Challenge #4 – Anreise

Während ich die erste Runde Frühstück sich setzen lasse, bevor ich zur zweiten Runde starte, eine paar Worte zur Anreise.

Bis Karlsruhe ging es mit einem ICE, was ja normalerweise recht unspektakulär ist. Dann sollte es mit der S41 vom Bahnhofsvorplatz weiter gehen. Bei uns sind S-Bahnen mehr oder weniger normale Nahverkehrszüge, die halt etwas häufiger fahren und etwas häufiger anhalten. Aber sie fahren definitiv auf denselben Gleisen. Deswegen hatte mich „Bahnhofsvorplatz“ etwas verwirrt.

Aber es kam besser als gedacht. Eine S-Bahn ist hier eine Straßenbahn – naja, S-Bahn halt. Wie cool. Ich LIEBE Straßenbahnfahren. Und ich sollte nicht enttäuscht werden :-).

Gewundert habe ich mich darüber, wie bewohnt diese Gegend ist. Häuser,  immer wieder Häuser. Die zweite Hälfte führte überwiegend zwischen Bergen hindurch – mal schmaler, mal weiter. Hin und wieder ging es auch durch einen Tunnel. Es ist schon erstaunlich, was man alles so in einer schmalen Schlucht unterbekommt: ein Straßenbahngleis, einen Bergbach (hin und wieder angestaut), eine Kläranlage, einen Sportplatz, eine Schwimmbad und Häuser, Häuser, Häuser. Und alles sieht wirklich nett und anmutig aus. Ich fühlte mich gut in Empfang genommen.

Das Hotel macht erstmal einen kleinen,  knuddeligen Eindruck. Das Zimmer ist nett, hotelmäßig dunkel :-(, hat aber sogar einen winzigen Balkon, auf dem ich gestern noch den Abend ausklingen lassen habe.

Auf der Suche nach dem Startplatz hat es ziemlich geregnet, sodass ich direkt nasse Schuhe und Füße hatte. Aber nun ist alles wieder trocken.

Dann mal ran an die zweite Runde Frühstück von einem (überraschend) reichhaligen Buffet.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Fitness-Sommer Challenge #4

Seit einiger Zeit scheint mein Leben ein einziges Abenteuer zu sein. Selbst in der Firma. Da gab es gestern z. B. eine Vorführung, was passiert, wenn man einen brennenden Mülleimer einfach von oben mit einem Feuerlöscher versucht zu löschen. Wusch und alles fliegt einem um die Ohren.

Und nun bin ich schon wieder auf dem Weg zu einem Abenteuer. Vor etlicher Zeit hat milesmore (hier zu seinem Blog) eine Begleitung für eine 24-Stunden-Wanderung gesucht. Nach ein paar zufälligen Terminänderungen in der Firma wurde dieses Wochenende tatsächlich frei. Und nun startet also morgen um 10:00 eine 63 km lange Wanderung mit einem wildfremden Menschen. Ich bin total gespannt, wie es wird – aber es ist eine tolle vorfreudige Spannung :-).

Allerdings steht auch hier die Frage, ob es eher eine Vorbereitung zum Vision Quest ist oder eher eine Fitness-Challenge. Da die Wanderung über 24 Stunden geht, ist es ja eher eine Verbindung meiner Wanderungen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wie auch der über die ganze Nacht. Allerdings gibt es ja eine konkrete Längen-/Streckenvorgabe, sodass dann doch eher der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Also werde ich morgen und übermorgen in unseren Pause von einer Fitness-Challenge berichten.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Fitness-Sommer Challenge #3

Was für ein toller Tag. Und das war ja gestern schon angekündigt. Zeit also, meine 3. Challenge in Angriff zu nehmen. Ich wollte meine „Hauswanderstrecke“ joggen.

Als ich sie das letzte Mal gewandert bin (siehe Challenge #1), hatte ich schonmal ein wenig geschaut, wie es wohl mit Joggen aussehen würde. Und eigentlich hat mir ein wenig gegruselt. Es geht schon ziemlich oft steil hoch und runter und gerade die Abstiege sind ziemlich geröllig und damit ein wenig gefährlich. Also hatte ich in der Apotheke ein wenig Notfall-Verbandszeug besorgt, natürlich in der Hoffnung, es nie zu brauchen. Gestern Abend hatte ich dann den Rucksack gepackt, sodass es heute direkt losgehen konnte.

Der Wecker klingelte um 6:00, kurz vor 7:00 war ich auf der Strecke. Es war hier noch recht kalt, sodass ich etwas verkrampft loslief. Das zog sich auch eine ganze Weile hin. Die ersten Anstiege gingen ganz gut. Aber dann ging aufwärts zu laufen gar nicht mehr. Als gäbe es keine Muskeln mehr für diese Art der Bewegung. Aufwärts zu wandern war kein Problem. Also wurden die weiteren Berge im Wander-Sturm-Schritt genommen. Abwärts war – bis auf den Untergrund – alles soweit okay. Ich spürte, welche Muskelgruppe hier gefragt waren und dass sie schon lange nicht mehr gefordert waren. Das gibt Muskelkater. Davor gruselt mir ja jetzt schon.

Auch wenn es meine „Hauswanderstrecke“ ist, die ich also schon öfter gewandert bin, habe ich mich dreimal verlaufen. Ist das denn die Möglichkeit?!?! Aber dank Navi habe ich jedes Mal wieder auf die Strecke gefunden.

Tja, somit waren es am Ende dann 31 km mit 1115 Hm. Das Ganze in knapp 4 Stunden ist jetzt mal nicht gerade rekordverdächtig, aber irgendwie habe ich mich doch gefreut, es geschafft zu haben :-). Von einer Flachland-Laufratte ist wohl ohne gezieltes Berge-Training nicht mehr zu erwarten 😉

Ich freue mich auf die nächste Challenge am Wochenende in reichlich einer Woche 🙂

Wir sehen und auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Fitness-Sommer Challenge #2

Das war schon eher eine Challenge. Um zu sehen, wie weit ich im Notfall laufen/wandern kann, wollte ich unbedingt mal nach Koblenz laufen. Das sind reichlich 60 km von uns aus – man mäandert richtig schön am Rhein entlang. Ich hatte es zwar schon zweimal im Rahmen der Vorbereitungen zu meinem ersten Jakobsweg 2011 probiert, aber nur einmal geschafft. Und auch da bin ich nach ziemlich genau 60 km in einen Bus der Bundesgartenschau gestiegen und habe mich zum Hauptbahnhof fahren lassen.

Die Chance, es zu schaffen, stand also 50:50.

Also hatte ich mir am letzten Sonntag den Wecker hatte ich mir für 5:00 gestellt und dachte, dass ich so gegen 6:00 starten würde. Aber ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Vielleicht war ich doch etwas aufgeregt? So bin ich viel früher aufgestanden und war schon 5:20 auf der Strecke. Da war es noch ziemlich dunkel. Der Vollmond schien und spiegelte sich im Rhein.

2015-04-05-1

Es war gruselig kalt. Trotzdem ich mich permanent bewegt habe, habe ich bis 10:00 gefroren. Und da es Sonntag und noch recht früh war, waren auch keine Kioske oder Bäckereien auf, wo man vielleicht einen heißen Kaffee hätte bekommen können. Aber ich wurde durch einen wunderschönen Sonnenaufgang entschädigt.

2015-04-05-2

 

Je höher die Sonne stieg, umso angenehmer wurde es. Und es sah wundervoll aus. Die Sonnenstrahlen werden von den Häusern auf der anderen Rheinseite reflektiert und spiegeln sich danach im Wasser.

2015-04-05-3

Nach 30 km habe ich mir die erste Pause gegönnt (20 min). Viertel vor 12 ging es weiter. Da hatte ich dann die erste Klamottenschicht ausgezogen. Aber, ob man es nun glaubt oder nicht, eine Viertelstunde später zog es sich zu und es wurde wieder etwas kühler. Aber es blieb zumindest trocken.

Insgesamt 38 km habe ich gebraucht, um einen Kaffee zu finden. Nach 800 m war er ausgetrunken. Weitere 1,2 km brauchte ich, um den Becher wieder loszuwerden 😉

Bei ca. 55 km gab es nochmal eine Pause (10 min). Ich musste mit MD ein wenig WhatsAppen, um auch wirklich den Hauptbahnhof zu finden. Der Navi wollte einfach nicht routen. Zu dieser Zeit war es dann auch so kühl geworden, dass ich meine Jacke wieder anzog.

Noch 2 bis 3 km weiter merkte ich, dass ich rechts und links an den Fersen, an der Knickstelle zur Fußsohle, jeweils eine dicke Blase bekomme. Blöde Stelle, weil da so dicke Hornhaut sitzt, aber bekannt bei diesen Schuhen. Nach weiteren 2 bis 3 km gab es in der linken Ferse einen höllischen Stich – die Blase war wohl aufgeplatzt. Wow, das war heftig. Aber was sollte es. Der Hauptbahnhof war schon fast zum Greifen nah. Also keine Heulen und Zähneklappern, sondern tapferes Ausschreiten.

17:55 Ankunft am Hauptbahnhof Koblenz. Ca. 20 min später fuhr ein Zug nach Hause. An der Haltestelle ist ein Eiskaffee. Wir hatten uns mit MD auf einen Cappuccino verabredet. MD kam mit dem Wagen. Nach insgesamt 63 km war ich dann doch froh, den letzten Rest vom Bahnhof nach Hause nicht mehr laufen zu müssen. Danke, MD, für die Idee mit dem Wagen.

Summasummarum: Challenge geschafft, aber 60 km sind doch ganz schön weit. Aber Schritt für Schritt ist es zu schaffen. Blasen? Naja, lassen sich wohl nicht vermeiden. Aber in den Jahren habe ich gelernt, damit umzugehen – die Details lasse ich aber lieber weg. Und das Tolle: Es gab nichtmal Muskelkater 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Fitness-Sommer Challenge #1

Da ich in diesem Sommer sehr häufig samstags arbeiten muss bzw. an Wochenenden bei Seminaren bin, klappt es irgendwie nicht mit einer Teilnahme an Wettkämpfen. Ich habe mir deshalb einige „Challenges“ überlegt, die ich dann als meine persönlichen Herausforderungen und Ansporne nehme :-).

Und am letzten Sonntag (30.3.) ging es also mit der 1. Challenge los. So wirklich kann man das noch nicht als Challenge bezeichnen, weil ich das schon ein paarmal gemacht habe. Aber es liegt eine Weile zurück.

Endlich wollte ich mal wieder meine Hausstrecke wandern. Es sind ca. 30 km mit ca. 1300 m im Aufstieg. Diese Strecke bin ich 2011 öfter zur Vorbereitung auf meinen ersten Camino gewandert.

Und da am Sonntag das Wetter zum Laufen nicht so toll war, hatte ich mich entschlossen, endlich mal wieder diesen Weg in Angriff zu nehmen. Bei kühlem Wetter habe ich wenig Klamotten, um mich beim Laufen vor Regen zu schützen. Und da irgendwie schon wieder Mr. Bazillus an die Tür klopft, habe ich mich lieber fürs Wandern entschieden. Da weiß ich auch, wie ich mit Regen umgehe.

Es lief eigentlich alles ganz gut. Leider hatte ich am Nachmittag einen Termin und das Timing schlecht im Griff. Deswegen stand ich ein wenig unter Druck und bin schneller gegangen als eigentlich gedacht. Naja, ging ja alles gut.

Irgendwie waren meine Ohren besonders aktiv. Ich habe so viele verschiedene Geräusche gehört – verschiedene Vogelstimmen, den Regen auf dem Waldboden, das Knarzen von Baumstämmen, einen Specht oder ein loses Holz, das an einem Baum klopfte, den schmatzenden Schlamm unter den Füßen… Ein Reh scheine ich in seiner Morgenruhe gestört zu haben.

Aber irgendwie ist Wandern eben doch etwas Anderes als Joggen. Ein wenig hatte ich das ja schon letzten Sommer gemerkt, als ich nach der langen Wanderung wieder angefangen habe zu joggen. Kardiomäßig war ja alles okay, aber ich hatte danach Muskelkater. Und so habe ich auch diesmal wieder Muskelkater bekommen. Und was für welchen. Ich glaube, so schlimmen Muskelkater hatte ich lange nicht mehr. Deshalb war dann auch am Montag kein Joggen drin. Wäre vielleicht doch das Fitness-Studio mal wieder angesagt? Das Positive am Wandern für mich ist allerdings, dass ich damit die Herzfrequenz eher in dem niedrigeren Niveau für den Ausdauerbereich halten kann. Das schaffe ich mit Joggen normalerweise nicht. Eine Freundin meinte mal, dass es auch ihr sehr schwer fällt, sooo langsam zu joggen.

Tja, es war dann doch ganz schön schlammig geworden. Zum Teil ist man bei jedem Schritt einen halben Schritt zurück gerutscht. Abwärts war es hin und wieder ein wenig beängstigend.

Und hier warten die Füße auf den Rücktransport. Okay, schlammtechnisch hatten wir das auch schon schlimmer ;-).

2015-03-29

Summasummarum: 1) Das war die erste „Challenge“ dieses Fitness-Sommers. Erfüllt :-). 2) Trainingsbedarf für Po und Oberschenkel festgestellt :-(. 3) Für die nächsten Challenges muss deutlich besseres Wetter sein.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine