Die Kraniche ziehen

Ein Beitrag zum Projekt „Gegen das Vergessen“ – Teil 6

An der Schule, in der ich in der 9. und 10 Klasse war, wurde einmal im Monat ein russischer Film im Original gezeigt. Teilnahme war Pflicht. Und wie alles, was Pflicht ist, nimmt man es nicht so ganz ernst. Aber es war ein Film dabei, der mich tief beeindruckt hat, auch wenn ich nicht die Hälfte der Dialoge verstanden habe: „Die Kraniche ziehen“.

Mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die damalige Sowjetunion begann für Russland der „Große Vaterländische Krieg“. Dieser Film zeigt das Leben von Weronika, deren Liebster, Boris, sich gleich zu Beginn des Krieges freiwillig zum Dienst meldet. Boris‘ Bruder, der sich die Freistellung vom Militärdienst erkauf hat und schon immer in Weronika verliebt war, nutzt die Situation schamlos aus. Boris kommt im Krieg um. Für Weronika gilt er aber als vermisst. Sie will seinen Tod nicht wahrhaben.

Voller Hoffnung geht sie mit weißen Blumen nach Kriegsende zur Siegesparade und sucht Boris. Sie trifft seinen Kriegskameraden, der ihr von Boris‘ Tod erzählt. Erst jetzt kann sie diese Tatsache annehmen und scheint völlig zusammenzubrechen. Was wird sie nun mit den Blumen tun, die sie für Boris mitgebracht hat? — Sie schenkt sie anderen Soldaten und begrüßt sie damit zurück in der Heimat.

So voller Schmerz und doch solch große Hoffnung.

Ausführlichere Infos zum Film gibt es bei Wikipedia.

Die Beiträge weiterer Teilnehmer an diesem Projekt findet Ihr im Menü unter dem Punkt Projekt „Gegen das Vergessen“. Danke für Eure Teilnahme. Jeder Beitrag zählt. Jeder kann mitmachen!

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Belana Hermine

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Teil 5 – Meine Großmutter erzählt
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Teil 1 – Gegen das Vergessen

Meine Großmutter erzählt

Ein Beitrag zum Projekt „Gegen das Vergessen“ – Teil 5

Wenn man in Ostdeutschland noch vor 1989 aufgewachsen ist, so ist man in der Schule oft mit dem Thema „2. Weltkrieg“ konfrontiert worden. Und das nicht nur in den verschiedenen Unterrichtsfächern. Nein, auch an Nachmittagen gab es Veranstaltungen zum Thema. So wurden beispielsweise immer mal wieder Menschen eingeladen, die aus eigener Erfahrung von dieser Zeit berichteten. Das war schon interessant und die meisten waren auch sehr nett.

Und trotzdem: wenn jemand aus der Familie über diese Zeit erzählt, dann hat das immer noch einmal eine ganz andere Wirkung. Und so war es uns manchmal in der Schule zu viel, aber zu Hause befragten wir dann doch unsere Großeltern.

Und so möchte ich heute versuchen, die Erzählstücke, die ich von meiner Oma (die Mutter meiner Mutter) gehört habe, wiederzugeben.

„Warum willst Du nur immer vom Krieg hören? Sei froh, dass Du keinen Krieg miterleben musst.

Naja, es war nicht ganz einfach mit den vier Kindern. Zuerst waren es ja nur drei. Aber nachdem Dein Opa auf Fronturlaub war, waren es dann vier. Es war gut, dass wir auf dem Dorf lebten. So hatten wir meist genug zu essen. Wir haben im Garten viel angebaut. Damals war der Garten ja noch viel größer.

Und zum Ende des Krieges hin, als es in der Stadt ganz schwierig zum Leben war, da kam Tante E. (die Schwester meiner Oma) und lebte mit ihren zwei Kindern bei uns. Onkel K. (ihr Mann) war dann ja auch wieder da. Er hatte diese Verletzung am Bein und musste nicht wieder zurück zur Front.“

Ja, ich erinnere mich noch, dass Onkel K. uns seine (verheilte) Verwundung gezeigt hat. Es war ein Durchschuss am Oberschenkel. Es war alles vernarbt, aber man konnte genau den Weg der Kugel fühlen.

Ich wollte natürlich auch wissen, ob sie Angst vor den Russen gehabt hätten, auch wenn das nach DDR-Wissen nicht opportun war.

„Natürlich. Es gab so viele schlimme Erzählungen. Wir haben zum Beispiel das bessere Geschirr und auch Schmuck und andere Wertgegenstände im Garten vergraben, damit sie es nicht finden und uns wegnehmen würden.“

Ach, deswegen gibt es so viele Porzellanscherben, wenn wir im Garten umgraben?

„Ja, alles haben wir nicht wiedergefunden.“

Und kamen die Russen? Wie war es?

„Sie kamen. — Aber Deine Tanten und Deine Mutter waren noch zu klein. —“

Das war schon viel, was sie zu diesem Thema sagte. Normalerweise verstand sie es, das Thema geschickt zu umgehen.

Und nach dem Krieg? Hattet Ihr da genug zu essen? Wie ging es weiter?

„Es kamen viele Flüchtlinge. Und jede Familie musste welche aufnehmen. Aber da ja schon Tante E. mit ihrer Familie bei uns wohnten, mussten wir keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen. Dein Opa war in norwegischer Kriegsgefangenschaft. Von dort konnte er recht schnell Bescheid sagen, dass er noch lebt. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis er wieder nach Hause kommen würde. Manchmal hat er sogar ein Päckchen geschickt – mit ein bisschen Kaffee.“

Und die anderen Männer? Wann sind sie zurückgekommen?

