Abenteuer 9 – dritter Nachmittag/Abend

Der Bau einer indianischen Schwitzhütte stand auf dem Programm mit anschließendem Schwitzhüttenritual. Da wir am Ende der Ausbildung selbst in der Lage sein sollen, eine solche Hütte zu bauen, mussten wir also alle gemeinsam selbst Hand anlegen. Es war viel Arbeit, hat aber im Endeffekt gut geklappt.

Es war interessant, die Gruppendynamik zu beobachten: wer muss bestimmen, wer hat immer etwas Anderes zu tun, wer tut gar nichts, wer sind die eigentlichen Macher…

In der Dämmerung fing dann das eigentliche Ritual an. Ein wenig erinnert es an Sauna mit sehr viel Aufguss oder an ein türkisches Dampfbad. Der große Unterschied ist, dass es sehr eng und absolut dunkel ist. Bei der ersten Runde musste ich die Gedanken explizit davon wegleiten, dass da viele Leute eng an eng auf engem Raum sitzen. Dann ging es (rein physisch) ganz gut.

Der Ritualleiter gibt Themen vor, zu denen die Teilnehmer dann ihre derzeitigen Befindlichkeiten erzählen. Dabei hilft (mir) die Dunkelheit, etwas freier zu erzählen als ich das vielleicht im gut beleuchteten Seminarraum könnte.

Es geht natürlich unter Anderem immer auch um die Beziehung zu den Eltern. Schön zu hören, dass sich die Leute geliebt fühlen und dankbar sind, geboren bzw. gezeugt worden zu sein. Blöd, wenn gemachte Erfahrungen vom sozial Akzeptierten abweichen. Setzt man sich dem dann aus oder erzählt man auch lieber eine gesellschaftlich konforme Version?

Insgesamt gab es vier Runden mit jeweils einer kurzen Pause zum Bestaunen des sternenklaren Himmels. Nach der letzten Runde sind einige im See baden gegangen. Da es stockdunkel war, habe ich mich beim Herauskrabbeln recht arg an einem Finger geschnitten. Ist jetzt immer noch ein wenig übel. Gut, dass ich immer mit Sandalen ins Wasser gehe. So bleiben wenigstens die Füße heil :-).

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Abenteuer 9 – dritter Tag

Die oberste Etage eines Hauses ist wohl üblicherweise unter dem Dach. Dachte ich jedenfalls immer. Hier nun habe ich ein Zimmer, in dem ich mich auf den Stuhl stellen muss, um aus dem Fenster zu sehen. Und dann sieht es so aus:

Ich schaue also auf ein Stück Dach. Ist das jetzt über dem Dach? Aber egal, ich bin eh nur im Zimmer zum Schlafen.

Gestern Abend haben wir eine Extraktionsübung gemacht. Gut, dass ich nur eines der Versuchsobjekte war. Zu einem Tausch war nicht mehr genug Zeit.

Heute Vormittag haben wir dann lang und breit über das Wünschen gesprochen und dass man sich sehr genau überlegen muss, was man sich wünscht und wie man es wünscht. Auch sollte man aufpassen, dass man sich nicht im Eifer des Gefechts etwas wünscht, was man später bereut. Das hatten wir alles beim letzten Mal schon besprochen. Ein Hinweis darauf wurde einfach vom Tisch gewischt. Schade. Man hätte sicherlich viele andere spannende Dinge machen können.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Abenteuer 9 – zweiter Tag

Krause Sachen, die wir hier ausprobieren. 

Gestern Abend sollten wir eine Fernheilung versuchen. Ob es geklappt hat, wird man wohl nie erfahren. 

Heute Morgen ging es um verschiedene Dinge, u. A. um die Kommunikation mit Tieren. Relativ bekannt ist sicherlich, dass Pferde sehr sensibel sind und stark auf ihre Reiter reagieren.

Danach gab es eine interessante Übung. Einer sollte seinen aktuellen Gemütszustand pantomimisch darstellen. Der Partner sollte es nach-/mitmachen und dadurch herausfinden, wie es demjenigen geht. Schwierig fand ich allerdings, hinterher alles wieder loszuwerden. Damit hatte ich in der Tat ein wenig Probleme. 

Anthropologen berichten teilweise von einem Phänomen, das Bilokation genannt wird – eine Person wird gleichzeitig an zwei Orten gesehen. Die entsprechende Übung ist aber völlig daneben gegangen. 

Wir sehen uns auf dem Weg. 

Let’s go! 

Belana Hermine 

Abenteuer 9 – erster Tag

Es ist wieder soweit. Bis Sonntag ein spirituelles Seminar in Österreich.

Heute gab es – wie gewohnt – eine Einführungsrunde, in der jeder erzählt hat, was er über den Sommer gemacht hat. Das war eine sehr bunte Mischung.

Vor dem Abendessen musste ich natürlich erstmal eine Runde im See schwimmen. Aber erfrischend ist wirklich anders ;-).

Und hier geht es zu Teil 8.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Zugang im „Gartencenter“

Diese feucht-warme Witterung geht mir zwar gehörig auf den Keks, aber die Pflanzen hier scheinen es mit jeder Faser zu genießen.

Deshalb habe ich jetzt noch etwas Mariengras dazu gestellt. Es ist neben Beifuß das wichtigste Räuchergewächs unserer Vorfahren. Es soll vanillig riechen – das Europäische wohl erst beim Trocknen und Räuchern, das Amerikanische wohl schon beim Wachsen. Nun, dann lasse ich mich mal überraschen, was aus diesen Stengelchen werden wird.

image

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Abenteuer 8 – fünfter Tag

Heute ist hier am Irr-See einer nach einer durchzechten Nacht in den See gesprungen, um zu schwimmen. Er ist echt weit rausgeschwommen und wollte gar nicht wieder zurückkommen. Vor zwei Tagen war ich ja auch ein Stück geschwommen, aber es war schon noch ganz schön kalt. Also haben wir uns ziemliche Sorgen gemacht, ob er es wohl noch rechtzeitig zurückschaffen würde. Außerdem wollte er kurz danach abreisen. Wahnsinn. Irgendwie bin ich noch immer ganz eingenommen, weil es etliche meiner eigenen Lebensthemen angesprochen hat. Tja, der Irr-See eben.

In der Ausbildung haben wir uns heute mit den Chakren befasst und paarweise eine Chakrareinigung durchgeführt. Das war eigentlich ganz nett – sehr ruhig und beruhigend.

Nun ist also auch das Abenteuer 8 vorüber. Abenteuer 9 gibt es dann Ende August.

Einer, der Teilnehmer, die in die entsprechende Richtung mussten, hat mich mitgenommen bis Salzburg. Werde gleich mal ein paar Schritte nach draußen wagen. Das Wetter ist nach wie vor nicht gerade nett, aber ein wenig schauen möchte ich schon. Morgen werde ich mich der Stadt dann etwas ausführlicher widmen.

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Abenteuer 8 – vierter Tag

Heute stand Hellsehen auf dem Programm. Ganz ehrlich: da sehe ich schwarz. Ziel ist wohl, die eigene Intuition zu schärfen. Naja…

Allerdings haben die meisten erstmal die Rituale gemacht, die sie gestern Abend erarbeitet hatten. Erst dann ging es mit dem Hellsehen los

In einer Übung sollte einer draußen irgendwohin gehen. Nach 5 Minuten sollte ihm der Andere folgen mit dem Ziel, ihn zu finden. Einmal war man der, der voraus ging. Einmal war man der, der finden musste. In etwa der Hälfte der Fälle haben sich die Pärchen gefunden. Ich finde das wirklich krass. Es gibt hier nicht nur einen Weg, den man gehen kann ;-).

In der nächsten Übung bekam man eine zusammengefaltete Zeichnung eines Ortes der Umgebung hier. Man hat also nicht gesehen, was auf der Zeichnung war. Aber man sollte dann den Ort dieser Zeichnung selbst zeichen. Geht nicht, würde man da wohl sagen. Ja, dachte ich auch. Aber ich musste mich eines Besseren  belehren lassen. Einige haben Elemente gleich gezeichnet. Und es gab eine fast identische Zeichnung. Keine Ahnung, wie das geht. Spooky.

Zum Abschluss des Tages sollten wir aus der Kristallkugel lesen. Hm, eine interessante Erfahrung war es allemal.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Abenteuer 8 – dritter Tag

Nach einer längeren Besprechung von offenen Fragen des Vortags haben wir nach Affirmationen für die anstehenden Themen der Teilnehmer gesucht. Dann hatte es endlich aufgehört zu regnen und wir konnten die erste Übung im Freien machen. In leichter Trance sollten wir uns die Umgebung anschauen.

Die Mittagspause habe ich für ein weiteres, kurzes Bad in eiskaltem Wasser genutzt. Diesmal bin ich ein paar Meter geschwommen. Und da ich das Kleid diesmal nicht an hatte, bin ich auch wohlbehalten zum Ufer zurück gekehrt. Puuh.

Am Ufer habe ich zwei Enteneier gefunden. Durch den Regen und vermutlich noch restliche Schneeschmelze läuft der See gerade voll. Wahrscheinlich wurden dadurch einige Nester weggespült.

image

Die Frage ist nun, wie ich sie nach Hause bekomme, ohne Bruch zu verursachen. Ausgeblasen habe ich sie schon.

Am Nachmittag arbeiten wir in Paaren. Mal muss der Eine  hinter dem Anderen gehen, dann der Andere hinter dem Einen. Da mein Partner meinte, er wäre normalerweise zügig und steil bergauf unterwegs, wollte ich ihm dies nicht vorenthalten. Da es hier aber keine steilen Anstiege gibt, habe ich mit etwas Geschwindigkeit kompensiert. Oh, oh. Am Ende hatte der Arme eine überaus gesunde Gesichtsfarbe. Hm, ich kann schon mies sein :-(.

Am Abend ging es um Rituale für das Auflösen von Flüchen und Verwünschungen. Es braucht jedes Mal ein individuell abgestimmtes Ritual.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Abenteuer 8 – tough, aber ganz schön verrückt

Nachmittag und Abend standen im Zeichen der Trommel. Jeder hat eine Rahmentrommel. Je größer die Trommel ist, desto besser klingt sie. Meine „Reisetrommel“ hat ein Kunstfell, aber ich mag ihren Klang trotzdem. Ich mag auch, zu Trommelklängen eine Melodie zu singen oder die Schwingungen der Trommel zu spüren. Genau das haben wir heute ab dem späten Nachmittag getan.

In der Pause zum Abendessen bin ich kurz in den Irr-See gesprungen. Das Kleid musste initiiert werden. Es war schon ziemlich kalt und es hat geregnet. Aber nass wurde ich ja sowieso. Das Schwimmen mit einem fußlangen Kleid hatte ich etwas unterschätzt. Als ich nach ein paar kräftigen Schwimmzügen zurückkehren wollte, habe ich mich ganz schön verheddert. Für einen kurzen, aber doch deutlich zu langen Moment kam Panik auf, es nicht wieder zurück zu schaffen. Bei den letzten Schritten aufs Ufer zu bin ich auf den glitschigen Steinen ziemlich ausgerutscht und durfte noch einmal komplett eintauchen. Einer der Teilnehmer meinte zum Schluss: tough, aber ganz schön verrückt. Nett. Ich fühlte mich eher (nur) verrückt ;-).

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Abenteuer 8 – zweiter Tag

Eigentlich war für dieses Modul geplant, eine Nacht im Freien zu verbringen. Tja, da kann man wohl im wahrsten Sinne des Wortes behaupten, dass das ins Wasser fällt – nicht in das Wasser des Irr-Sees, sondern in alle anderen Wasser, die sich munter aus allen Höhen ergießen. Das ist dann gleich eine erste Hausaufgabe bis zum nächsten Mal.

Im letzten Jahr habe ich ja schon zwei Nächte im Freien verbracht: die Walpurgisnacht und die Mittsommerwendnacht. Beides sehr verschiedene Erlebnisse und doch Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Darf man Hausaufgaben gemacht haben, bevor man sie aufbekommen hat?

Der heutige Tag stand unter dem Motto „Heilung“. In Partnerarbeit sollten wir schauen, was es für Probleme gibt und sie dann beseitigen. Tja, da war sie wieder: die Angst, nichts zu sehen, das alles nicht zu können. Aber das Kuriose ist dann, dass, wenn dann doch etwas passt, es mich gruselt. Mir kann man eben nix recht machen.

Mal sehen, wie es nach der Pause weiter geht.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine