Nepal #16

Mit diesem eher traurigen Bericht möchte ich die Serie über die Nepal-Reise abschließen. Ich möchte die Bilder auch gar nicht weiter kommentieren. Das eine oder andere mag darauf hindeuten, dass hier „ja nur aufgeräumt“ wurde. Aber ich denke, die meisten sprechen doch eine andere und wesentliche traurigere Sprache.

Ich verbinde diese Serie an Fotos mit der großen Hoffnung, dass alle, die in den Himalaya fahren – eigentlich egal wohin sie/wir fahren – dafür Sorge tragen, dass noch viele nach ihnen/uns in diese Gebiete fahren können. Ich fand es eine wundervolle Erfahrung und würde sie noch vielen, vielen anderen Menschen von Herzen wünschen. Dann hoffentlich mit weniger solchen Bildern.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Nepal #15

Heute gibt es das wichtigste Thema für Madame „Raupe Nimmersatt“:

Essen (und Trinken)

Eigentlich ist das Essen recht vergleichbar zu dem, was man sich so unter indischem Essen vorstellt. Und da ich das total gern mag, habe ich mich voll auf das Essen in Nepal gefreut. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Ich hatte auch kein Problem damit, immer wieder das Gleiche zu essen 😉

Aber fangen wir mal mit dem Trinken an. Tee, Ingwertee, heißes Wasser, Kaffee (löslicher Pulverkaffee), kaltes Wasser. Das waren so die Hauptgetränke. Einige standen abends aber auch auf Bier. Klar, Softdrinks gab’s auch. Aber die sind ja nun nicht so interessant, wenn man schon in so einem exotischen Land ist. Mir schmeckten Fruchtsäfte gut. Und in Gaststätten kann man ihnen wohl auch vertrauen. Auf der Straße sollte man vielleicht lieber Abstand davon nehmen. Hier gab es gerade frisch gepressten Melonensaft. Der schmeckte stärker nach Melone als bei uns die Melonen selbst. Njam, njam.

Wasser gab es entweder aus Flaschen oder aus Aufbereitungsanlagen. Gerade im Annapurna-Gebiet gibt es ein Projekt, das mit Hilfe von Solarenergie Wasser aufbereitet, sodass man es trinken kann. So soll Plastikmüll vermieden werden. Hier aber eine Anlage vom Flughafen. Dieses war kostenlos. Im Annapurnagebiet kostete der Liter einen Euro. Das fand ich – verglichen mit vielem Anderen – dann schon recht teuer.

Doch jetzt zum Essen. Wenn es nicht gerade Dhalbhat (siehe unten) gab, dann gab es eine Art „chinesische“ Nudeln – für mich in der Regel mit Ei.

Auch Momos habe ich mal probiert. Nein, nein, das ist nicht die Momo von Michael Ende. Es gab sie entweder gegart oder frittiert. Diese hier sind frittiert.

Essenstechnische Highlights waren für die meisten Jackburger bzw. JackDonalds-HappyMeal (das obere). Klaro, dass ich da auch mal kosten musste.

Mein Frühstück bestand in der Regel aus Brot – da gab es verschiedene Sorten im Angebot; auf dem unteren Bild ist Tibetisches Brot – und Omelett. Naja, bin halt eine Eiertante. Das obere Frühstück gab es in Kathmandu, das untere ist eher typisch für mein Frühstück in den Bergen.

Kleine Süßigkeiten konnte man in „Tante-Emma-Läden“ erstehen, die entweder einer Lodge angegliedert waren oder die es eben in einer nicht zu kleinen Ortschaft mit hoher Sicherheit gab. Hier ein besonders reichhaltig ausgestattetes Beispiel aus einer besonders kleinen Ortschaft.

Und nun aber zu dem Essen, das ich am häufigsten gegessen habe: Dhalbhat. Hauptbestandteil ist Reis und eine Schale Linsen – mal mehr mal weniger dick oder dünn. Meist gab es dann etwas Gemüse wie Spinat oder Mangold, etwas Pickle und ein Papadam. Manchmal war es wenig gewürzt, manchmal aber auch so scharf, dass ich es kaum essen konnte. Jedes Mal war die Zusammenstellung eine andere. Immer gab es Nachschlag von eigentlich allem. Und fast immer ging das große Tauschen und Kaupeln in der Gruppe los. Ich habe in der Regel das scharfe Sößchen abgegeben und dafür Papadam bekommen, wobei es oft auch Ringtausche waren 🙂

Dieses leckere Essen vermisse ich schon ein bisschen. Okay, ich will ehrlich sein: Ich vermisse es ganz schön.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Nepal #14

Beobachtungen zur Religion

Eigentlich kann man in Nepal nicht „keiner Religion“ begegnen. Sie ist allgegenwärtig.