„Viele Männer sind gar nicht zurückgekommen. Viele Frauen wussten lange nicht, ob ihre Männer noch am Leben waren. Sie gingen dann zu einer Zigeunerin im Dorf und ließen sich wahrsagen, ob ihre Männer zurückkommen. So ein Humbug! Die hat nur viel Geld damit verdient. Und dann sind die Männer doch nicht nach Hause gekommen.“

Ist hier auch bombardiert worden?

„Nein. Dazu war unser Dorf wohl zu klein und zu unbedeutend. Aber in der Nacht vom 13.2.1945 sahen wir einen glutroten Himmel. Erst später haben wir erfahren, dass in dieser Nacht Dresden bombardiert wurde. Es muss furchtbar gewesen für die Leute dort. Selbst wir hatten schreckliche Angst. Und es sind etwa 100 km bis Dresden.“

Und wie ging es dann für Euch weiter?

„Nun, als Opa wieder zu Hause war, hat er versucht, sein Geschäft weiterzuführen. Als Elektriker gab es viel zu tun. Viel war zerstört. Nebenbei hat er angefangen, Fahrräder zu reparieren. Auch dafür gab es großen Bedarf. Und ich konnte ihm dabei helfen.“

„Ja, so war das“ – beendete meine Großmutter solche Gespräche meist und ihr Blick verlor sich in der Ferne.

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Wir Wunderkinder

Ein toller Film als Beitrag zum Projekt „Gegen das Vergessen“ – Teil 4

Es handelt sich hierbei nicht um einen „gewöhnlichen Kriegsfilm“. Nein, es wird das Leben einiger Schüler einer Schulklasse kurz vor, während und nach dem 2. Weltkrieg gezeigt. Die Hauptcharaktere, die sich deutlich in ihren Einstellungen unterscheiden, sind total toll herausgearbeitet. Man kann ihre Entwicklung und ihre Handlungen gut nachvollziehen. Hier der Link zu Wikipedia mit der Langfassung.

Und ich denke auch, dass der Film gut zeigt, dass ein nicht-Stellung-Beziehen letztlich doch ein Stellung-Beziehen ist – nämlich für diejenigen, die an die Macht kommen, denn man hat sich auch nicht gegen sie gestellt. Der Film endet dann auch entsprechend mit der Warnung, nicht zu vergessen – ganz im Sinne unseres Projektes.

Neben vielen anderen Dingen, die mich stark beeindruckt haben, war es eine Parodie auf das Erika-Lied (in Wikipedia unter „Erika (Lied)“). Im Film geht es darum, dass beim Marschieren alles platt gemacht wird – eben auch ein einzelnes Blümchen auf der Heide.

„Steht auf der Heide auch ein Blümelein,
wir treten mit den Stiefeln rein.“

Das folgende Bild entstand vor Jahren entsprechend zu diesem Aspekt des Films.

2006-02-17

 

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Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen

Ein Beitrag zum Projekt „Gegen das Vergessen“. Weitere Beiträge finden sich im Menü unter dem Punkt Projekt „Gegen das Vergessen“.

Wortklauberei

Sylvia Kling hat aufgerufen, sich für das Projekt “Gegen das Vergessen” einzusetzen. Hier ist mein Beitrag zu diesem wichtigen Thema.

Handyfotos 014

Ich bin in Friedenszeiten groß geworden,
hab gut behütet leben können,
so hat´ ich nicht zu große Sorgen,
und durft auch Andern mein Leben gönnen.

Nie dachte ich daran, dass sich dies ändert,
dass Angst sich aus dem Morast erhebt,
und leger in viele Köpfe schlendert,
erbarmungslos der Menschlichkeit den Weg verklebt.

Schon vor 70 Jahren musste die Humanität den Ängsten weichen
von damals wird noch viel erzählt,
ein Massengrab mit Millionen Leichen,
steht als Ergebnis das heut noch quält.

Trotzdem wird wieder laut skandiert,
von Volk, Nation, Kultur geträumt,
schon brennen Häuser, es wird marschiert,
es wirkt als hätt´ die Menschheit viel versäumt.

So ungeschminkt Hass sich gebiert,
die Menschen wieder unterjocht,
wird humane Melodie intoniert,
und so auf Menschlichkeit gepocht.

Weitere Teilnehmer_innen:

http://querdenkende.com/2016/02/11/teilnahme-am-projekt-gegen-das-vergessen/

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Gegen das Vergessen

Ein Beitrag zum Projekt „Gegen das Vergessen“. Weitere Beiträgen finden sich im Menü unter dem Punkt Projekt „Gegen das Vergessen.

Ule Rolff

siebzig

es gibt sie noch
noch
menschen
die finstre zeiten
mit eigenen augen
gesehen haben
noch
die von grauen
sagen können
wenn sie können
so grauenhafte zeit
ist unsagbar

nicht mehr lange doch
noch
gibt es sie

dann
wird schweigen sein
wenn wir nicht
weitersagen

8.Mai 2015   Ule Rolff

Inspiriert von Theaterregisseur und Schauspieler Jürgen M.Brandtner begann Sylvia Kling auf ihrem Blog das Projekt “Gegen das Vergessen”. Brandtner: Der Begriff wird „von vielen Künstlern und Initiativen aufgegriffen, wenn es um die Geschehnisse während des Nationalsozialismus geht oder um Aktionen / kreative Prozesse / Kunstwerke, die gegen diesen Geist atmen.”

Dies ist mein Beitrag zum Projekt „Gegen das Vergessen“, zu dem schon einige Texte veröffentlicht wurden von

Sylvia Kling,  Lotar Martin Kamm, Arno von Rosen, seniorenleichtathletik, Belana Hermine, Poeta, PPawlo, Monika-Maria Ehliah Windtner, Khalid Aouga, maddemaddigger, lyrifant, musikhai,

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