Rezension: Die Kunst des Liebens

Die Kunst des Liebens

  • von Erich Fromm, aus dem Englischen von Liselotte und Ernst Mickel
  • Manesse Verlag, 14. März 2016
  • Gebundene Ausgabe, 192 Seiten
  • 14,95 € (D), 15,40 € (A)
  • ISBN 978-3-717-56002-9

Inhalt

Erich Fromm setzt sich in diesem Buch in recht wissenschaftlicher Manier mit dem Thema Liebe auseinander. Er bespricht, warum Liebe für die Existenz der Menschheit notwendig ist (nein – nicht etwa wegen der Fortpflanzung). Dann setzt er sich mit verschiedenen Formen der Liebe, wie z. B. der Mutterliebe oder der Liebe zu Gott auseinander.

Ein großer Teil des Buches ist der Analyse von Paarbeziehungen gewidmet und der Frage, ob sich die Personen in den besprochenen Konstellationen wirklich lieben.

Den Abschluss bildet eine Auseinandersetzung mit der zur Zeit Erich Fromms abnehmenden Liebe und der entsprechenden Auswirkungen auf die Gesellschaft. Da sich dieser Trend seit damals fortgesetzt zu haben scheint, kann man seine eigenen Schlüsse für die Jetztzeit daraus ziehen.

Subjektive Eindrücke

Dieses Buch ist keine Belletristik und dient nicht der Unterhaltung, sondern der ernsthaften Auseinandersetzung mit (vor allem) der psychologischen Seite der Liebe.

Für mich war es interessant, den Gedankengängen und Argumentationen von Erich Fromm zu folgen. Vieles war einleuchtend für mich. Manches wurde klarer, wenn ich den geschichtlichen Hintergrund des Buches mit einbezogen habe.

Bedrückend war der Schlussteil des Buches, in dem die Auswirkungen von mangelnder Liebe auf die Gesellschaft dargestellt wurden.

Fazit

Wer sich dem Thema Liebe ernsthaft widmen und dabei auch psychologische Aspekte nicht auslassen möchte, dem sei dieses Buch ernsthaft empfohlen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar voller Wissen und Denkanregungen.

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Rezension: Enigma

Enigma

  • von Alaster Reynolds, aus dem Englischen von Irene Holicki
  • Heyne Verlag, 14. August 2017
  • Taschenbuch, 960 Seiten
  • 12,99 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31779-6

Inhalt

Dies ist der dritte Teil der „Poseidons Kinder“ Trilogie, die die Entwicklung der Familiendynastie der Akinya erzählt. Teil 1: Okular; Teil 2: Duplikat

Gestrandet in einer unbekannten Welt, versucht eine größere Gruppe von Menschen, sich diese Welt als neue Heimat einzurichten. Da erreicht aus einem viele, viele Lichtjahre entfernten System die Aufforderung, ein spezielles Mitglied der Akinya-Familie zu schicken. Dem wird gefolgt, wobei allerdings die Tochter der angeforderten Person geschickt wird.

Allerdings ist das nicht das einzige Raumschiff, das sich auf den Weg macht, denn auch auf der Erde wurde das Signal empfangen. Ein weiteres Mitglied der Akinya-Familie ist also unterwegs.

Abwechselnd werden die Erlebnisse auf beiden Raumschiffen beschrieben, die Herausforderungen, die sie zu bestehen haben, die zwischenmenschlichen Konflikte, die sie zu lösen haben.

Im Zielsystem treffen die beiden Raumschiffe aufeinander. Ein Rennen um die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dieser Teil des Weltalls versprechen, beginnt, bis man merkt, dass eine Zusammenarbeit deutlich hilfreicher wäre.

Subjektive Eindrücke

Mit knapp 1000 Seiten ist das schon ein „gewichtiges“ Werk. Man sollte einige Zeit zum Lesen einplanen. Wie immer beschreibt Reynolds Charaktere und Umgebungen sehr ausführlich, eindrucksvoll und nach-/miterlebbar. Seine Ideen faszinieren mich immer wieder.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen der Trilogie ist dieses Buch deutlich ärmer an Kriegsszenen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Dafür steht das Ringen um wissenschaftliche Erkenntnisse eher im Fokus.

Grundsätzlich sind die Charaktere und Handlungen glaubwürdig. Allerdings gibt es am Anfang zwei für mich nicht ganz plausible Aspekte. 1) Diese Gruppe von Menschen, die sich gerade auf dem neuen Planeten einrichtet und noch immer knapp an Ressourcen ist, kann ein interstellare Raumschiff bauen und abschicken? 2) Was qualifiziert die Tochter der eigentlich angeforderten Person eigentlich dazu, auf dem Raumschiff direkt zur „Führungsriege“ zu gehören – ja, was qualifiziert sie überhaupt, an dieser Mission teilzunehmen. Aber davon konnte ich dann beim Lesen absehen.

Das Ende möchte ich nicht vorwegnehmen. Nur soviel: Ich hatte den Eindruck, dass dies eine Art Vermächtnis von Reynolds ist, das er hier hinterlegen wollte. Das finde ich normalerweise immer sehr interessant. Und es ist auch in diesem Falle interessant. Allerdings stieß es in dieser Breite und Ausführlichkeit ein wenig auf meine Ertragensgrenze.

Es kann nicht schade, die ersten beiden Teile (mindestens Teil 2) gelesen zu haben. Meiner Meinung nach hilft das beim Verständnis einiger Aspekte in Teil 3.

Fazit

Wer sich gern in fremde Welten entführen und von ihnen faszinieren lässt, der kann gern zu diesem Buch greifen. Es gibt mehr SciFi als Sternenkrieg, was ich persönlich als sehr angenehm empfinde.

Ich freue mich, dass ich das Buch und die ganze Trilogie gelesen habe und danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Rezension: Die Entschlüsselung des Alterns

Die Entschlüsselung des Alterns – Der Telomer-Effekt

  • von Prof. Dr. Elizabeth Blackburn und Prof. Dr. Elissa Epel, Deutsch von Thorsten Schmidt
  • Mosaik, 6. März 2017
  • Gebundene Ausgabe, 464 Seiten (eBook-Version)
  • 24,00 € (gebundene Ausgabe), 18,99 € (eBook)
  • ISBN 978-3-442-39288-9

Inhalt

Das Buch gliedert sich in 4 Teile. Teil 1 erläutert die Funktionsweise von Telomeren. Teil 2 beleuchtet den Einfluss von Stress auf Telomere. Teil 3 befasst sich mit den Auswirkungen unserer Lebensweise auf Telomere. Teil 4 geht darauf ein, wie soziale Beziehungen die Telomere beeinflussen.

Die Sachverhalte werden überverständlich ausgebreitet und häufig wiederholt. Detailliert wird darauf eingegangen, wie man zu den Erkenntnissen gelangt ist, welche Studien dazu beigetragen haben und welchen wissenschaftlichen Wert diese Studien hatten. Insbesondere im ersten Teil des Buches wird immer wieder auf die folgenden Teile des Buches verwiesen.

Der Text wird begleitet von Checklisten und Handlungsanleitungen, wie ein telomerschonendes oder -förderndes Verhalten aussehen könnte.

Subjektive Eindrücke

Mir ist nicht ganz klar, an welche Zielgruppe sich dieses Buch richtet. Die eher schon fast simplen Erklärungen deuten auf ein Publikum mit wenig Bildungsnähe hin. Allerdings wäre es nicht verkehrt, ein paar Grundlagen über den Aufbau von Fragebögen, wie sie in einem Psychologiestudium vermittelt werden, zu haben, um die sehr, sehr vielen Ausführungen auf die zugrundeliegenden Studien wirklich einordnen zu können. Sicherlich ist es interessant, etwas über den Entstehungsprozess wissenschaftlicher Erkenntnisse zu erfahren. Aber war das das Anliegen des Buches?

Durch die vielen Wiederholungen, Verweise auf später und die etwas sehr einfache Darstellung fiel es mir schwer, das Buch sukzessive zu lesen. Ich brauchte einfach immer mal wieder eine Pause, ehe ich mich dem nächsten Kapitel widmen konnte.

In den Teilen 2-4 habe ich nichts wirklich Neues gefunden. Es geht um eine gesunde Lebensweise. Der einzige Punkt, der dieses Buch hier von anderen Büchern zu gesunder Lebensweise unterschiedet, ist, dass eine wissenschaftliche Begründung dafür gegeben wird, warum dies eine gesunde Lebensweise ist – nämlich, weil es die Telomere entsprechend beeinflusst.

Sollte man noch nichts von gesunder Lebensweise gehört haben, dann findet man in diesem Buch viele wertvolle Hinweise und Tipps und sicher auch Anleitungen, wie man zu einer gesunden Lebensweise finden kann. Ich zweifle allerdings ein wenig daran, dass es solche Leute gibt, und wenn, ob sie ein so dickes Buch mit einer derartigen Flut an Informationen lesen würden.

Fazit

Es ist interessant über die Funktionsweise von Telomeren zu lesen. Somit wäre es für mich ausreichend gewesen, wenn das Buch den Teil 1 enthalten hätte. Wer wenig über gesunde Lebensweise weiß, dem bietet sich in diesem Buch aber eine umfangreiche Fundgrube an Material – zum Lesen, zum Testen, zum Anwenden.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für Rezensionsexemplar.

Rezension: Zeitkurier

Zeitkurier

  • von Wesley Chu, aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
  • Heyne Verlag, 14. August 2017
  • Taschenbuch, 496 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31733-8

Inhalt

Die Ressourcen der Erde sind erschöpft. In den Weiten des Weltalls, das man besiedelt hat, gibt es auch kaum ausreichend Ressourcen. Also versucht man, aus der Vergangenheit Ressourcen in die Zukunft zu holen. Für derartige Zeitreisen gibt es strenge Regeln, über deren Einhaltung eine Behörde wacht.

Zeitkuriere müssen eine strenge Ausbildung durchlaufen. Nur wenige schließen sie erfolgreich ab. Danach müssen sie sich für viele Jahre für den Dienst verpflichten. Die meisten erleben das Ende dieser Verpflichtung nicht.

Manche Zeitreisen sind aber so wichtig, dass sich die Zeitkuriere damit aus ihrer Verpflichtung „freikaufen“ können. Auf seiner letzten Zeitreise bricht einer der Zeitkuriere die Regeln und wird daraufhin gnadenlos verfolgt. Aber er hat etwas mitgebracht, das die Erde vor dem endgültigen Verfall retten könnte.

Subjektive Eindrücke

Zeitreisen und die möglichen „Verwerfungen“, die sie hervorrufen können, faszinieren mich schon lange. Hier geht es aber nicht nur um die technische Seite der Zeitreisen, sondern auch um moralische Verantwortung während der Zeitreisen, aber auch ganz allgemein für die Erde und für die Menschen. Eine wirklich schöne Mischung, die das Lesen auf verschiedenen Ebenen spannend und interessant macht.

Die Charaktere sind nachvollziehbar und in der nötigen Tiefe beschrieben. Sie agieren entsprechend ihrer gezeigten Eigenschaften. Nur ganz selten gibt es Zufallsereignisse, die unerklärt bleiben.

Die Spannung ist für mich ausreichend groß, ohne zu groß zu werden. Dennoch habe ich einmal am Ende des Buches nachgeschaut. Das kann man aber sein lassen. Das Ende wird erst dann verständlich, wenn man das Buch gelesen hat. Wirklich gut gemacht.

Fazit

Mit knapp 500 Seiten gehört dieses Buch sicher nicht zu den Leichtgewichten. Es bringt aber viel Lesevergnügen, wenn man sich für Zeitreisen und/oder mögliche Lebensmodelle in der Zukunft, die von unserem derzeitigen Umgang mit Ressourcen und Menschen extrapoliert sind, interessiert. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack.

Ich habe das Buch mit viel Freude und Genuss gelesen und danke dem Verlag sehr herzlich für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Rezension: Sex und Karma

Sex und Karma – Entdecke die Lust, die dir innewohnt

  • von Vadim Tschenze
  • Goldmann Verlag, 21. August 2017
  • Taschenbuch, 288 Seiten
  • 9,99 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-442-22217-9

Inhalt

Partnerschaft und Sex werden in diesem Buch aus verschiedenen spirituellen Blickwinkeln betrachtet.

Wie hängen Karma und Partnerschaft/Sexualität zusammen. Da es verschiedene Definitionen für Karma gibt, muss man genau welche, mit welcher dieser Definition hier gearbeitet wird und ob sich diese mit den eigenen Vorstellungen von Karma deckt.

Welche Einflüsse haben Geschichten über die Vergangenheit und die Gottheiten auf unsere Vorstellungen zu Partnerschaft und Sexualität, inwieweit wirken sie befreiend oder einengend?

Sind Männer und Frauen unterschiedliche Wesen und wie wirken sich diese Unterschiede auf Partnerschaft und Sexualität aus. Es ist ein kurzes Kapitel und kann damit nur oberflächlich bleiben.

Sexualität hat heilende Wirkung. Hier wird dargestellt, welche Wirkung sie haben kann, wie wir durch unsere Ernährung positiv auf unsere Sexualität einwirken können und welche Phasen eine Partnerschaft durchläuft.

Ein Kapitel stellt verschiedene Praktiken und Stellungen vor. Dies ist aber eher eine kurze, knappe, theoretische Übersicht, aus der man keine Anleitung für das Wie des eigentlichen Tuns ableiten kann.

Der Rest des Buches beschäftigt sich mit Astrologie, Planetencode, Numerologie und deren Aussagen über passende Partner und Sexualität und stellt dann für jede mögliche Sternzeichenkonstellation Chancen und Risiken in der Partnerschaft dar. Diese Kapitel haben den Charakter von Horoskopen, die mit jeweils unterschiedlichen zugrunde liegenden Systemen arbeiten bzw. unterschiedliche Informationen für ihre Betrachtung nutzen.

Subjektive Eindrücke

Dem ersten Teil des Buches konnte ich noch ganz gut folgen und aus ihm Anregungen ziehen, da er einige interessante Blickwinkel auf das Thema einnahm. Allerdings deckt sich meine Karmavorstellung nicht mit der im Buch verwendeten.

Dem Horoskopteil konnte ich nicht wirklich viel abgewinnen. Da gibt es in jedem Horoskop (ob es nun zum eigenen Sternzeichen gehört oder nicht) Aspekte, denen man sofort zustimmt, und solche, die man sehr vehement von sich weist. Wer allerdings gern mit Horoskopen arbeitet und sich von ihnen leiten lässt, kann diesen Teil des Buches sicher gut als Nachschlagewerk benutzen.

Fazit

Den ersten Teil des Buches kann ich spirituell orientierten Lesern zum Lesen empfehlen. Der „Nachschlageteil“ mag nicht unbedingt jedermanns/-fraus Sache sein.

Ich freue mich, dass ich das Buch gelesen habe und danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Rezension: Weisheit

Weisheit – Die 5 Prinzipien des gelingenden Lebens

  • von Judith Glück
  • Kösel-Verlag, 3. Oktober 2016, 2. Auflage
  • Gebundene Ausgabe, 224 Seiten
  • 19,99 € (D)
  • ISBN 978-3-466-34646-2

Inhalt

In der Einleitung beschreibt die Autorin, wie es dazu kam, dass sie sich mit der Erforschung von Weisheit befasst. Außerdem erläutert sie verschiedene Definitionen für Weisheit und stellt diejenige Definition vor, die diesem Buch zugrundeliegt. Dabei weist sie aber auch darauf hin, dass mit einer anderen Definition möglicherweise auch andere Ergebnisse gefunden worden wäre.

In jeweils einem separaten Kapitel werden nun die 5 Grundlagen/Voraussetzungen, über die ein Mensch verfügen müsste, um Weisheit zu entwickeln, vorgestellt. Die Autorin gibt immer auch Hinweise dafür, wie sich diese Fähigkeiten entwickeln lassen. Sie betont dabei aber auch, dass diese Fähigkeiten nicht automatisch dazu führen, dass man weise wird.

Danach setzt sich Frau Glück mit der Frage auseinander, ob weise Menschen glücklicher sind als andere Menschen.

Eine Auseinandersetzung mit einer möglichen Kulturabhängigkeit der verwendeten Weisheitsdefinition folgt. Außerdem wird abschließend noch einmal kurz gezeigt, dass andere Weisheitsdefinitionen zu teilweise anderen, aber doch überwiegend ähnlichen Ergebnissen in der Forschung führen.

Subjektive Eindrücke

Das Buch überzeugte mich im Wesentlichen durch zwei Aspekte. Einerseits wird der Gang der Forschungen kurz und prägnant aber absolut gut verständlich dargestellt. Andererseits besticht das Buch durch seine Systematik, der gut zu folgen ist, die einen immer auch persönlich anspricht und einen einlädt, sich selbst auf den Weg zu etwas mehr Weisheit im eigenen Leben zu machen.

Schon der Klappentext hatte hohe Erwartungen an das Buch in mir geweckt. Ich würde aber sagen, dass diese deutlich übertroffen wurden. Ich habe nicht unbedingt viele neue Dinge gelernt, aber sich diesen Aspekten aus der Perspektive der Weisheit zu nähern hat neue Denkpfade eröffnet und dadurch zu neunen Einsichten geführt.

Fazit

Für jeden, der gern mit jedem Lebenstag etwas weise werden möchte, kann dieses Buch hilfreich und interessant sein. Aus meiner Perspektive kann ich es uneingeschränkt empfehlen, insbesondere wenn man praktisch umsetzbare Hinweise dafür bekommen möchte.

Ich danke dem Verlag herzlich für dieses Rezensionsexemplar voller Wissen und Anregung.

Rezension: What if?

What if? Was wäre wenn? – Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen

  • von Randall Munroe, Deutsch von Ralf Pannowitsch
  • Penguin Verlag, 14. November 2016
  • Taschenbuch, 368 Seiten (eBook-Version)
  • 10,00 € (Taschenbuch), 8,99 € (eBook)
  • ISBN 978-3-328-10031-7

Inhalt

Viele Fragen nach Grenzsituationen werden auf der Basis herrschender wissenschaftlicher Meinung beantwortet. Dabei versucht Randall Munroe einen lockeren Stil, zu dem auch die kleinen Comics beitragen sollen.

Die Antworten sind offensichtlich gut recherchiert und werden überwiegend allgemeinverständlich dargestellt. Den Argumentationen und Berechnungen kann man folgen. Beispiele und Vergleiche mit alltäglichen Situationen unterstützen das Verständnis und verleiten manchmal zum Schmunzeln.

Subjektive Eindrücke

Beeindruckt hat mich, mit welcher Akribie der Autor versucht, die schrägsten Fragen wissenschaftlich zu beantworten. Die vielen Links und Referenzen beeindrucken ebenfalls, weil sie zeigen, dass sich nicht nur dieses Buch mit den Extremfragestellungen beschäftigt.

Die eine oder andere Frage war für mich interessant. Bei vielen war ich überrascht, wie man überhaupt auf eine solche Fragestellung kommt. Manche Fragen fand ich dann in der Tat absurd, aber irgendwie scheint der Frager ja ein Interesse daran gehabt zu haben.

Da es sich um Fragen aus verschiedenen Bereichen handelt, konnte ich keinen wirklichen roten Faden in diesem Buch erkennen. Es sind viele Informationen zusammengewürfelt vorhanden. Für mich war es aber schwer, sie in einen Zusammenhang zu bringen oder sie mit vorhandenem Wissen zu verknüpfen und damit neuen Sinn für mich zu stiften.

Dennoch fand ich das Lesen überwiegend amüsant, allerdings musste ich immer mal wieder eine Lesepause einlegen, um mich wieder motiviert dem Buch zuwenden zu können.

Fazit

Ein gewisser Humor ist sicher in dem Buch enthalten. Immer wieder musste ich beim Lesen doch schmunzeln. Aber das war es eigentlich schon, was ich für mich aus diesem Buch ziehen konnte. Wer aber Ablenkung und ein wenig Spaß sucht, der wird von dem Buch sicher nicht ganz enttäuscht sein.

Ich danke dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar.