ist. Dabei gerät er in die Wirren der Grenzkonflikte zwischen Indien, Tibet und China, muss Wetterkatastrophen überstehen, sich mit mehr oder weniger korrupten Bürokraten auseinandersetzen, schließt Freundschaften.

Das Problem für Ausländer ist, dass ein Orakelspruch verkündet hat, dass ein Ausländer einen Klosterschatz stehlen und außer Landes bringen wird. Deshalb ist man Ausländern gegenüber besonders misstrauisch und möchte sie nirgend wohin reisen lassen. Außerdem verstehen die Ausländer wenig von den Sitten und Gebräuchen in dieser Region.

Endlich gelangt der Mann in einen Ort mit einem großen Kloster, in dem die restlichen Mitglieder der Gruppe seines Bruders festgehalten werden. Aufgrund phonetischer Verwirrungen wird er für die Reinkarnation eines wichtigen Mannes gehalten und in das Kloster gelassen, dort jedoch auch mehr oder weniger gefangen gehalten.

Unter geheimnisvollen Umständen gelangt er bis zur Äbtissin des Klosters, die ihn ebenfalls als diese Reinkarnation erkennt und sich mit ihm in einer innigen Liebe vereinigt.

Als sich die Zustände durch die Aktivitäten der Chinesen zuspitzen, muss der Klosterschatz gerettet werden. Die Äbtissin begibt sich mit dem Mann und der Gruppe seines Bruders auf die Flucht. Wieder geht es über die Berge, durch Wetterkatastrophen, diesmal verfolgt durch die Chinesen, die inzwischen auch die einheimische Bevölkerung für sich gewinnen konnte. Letztlich wird durch das Zusammenspiel der verschiedensten Akteure im Endeffekt der Orakelspruch erfüllt.

Eine rasante Abenteuergeschichte. Hin und wieder fand ich es bei einzelnen Szenen unglaubwürdig, dass das irgendjemand lebend überstehen könnte. Aber das muss wohl in so einem Buch so sein. Aber es wird auch viel über die herrschenden Sitten und Gebräuche erzählt, was für mich sehr interessant war.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Matthiessen: Auf der Spur des Schneeleoparden

„Auf der Spur des Schneeleoparden“
Peter Matthiessen
Piper Verlag GmbH, München 2000, 3. Auflage

1973 macht sich Peter Matthiessen zusammen mit einem Tierforscher auf eine Reise in den Himalaja. Der Tierforscher will die dort beheimateten Blauschafe beobachten. Auch Matthiessen interessiert sich für die Tierwelt des Himalajas, aber noch mehr für die religiöse/spirituelle Welt. Selbst buddhistisch ausgerichtet, wird die Reise für ihn aufgrund ihrer viele Grenzsituationen zu einer spirituellen Reise zu sich selbst, die ihn neue Bewusstseinserfahrungen machen und seine Lebenseinstellungen überdenken lässt.

Sehr detailreich schildert Matthiessen die Strapazen der Reise, aber auch die Kunst- und Kulturschätze, die sie bewundern dürfen, wie auch die Menschen, denen sie begegnen, und deren Lebensgewohnheiten. Die Schilderungen bettet Matthiessen ein in die Schilderung seiner spirituellen Erfahrungen beim Anblick der Landschaften, beim Meditieren in der Natur, beim Bewältigen der körperlichen Strapazen der mehrwöchigen Wanderung über viele steile Pässe in Eis und Schnee und Kälte.

Ein Buch, aus dem man sehr viel vom Leben in der Himalaja-Region von Nepal erfahren, aber auch anhand der Schilderungen viele Eindrücken nahezu schon körperlich miterleben kann.

Für alle Reiseenthusiasten sicherlich ein Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Voigt: Rund um die Annapurna

„Rund um die Annapurna – Nepal — Trekking meines Lebens – Tilicho Lake – Thorong La – Kali Gandaki – Poon Hill“
Katrin Voigt
Books on Demand, 2007

Im November 2005 begibt sich Frau Voigt mit ihrem Mann, dem sie diese Reise zum 40. Geburtstag geschenkt hat, auf eine Trekking-Tour rund um die/den Annapurna. Sie beschreibt jeden einzelnen Tag ihrer Nepal-Reise sehr ausführlich und geht dabei auf die Landschaft, die Tiere und Pflanzen und die Weg ein, die zu gehen sind. Man bekommt einen guten Eindruck von der Umgebung und kann auch ein bisschen mitleiden und sich ein bisschen mit erfreuen an den Höhen und Tiefen, die beide gemeinsam erleben.

Oft beschreibt Frau Voigt ihre Fotosessions. Doch leider gibt es außer einem einzigen Bild pro Tag in schwarz-weiß 4 cm * 6 cm, das mehr oder weniger nichts erkennen lässt, keine Bilder im ganzen Buch. Gerade der visuelle Eindruck hätte das Geschriebene noch einmal deutlich plastischer werden lassen.

Auch wenn ich mich an den Beschreibungen der Landschaft erfreuen konnte, so habe ich mich doch über den gesamten Schreibstil des Buches hin und wieder sehr geärgert. Alles wird mit der westlichen Brille gesehen und bewertet – ja, zum Teil auch abgewertet. An allen Mit-Trekkern gibt es etwas auszusetzen. Die Einen sind zu dick, die Anderen sind unangemessen gekleidet, wieder Andere kaufen die falschen Dinge. Und so geht es immerfort. Da hilft dann auch nicht, dass Frau Voigt am Ende meint, dass sie sich, zurück in Deutschland, fehl am Platze fühlt.

Ich hoffe sehr, dass es noch andere, mit etwas mehr Mitgefühl und Achtung vor anderen Lebensentwürfen geschriebene Reiseberichte von Annapurna-Umrundungen gibt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Schulz, Gianella: Wenn Turnschuhe nichts bringen

Wenn Turnschuhe nichts bringen – Der CEO-Code für starke Führungskräfte

  • Benjamin Schulz, Brunello Gianella
  • Frankfurter Allgemeine Buch, 1. März 2019
  • Gebundene Ausgabe, 200 Seiten (eBook gelesen)
  • 20,00 € (D)
  • ISBN 978-3-962-51058-9

Inhalt

Autorität ist out, Authentizität ist in. Aber was bedeutet es, authentisch zu sein, und wie wird man das?

Benjamin Schulz und Brunello Gianella beleuchten Führung von verschiedenen Seiten, legen dar, wie es nicht (mehr) gehen kann, und erläutern, wie es gehen sollte. Dabei stützen sie sich überwiegend auf das Motivationsprofil von Reiss, das in ganz kurzen Zügen am Ende des Buches aufgeführt ist. Sie gehen auch darauf ein, was passiert, wenn eine Führungskraft nicht authentisch führen kann/darf. Das nutzen sie, um ein paar Einblicke in ihre Coaching-Tätigkeit zu liefern.

Nicht immer steht nur die Führungskraft selbst im Zentrum der Aufmerksamkeit – es geht auch um die Außenwirkung der Unternehmen, das Einstellen neuer Mitarbeiter und Führungskräfte, die Einstellung der gesamten Gesellschaft zum Unternehmertum – immer mit dem Grundtenor „Authentizität“.

Benjamin Schulz und Brunello Gianella ist es wichtig, dass ein Umdenken im Personalwesen hin zu mehr Authentizität und weg vom reinen Funktionieren stattfindet. Ihr Mittel der Wahl dafür ist das immer wieder angeführte Motivationsprofil. Sie argumentieren, dass das Versagen einer Führungskraft kein funktionales Versagen ist, das auf mangelndem Wissen oder fehlender Kompetenz beruht, sondern dass es durch das nicht-Passen des eigenen Motivationsprofils zu den Anforderungen des Jobs bedingt ist.

Subjektive Eindrücke

Was hilft uns, glücklicher und zufriedener mit unserer Arbeit und ggf. auch mit unserem privaten Leben zu werden? Die Antwort der Autoren: Authentizität.

Für mich war es interessant, diese Gedankengänge zu lesen. Überwiegend konnte ich sie gut nachvollziehen und fand sie plausibel.

Ich hätte mich gefreut, wenn das Motivationsprofil vorgestellt worden wäre und vielleicht auch dessen Anwendung anhand von einigen wenigen Beispielen demonstriert worden wäre. Lediglich der Hinweis darauf mit der knappen Vorstellung am Ende des Buches waren für mich diesbezüglich zu wenig.

Ein wenig hat mir auch der rote Faden gefehlt. Viele und durchaus auch wichtige Aspekte werden in dem Buch angesprochen, aber es wird auch immer wieder zwischen den Aspekten hin- und hergesprungen, teilweise wieder auch etliches wiederholt.

Vermutlich richtet sich das Buch ausschließlich an Männer, denn es kommen nur zwei oder drei Frauen überhaupt zu Wort und einmal gibt es einen kurzen Hinweis darauf, wie etwas in einer Frauengruppe funktionieren würde. Auch werden überwiegend die männlichen Berufsbezeichnungen verwendet, in den anderen Fällen neutrale. Sorry, aber als Frau ist mir das doch negativ aufgestoßen.

Fazit

Das Buch vermittelt eine neue Sicht darauf, wie eine Passung zwischen MitarbeiterIn und Arbeitsstelle herstellt werden kann, und ist somit zumindest für alle interessant, die mit dem Personalwesen zu tun haben. Aber auch für einen persönlich kann der Blick auf das Motivationsprofil helfen, besser mit sich und den eigenen Lebenssituationen klarzukommen.

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Bech: Surfen auf Seelenwellen

„Surfen auf Seelenwellen – Die Geschichte einer Selbsteroberung“
Benedikt Bech
opus magnum, Stuttgart, 2018

Benedikt schildert den Weg seiner Heilung. Er geht ihn auf verschiedene Weisen. So meditiert er, lässt sich von einem Körperpsychotherapeuten begleitet und besucht diverse spirituelle Veranstaltungen.

Im Buch lässt er innere Archetypen wie die Hündin Laika erzählen. Dadurch wird man als Leser/in in die Beobachterposition versetzt und erlebt die wesentlichen Schritte der Heilung und die wesentlichen sie begleitenden Gefühlsqualitäten, nicht aber die einzelnen Gefühlslagen oder inneren emotionalen Kämpfe. Laika steht neben weiteren Archetypen auch ein namensloser Mönch zur Seite, die gemeinsam Benedikts Seelenleben als Insel verstehen, die sie vor zu großen Stürmen und dem Untergang bewahren müssen. Immer weider kommt der Körperpsychotherapeut zur Sprache und erläutert den Heilungsweg aus psychologischer Sicht.

Insgesamt habe ich das Buch als recht distanziert erlebt, weil man eben „nur“ Beobachter bleibt und die wesentlichen Schritte nachvollziehen kann, aber nicht weiß, welche Mühen und Kämpfe damit verbunden waren, sie überhaupt gehen zu können. Vielleicht ist das aber auch gut so. Man bekommt genug Anregung für eigenes Nachdenken, ohne direkt in eigenes Gefühlschaos gestürzt zu werden.

Besonders bewegend fand ich den Schluss den Buches, in dem sich Benedikt bewusst wird, dass gewisse Grundverletzungen nicht nachträglich heilbar sind, sondern man lernen muss, damit zu leben und umzugehen und dass das dann eine lebenslange Aufgabestellung ist.

Für alle psychologisch Interessierte, spirituell Ausgerichtete, aber auch alle selbst Betroffenen ist das eine unbedingte Leseempfehlung.

In Köln im Tajet Garden gibt es am 19. Mai 2019 eine Buchlesung. Mehr Infos hier. Dort könnt Ihr den Autor live und in Farbe treffen. Und wer weiß, vielleicht kreuzen sich auch unsere Wege dort?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Bergdolt: Kriminell, korrupt, katholisch?

Kriminell, korrupt, katholisch? – Italiener im deutschen Vorurteil

  • Klaus Bergdolt
  • Franz Steiner Verlag, 18. Oktober 2018
  • Gebundene Ausgabe, 243 Seiten (eBook gelesen)
  • 32,00 € (D)
  • ISBN 978-3-515-12123-1

Inhalt

Wie ist das Bild der Italiener vor Jahrhunderten entstanden und wie hat es sich seither entwickelt?

Je nach historischer Epoche liegen unterschiedliche Dokumente vor, aus denen sich die Meinung der Deutschen über die Italiener ableiten lässt. Waren es anfangs die Reichen und Gebildeten, die lang andauernde Reisen bzw. Aufenthalte in Italien machten, so kamen in den vergangenen einhundert Jahren mehr und mehr Menschen in den Genuss einer Italienreise, bis heute, wo sehr viele Deutsche Italien zumindest während einer kurzen Urlaubsreise erleben können.

Die Zustände in Italien haben sich während dieser Jahrhunderte natürlich auch geändert, jedoch sind die Überrest einiger früher Eindrücke noch heute in unserem Bild von Italien enthalten. Und andersherum prägt natürlich auch die Sicht der Italiener von den Deutschen die Art und Weise des gegenseitigen Umgangs.

Sehr akribisch nimmt Klaus Bergdolt die verschiedenen Meinungen auf und setzt sie zu einem zur jeweiligen Epoche gehörenden Bild zusammen. Auch zeigt er auf, welche Veränderung in Italien, in Deutschland aber auch in den Reisemöglichkeiten welche Veränderungen in der Wahrnehmung der jeweils anderen Seite geführt haben können.

Der Text ist mit vielen Quellenverweise versehen, sodass man sich recht schnell weiter mit der Thematik befassen kann.

Subjektive Eindrücke

Da ich an den Kulturen anderer Länder sehr interessiert bin, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Es ist in einem sehr sachlichen Ton geschrieben, was bei dieser brisanten Thematik gegenseitiger Wahr-/Falschnehmung durchaus angebracht ist. Mich hat die Akribie begeistert, die aus dem Text spricht und die durch die viele Weiterverweise unterstrichen wird. Man kann sich beim Lesen recht gut in die jeweilige Zeit hineinversetzen und durchaus nachvollziehen, weshalb es zu dem einen oder anderen Eindruck gekommen sein kann.

Auch wenn gegen Ende des Buches das Bild der Deutschen von den Italienern durchaus besser geworden zu sein scheint, so scheint es doch gemäß des Buches schlechter zu sein als das, welches in meinen Kopf steckt. Allerdings bin ich mit der italienischen Kultur noch nicht so sehr vertraut.

Für ein sinnvolles Miteinander in Europa halte ich es für wichtig, dass wir uns gegenseitig gut kennen, dass wir wissen, wo die jeweiligen Stärken und Schwächen liegen und diese gegenseitig akzeptieren können. Ein solches Buch trägt auf jeden Fall dazu bei, hier Verständnis aufzubauen. Auch wenn vielleicht der recht sachliche Stil nicht jedermanns/fraus Sache ist, so würde ich mich freuen, wenn viele Menschen dieses Buch lesen würden und wenn es viele weitere Bücher dieser Art auch über andere Kulturen geben.

Fazit

Wer Verständnis für die italienische Kultur entwickeln will und wissen möchte, wie sich das deutsche Bild von den Italienern entwickelt hat, dem sei dieses Buch engstens ans Herz gelegt.

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Augstein, Blome: Oben und unten

Oben und unten – Abstieg, Armut, Ausländer – was Deutschland spaltet

  • Jakob Augstein, Nikolaus Blome
  • Deutsche Verlags-Anstalt, 25. Februar 2019, 2. Auflage
  • Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-421-04826-4

Inhalt

Jakob Augstein und Nikolaus Blome, die recht gegensätzlichen „Meinungslagern“ angehören unterhalten sich über die Verhältnisse in Deutschland.

Das Buch ist in Form des Mitschnitts ihrer Gespräche gestaltet. Hin und wieder beziehen sie in ihre Unterhaltung auch andere Menschen ein, z. B. einen Gewerkschaftsvertreter, einen Familienunternehmer, einen arbeitende Mutter.

Es geht um Fragen der Gerechtigkeit, wie sie erreicht werden kann, was Gründe für Ungerechtigkeiten in Deutschland sind und wie die weitere Entwicklung gestaltet werden kann.

Da die beiden „Kontrahenten“ aus unterschiedlichen Denkrichtungen stammen, kommen sie natürlich nicht zu einem Ergebnis, sondern stellen ihre Meinungen neben- bzw. gegeneinander und versuchen, den jeweils anderen von ihrer Meinung zu überzeugen und die Denkfehler des jeweils anderen offenzulegen.

Sarkasmus, Ironie, kleine Angriffe und Spitzfindigkeiten sollen dem Buch eine heitere Note verleihen.

Subjektive Eindrücke

Die behandelten Themen sind wichtige und drängende Fragen in Deutschland. Das ist unumwunden klar. Hier werden diese Aspekte von zwei verschiedenen Seiten betrachten. Auch das ist durchaus positiv anzumerken. Allerdings ist diese Art der Streitkultur nicht so ganz mein Ding. Argumente bleiben nebeneinandergestellt. Es geht nicht darum, eine gemeinsame Lösung zu finden, sondern den jeweils anderen von der eigenen Meinung zu überzeugen. Die zur Aufheiterung eingesetzte Ironie gibt für mein Gefühl den Gesprächen eher einen aggressiven Unterton. So möchte ich persönlich nicht diskutieren.

Aber unabhängig davon war es für mich interessant, über die beiden Standpunkte zu lesen und zu versuchen, sie nachzuvollziehen und sie mit meinen eigenen Ansichten abzugleichen.

Gewöhnungsbedürftig ist möglicherweise die teilweise Anordnung der Redebeiträge. Hin und wieder setzt der Beitrag der linken Seite auf der nächsten linken Seite fort, während auf den jeweils rechten Seiten der Kontrabeitrag erscheint.

Fazit

Eine interessante Gegenüberstellung zweier verschiedener Ansichten, bei der man vieles über die unterschiedliche Interpretierbarkeit der Zustände in Deutschland, insbesondere hinsichtlich Gerechtigkeit erfährt. Die Art der Auseinandersetzung muss man (meiner Meinung nach) mögen. Sonst wäre vielleicht eine andere Infoquelle zu bevorzugen.

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