Nepal #9

Berge

Dies ist der dritte und damit letzte Teil der Landschaftsbeiträge zur Reise. Und da ich oft genug sprachlos vor diesen Naturschönheiten gestanden habe, möchte ich sie Euch hier auch ziemlich kommentarlos einfach nur so zum Genießen präsentieren.

Manche scheinen wie gemalt/gezeichnet. Ich kann Euch aber versichern, dass es alles tatsächlich Fotos sind 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Nepal #8

Hängebrücken

Dies ist also im Grunde die Fortsetzung des Beitrags über die Landschaft. Bevor es aber nur noch zu gucken gibt, ein paar Worte zu den Hängebrücken.

Eigentlich hatte ich echt viel Sch… vor diesen Dingern. Im letzten Sommer hatte ich eine ganz kurze in den Pyrenäen erlebt. Als eine Trailrunnerin über diese Brücke joggte, kam sie ganz schön ins Schwingen, sodass sogar die Läuferin ihre Geschwindigkeit drosselte. Ich bin dann zwar ganz gut über die Brücke gekommen, hatte aber danach noch ein paar Sekunden lang das Gefühl, weiterhin zu schwingen. Sehr unangenehm, kann ich da nur sagen.

Der Wanderführer hatte sich auch ziemlich ausgelassen über diese Brücken. Eigentlich müsse man wohl keine Sorge haben, denn es wären Schweizer Bauten. Hm, kenne ich Schweizer als Brückenbauer? Aber gut, wenn sie so zuverlässig wie ihre Uhren (pfui, was für ein Stereotyp) sind, dann sollte ich mal weniger besorgt sein.

Allerdings meinte der Wanderführer auch, dass man sich vor Mulis auf den Hängebrücken in Acht nehmen sollte. Glücklicherweise haben wir die nie auf den Brücken getroffen.

Tja, und hier nun ein paar ausgewählte Stücke. Alt oder neu, kurz oder lang, durchhängend oder nach oben gebogen, ruhig vor sich hin hängend oder vom Wind gebeutelt, über ein tiefes Tal oder „nur“ über einen flachen Graben…

Jedes für sich genommen ein wahres Unikat.

Zuerst war es ganz schön gewöhnungsbedürftig, über diese Brücken zu gehen. Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Am Ende bin ich sogar auf einer Berücke stehen geblieben und habe den tiefen Abgrund geknipst. Leider kommt das auf dem Foto nicht so heraus. Aber für mich wird es immer eine Erinnerung sein, dass auch Hängebrücken zu überleben sind.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Nepal #7

Die Landschaft

Eigentlich ist es müßig zu versuchen, die Landschaft in einem Blogbeitrag zu beschreiben. Deshalb werde ich heute ein paar Highlights zeigen und in den kommenden beiden Beiträgen jeweils eine Sammlung von Bildern von Bergen und von Bildern von Hängebrücken zeigen. Heute aber ein kleiner Überblick über das, was wir so sehen durften.

Die Landschaft ist wirklich vielgestaltig. Hohe Berge, aber auch tiefe und breite Täler, eher karge Vegetation, aber auch saftiges Grün, Zartheit, aber auch Wildes, klare Sonne, aber auch trüber Nebel. Hier ein paar Eindrücke.

Ein Flusstal noch ziemlich am Anfang unserer Wanderung.

Aber auch ganz andere Arten von Täler.

Reisfelder hatte ich auf Shikoku in Japan schon viele gesehen, aber hier in Nepal sie tatsächlich terrassenförmig angelegt – wie man das eben aus den Schulbüchern so kennt 😉

Auch hier in der Oase kann man sie gut erkennen.

In den feuchteren und höheren Gebieten gibt es viel Nebel.

Dann sehen manche Formen nicht mehr so nett und friedlich aus, wie hier.

Wasser gibt es nicht nur vom Nebel, sondern auch aus vielen Wasserfällen.

Und noch etwas sehr Beeindruckendes möchte ich Euch zeigen, was nicht typisch nepalesisch ist, sondern bei entsprechender Wetterlage überall auftreten kann: ein Halo (hier zum Wissen dazu aus Wikipedia).

 

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Nepal #6

Transport

Warum soll man wohl etwas über den Transport schreiben. Ist ja wohl kaum interessant. Aber als ich das alles so beobachten konnte, dachte ich doch, dass in Nepal so viel so anders ist, dass es durchaus auch interessant sein kann, darüber ein bisschen was zu schreiben und insbesondere Fotos zu zeigen.

Eigentlich kann ich gar nicht so viel über den Transport in Nepal allgemein sagen. Ich habe das meiste ja nur in den Bergen erlebt. Aber einmal gab es doch eine Transportbegegnung in Katmandu. Hier werden große Schulbuchstapel per Motorrad transportiert.

 

Für die Touristen gibt es meist recht neue Jeeps. Auch unsere Gruppe (mitsamt Gepäck) fuhr etliche km mit einem. Diese Fahrzeuge sind dann explizit als nur für Touristen gekennzeichnet. Naja, ist das nicht ein bisschen degradierend für die einheimische Bevölkerung?

Wem der Jeep zu unbequem oder zu langsam ist, der kann es mit einem Inlandsflug versuchen. Da gibt es viel Handarbeit von Seiten der Nepalesen. Und es soll auch nicht das Ungefährlichste sein, inmitten hoher Berge ein Flugzeug zu landen oder zu starten. Zum Teil sind die Start- und Landebahnen erschreckend kurz und werde in nicht-Flugzeiten von allerlei Getier als Rastplatz genutzt.

Auf der Wanderung wurde unser Gepäck von Trägern ans Tagesziel gebracht. Nein, es waren keine (bzw. nicht alles) Sherpa. Die Sherpa sind eine Ethnie (siehe Wikipedia). Ja, viele von ihnen arbeiten als Träger, aber es gibt auch viele nicht-Sherpa-Nepalesen, die als Träger arbeiten.

Jeweils zwei, manchmal sogar drei unserer Gepäckstücke wurden zusammengeschnürt und über einen Riemen, der über die Stirn des Trägers führte, diesem auf den Rücken gehievt. Und so stiefeln sie dann los – zum Teil in dünnen Latschen.

Aber auch Anderes wird auf dem Rücken durch Träger transportiert – Blätter (der etwas dunklere Fleck in der Mitte des Bildes ist KEIN Busch!!!), Waren des täglichen Bedarfs…

Ist es vertretbar, Menschen solche Plackerei zuzumuten? Ich weiß es nicht, ob sich ein menschlicher Körper an eine solche Belastung auf Dauer gewöhnen kann. Und ich hatte bis zum Ende ein schlechtes Gewissen, meinen Kram nicht selbst zu tragen. Auf anderen Routen ging das bisher doch auch. Wir haben uns dann mal mit unserem Guide unterhalten. Folgendes kam dabei heraus: Das Durchschnittseinkommen in Nepal beträgt wohl 200 Euro im Jahr. Ein Träger bekommt pro Tag 30 Euro zuzüglich Unterkunft (zum Teil ein lausiges Loch!!!) und Essen (gutes Essen). Sie packen sich morgens das Gepäck, bringen den Weg hinter sich, setzen das Gepäck ab und sind ab dann „frei“. Auch tagsüber sind sie mehr oder weniger ihr eigener Herr – ja, kein Gendern hier, denn weibliche Träger, also Trägerinnen habe ich keine gesehen. Schenkt man unserem Guide also Glaube, so ist dieser Job durchaus ein lukrativ für Nepalesen. Wollen wir mal hoffen, dass er uns da nicht einen vom Pferd oder Maulesel erzählt hat.

Apropos Maulesel…

Die richtig schweren Dinge müssen Esel tragen. Dazu gehören Steinplatten, mit denen die Wege touristentauglich gemacht werden, Gasflaschen, um Touristen am Abend eine warme Unterkunft zu bieten, etc. etc.

Manche Maulesel sind regelrecht herausgeputzt und dürfen auch mal verschnaufen. Ob sie wohl für fußmüde Touristen gedacht sind?

Den Mauleseln sollte man tunlichst Platz machen. Sie gehen einfach ihren Weg und achten nicht darauf, ob ihnen da etwas in die Quere kommen könnte. Insbesondere rasende Maulesel sind gefährlich. Da sollte man sich ziemlich zügig in Sicherheit bringen. Allerdings habe ich keine Maulesel auf Hängebrücken gesehen, von denen im Reiseführer geschrieben stand. Nein, muss ich auch nicht haben.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Nepal #5

Unser Ziel: Muktinath

Viele Pilgerreisen steuern ein Ziel an. Meist ist das ein heiliger Platz oder Gegenstand, den man unbedingt besuchen, sehen, anfassen… möchte. Unser Ziel war Muktinath (was Wikipedia dazu sagt) – ein Ort, der ein buddhistischen und auch ein hinduistisches Heiligtum beherbergt. Unproblematisch reisen die Gläubigen hierher – nicht nur zu Fuß – und verrichten ihre Rituale.

Dies war unser erstes sichtbares Zeichen für Muktinath. Aber wir nahmen dann doch lieber den Fußweg, um nicht permanent dem Staub der Jeeps ausgesetzt zu sein.

Schon von Weitem konnte man das Spinnenwebgeflecht aus bunten Gebetsfahnen sehen, das den heiligen Komplex nahezu einhüllt.

Am Eingang ist für alle Besucher großer Fototermin. Schließlich muss man zu Hause ja beweisen können, dass man wirklich da war. Dass es den Gläubigen wirklich äußerst wichtig ist, diesen Ort zu besuchen, erkennt man auch daran, dass sie keinerlei Rücksicht auf Höhenkrankheit nehmen. Immerhin liegt Muktinath auf 3.800 m. Wenn die Symptome zu stark werden, lassen sie sich auch per Trage zu den heiligen Plätzen bringen. Da kann man nur hoffen, dass sie es heil wieder nach Hause schaffen.

Die Glocke muss unbedingt geschlagen werden, um den Göttern zu signalisieren, dass man angekommen ist.

Auf dem Gelände gibt es verschiedene Tempel und heilige Plätze. Für die Hinduisten am wichtigsten ist die Stelle, an der Wasser aus dem Berg tritt. Dies wird über 108 Tierköpfe herausgesprudelt. In einer Umkleidekabine kann man sich in seine Badeklamotten werfen. Frauen schwingen noch galant ein Tuch um den sonst eher unbekleideten Körper. Dann stürzt man sich in die eisigen Fluten, die mal mehr mal weniger stark aus den Tierköpfen tröpfeln. Da es etwa 5 Grad waren und ich seit Tagen schon hart mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, habe ich es bei ein paar Wasserspritzern aus jedem Tierkopf bewenden lassen. Also, mal wieder nix mit dem Abwaschen der Sünden oder dem Wegwischen von Sorgen und Problemen.

Nächster Schritt ist das Opfern in dieser kleinen Pagode.

Den Abschluss der Zeremonie bildet die Ehrung von Shiva an diesem Baum. Hier steckt man einen mitgebracht Dreizack in die Borke oder hängt eine Mala an die Äste.

Für Buddhisten ist eher ein kleiner Tempel wichtig, der über eine Flamme erbaut wurde, die aus der Erde austretendes Gas verbrennt. Sie ist hinter viel Glas und Draht verborgen, sodass es mit dem Knipsen nicht so recht werden wollte. Aber man muss ja auch nicht alles in Bits und Bytes bannen. Manches kann ja ruhig auch so in der Erinnerung bleiben.

Etwas abseits von diesen beiden Plätzen sitzt eine riesige Buddha-Statue.

Der eigentliche Ort, der auch gar nicht Muktinath heißt, liegt ein paar Gehminuten vom heiligen Komplex entfernt. Auf dem Weg dahin kommt man an zwei Helikopterlandeplätzen vorbei (hier ist allerdings nur einer zu sehen).

Da fragt man sich dann schon, wozu man hier zwei Landeplätze braucht. Inzwischen ist der Ort auch an die Jeep-Piste angeschlossen. Wie mir erzählt wurde, ist der eine Landeplatz für Notfälle und für die Versorgung des Ortes bestimmt. Auf dem anderen landen reiche Inder, die sich andere Wege nach Muktinath sparen wollen.

Nach all der Spiritualität kann man sich im Örtchen wieder den weltlichen Genüssen widmen und shoppen ***grummel*** Und doch war es interessant, dem bunten Gewimmel zuzusehen.

Für mich hielt Muktinath noch ein zweites Highlight der Reise bereit. Wir sind auf dieser Wanderung ja ein Stück der Annapurna-Runde gegangen – südlich der Annapurna (ja, dieser Berg ist weiblich). Wenn man aber die ganze Runde läuft, was man dann tunlichst in der anderen Richtung tut, muss man denn Thorong-La-Pass überqueren. Dort geht es bis zu 5.400 m hinauf. Wenn man nun auf Muktinath zuläuft, so wie wir das gemacht haben, dann kann man den Abstieg von diesem Pass nach Muktinath sehen. Jajaja, er hat mich gerufen. Und ich würde sososo sehr gern irgendwann einmal die ganze Runde um die Annapurna gehen 🙂

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Nepal #4

Wie habe ich die Wanderstrecke erlebt?

Bevor ich in den nächsten Beiträgen auf thematische Einzelheiten eingehe, möchte ich ein paar allgemeine Eindrücke loswerden.

Die Landschaft ist wunderwunderschön – und riesig, so riesig. Wenn man wieder nach Hause kommt, scheint man in einer Puppenstube gelandet zu sein 😉

Naturgewalten

Es ist alles so gewaltig. Der Mensch versucht, es sich hier ein bisschen angenehmer einzurichten. So wird eine Jeeppiste gebaut. Aber jeder Meter Jeeppiste, den die Menschen der Natur abringen, holt sich die Natur spätestens beim nächsten Monsun wieder zurück. Landabgänge sind überall zu sehen. Der Kalikandaki, in dessen Flussbett wir einige Tage gingen, reißt dann alles mit sich, egal ob groß oder klein, ob leicht oder schwer. Auch hier bemüht sich der Mensch, den Fluss zu zähmen – mit mäßigem Erfolg. Und so wird die schöne Landschaft Stück für Stück abgetragen; von den Menschen und von der Natur selbst. Auch wenn ich die dortigen Menschen in ihrem Ansinnen gut verstehen kann, so tat es mir doch regelrecht in der Seele weh, das ansehen zu müssen.

Hartes Leben

Viel vom Leben der Menschen haben wir nicht mitbekommen. In den Bergen waren wir an den Orten, in denen wir übernachtet oder zu Mittag gegessen haben, ein wenig „näher“ dran, aber doch nicht nahe genug, um wirklich viel zu erfahren. Insgesamt sieht man den Menschen aber das harte Leben an. Die Haut ist sonnen-/wettergegerbt – auch wenn das ein völlig abgelutschter Begriff ist. Er passt hier einfach 100%ig. Und doch leben sie ihr Leben und erfreuen sich an daran. Sie lachen und sind lustig. Aber sie nehmen ihre Arbeit auch ernst. Und die ist schwer – Knochenarbeit.

Berge, Berge, Berge

Das war nun die dritte Art von Bergen, die ich bisher auf meinen Wanderungen erlebt habe (Shikoku, Pyrenäen, Himalaja). Und jede Art ist anders. Interessant fand ich, dass es jedes Mal etwa 1000 Hm nach oben ging, aber jedes Mal der Eindruck ein völlig anderer war.

In Shikoku ging es von Meeresspiegelhöhe auf 1000 m. Dort war alles grün, man war IM Grün. Aussicht gab es nur selten. Dafür fühlte man sich beschützt und gut aufgehoben.

In den Pyrenäen ging es meist so von 1500 auf 2500 m. Bei reichlich 2000 m hörte der Baumbestand, ja fast schon die Vegetation auf. Man musste über Felsen und Geröll kraxeln. Oben angekommen öffnete sich ein tolles Panorama. Man konnte „weit in die Welt“ schauen.

Nun, im Himalaja ging es von fast 3000 auf fast 4000 m. Erst auf dem letzten Stück gab es keine oder kaum noch Bäume. Aber es war trotzdem erdiger Untergrund. Und „oben“ angekommen, fühlte man sich wie am Fuß der Berge, weil über einen die Gipfel von 7000 bis 8000 m hinausragten.

Weiß

Tja, auch das hatte mit den Bergen zu tun. Die hohen Berge waren natürlich mit Schnee bedeckt. Klar, man kennt weißen Schnee. Kein Thema. Aber völlig falsch. Bisher habe ich noch auf keiner meiner Wanderungen die Sonnenbrille aufgesetzt, obwohl ich sie immer brav dabei hatte. Aber diesmal war das Weiß so derartig weiß, rein und klar, so über die Maßen brillierend in der Sonne – man konnte ohne Sonnenbrille gar nicht hinsehen. So strahlendes Weiß habe ich noch nie vorher gesehen. Einfach tief beeindruckend.

Und nächsten Mittwoch gibt es dann ein bisschen was zu Muktinath.

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Belana Hermine

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Nepal #3

Ein paar Stunden in Kathmandu

Unser Hotel befand sich im Stadtteil Bodnath. Das bedeutete, dass wir direkt aus dem Taxi heraus den entsprechenden Eintrittspreis für diesen Stadtteil entrichten mussten. Aber das Gebiet ist wirklich einen Besuch wert und das Geld wird wohl überwiegend für den Erhalt und die Ausgestaltung dieses Stadtteils genutzt.

Hier gibt es eine riesengroße Stupa, die von vielen Buddhisten und jede Menge Touristen besucht wird. Man geht im Uhrzeigersinn um die Stupa und kann dabei die Gebetstrommeln drehen. Nahe an der Mauer der Stupa sollte man tunlichst nicht in die Gegenrichtung gehen.

Man kann die Stupa auch betreten und auf der Terrasse ebenfalls Runden drehen.

Um die Stupa herum haben sich unzählige Souvenirshops angesiedelt. Nachts wird sie beleuchtet und sieht dann noch einmal ganz anders aus.

Den Sonntag verbrachten wir in Pashupatinath. Zentrum ist ein riesiger hinduistischer Tempel, der aber nur von Hinduisten betreten werden darf.

Insgesamt ist es aber ein riesiges Areal, auf dem es viel zu sehen gibt.

Ein wichtiger Teil dieser Anlage sind die Verbrennungsplätze für Tote – auf der rechten Seite des folgenden Bildes. Auf der anderen Seite des Flusses wird Picknick gehalten.

Als wir dort waren, gab es gerade keine Verbrennung(en). Eine offene Verbrennung ist inzwischen sehr teuer, sodass sich das nicht mehr viele Menschen leisten können. Deshalb wurde in der Nähe ein Krematorium gebaut, in dem dann in einem Ofen eine Einäscherung erfolgt. Trotzdem war schon Holz vorbereitet für eine traditionelle Verbrennung (im linken Teil des Bildes vor dem roten Gebäude).

Der Tote wurde auf der anderen Seite der Brücke vorbereitet.

Wie man sieht, gibt es auch hier gegenüber Picknickplätze. Und in der Tat saßen dort Leute und ließen sich ihr Mahl schmecken. Nach und nach füllten sich auch die Steintreppen mit Touristen, die sich dieses Event nicht entgehen lassen wollten. Geknipst wurde natürlich auch auf Teufel kommt raus. Ja – ich habe auch geknipst. Und doch kam ich mir dabei ziemlich blöd vor. Die Trauernden nehmen dort in alle Öffentlichkeit Abschied von einem nahen Angehörigen. Eine Frau wurde gestützt, als sie zu der Leiche ging (gehen musste?), um sich mit ein paar Wassertropfen in das Gesicht des Toten von ihm Abschied zu nehmen. Und das vor lauter staunendem, gaffendem Publikum – von dem auch ich ein Teil war. Schon echt makaber. Und eine so derartig andere Kultur. Ich weiß nicht, wie sich diese Menschen fühlen, wenn sie diese Zeremonien in der Öffentlichkeit durchführen. Hin und wieder heißt es, dass die Anzahl der Zuschauer ein Zeichen für den Status des Toten wäre. Ob das auch für touristische Zuschauer gilt? Ja, mich hat dieses Erlebnis sehr in seinen Bann gezogen. Und ja, ich habe mich wie ein respektloser Tourist benommen. Aber auch ja – ich habe mit ziemlich gemischten Gefühlen diesen Platz verlassen.

Wenn man weiter das Gelände erforscht, kommt man an vielen kleinen, heiligen Gebäuden und Statuen vorbei – und natürlich auch an vielen, vielen Souvenirverkäufern. Auch Sadhus sitzen hier – echte und unechte. Sie lassen sich fotografieren und erbitten eine Spende dafür. Dies ist übrigens kein Kennzeichen für die Echtheit, denn es ist eine „reguläre“ Einnahmequelle der Sadhus. Aber ein „echter“ Sadhus erbittet eine Spende und verlangt keinen Fixpreis. Hier sollte man also ein klein wenig Vorsicht walten lassen.

Wir haben dann die Sadhus in ihrem Lebensbereich besucht und hier den Sadhu kennengelernt (zumindest diejenigen, die ihn noch nicht kannten – also ich), der uns begleiten würde. Er war ein wenig scheu, sodass er auf diesem Foto in der Mitte, versteckt unter dem Dach, zu finden ist.

Zum Willkommen wurden wir mit Tee bewirtet. Nun fühlte ich mich wirklich angekommen und für die eigentliche Wanderung bereit.

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