Clear: Die 1%-Methode

Die 1%-Methode

  • James Clear, aus dem Amerikanischen von Annika Tschöpe
  • Goldmann Verlag, 27. April 2020
  • Broschiert, 368 Seiten (eBook gelesen)
  • 13,00 € (D)
  • ISBN 978-3-442-17858-2

Inhalt

In der Einführung erzählt James Clear, wie er nach einer gravierenden Verletzung zu sportlicher Höchstleistung gefunden hat. Die Erfahrungen, die er dabei gemacht hat, hat er zu vier Gesetzen zusammengefasst, wie man gute Gewohnheiten annimmt bzw. von schlechten Gewohnheiten lassen kann.

Die Grundprinzipien seiner Methode erläutert er im ersten Kapitel dieses Buches.

Die nächsten vier Kapitel widmen sich jeweils einem der vier Gesetze. Die Kapitel enden jeweils mit einer Kapitelzusammenfassung sowie dem Gewohnheitsspickzettel, der mit den zum Kapitel gehörenden Informationen ausgefüllt ist.

Im letzten Kapitel werden Hinweise für „Fortgeschrittene“ gegeben.

Der Anhang enthält neben dem Hinweis auf Zusatzkapitel im Internet 36 Seiten Anmerkungen bzw. weiterführende Literatur sowie 19 Seitenregister zur besseren Orientierung im Buch.

Subjektive Eindrücke

Der Prozess, wie man sich Gewohnheiten aneignen bzw. von ihnen lassen kann, ist durch die vier Gesetze, die der Autor aufgestellt hat, klar strukturiert. Die Erläuterungen sind gut nachvollziehbar und ausführlich und mit sehr verschiedenen Quellen belegt. An keiner Stelle des Buches hat man den Eindruck, dass sich hier der Autor einfach etwas ausgedacht hat, was er nun unter die Leute bringen will. Alles steht auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage. Dabei wird nie die Wissenschaft in den Vordergrund gekehrt, sondern dass praktisch Anwendbare steht im Mittelpunkt.

Ein sogenannter Gewohnheitsspickzettel kann von einer angegebenen Internetadresse heruntergeladen werden. Dort finden sich auch zwei Zusatzkapitel.

Das war für mich ein sehr inspirierendes Buch. Ich habe hier Erklärungen gefunden, warum es mir bei einigen Gewohnheiten gelungen ist, sie dauerhaft umzusetzen, und bei anderen nicht.

Fazit

Warum schaffen wir es, uns gewisse Dinge an- bzw. abzugewöhnen und andere eben nicht?

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Schirach, Kluge: Trotzdem

Trotzdem

  • Ferdinand von Schirach, Alexander Kluge
  • Luchterhand Literaturverlag, 11. Mai 2020
  • Gebundene Ausgabe, 80 Seiten (eBook gelesen)
  • 8,00 € (D)
  • ISBN 978-3-630-87658-0

Inhalt

Ein kleines, feines Buch.

Schirach und Kluge führen zwei elektronische Unterhaltungen, die hier nachgezeichnet sind. Sie beginnen mit der Fragestellung, ob die Maßnahmen, die aktuell ergriffen wurden/werden, rechtens sind. Es folgen ein paar Rückblicke auf bisherige nicht menschengemachte Krisen. Viele altehrwürdige Philosophen kommen zu Wort – auch Literaten. Vor autoritären Zügen von Staatsgewalt wird gewarnt. Mit dem Wunsch auf radikale Änderungen hin zum Guten endet das Gespräch.

Subjektive Eindrücke

Es werden viele Fragen gestellt, die aber überwiegend offen bleiben. So fühlt man sich zwar nicht bevormundet, aber eben auch nicht viel klüger als vor dem Lesen des Buches.

Die am Ende des Buches geäußerten Wünsche kann ich nur unterschreiben. Da es aber weder in dem Buch noch anderswo Ideen gibt, wie diese Wünsche umgesetzt werden können, bleiben sie wohl als Traum stehen. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

Das Buch ist schnell gelesen. Zum Weiterlesen gibt es keine direkten Hinweise, jedoch sind die im Gespräch genannten Personen hinlänglich bekannt, sodass man entsprechende Werke sicherlich schnell selbst findet.

Fazit

Viele Fragen, die es wert sind, gestellt zu werden. Ich hätte mir darüber hinaus ein paar mehr Antwortvorschläge gewünscht.

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Aziz: Das Tor

Das Tor

  • Basma Abdel Aziz, aus dem Arabischen von Larissa Bender
  • Heyne Verlag, 13. April 2020
  • Broschiert, 288 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32046-8

Inhalt

Nach der Niederschlagung von Aufständen brauchen die Menschen öfter denn je offiziellen Genehmigungen und Bestätigungen. Diese sollen sie vom sogenannten Tor bekommen. Doch niemand weiß, ob bzw. wann es sich öffnet und ob Genehmigungen und Bestätigungen erteilt werden.

Die Menschenmenge vor dem Tor wird immer größer. Menschen unterschiedlichster Couleur treffen hier aufeinander mit ihren Sorgen und Nöten, mit ihren jeweils unterschiedlichen Einstellungen zu den sich verschärfenden Maßnahmen des Staates. Auch Tarik, ein Arzt, der einem bei den Aufständen Verwundeten eine Kugel entfernen möchte, steht dort, weil er für seine medizinische Hilfe eine Erlaubnis braucht. Sie alle verändern sich durch das Warten, durch die Diskussionen untereinander, durch die Propaganda, durch die härter werdenden Maßnahmen der Überwachung und die Berichte über das Verschwinden von Menschen.

Subjektive Eindrücke

Ein sehr bedrückendes Buch. Einerseits wird nach und nach klarer, worum es geht. Andererseits wird die Lage immer auswegloser. Man ist zwischen der Hoffnung der Protagonisten und deren Enttäuschung hin und her geworfen.

Kein Buch, das gute Laune macht, aber dennoch ein sehr wichtiges Buch, um klarzumachen, wohin Absolutismus und Überwachung führen können, wie Menschen dadurch Schritt für Schritt entmenschlicht werden.

Gibt es einen Weg hinaus?

Kritiken, die das Buch in eine Reihe mit „1984“ von George Orwell und „Der Prozess“ von Kafka stellen, muss ich uneingeschränkt Recht geben.

Fazit

Keine leichte Kost, aber überaus lesenswert.

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Hart: MANGA erste Schritte Kawaii

MANGA erste Schritte Kawaii – Alles, was du zum Zeichnen superniedlicher Manga-Figuren brauchst

  • Christopher Hart
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 30. Juli 2019
  • Taschenbuch, 192 Seiten
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-960-93558-2

Inhalt

Nach einer Einführung werden ein paar grundlegende Zeichentechniken vorgestellt, die aber direkt auf niedliche Manga-Figuren bezogen werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist immer die Frage, was denn eine Zeichnung wirklich niedlich macht. Das wird auch in den kommenden Beschreibungen verschiedener Typen von Mangafiguren immer wieder Thema sein. Neben Figuren wird auch Essen in einem Kapitel behandelt. Im letzten Kapitel des Buches geht es um die Kombination einzelner Manga-Elemente zu ganzen Szenen und die Gestaltung von Grußkarten mit supersüßen Zeichnungen.

In Abhängigkeit von der Detaillierung der Zeichnungen werden sie in 3 bis 6 Schritten bis hin zur Kolorierung gezeigt. diese Schritte verdeutlichen recht klar, wie man vorgehen kann. Die Linien aus dem vorangegangenen Schritt sind dabei in hellerem Ton beim nächsten Schritt noch zu erkennen. So sieht man genau, was von einem Schritt zum anderen verändert/ergänzt wurde.

Subjektive Eindrücke

Das Buch hält, was es verspricht, und ich bin total begeistert davon.

Neben guten Anleitungen zum Zeichnen gibt es einerseits Tipps dazu, was die Empfindung von Niedlichkeit überhaupt ausmacht, und andererseits ein knappe Einführung in verschiedene Managstile bzw. Grundtypen von Manga-Figuren.

Das Buch macht durch und durch gute Laune. Mit ein bisschen Übung gelingen unterschiedlich anspruchsvolle Zeichnungen.

Die Ideen zu Grußkarten gefallen mir besonders gut. Gerade zu Zeiten des realen Distancing kann man dadurch gute Laune verbreiten und vielleicht ein bisschen Nähe herstellen.

Fazit

Wer die Japanische Niedlichkeit mag, wird an diesem Buch großes Gefallen finden. Ich warte schon voll Vorfreude auf ein Folgebuch.

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Drath: Die Kunst der Selbstführung

Die Kunst der Selbstführung – Was Führungskräfte über Resilienz wissen sollten

  • Karsten Drath
  • Haufe, 2. Auflage, 15. Februar 2019
  • Taschenbuch: 128 Seiten (eBook gelesen)
  • 9,95 € (D)
  • ISBN 978-3-648-12535-9

Inhalt

Mit drei Kapiteln zeigt das Buch einerseits was Selbstführung ist und warum sie so wichtig ist und andererseits wie sie sich beeinflussen lässt, was im Anschluss daran durch eine Art Übungsprogramm praktikabel handhabbar gemacht wird. Das Übungsprogramm orientiert sich an einem im zweiten Kapitel eingeführten Modell, das anschaulich als Flamme symbolisiert und „Fire“ genannt wird.

Der Text wird begleitet durch Tabellen und Abbildungen, die einheitlich in grau und dunkelviolett (siehe Cover) gehalten sind.

Am Ende des Buches findet sich ein Stichwortverzeichnis. Hinweise auf weiterführende Literatur gibt es keine.

Subjektive Eindrücke

Ich mag dieses kleine Buch. Es liest sich leicht und eingängig. Die Zusammenhänge sind gut verständlich erklärt und bauen aufeinander auf. Die dazugehörenden Übungen scheinen passend und sind in der Regel leicht durchzuführen.

Auch wenn es im Untertitel steht, so geht es nicht vordergründig um Resilienz. Das Thema scheint aber immer wieder durch, weil viele der Übungen (auch) Resilienz fördern.

Ich hätte mir gewünscht, dass stärker auf verwendete Quellen verwiesen wird.

Fazit

Rechtzeitig gelesen und angewendet kann das Buch sicherlich die eine oder andere Klippe besser ertragen helfen.

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Harnacke: Online-Meetings und Webinare

Online-Meetings und Webinare – Effizient und fesselnd gestalten

  • Uli Harnacke
  • Haufe, 20. August 2020
  • Taschenbuch: 128 Seiten (eBook gelesen)
  • 9,95 € (D)
  • ISBN 978-3-648-14632-3

Inhalt

Das Buch ist zwischen einem Vorwort und dem abschließenden Aufruf, einfach anzufangen, in vier Kapitel unterteilt. Das erste Kapitel führt in die Thematik ein. Kapitel zwei stellt grundsätzliche Werkzeuge für online-Meeting vor ohne einzelne Tools im Sinne eines Benutzerhandbuches beschreiben zu wollen. Kapitel drei befasst sich mit der Vorbereitung von online-Meeting. Und Kapitel vier präsentiert eine Vorgehensweise, mit der online-Meetings interessant, effektiv und letztlich auch effizient durchgeführt werden können.

Eine Seite Literatur am Ende verweist auf mögliche Quellen des Buches, aber weniger auf weiterführende Lesemöglichkeiten.

Subjektive Eindrücke

Das Buch ist gut und flüssig zu lesen. Es enthält viele wertvolle Informationen in kompakter Form.

Wer noch nie Versammlungen durchgeführt hat, wird durch die wesentlichen Handgriffe und Vorgehensweisen geführt. Oftmals unterscheiden sich diese nicht zwischen Präsenz- und online-Veranstaltungen. Ich hätte mich gefreut, wenn die Aspekte, die wirklich unterschiedlich sind, stärker als solche kenntlich gemacht worden wären. Hin und wieder dachte ich doch, was nun der Unterschied zu einer Präsenz-Veranstaltung wäre.

Trotzdem wird man nach der Lektüre des Buches und wenn man es schafft, sich an den vorgestellten Leitlinien zu orientieren, in der Lage sein, ein gutes online-Meeting oder Webinar abzuhalten.

Fazit

Gute Einführung in die praktische Durchführung. Viele Ausführungen gelten gleichermaßen für Präsenz-Veranstaltungen.

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Liu: Kugelblitz

Kugelblitz

  • Cixin Liu, aus dem Chinesischen von Marc Hermann
  • Heyne Verlag, 11. Mai 2020
  • Broschiert, 544 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32030-7

Inhalt

Was führt dazu, dass sich Menschen einer Sache vollkommen hingeben und sich von nichts davon abbringen lassen?

Aus unterschiedlichen Gründen haben sich Chen und Lin Yun der Erforschung von Kugelblitzen verschrieben. Der Eine möchte eine praktische Nutzung, die Andere den Einsatz als Waffe. Beide merken schnell, dass sie einander brauchen, um an ihr Ziel zu kommen. Das setzt insbesondere Chen unter moralischen Druck.

In einem steten Auf und Ab von Erfolg und Niederlage kommen die beiden der Physik hinter den Kugelblitzen näher, was Lin Yun auch immer näher zu ihrem Ziel des Einsatzes als Waffe bringt. Letzten Endes müssen alle eine schwerwiegende Entscheidung für ihr Leben treffen.

Subjektive Eindrücke

Ich habe mich sehr auf das Lesen dieses Buches gefreut und bin nicht enttäuscht worden.

Das Buch steckt voller interessanter Ideen mit überwiegend naturwissenschaftlichem Hintergrund, der gegen Ende auch über die bislang bekannten Grenzen ausgedehnt wird.

In dem Buch kann man einiges über den chinesischen Alltag erfahren, wie die Menschen leben, wie sie ihr Leben gestalten, welche Ziele sie für sich sehen und umsetzen.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben. Allerdings ist es mir nicht gelungen, die Perspektive des Erzählers wirklich umfassend emotional einzunehmen. Es blieb immer eine gewisse Distanz.

Fazit

Für jeden Science-Fiction Fan wird dieses Buch ein weiterer Leckerbissen sein. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher von Cixin Liu.

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Lohre: Das Opfer ist der neue Held

Das Opfer ist der neue Held – Warum es heute Macht verleiht, sich machtlos zu geben

  • Matthias Lohre
  • Gütersloher Verlagshaus, 23. September 2019
  • Gebundene Ausgabe, 288 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-579-01478-4

Inhalt

Das Buch beginnt mit einer Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Opfers bzw. des Opferns. Dabei geht Herr Lohre weit zurück zu unseren Urvorfahren. Er erläutert, warum geopfert wurde und wie sich die Opferrituale bis in die Jetztzeit verändert haben, ohne dass sich das Gefühl für die Notwendigkeit (sich) zu opfern aufgelöst hätte.

Dann betrachtet Herr Lohre das Opfern auf persönlicher Ebene und sieht sich dann Opferhaltungen in den USA, Großbritannien und Deutschland an. Er thematisiert auch, warum Menschen freudig in den Krieg ziehen.

Das letzte Kapitel versucht, über die Lebensgeschichte eines Jungen und seiner Eltern aufzuzeigen, wie man aus der Opferhaltung ausbrechen kann.

Eine lange Literaturliste am Ende des Buches lädt zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema ein.

Subjektive Eindrücke

Das Buch hat mich vom Titel her sehr interessiert – und es hat mich inhaltlich komplett überrannt (in absolut positivem Sinn).

Das Thema ist sehr breit angelegt und bietet damit Einblick von verschiedenen Perspektiven aus. Es triggert immer wieder eigene Handlungen und/oder Beobachtungen an, sodass ich immer wieder innerlich sagte: „Stimmt genau!“. Das Überraschende an dem Buch war für mich, dass ich mir über viele Dinge mit diesen Blickwinkeln noch keine Gedanken gemacht hatte, aber ein gewisses Gefühl dafür hatte, das nun eine sachliche Basis bekommen hat. Wirklich toll.

Nach dem Lesen des Buches kann man sowohl sehr individuelle Phänomene, wie auch Gruppen- oder politische Phänomene besser einschätzen und verstehen.

Fazit

Äußerst lesenswert für den Blick auf sich selbst aber auch auf Gruppen und politische Akteure.

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Blum: Die Wettermacher

Die Wettermacher -Wie Wetterberichte entstehen und was sie verhoersagen können

  • Andrew Blum, aus dem Englischen von Stephan Gebauer-Lippert
  • Penguin Verlag, 11. November 2019
  • Gebundene Ausgabe, 240 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-328-60040-4

Inhalt

In einem Vorwort verrät uns Herr Blum, wie es dazu kam, dass er sich so sehr für das Wetter und alles, was damit zu tun hat, interessiert. Sein ganzes Wissen stellt er dann in diesem Buch in 4 Teilen vor: Berechnung, Beobachtung, Simulation, Bewahrung. Die ersten beiden Teile befassen sich überwiegend mit der Geschichte der Meteorologie, wie es zum Aufbau von Messstationen kam, welche Ereignisse die Entwicklung der Wetterbeobachtung und -aufzeichnung getriggert und vorangetrieben haben. Im dritten Teil geht es dann darum, wie aus den vielen Daten grundsätzlich Wettermodelle erstellt und damit Vorhersagen unterschiedlicher Art generiert werden können. Der vierte Teil befasst sich mit möglichen Entwicklungen, die insbesondere davon abhängen werden, wie mit den vielen verfügbaren Wetterdaten in Zukunft umgegangen werden wird.

110 Anmerkungen, Hinwiese auf weiterführende Literatur und ein Register zur Orientierung sind am Ende des Buches zu finden.

Subjektive Eindrücke

Insbesondere der Untertitel hatte es mich angetan. Wetter und seine Phänomene begeisterten mich schon als Kind. Nun zu erfahren, wie Wetterberichte gemacht werden, das konnte einfach nur spannend sein.

Und so ist es auch. Der Teil, der sich der Generierung der Wetterberichte widmet, war für mich der spannendste. Und so habe ich ihn für deutlich zu kurz empfunden. Er war lediglich ein Teil des dritten Buchteils.

Überwiegend geht es in dem Buch um die Geschichte der Meteorologie. Diese ist interessant geschrieben, mit verschiedenen Anekdoten gespickt und wirklich locker zu lesen. Man erfährt also in diesem Buch viel Wissenswertes über das „Wetter-Machen“ von Beginn an.

Der Ausblick, wie es wohl in Zukunft mit der Wettervorhersage aussehen könnte, ist eine sinnvolle und auch überaus interessante, wenn auch besorgniserregende Ergänzung für den Inhalt des Buches.

Anmerkungen und Literaturhinweise weiß ich in Büchern immer sehr zu schätzen. Sie geben Anregung, sich weiter mit dem Thema zu befassen und sich in einzelne Aspekte tiefer einzuarbeiten.

Fazit

Wie hat sich die Meteorologie von ihren Anfängen entwickelt? Wie entsteht heutzutage eine Wettervorhersage? Und wie könnte es in Zukunft um die Wettervorhersage bestellt sein. Interessant und sehr aufschlussreich.

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Lichtenthaler: Integrierte Intelligenz

Integrierte Intelligenz – Wettbewerbsvorteile erzielen durch die Kombination menschlicher und künstlicher Intelligenz

  • Ulrich Lichtenthaler
  • Campus Verlag, 12. Februar 2020
  • Gebundene Ausgabe, 270 Seiten (eBook gelesen)
  • 49,95 € (D)
  • ISBN 978-3-593-51204-4

Inhalt

Nach einem Vorwort ist das Buch in 5 Teile strukturiert: Relevanz, Bezugsrahmen, Strategie, Organisation und Umsetzung. Diese Teile sind in sich wiederum in Kapitel gegliedert, die bestimmte Aspekte des jeweiligen Teils untersuchen.

Dreh- und Angelpunkt ist die Verbindung von menschlicher und künstlicher Intelligenz, weil – so die Grundthese des Buches – keine davon allein nachhaltig Wettbewerbsvorteile liefern wird. Diese Verbindung soll gestützt werden durch eine Meta-Intelligenz, die sich genau um das Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz „kümmern“ soll.

Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis, Anmerkungen der Kapitel sowie ein Register finden sich am Ende des Buches.

Subjektive Eindrücke

Wie sollen sich Unternehmen positionieren, um künstliche Intelligenz dauerhaft nutzbringend einzusetzen? Es geht hier um innerbetriebliche Prozesse und Strukturen. Soziales oder Gesellschaftliches findet wenig Platz in diesem Buch.

Herr Lichtenthaler ist Professor für Management und Entrepreneurship und legt in diesem Buch einen großen Teil seiner Forschungsarbeiten zum Thema dar.

Es handelt sich hier eher um ein Fach- als um ein Sachbuch. Zumindest deutet die Sprache und die Aufmachung stark darauf hin. Im Buch werden zwar nicht unbedingt unbekannte Fachworte benutzt, es scheint aber auch nicht bewusst ein Sprachstil gesucht worden zu sein, der allgemein Interessierte, sondern eben eher Fachleute anspricht. Das sollte man wohl berücksichtigen, wenn man sich für oder gegen dieses Buch entscheidet.

Wenn man aber der unternehmerisch interessiert oder gar Unternehmer/in ist, so findet man hier wertvolle Anleitungen und Begründungen für die zielgerichtete Verbindung menschlicher und künstlicher Intelligenz mit einer verbindenden Meta-Intelligenz.

Fazit

Für unternehmerisch Interessierte und Unternehmer gibt es viel Wertvolles in diesem Buch zu entdecken.

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