Richter: Die Wikipedia-Story

Die Wikipedia-Story – Biografie einer Weltwunders

  • Pavel Richter
  • Campus Verlag, 25. November 2020
  • Broschiert, 232 Seiten
  • 22,95 € (D)
  • ISBN 978-3-593-51406-2

Inhalt

Nach einer kurzen Einleitung in das Anliegen der Wikipedia, werden in 11 Kapiteln unterschiedliche Aspekte rund um Wikipedia, Enzyklopädien, ehrenamtliche Kollaboration, freies Wissen etc. behandelt. Das 11. Kapitel enthält auch einen Abriss über die Gefahren, die Herr Richter für das Weiterbestehen und die Weiterentwicklung der Wikipedia sieht.

Am Ende des Buches gibt es 2 Seiten weiterführende Literaturhinweise sowie 17 Seiten Anmerkungen.

Jimmy Wales, der „Schaffer“ der Wikipedia, hat ein Vorwort zu diesem Buch geschrieben.

Subjektive Eindrücke

Da ich ein gewisses Grundinteresse für alles, was sich im Internet abspielt, habe, war ich ganz gespannt darauf, was es denn wohl über Wikipedia zu erzählen gebe. Wikipedia ist für mich ein wichtiges Arbeitsmittel – und das sollte man dann wohl kennen.

Ich war sehr positiv überrascht über die Vielschichtigkeit der Perspektiven auf Wikipedia, die in diesem Buch behandelt werden. Was geht hinter den Kulissen von Wikipedia vor? Wie wird die Qualität der Inhalte gesichert? Wie kann, soll, darf, muss es weitergehen mit Wikipedia? Ist die Nicht-Kommerzialität von Wikipedia eher Fluch oder Segen?

Ganz besonders beeindruckt war ich davon, dass sich Einträge zu gleichen Begriffen in den verschiedenen Sprachversionen von Wikipedia durchaus unterscheiden können und man daraus auf verschiedene kulturelle Ansichten, unterschiedliche geschichtliche Entwicklungen, unterschiedliche Wichtungen etc. schließen kann.

Viel Raum gibt Herr Richter der Community, die sich hinter Wikipedia entwickelt hat. Da gibt es verschiedene Rollen, Menschen, die sich unterschiedlich stark für Wikipedia einsetzen können bzw. wollen, viel Streben nach Konsens, aber auch Diskussion und Kontroverses. Ist das ein Vorgeschmack auf das, was gesellschaftlich möglich sein wird?

Das eine oder andere hätte ich nicht unbedingt in dem Buch erwartet – z. B. über die Geschichte von Enzyklopädien an sich zu lesen, aber es war thematisch verbunden und durchaus sehr interessant.

Fazit

Rundum gelungen und sehr lesenswert.

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Zheng: Das große Buch der chinesischen Horoskope

Das große Buch der chinesischen Horoskope

  • Weijian Zheng, aus dem Englischen von Brit Weirich
  • Anaconda, 28. September 2020
  • Gebundene Ausgabe, 288 Seiten
  • 7,95 € (D)
  • ISBN 978-3-730-60899-9

Inhalt

Das Buch beginnt mit ein paar historischen Fakten über chinesische Horoskope. Danach werden Beziehungen zwischen Vertretern der verschiedenen Tierkreiszeichen aufgezeigt und gesagt, welche dieser Beziehungen harmonisch sind. Es schließen sich Glücks- und Unglücksfarben, -zahlen und -himmelsrichtungen für die einzelnen Tierkreiszeichen an.

Den größten Teil des Buches nehmen natürlich die Beschreibungen der 12 Tierkreiszeichen ein. Diese sind jeweils gleich strukturiert und umfassen u. a. den Lebensweg, die Persönlichkeit, Aussagen zu Beruf und Karriere sowie zu Liebe und Ehe für Menschen mit diesem Zeichen ganz allgemein. Dann werden diese Beschreibungen heruntergebrochen auf konkrete Jahre, Geburtsmonate, -tage und -stunden.

Subjektive Eindrücke

Hm, ich weiß nicht. Die Grundstimmung ist eher „enttäuscht“. Aber vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet.

Die Ausführungen zur Geschichte chinesischer Horoskope hätte deutlich umfangreicher ausfallen können. Ein paar Literaturverweise wären sicher auch interessant gewesen.

Die Erklärung, wie man ein Geburtsdatum nach westlichem Kalender in einen Geburtstag nach Mondkalender umrechnet, ist hanebüchen. Zumindest gibt es hier den Hinweis, dass man das auch im Internet nachsehen kann – allerdings ohne konkrete URL.

Die Horoskope lesen sich genauso wie die Horoskope, die man in den westlichen Zeitungen findet. Schade, hier hatte ich mir ein wenig mehr „chinesisches Flair“ versprochen. Ein wenig liebevoller hätte es für meinen Geschmack sein können.

Insgesamt kann man sich sicherlich von den Horoskopen zum Nachdenken über das eigene Leben, die offenen Wünsche und die Möglichkeiten zu deren Umsetzung anregen lassen.

Wirklich schön fand ich die Illustrationen, die einerseits chinesische Schriftzeichen sind und andererseits alte Bilder/Gemälde darstellen.

Fazit

Wenig „Chinesisches“, aber prinzipiell okay.

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Lesch: Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch

Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch – Unerhört wissenschaftliche Erklärungen

  • Harald Lesch
  • Bassermann Verlag, 9. November 2020
  • Gebundene Ausgabe, 224 Seiten (eBook gelesen)
  • 7,99 € (D)
  • ISBN 978-3-809-44362-9

Subjektive Eindrücke

Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das Buch ist nicht wirklich was. Ich bin umso mehr enttäuscht, weil ich Herrn Lesch eigentlich als seriösen Wissenschaftler erlebt habe, der in der Lage ist, komplizierte Sachverhalte gut verständlich und mit einer Prise Humor zu vermitteln.

Aber mit dem Humor hat es hier wohl deutlich überhandgenommen. Vor lauter Witz und Klamauk ist kaum erkenntlich, welche Wissensstückchen vermittelt werden sollen. Und wenn man sie dann gefunden hat, ist es eher etwas, was mehr oder weniger doch schon zur Allgemeinbildung gehört.

Ich habe mich wirklich schwer damit getan, das hier so zu schreiben. Weil ich mir unsicher war, ob das lediglich einer täglichen Laune geschuldet ist oder doch einen wahren Kern hat, habe ich mich nach anderen Rezensionen umgeschaut. Und da gibt es leider viele, die zu demselben Schluss kommen.

Ich bin ganz sicher, dass Herr Lesch das ganz viel besser kann. Deshalb werde ich diese Rezension auch nicht in große Rezensionsplattformen einstellen. Es tut mir wirklich in der Seele weh, das über eines seiner Bücher schreiben zu müssen.

Fazit

Ich gehe sehr davon aus, dass Herr Lesch auch wieder lesenswerte Bücher schreiben wird.

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Pomerantsev: Das ist keine Propaganda

Das ist keine Propaganda – Wie unsere Wirklichkeit zertrümmert wird

  • Peter Pomerantsev, aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt
  • Deutsche Verlags-Anstalt, 2. April 2020
  • Gebundene Ausgabe, 304 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-421-04824-0

Inhalt

Nach der Einleitung ist das Buch in 6 Teile mit jeweils 3 bis 4 Kapiteln gegliedert. Die Teile konzentrieren sich im Wesentlichen auf jeweils eine „Art der Meinungsmanipulation“. Die Überschriften geben dabei allerdings wenig Orientierung. Am Ende des Buches sind knapp 20 Seiten Anmerkungen, die auch Quellenverweise enthalten, zu finden.

Subjektive Eindrücke

Sehr eindringlich stellt Herr Pomerantsev dar, wie Meinungsmache funktioniert. Er zeigt auch, wozu sie benutzt werden kann. Besonders erschütternd waren für mich die Schilderungen darüber, wie Protestbewegungen ins Lächerliche gezogen und damit ihrer Schlagkraft beraubt werden. So wird nach und nach auch die Meinungsfreiheit obsolet.

In diesem Sinne finde ich das Buch sehr wichtig. Es sollte von möglichst vielen Menschen gelesen werden.

Allerdings bleibt nicht viel Optimismus zurück. Auswege werden kaum gezeigt und wenn doch, dann wird auch gleich gezeigt, wie diese wiederum in die andere Richtung eingesetzt werden können.

Für mich war das Buch etwas schwierig zu lesen. Es gibt ganz viel Episodisches, was an sich sehr interessant ist. Für mich war es aber schwierig zu unterscheiden, was jetzt die Episoden waren. Und da manche Episoden in sich fortsetzenden Stücken erzählt wurden, brauchte ich auch hier immer ein Weilchen, um festzustellen, dass es sich jetzt um eine Fortsetzung handelte. Und da die meisten Aussage des Autors eben in Episoden verpackt sind, braucht es schon etwas detektivischer Arbeit, um diese dann ins Bewusstsein zu befördern.

Fazit

Sehr interessant, höchst brisant, aber hin und wieder etwas mühsam, die eigentlichen Aussagen zu identifizieren.

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Doppler, Mpahlwa: Die Logik der Anderen

Die Logik der Anderen – Warum wir Andersheiten akzeptieren und verstehen müssen, um zukunftsfähig zu sein

  • Klaus Doppler, Luyanda Mpahlwa
  • Campus Verlag, 25. November 2020
  • Gebundene Ausgabe, 304 Seiten
  • 24,95 € (D)
  • ISBN 978-3-593-51273-0

Inhalt

Das erste Viertel des Buches stellt die beiden Autoren und ihre Arbeitsumfelder vor. Danach ist es in 3 Teile gegliedert. Im ersten Teil schildern die beiden Autoren jeweils aus ihrer Sicht, wie sie Andersheiten erleben und welche Veränderungen nötig wären, um positiv miteinander umgehen zu können. Der zweite Teil stellt dann konkrete Projekte der Autoren vor und zeigt, wie in diesen Projekten mit Andersheiten umgegangen wurde und welche Vorgehensweisen erfolgreich bzw. weniger erfolgreich waren. Der letzte, recht kurze Teil wirft einen Blick auf die Zukunft und welche Anforderungen sie an uns hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Andersheiten stellt, aber auch welche Möglichkeiten sich uns durch angemessenes gemeinsames Arbeiten mit Andersheiten eröffnen können.

Am Ende des Buches finden sich 8 Seiten Anmerkungen.

Subjektive Eindrücke

Das ist ein ausnehmend wichtiges Buch. Wie kommt es, dass wir in Schwierigkeiten geraten, wenn wir mit Menschen, die andere Weltsichten haben als wir, zusammenkommen? Wie können wir trotzdem zu einem erfolgreichen Miteinander für alle finden?

Abseits von sozialpsychologischen Theorien, sondern anhand von Beispielen aus der beruflichen Praxis der beiden Autoren, werden Momente beschrieben, wie die Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen gelingen kann. Leider vermisse ich ein paar Anregungen, wie man diese recht konkreten Erfahrungen verallgemeinern und/oder auf eigene Situationen übertragen kann. Hier hätte dann vielleicht doch der eine oder andere Bezug zu den zugrundeliegenden Theorien geholfen.

Fazit

Absolut lesenswert und Mut machend.

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Trabant: Sprachdämmerung

Sprachdämmerung: Eine Verteidigung

  • Jürgen Trabant
  • C.H.Beck, 17. September 2020
  • Gebundene Ausgabe, 240 Seiten (eBook gelesen)
  • 29,95 € (D)
  • ISBN 978-3-406-75015-1

Inhalt

Nach einem Vorwort ist das Buch in 6 Kapitel gegliedert. Es beginnt mit einer Betrachtung dessen, was Sprache eigentlich ist, wie sie sich herausgebildet hat, welche Funktionen sie hat. Danach wird im umfänglichsten Kapitel des Buches Deutsch als Sprache behandelt. Es folgt eine Auseinandersetzung mit dem Englischen/Amerikanischen als der derzeitigen Globalsprache. Das sich anschließende Kapitel betrachtet das Französische. Danach wird der Sprachkreis weiter gezogen und es werden die Sprachen Europas, ihre gemeinsame Entwicklung und ihre Funktion als Sprachkonglomerat dargelegt. Das abschließende Kapitel gibt eine Prognose darüber ab, wie sich Deutsch als Sprache entwickeln wird.

5 Seiten Anmerkungen, 8 Seiten weiterführende Literatur und 3 Seiten Personenverzeichnis sind am Ende des Buches zu finden.

Subjektive Eindrücke

Das erste Kapitel war für mich etwas schwer zu lesen. Es ging hier viel um Sprachtheorien und ihre Entwicklung. Aber ab Kapitel 2 wurde es richtig spannend und sehr interessant.

Wie entwickeln sich Sprachen durch ihre Verwendung in den verschiedenen Kontexten? Was würde es bedeuten, wenn es nur noch eine „Weltsprache“ gäbe? Warum ist es so wichtig, dass jede/r in Europa mehrere Sprachen sprechen kann? Und warum ist es ein großer Verlust, wenn eine Sprache mit dem Tod ihres/r letzten Sprecher/in/s ausstirbt?

Ich habe viele Anregungen erhalten, sodass ich in Zukunft auch im beruflichen Umfeld stärker darauf achten werden, welche Sprache ich in welchen Kontexten anwende.

Fazit

Höchst interessant, zum Teil deprimierend, aber insgesamt äußerst wichtig, die dargestellten Zusammenhänge zu kennen.

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Klös: Edle Socken stricken

Edle Socken stricken – Kuschelmomente für kleine und große Füße

  • Lydia Klös
  • Frechverlag, 13. August 2020
  • Taschenbuch, 32 Seiten
  • 10,00 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-772-46745-2
  • zum Reinschauen

Inhalt

Dieses kleine Bändchen hat es absolut in sich. Es enthält die Anleitungen, um 15 verschiedene Socken zu stricken – kleine und große, dickere und dünnere, in sich gemustert oder farblich gemustert.

Die Umschlagseiten enthalten Tabellen, wie viele Maschen anzuschlagen und wann und wie abzunehmen sind. Außerdem finden sich dort die Anleitungen zum Stricken der Ferse und der Bandspitze.

Subjektive Eindrücke

Cool, cool, cool.

Ich habe mich gleich an die Arbeit gemacht und ein paar in sich gemusterte Socken gestrickt.

An einigen Stellen war etwas Interpretation nötig. Aber ansonsten hat alles wunderbar geklappt.

Da ich auch bei der nächsten Sorte, die ich also gleich stricken möchte, ähnlichen Interpretationsbedarf gesehen habe, sollte man/frau vielleicht etwas Sockenstrickerfahrung mitbringen, ehe er/sie sich an diese tollen Socken wagt.

Aber die schiere Auswahl ist wundervoll. Und nach dem Stricken von ein oder zwei Paar, hat man/frau sicher auch das Grundprinzip der Musterverteilung auf Socke, Ferse und Spitze heraus und kann sich an den nächsten Schritt – den eigenen Sockenentwurf – wagen.

Somit bietet dieses kleine Bändchen neben Anleitung auch jede Menge Inspiration. Wo ist das nächste dieser Sorte?

Fazit

Für alle Sockenstricker/innen eine wahre Fundgrube.

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Gruber, Hock: Und erlöse uns von den Blöden

Und erlöse uns von den Blöden – Vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten

  • Monika Huber, Andreas Hock
  • Piper, 2. November 2020
  • Gebundene Ausgabe, 240 Seiten (eBook gelesen)
  • 20,00 € (D)
  • ISBN 978-3-492-07500-8

Inhalt

In 16 Kapiteln werden 16 Bereiche/Aspekte unserer Gesellschaft aufs Korn genommen. Auf komödiantische Weise werden die Schlechtigkeiten hervorgezogen und lächerlich gemacht. Die Kapitel wurden jeweils separat von je einem/r der beiden Autor/innen geschrieben.

Subjektive Eindrücke

Klappentext und Untertitel versprechen eine Suche nach dem Menschenverstand. Was dieses Buch bietet ist eine schonungslose, wenn auch humorvoll verpackte Niedermachung aller Dinge, Situationen, Prozesse, Entscheidungen, die sich in unserer Gesellschaft finden. Da blieb kein Platz für Menschenverstand mehr. Oder soll das Fazit sein, dass es keinen Menschenverstand mehr gibt. Nun, das wäre mir dann doch zu düster.

Ja, im Wesentlichen witzig, wortgewandt. In etlichen Punkten natürlich zutreffende, in einigen auch zugespitzt. Und auch persönliche Beleidigungen müssen dann schonmal herhalten. Aber das ist dann wohl Komödiantentum.

Schade, dass es so wenig Mutmachendes in diesem Buch gibt. Außer vielleicht, dass Frau Gruber Charme hat.

Fazit

Vielleicht muss man kapitelweise lesen, um diese Art des Humors leichter verdauen zu können.

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Bauer: Fühlen, was die Welt fühlt

Fühlen, was die Welt fühlt – Die Bedeutung der Empathie für das Überleben von Menschheit und Natur

  • Joachim Bauer
  • Karl Blessing Verlag, 16. November 2020
  • Gebundene Ausgabe, 208 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-896-67690-0

Inhalt

Nach einem Vorwort erläutert Herr Bauer unsere physischen Voraussetzungen für Empathie und Fühlen. In Kapitel 2 zeigt er auf, wie wichtig diese beiden Dinge für unser Überleben und unsere Entwicklung als Menschen waren. Kapitel 3 widmet sich dann dem Zustand der Erde, wie wir sie im Moment vorfinden. Dabei geht es im Wesentlichen um die Natur und das Klima. Kapitel 4 zeigt in Ergänzung dazu den Zustand unserer Gesellschaft(en) auf. Kapitel 5 verspricht Lösungsmöglichkeiten.

Am Ende des Buches finden sich Anmerkungen und weiterführende Literaturhinweise.

Subjektive Eindrücke

Ich hatte schon ein paar Bücher von Herrn Bauer gelesen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch.

Es fing auch sehr interessant an, indem es die emotionale und empathische Bindung zwischen Menschen und Natur/Umwelt bespricht. Aber das hört leider sehr schnell auf. Dann geht es im Grunde nur noch um Umweltzerstörung und Klimaschutz. Das gab für mich nicht wirklich Neues, nichtmal eine wirklich neue Perspektive.

Kapitel 1 und 2 bezogen sich durchaus noch auf den Titel und Untertitel des Buches. In Kapitel 3 gibt es eine Zustandsbeschreibung der Welt im Moment. Da gab es kaum noch Bezüge zu Empathie und Fühlen. Hier könnte man noch sagen, dass das Wissen um den Zustand der Welt eine Voraussetzung dafür ist, dass man die Welt fühlen kann. Aber Kapitel 4 und 5 gehen aus meiner Sicht dann ganz am Titel des Buches vorbei.

Aufzuzeigen, wie wir wieder zu einer emotionaleren, empathischeren Verbindung finden könnten (Kapitel 5 – Lösungsmöglichkeiten?), hätte mich sicherlich versöhnt. Aber auch das blieb leider aus.

Grundsätzlich möchte ich dem Buch aber zugutehalten, dass es genau diesen Aspekt des Fühlens unseres Eingebundenseins in natürliche Prozesse anspricht. Das haben wir mit Sicherheit zu sehr aus den Augen verloren.

Fazit

Empathie und Fühlen kommen mir insgesamt leider deutlich zu kurz.

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Schultheiss: Perfekt zeichnen mit dem Bleistift

Perfekt zeichnen mit dem Bleistift

  • Angela Schultheiss
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 3. November 2020
  • Gebundene Ausgabe, 112 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-745-90127-6

Inhalt

Nach einer Einleitung in das Buch und die grundlegendsten Materialien und erste Striche folgen 7 Kapitel, in denen es um „reine“ Zeichentechniken geht: Linien, Strukturen, Schraffuren, Tonwerte, typische Sujets und Perspektive. Es schließen sich 3 weiterführende Kapitel an, in denen es um das Mischen verschiedener Zeichentechniken, um die weiterführende Entwicklung der Zeichenfähigkeiten und um Tipps und Tricks geht. Am Ende des Buches findet sich ein Glossar.

Die Kapitel sind naturgemäß stark bebildert. Die Texte sind knapp gehalten, aber trotzdem gut verständlich. Am Ende jedes Kapitels gibt es Übungsaufgaben für den entsprechenden Komplex.

Subjektive Eindrücke

Mir haben das Buch sehr gut gefallen. Den meisten Anleitungen konnte ich gut folgen. Vorkenntnisse sind meiner Meinung nach nicht erforderlich. Die Motive sind vielfältig. Vielleicht liegt das Schwergewicht ein bisschen auf Naturdarstellungen, was mir persönlich aber sehr entgegenkommt.

Mir hat das Zeichnen und Ausprobieren mit diesem Buch viel Freude bereitet.

Fazit

Gut für Zeicheneinsteiger/innen zu empfehlen.

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