Besonders prägend sind wohl die Gebetsfahnenketten. Die Menschen glauben, dass der Wind die Gebete, die auf den Fahnen stehen, in die Welt pustet. Das ist wohl eine recht einfache Art zu beten.

Dem gleichen Zweck dienen eigentlich die Gebetsmühlen. Hier stößt man „das Beten“ dadurch an, dass man die Mühlen dreht. Solange sich die Mühle dreht, solange wird das Gebt in die Welt getragen. Auch das ist eigentlich recht einfach. Immer wenn man an einer Gebetsmühle vorbeikommt – und das kommt echt häufig vor -, dreht man sie. Es gibt sie in groß – dann einzeln stehend – oder in klein, dann meist in einer längeren Reihe von vielen.

Ein anderes Zeugnis der allgegenwärtigen Religion sind Stupas, auf die man auch sehr häufig trifft. Waren sie früher überwiegend Stätten, an denen die Asche von Heiligen aufbewahrt wurde, so waren es später „nur noch“ heilige Wertgegenstände und sind es heute eher symbolische heilige Stätte. Genauer bei Wikipedia „Stupa“. Manche sind begehbar, andere nicht. Immer sind sie aber im Uhrzeigersinn z umrunden.

So, und nun stehe ich ein bisschen auf dem Schlauch darüber, wie die folgenden Gebilde zu nennen sind. Ich habe ähnliche Bilder im Internet unter dem Stichwort Chörten gefunden. Jedenfalls stehen immer drei „Säulen“ nebeneinander, die in der Regel eine in Weiß, eine in Blau und eine in Rot gestrichen sind. Manchmal sind sie aber auch nicht gestrichen. Letztlich sind auch das heilige Plätze und sie sind ebenfalls immer im Uhrzeigersinn zu umrunden.

Man findet sie häufig auf Bergkuppen, aber auch auf Häuserdächern.

Aber auch an Symbolen wird nicht gespart. Sie dienen entweder dem Abwenden/Abhalten von Bösen oder dem Anlocken von Gutem. In erste Linie wird Shiva verehrt – meist in Form seinen Dreizacks (Trishula) – und damit seine Unterstützung erhofft.

Geweihe sollen Böses abwenden.

Und hier soll für gute Ernte gesorgt werden.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Nepal #13

Menschen

Ich tue mich schwer damit, einfach so die Kamera auf Menschen zu halten und abzudrücken. Liegt es daran, dass man das Wort „Kamera“ in diesem Satz so einfach gegen ein deutlich verheerenderes Wort austauschen und damit viel Unheil anrichten kann? Vielleicht nicht so sehr. Aber ich habe immer irgendwie das Gefühl, in die Privatsphäre der Menschen einzudringen, sie als Sehenswürdigkeit oder Ausstellungsstück zu behandeln. Dabei weiß ich natürlich auch, dass sich viele Menschen ganz gern fotografieren lassen. Einige der Gruppe haben auch einfach gefragt, ob sie die Menschen fotografieren dürften. Aber dann gab es meist gestellte Bilder, oft mit Victory-Geste oder ähnlichem. Hm, sowas mag ich auch nicht so sehr. Also habe ich versucht, wenn überhaupt, die Menschen zu fotografieren, wenn sie sich nicht beobachtet fühlte – was natürlich auch ein Eindringen in ihre Privatsphäre und dann sogar noch ohne Erlaubnis/Zustimmung ist. Und deswegen lautet die Überschrift zwar „Menschen“, es wird aber eher Bilder von Artefakten von Menschen geben – Spuren von Menschen, die sie hinterlassen, wenn sie leben. Bin mal gespannt, was Ihr dazu sagt.

Getragen wird viel, das hatten wir ja schon im Zusammenhang mit Transport. Selbst sehr alte Menschen müssen tragen. Diese Frau mühte sich sehr die vielen Treppenstufen nach oben. Angekommen, ließ sie ihre Last und sich selbst förmlich fallen. Ich bot ihr etwas Wasser an, das sie dankbar annahm. Hier gibt es viele solch starke Frauen.

Einmal kamen wir an einer kleinen Baustelle vorbei, an der die Körbe der Träger beladen wurden – ja, die Träger stehen mit dem Korb auf dem Rücken, wenn er beladen wird.

Eine Frau beim Spinnen oder Verzwirren von Garn. Sie war so konzentriert und mit Leib und Seele bei der Arbeit. Das faszinierte mich total. So konnte ich mich auch nicht zwischen diesen beiden Bildern entscheiden und zeige sie Euch einfach beide.

Das ist der Hirte der Herde, in der so viele Kleine geboren waren (siehe Nepal #12). Er posierte gern für die Gruppe (und ich konnte mich einfach dranhängen).

Kinder sind natürlich immer beeindruckend – insbesondere, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Sie gehen zur Schule oder beobachten einfach ganz neugierig unsere Gruppe.

Die Arbeit ist hart. Davon hatte ich ja schon berichtet. Wir kamen an einem Steinbruch vorbei. Dort werden die Platten herausgebrochen, mit denen dann die Wege in Form von Treppenstufen für weniger wandergeübte Touristen begehbar gemacht werden.

Nach der harten Arbeit des Tages ist das hier ihr Nachtlager.

Und nun noch ein paar eher „alltägliche“ Situationen.

Jackfleisch wird an der Luft getrocknet.

Die Blechdächer werden mit Steinen gegen den nächsten Sturm gesichert.

Hilfsprojekte versuchen, das Leben angenehmer zu gestalten. So wurden viele Solarkochanlagen nach Nepal gebracht. Leider haben wir viele kaputte oder in der Ecke verlotternde Anlagen gesehen. Hier gibt es aber auch eine, die in Betrieb ist. An einer anderen Stelle präsentierte uns ein Mann uns stolz, wie er mit diesem Wasser wäscht und Zähne putzt. Sein Bild bleibt aber in der verschlossenen Fotoschatulle.

In vielen Dörfern/Siedlungen gibt es Wasserstellen wie diese. Hier wird in unterschiedlichsten Gefäßen Wasser geholt. Hier trifft man sich aber auch zum Geschirrspülen, Wäschewaschen, Gemüseputzen…

Ja, das Leben ist hart, die Arbeit ist – und doch scheinen sich die Menschen einen guten Teil Lebensfreude bewahrt zu haben. Besonders aufgefallen ist mir das an den Autos. Viele, insbesondere Nutzfahrzeuge sind bunt bemalt oder festliche herausgeputzt – nicht nur zu Feiertagen, sondern ganz im Alltag.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick geben, ohne den Menschen dort zu nahe zu treten.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Nepal #12

Tierische Begegnungen

Sie können Spaß machen. Sie können anregend sein. Sie können manchmal auch aufregend sein, weil sie zum Teil auch gefährlich werden können. Immer aber sind sie etwas Besonderes (für mich) – Begegnungen mit Tieren, insbesondere, wenn ich diese zu Hause nicht so erleben kann. Und da ist doch einiges auf unserer Tour zusammengekommen.

Natürlich sind wir vielen Tieren als Haustieren – besser gesagt als Nutztieren – begegnet. Und da gerade Frühling war, gab es auch gaaaanz viele Kleine dabei. Sooo süüüß.

Auf einem freien Gelände war ein Schäfer mit seiner Herde. Er hatte ganz viele Schwangere dabei. Und jeden Tag wurden ein paar Kleine geboren. Er machte sich Sorgen, weil er maximal 3 oder 4 gut beaufsichtigen und vor dem Adler bewahren könne. Im Moment hätte er aber einfach zu viele Neugeborene. Wollen wir hoffen, dass möglichst viele Kleine – wie dieses hier – überlebt haben. Es hatte gerade Anstalten gemacht, sich das erste Mal in seinem Leben auf die eigenen Füße zu stellen. Eigentlich mag ich Adler, aber…

Jeden Morgen werden die Tiere aus dem Dorf getrieben – jeden Abend kommen sie zurück. Dann wird es etwas eng in den Gassen. Und doch weiß jedes Tier, wo es hingehört und in welches Haus es abbiegen muss.

Es gibt viele Hunde in Nepal. Überall kann man sie schlafend herumliegen sehen – nicht nur wie hier in Kathmandu, sondern auch draußen im Gelände, in den Dörfern.

Manche Hunde, die niemandem (mehr) gehören, schließen sich Wandergruppen an. Genießen für ein paar Tage die Aufmerksamkeit, Zuwendung und das eine oder andere Leckerli, bis sie sich einer anderen Gruppe wieder anschließen. Uns hatte auch ein paar Tage ein schöner Hund begleitet. Über die „Wanderbewegungen“ der Hunde erzählte uns dann eine Wirtin einer Lodge, der wir von „unserem Hund“ erzählt hatten.

Die etwas unangenehmeren Gefährten sind dann diese. Aber schaut sie Euch an. Sind sie nicht auch wunderwunderschön? Welche Farben. Und die kleine Härchen oder Stacheln. Sehr kunstvolle Geschöpfe, würde ich mal sagen.

Allerdings wurde mein Enthusiasmus etwas gebremst, als eines Abends ein deutlich größeres Exemplar einer ähnlichen Gattung über der Badezimmertür unserer Unterkunft saß. Ob es sich wohl in der Nacht auf uns stürzen und uns verputzen würde? Also was tun? Leider konnte sich meine Zimmergefährtin kein Herz fassen, um es nach draußen zu befördern. Ich hatte sooo darauf gehofft. Also griff ich beherzt zum Handtuch, griff das arme Wesen, und ließ es auf dem Balkon wieder frei. Wegen der Unsicherheit ob meiner eigenen Tat, ließ ich das Handtuch lieber über Nacht ebenfalls draußen auf dem Balkon. Besser ist besser. Allerdings habe ich vor lauter Panik vergessen, das Tierchen – naja, es war ein Riesenwurm mit Abertausenden Füßen – zu knipsen. Also müsst Ihr die Geschichte auch ohne Foto glauben.

Zurück zu den netteren, den Artgenossen. In vielen Tempelanlagen, insbesondere in den Städten, gibt es Affen, aber auch in der freien Natur sind uns viele begegnet.

Und nun zu den etwas gefährlicheren Begegnungen. Über die Warnung vor rennenden Mulis hatte ich ja schon gesprochen. Da heißt es in der Tat nur: „An die Seite und Füße still halten!“

So richtig aufgeregt wurde unser Guide allerdings, als eine Herde Jacks auf dem Wanderweg stand. Wir sollten alle sofort den Weg in Richtung bergab verlassen – und zwar möglichst weit. Naja, das ging kaum, wenn man nicht abstürzen wollte. Er schnappte sich meine Wanderstöcke und versuchte, die Tiere vom Weg in Richtung bergauf zu scheuchen. Natürlich ist es ihm gelungen. Man hat ihm aber deutlich die Anspannung angemerkt, auch wenn er das hinterher durch ein paar kesse Sprüche übertünchen wollte.

Nun fragt Ihr Euch sicherlich, ob es denn gar keine Vögel gab. Oh doch, die gab es. Sie waren meist recht lautstark zu hören. Aber wir haben sie nie zu Gesicht bekommen. Nur gegen Ende der Reise, als wir wieder in Pokhara waren, da haben wir sie gleiche scharenweise in einem Baum sitzen sehen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Nepal #11

Pflanzen

Natürlich grünt und blüht es in Nepal und im Himalaja wie in fast allen anderen Regionen unserer Erde auch. Zum Teil sind die Pflanzen der rauen Umgebung entsprechend etwas robuster und hin und wieder auch aggressiver. So mussten einige der Gruppe auf leidvolle Weise erfahren, dass die Brennnesseln durchaus auch durch dünnen Stoff hindurch „stechen“ können und dann deutlich stärker und länger brennen als bei uns. Leider habe ich von ihnen kein brauchbares Foto gemacht, aber sie waren auch etwas fleischiger als unsere Brennnesseln und hatten deutlich klarer sichtbare Härchen.

Ansonsten kann ich leider nicht viel zu den Pflanzenarten sagen, weil Botanik nicht zu meinen Wissensgebieten zählt. Also habe ich eher nach Gusto ausgewählt, was ich attraktiv fand, was mir gefiel und was mich auf irgendeine Weise beeindruckt hat.

Hier blüht vieles in Blau und Violett.

Manches wagt sich nur ganz zaghaft hervor.

Anderes scheint unbedingt auffallen zu wollen.

Wegen ihres schlangenähnlichen Aussehens und der Naghas (Schlangenwesen) ist die Kobra-Lilie hier von besonderer Bedeutung.

Gelb fasziniert mich immer – egal, wo ich bin 😉

Auch Immergrünes begegnete uns. Richtig saftig, frisch.

Und Bäume – viele, schöne, beeindruckende, überwältigende Bäume z. T. in ganz bizarren Formen. Ein paar hatte ich ja im Rahmen der „Landschaft“ schon gezeigt. Heute gibt es eher die blühenden Formen.

Aber EIN „schöner Baum“ sei mir doch gestattet – ach, ich liebe sie einfach 🙂

Und ja, dies wächst einfach so am Wegrand.

Besitz und Verzehr sind nicht gestattet, wird aber bei Sadhus aus religiösen Gründen geduldet. Also – beim Päuschen bitte nicht das Grün auf „unrechte“ Art genießen 😉

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Nepal #10

Ärzte…

Glücklicherweise gab es keine Veranlassung, einen Arzt aufzusuchen. Okay, die Erkältung war teilweise ganz schön heftig, aber das kann man auch aussitzen oder auswandern 😉

Trotzdem war ich in Nepal zweimal bei einem Arzt – einmal bei einem in Kathmandu, der nach traditioneller tibetischer Medizin behandelt, und einmal bei einem in Tiri, der nach traditioneller nepalesischer Medizin behandelt. Vom Wesen her unterschieden sie sich beide nicht. Sie stellten sogar ziemlich ähnliche Diagnosen. Ich kann also leider nichts über die feinen Unterschiede sagen, die ggf. zwischen beiden Richtungen bestehen. Beide machten eine Pulsdiagnose und verschrieben dann Pülverchen, die entweder als Pulver oder aufgelöst in warmem oder heißem Wasser (also je nach Pülverchen halt) eingenommen werden sollten. Beim tibetischen Arzt gab es das entweder für drei- oder für viermal am Tag. Beim nepalesischen Arzt gab es das für zweimal am Tag. Das Zeug ist so bitter, dass man da lieber gleich ganz schnell wieder gesund wird 😉 Aber man schmeckt auch andere, aromatische Zusätze wie Nelke oder Zimt heraus.

Hier mal ein Blick in die „Apotheke“ – oben in Kathmandu, die beiden darunter in Tiri.

Der Arzt aus Tiri ließ uns auch einen Blick auf die Herstellung seiner Pulver werfen.

Und wie man sieht, vertragen sich Tradition und Moderne hier ganz gut.

und Schamanen

Die letzten 3 Tage der Reise verbrachten wir in einem schamanischen Forschungs- und Ausbildungszentrum. Der Name hört sich natürlich groß und gewaltig an. Das Ganze befindet sich auf dem Grundstück des Schamanen. Bisher waren die Familien zweier seiner Kinder involviert. Da man sich aber in gewissen Fragen nicht einigen konnte, besteht das Zentrum nun nur noch aus der Familie (und dem Haus) eines seiner Kinder. Schade. So sind doch die Möglichkeiten beschränkt.

Im Haus gibt es einen Raum, in dem die meisten schamanischen Rituale abgehalten werden, wenn sie denn nicht draußen stattfinden können oder eben auch explizit in einem Raum stattfinden müssen. In diesem Raum gibt es einen Altar mit viele interessanten und inspirierenden Gegenständen. In der linken unteren Ecke ist eine Trommel zu sehen, wie sie im tibetischen Schamanismus verwendet wird.

An der Wand hinter dem Altar hängen viele Masken von Göttern, die Gutes bewirken oder vor Bösem bewahren sollen.

Auch wenn mich die Maske mit den 7 Schlangen am Kopf und den zwei spitzen Zähnen – Bhairab – sehr ansprach, war doch dieser Kerl hier mein absoluter Favorit.

An einem der 3 Tage kam ein in Nepal sehr anerkannter Schamane angereist. Für ihn wurde der Altar in besonderer Weise hergerichtet. Es liegen ein paar Ingredienzien für die Heilzeremonien bereit und auch noch einmal eine tibetische Trommel.

Der Schamane hat sich dann mit jedem separat befasst – allerdings saßen immer alle der Gruppe drumherum. Zuerst hat er versucht herauszufinden, was das Problem ist. Eine Pulsdiagnose war dabei auch ein Teil. Danach hat er versucht, die Probleme zu beheben. Interessanterweise kam auch der Schamane zu einem ähnlichen Ergebnis wie die beiden Ärzte. Für zwei Teilnehmer brauchte es extra Rituale am kommenden Tag.

Vorbereitung zu einem Ritual, um die Schlangengeister (Nagha) zu besänftigen.

Und hier ist ein Jäger-Ritual vorbereitet.

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Belana Hermine

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