Berliner Ansichten und Perspektiven

Letzte Woche hatte ich dienstlich in Berlin zu tun und hatte sogar Gelegenheit ein bisschen zu knipsen.

Den Berliner Fernsehturm mag ich nach wie vor aus allen Richtungen und Blickwinkeln.

Beim Brandenburger Tor kommt es wohl inzwischen ganz besonderes auf die Perspektive an 😉

Ein paar „alte Bekannte“ konnte ich diesmal auch besuchen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Nishnij Nowgorod – Kontraste und Veränderungen

Nishnij Nowgorod entwickelt sich schnell. Von Reise zu Reise konnte man das miterleben. An unzähligen Stellen gibt es die „berüchtigten“ blauen Zäune, die um die Baustellen herum aufgestellt werden.

Manchmal werden sie durch textile Abdeckungen ergänzt, die dann entweder das alte oder das geplante Gebäude abbilden.

Vor den blauen Wänden wird gern geparkt. Schließlich kann dort keine Aus- oder Einfahrt sein.

Fußgänger können überdacht zwischen zwei blauen Wänden auf Holzbohlen entlanggehen.

Allerdings gibt es viele blaue Wände, hinter denen sich schon seit Jahren nichts tut. Auf einigen Baustellen wachsen schon Unkraut oder erste Birken über die blauen Wände.

Immer mal wieder sieht man Schiffe auf der Wolga/OKa fahren. Aber eigentlich verwunderlich wenige. Diesmal habe ich einen Holztransport gesehen, den ich so vorher noch nie gesehen hatte.

Diesmal sind mir verstärkt auch einige Kontraste aufgefallen. Da gibt es so viele neue Gebäude und toll ausgebaute Wege, aber direkt daneben stehen ganz alte verfallende oder abgekokelte Gebäude oder tun sich Stolperfallen auf. Nagelneue, teure Kutschen erzwingen sich die Vorfahrt vor Autos, die über Panzerband mit ihrer Stoßstange verbunden sind…

Eine andere Veränderung ist mir diesmal besonders bewusst geworden: Die jüngeren Frauen und Mädchen gehen im Alltag nicht mehr so aufgebrezelt herum. Hackenschuhe habe ich fast gar keine mehr gesehen. Nahezu absatzlose, bequeme Schuhe und Turnschuhe dominieren das Bild. Allerdings habe ich mich nicht an Schickimicki-Orten oder auf Parties umgesehen.

Leider beginnt vieles von dem, das vor ein paar Jahren neu gemacht, ausgebessert oder repariert wurde, bereits wieder zu verfallen. Das ist wirklich sehr traurig mit anzusehen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Ein kleiner Stadtbummel in Nishnij Nowgorod

Am Donnerstag blieb doch ein bisschen Zeit für einen kleinen Stadtbummel.

Ich wollte unbedingt mal wieder in einen Handarbeitsladen. Da gibt es einen riesigen in einem Einkaufszentrum, das sinn(?)-trächtiger Weise „Himmel“ (njebo) heißt.

Im Grunde sieht es innen wie in den uns bekannten Einkaufszentren aus. Die meisten Geschäfte gleichen sich, weil es eben markenbezogene Geschäfte sind. Wirkliche Unterschiede sehe ich eigentlich nur bei Buchläden (überwiegend russisch-sprachige Bücher – wer hätte das wohl gedacht) und eben bei den wenigen noch verbliebenen Handarbeitsläden.

Danach musste ich unbedingt Maxim Gorki noch einmal einen Besuch abstatten. Immerhin ist Nishnij Nowgorod siene Heimatstadt und hieß ab seinem Tod bis zur nach Glastnostj Gorki – ganz gegen den Willen des Schriftstellers.

Seine Statue ist so aufgestellt, dass der die Hauptflaniermeile der Stadt bis zur Wolga hinterschauen kann.

Hier habe ich ihn aber auch noch einmal von vorn geknipst, weil ich Hinterteile immer nicht so spannend finde.

Das Denkmal ist umgeben von einem kleinen Park, in dessen Mitte ein paar Blumenrabatten meist sehr gut gepflegt werden – insbesondere natürlich zu Feiertage, wie z. B. dem 9. Mai. Eine kleine Skulptur dazu war noch nicht wieder weggeräumt und zog die Linse meiner Kamera förmlich an 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Nishnij Nowgorod vom Bötchen aus

Hin und wieder möchten uns die Kollegen eine besondere Freude machen und laden uns zu einer Bootstour auf Wolga und Oka ein. Auch wenn ich seit Jahren nach Nishnij Nowgorod fahre und schon etliche Male auf dem Boot war, entdeckt man doch immer wieder Neues oder Altbekanntes aus einer neuen Perspektive oder in neuem Licht (z. B. in der Dunkelheit).

Hier einige Stadtansichten vom Bötchen aus.

Rechter Hand liegt der Kreml (was einfach nur Festung bedeutet und Ausgangspunkt vieler heutiger Städte ist). Die Treppe haben deutsche Kriegsgefangene nach dem 2. Weltkrieg gebaut.

Um 21:00 war es schon stockdunkel, sodass noch ein paar schöne „Lichtaufnahmen“ entstanden sind.

Hier geht die Sonne über dem Zusammenfluss von Wolga (recht) und Oka (links) sowie dem WM-Stadion (hinten) unter.

Auf russischen Ausflugsbooten ist es recht üblich, dass jede Truppe ihr eigenes Picknick mitbringt. Und so hatten auch wir ein paar buntgewürfelte Leckereien dabei.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Nishnij Nowgorod und die Fußball-WM

In Nishnij Nowgorod werden einige Spiele der Fußball-WM 2018 ausgetragen. Dazu wurde und wird noch immer viel gebaut.

Ein wichtiges Gebäude ist das Stadion. Es wurde auf der Ecke am Zusammenfluss von Oka und Wolga gebaut. Dort gab es früher einen Hafen, der aber nicht genutzt wurde und mehr und mehr verkam. Kein schöner Anblick für ein zentrales Stück Land einer Stadt. Ob aber ein ultramodernes Stadion neben einer geschichtsträchtigen Kirche eine gute Alternative darstellt, muss der Betrachter selbst entscheiden. Gebaut wurde das Stadion mit Staatsgeldern. Für den Unterhalt muss Nishnij Nowgorod nun selbst aufkommen. Aber keine weiß, wie.

Diese Nachtansicht hat mich natürlich besonders fasziniert 🙂

Aber auch ansonsten rüstet man sich in Nishnij Nowgorod für die Fußball-WM. Es ging einen offiziellen Fan-Artikel-Shop. Die VerkäuferInnen dort ermuntern regelrecht zum Knipsen.

In einem Kino habe ich diesen Plan über die in Nishnij Nowgorod stattfindenden Begegnungen gefunden.

Mit ähnlichem Inhalt (Plan der Spiele) begrüßt der Flughafen die Gäste. Allerdings ist mir das erst bei der Abreise aufgefallen 😉

Auf einer Anhöhe ist ein Aussichts- und Fotografierpunkt vorbereitet worden. Man kann dort Bild mit Hashtag, Kirche und Station knipsen.

Es ist allerdings ein wenig nach rechts abschüssig – nein, ich habe nicht die Kamera schief gehalten 😉 Und man sollte diese Treppe lieber meiden und die andere benutzen, wenn man gern weiterhin auf den eigenen Füßen bewegen können möchte.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Feuerspuckende und feuerschluckende Japaner in Russland

Manchmal gibt es wirklich ganz wundervolle Zufälle, auch wenn es Zufälle in gewissen Interpretationen gar nicht gibt 😉

Nach der Abendveranstaltung gestern trat auf dem Gelände, auf dem die Abendveranstaltung stattfand, eine japanische Gruppe auf. Sie zeigten einige traditionelle Tänze. Aber ganz besonders beeindruckt haben mich ihre „Spielereien“ mit dem Feuer.

Hier wird ein ritueller Selbstmord tänzerisch dargestellt.

Hier sehen wir eine Szene, in der zwei Männer um eine Frau kämpfen.

Und hier das „Spiel“ mit dem Feuer.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Erste Eindrücke bei Nacht

Hier nun die Aufnahmen, die Ihr gestern gesehen hattet, die am Morgen aufgenommen waren, nun am Abend aufgenommen.

Der Blick auf das gegenüberliegende Ufer. Dort fand gestern eine Veranstaltung statt.

Und dies ist die Kirche (es ist NICHT die Weihnachtskirche – sorry für die Falschinfo von gestern).

Und dies ist das Gebäude vom gegenüberliegenden Ufer, in dem die Veranstaltung stattfand.

Zum Abschluss gab es ein reichhaltiges Buffet…

…und ein paar kulturelle Darbietungen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Wo wandere ich im Sommer?

Der Sommer rückt näher und die Hummeln und Bienen im Hintern werden mehr und mehr aktiv. Es ist schon ein richtiges Gesumsel zu hören 😉 Zeit also, endlich eine Entscheidung zu treffen, wo es nun hingehen bzw. entlanggehen soll.

Zeitliche Enge

Da gibt es zwei zeitliche Rahmenbedingungen. Anfang Juli heiratet unser Sohn. Also kann es frühestens gegen Mitte Juli losgehen. Und dann habe ich eine Einladung von der FernUni für die Zeugnisausgabe bekommen. Sie soll am 31.8. sein. Nun ja, die Mühlen der Bürokratie mahlen halt langsam. Es sind dann ja erst 1,5 Jahre nach der letzten Prüfung 😉 Aber hin möchte ich schon gern. Also bleiben noch in etwa 6 Wochen zum Wandern.

Welche Jakobswege gehen in 6 Wochen?

Bei leichter Strecke wären das etwa 1200 km. Da kämen die via de la plata, der Hauptweg oder der Nordweg in Frage. Via de la plata und Hauptweg bin ich ja erst vor nicht allzu langer Zeit gegangen. Auf dem Nordweg war ich 2011. Und er hat verschiedene Möglichkeiten, wie man den Schluss gestaltet. Das wäre also in der Tat eine sinnvolle Alternative. Alle anderen Jakobswege fallen eigentlich aus, weil sie zu lang sind (von Valencia, von Puy en Velay, von Arles oder Toulouse). Das ist einfach nicht zu schaffen in 6 Wochen. Naja, jedenfalls nicht, ohne sich zu verausgaben, was man sich ja nun nicht unbedingt zumuten muss.

Oder was ganz Anderes?

Offen wäre dann ja noch der Franziskusweg. Der ist wohl aber immer noch durch das letzte Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen. Korsika-Querung? Hm, irgendwie nicht allein. Wenn, dann wenn MD mit dem Motorrad auch auf der Insel ist. Dann könnten wir uns abends immer treffen 🙂 Bleiben nur noch die Alpen- und die Pyrenäentraverse. Interessanterweise traue ich mir die Alpen allein nicht zu. Da würde ich mir lieber eine Wandergruppe suchen. Keine Ahnung warum. Aber nach einer Gruppe ist mir in diesem Jahr nicht.

Also die Pyrenäen

Tja, dann bleiben nach dem Ausschluss aller anderen Fälle nur noch die Pyrenäen. Natürlich auf der spanischen, der Schönwetter-Seite. Außerdem ist dort der Kaffee billiger 😉 Es geht vom Mittelmeer zum Atlantik, reichlich 800 km, etwas mehr als 40.000 Höhenmeter. Und mit diesen Höhenmetern ist das vielleicht auch gleich eine gute Vorbereitung für Nepal 🙂

Und jetzt?

Tja, dann steige ich mal in die Vorbereitungen ein. Klamottentechnisch ist ja soweit alles klar. Neue Schuhe müssen her – das ist ja immer so. Ein neues Tagebuch und ein neuer Stift – auch wie üblich. Rucksack, Zelt etc. tun es ja noch. Im Alpenverein muss ich mich anmelden, weil es dann einen Rabatt in den Unterkünften gibt. Ja, in der Tat gibt es hier im Flachland-Ländle eine Regionalgruppe des Alpenvereins. Und dann sollte ich wohl mal sehen, wieder ein wenig Fitness aufzubauen. Von den größeren Touren, die mir da schon vorschweben, werde ich natürlich wie gewohnt berichten. Mit den Touren an Karfreitag und am letzten Samstag bin ich ja schon ganz hoffnungsvoll gestartet 🙂

Ich freue mich auf die Wanderung in diesem Sommer, darauf, darüber zu berichten, und auf Eure Begleitung, wenn Ihr mögt 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Wandertag

Immer zu Karfreitag organisiert ein Verein eine Wanderung entlang der Monschauer Marathonstrecke. Man kann den Halbmarathon wandern oder den ganzen. Gemeinsam mit Freunden wollten wir den Halbmarathon in Angriff nehmen.

Da es bereits um 8:00 in Monschau losgehen sollte, es aber von uns aus relativ weit ist, hatten MD und ich uns entschieden, bereits am Vorabend anzureisen und in einem kleinen Hotel zu schlafen. Folgender Spruch begrüßte uns dort:

Wir hatten noch etwas Zeit am Abend und machten einen kleinen Rundgang durch das altertümliche, aber doch touristisch sehr erschlossene Zentrum des Örtchens. Dort gibt es viele restaurierte Fachwerkhäuser. Es macht Spaß, sie in aller Ruhe zu genießen. Allerdings können die kleinen Flüsschen, die den Ort durchziehen, ziemlichen Lärm machen.

Ziemlich pünktlich um 8:00 ging es dann los. Es wurde direkt ein ziemliches Tempo vorgelegt. Am Anfang in der Kälte und wenn man noch nicht „eingelaufen“ ist, hätte ich es etwas gemütlicher vorgezogen. Aber letztlich muss man sich dann doch nach der Gruppe richten.

Die erste Stunde war es ziemlich kühl. Aber dann kam sogar die Sonne ein wenig heraus. So wurde es sogar angenehm warm und wir sind auch nicht (von außen) nass geworden. Das Tempo wurde aufrechterhalten, sodass wir ziemlich zügig durch die Gegend stiefelten. Zeit zum Genießen oder gar zum Fotografieren blieb da leider nicht. Selbst dieses Foto habe ich mehr oder weniger im Vorbeiflug gemacht 😉

Es gibt dort auf jeden Fall schöne Dinge zu sehen. Vielleicht fahren wir noch einmal in aller Ruhe dorthin.

Insgesamt haben die Strecke und ein paar weitere Schritte durch den Ort zu einem kleinen Café reichlich 30.000 Schritte ergeben, wofür mir der Fitness-Tracker ein Paar Wanderschuhe vermachte. Man beachte die Schlammspritzer am Bein – ziemlich realistisch für die heutige Tour 😉

Die Tour war ein guter Start in meine Vorbereitungen zur Sommerwanderung. Eigentlich war ich mit meiner Fitness ganz zufrieden. Mal schauen, ob es morgen Muskelkater gibt. Das ist nochmal ein etwas realistischeres Zeichen für den Stand der Fitness.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Womit habe ich das verdient?

Wie oft stellen wir uns diese Frage, wenn uns unerwartet unschöne Dinge treffen. Aber hin und wieder überkommt mich diese Frage auch, wenn wundervolle Dinge passieren. Womit habe ich das wohl verdient? Warum darf ich und nicht alle Anderen auch? Was habe ich getan, damit mir das zuteil wird? Und genau so ein Wunder ist gerade wieder geschehen.

In den Osterferien 2019 werde ich im Himalaja pilgern!!!

Jajaja, ich kann es noch gar nicht recht fassen. In einer Gruppe von 10-12 Leuten werden wir im Annapurna-Gebiet im Himalaja auf der nepalesischen Seite  nach Muktinath pilgern. Muktinath liegt auf 3.900 m und ist ein Heiligtum, das sowohl von Hinduisten als auch von Buddhisten verehrt wird. Wir werden dort zur Zeit des April-Vollmonds sein.

Das ist doch wohl voll der Wahnsinn, oder? Da kann man sich doch schonmal fragen: „Wie habe ich das verdient?“ Aber unabhängig von dieser Frage freue ich mich ganz wahnsinnig.

Das Pilgern in der Gruppe wird zwar neue Herausforderungen an mich stellen, weil ich bisher immer allein gepilgert bin und mich maximal abends in den Herbergen oder zum Essen mit anderen Pilgern getroffen habe. Andererseits war die Reise im Sommer 2017 gerade hinsichtlich der Einsamkeit eine besondere Herausforderung. Nun also das andere Extrem 😉

Ich bin ganz sicher, dass es wieder viele tolle Dinge zu erleben, zu erfahren, zu begreifen gibt, und werde zumindest in einer Zusammenfassung davon berichten.

Ach, ich freue mich einfach so, dass ich das hier mit Euch teilen musste.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine