Shikoku 2017 – Nachlese #24

Im letzten und 4. Teil der Landwirtschaftsserie geht es um

Reis

Hauptnahrungsmittel in Asien und auch in Europa mehr und mehr beliebt. Ich fand es sehr interessant, auf verschiedene Weisen mit dem Reisanbau konfrontiert zu sein.

So, wie wir das lehrbuchmäßig lernen, sind die Felder hier terrassenartig angelegt. Das ist aber nicht überall so. Meist sind es eher ebene Landstücke, die von speziell angelegten Wassergräben umgehen sind.

Schon die Vorbereitung der Felder ist aufwendig:

Ein Feld, bevor die Bearbeitung beginnt.

Ein Feld, bereit für das Setzen der Reispflanzen.

Die Reispflanzen gibt es vorgezogen in Schalen. Darin sitzen Bündel von Reispflanzen, die dann gesetzt werden.

Nun kann der Reis wachsen und durchläuft dabei verschiedene Stadien.

Blühender Reis.

Die ersten Ansätze von Reiskörnern.

Nun muss er nur noch reif werden 😉

Dann beginnt die Ernte.

Und dann können wir es uns schmecken lassen. Nachdem ich das alles so miterleben durfte, werde ich mich beim Reisessen immer wieder daran erinnern.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Shikoku 2017 – Nachlese #23

In der Landwirtschaftsreihe möchte ich heute ein etwas trauriges Thema anprechen:

Vernichtung

Die Landbevölkerung ist, wie in vielen Ländern, nicht gerade reich zu nennen. Für viele ist das Führen einer Pilgerunterkunft ein nahezu notwendiger Zuverdienst. Insbesondere vor diesem Hintergrund sind mir die folgenden Bilder völlig unklar geblieben.

Beim letzten Foto handelt es sich um die Schalen von Reis. Möglicherweise werden sie hier aufbewahrt für einen anderen Zweck.

Über die Gründe, warum dieses viele Gemüse verdirbt, kann man nur spekulieren. Sind die Leute vielleicht im Urlaub und können deshalb nicht ernten? Naja, ich glaube, ich würde versuchen, meinem Nachbarn Zugang zu geben. Oder sind die Einzelstücke nicht schön genug, um in einem Laden verkauft zu werden? Aber gibt es dafür nicht diese Straßenverkaufsboxen? Tja, das wüsste ich doch sehr gern.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Shikoku 2017 – Nachlese #22

Weiter geht es in der Landwirtschaftsreihe mit

Tiere(n)

Außer Fischprodukten und Eiern wird in Japan (noch) nicht zu viel Tierisches gegessen. Entsprechend bin ich auch wenigen Hinweisen darauf begegnet.

Hier gab es mal einen Kuhstall.

Ein paar Ziegen auf einer „Weide“.

Gatterzäune weisen darauf hin, dass hier unter etwas natürlicheren Bedingungen ein paar Tiere leben.

Calamari oder Tintenfische werden nach dem Fang zum Trocknen aufgehängt. Autsch 😦

Andere Fische werden in großen Holzgestellen getrocknet, was fürchterlich stinkt.

Das Meer wird zur Fischzucht genutzt. Hier werden – so meine Vermutung – die Kleinen gezüchtet, bevor sie in die größeren Areale im Meer gegeben werden.

Interessanterweise habe ich keine Hühnerställe entdeckt. Dabei wird recht viel Ei gegessen. Aber vielleicht sind sie mir wirklich nur nicht aufgefallen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Shikoku 2017 – Nachlese #21

In Teil 3 der Landwirtschaftsserie geht es heute um

Sonstige Pflanzen

Shikoku hat ein paar Wälder, die auch genutzt werden, um Holz zu gewinnen.

Zwiebeln gibt es allerorten. Einerseits natürlich auf den Feldern.

Aber auch zum Trocken an den Häusern, in Garagen, einfach überall, wo Platz ist.

Etwas seltener gibt es ein paar „ausgefallenere Sorten“.

Wenn ich das richtig eingeordnet habe, werden hiervon die Wurzeln gegessen.

Chili

Tabak

Anzucht von Erdbeerpflanzen, obwohl ich keine Erdbeerfelder gesehen habe.

Und auf diese Art und Weise wird Obst und Gemüse im Laden verkauft. Ansonsten gibt es an den Straßen „Selbstbedienungsboxen“ mit einer Kasse des Vertrauens.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Shikoku 2017 – Nachlese #20

Zweiter Teil in der Landwirtschafts-Reihe 😉 Heute:

Früchte

Auf Shikoku wird sehr viel Obst angebaut. Pfirsiche, Kiwi, Weintrauben etc. Den Früchten geht es echt blendend. Sie werden überwiegend sehr persönlich gehegt und gepflegt. Schon relativ früh werden viele von ihnen in separate Tütchen verpackt.

Oder sie bekommen eine Unterlage, auf der sie unverschmutzt gedeihen können.

Kiwis wachsen schonmal unverhüllt, dafür aber mit einer Folie überdacht.

Die Ergebnisse können sich dafür aber auch wirklich sehen lassen – genau wie ihr stolzer Preis.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Shikoku 2017 – Nachlese #19

Shikoku lebt überwiegend von der Landwirtschaft. Entsprechend viele Bilder gibt es dazu. Und deshalb wird es auch eine kleine Serie an Nachträgen zur Landwirtschaft geben. Heute:

Arbeit in der Landwirtschaft

Die Arbeit auf den Feldern ist schwer.

Manchmal stehen die Menschen auch mitten im Reisfeld, um Ungeziefer abzusammeln oder irgendwelche Chemikalien auszubringen.

Weil alles so schwer ist, sucht man natürlich, soweit es eben geht, nach Unterstützung. Sei es in Form von Traktoren selbst auf kleinsten Feldstückchen oder eben auch mit moderner Technik (ferngesteuertes Propellerflugzeug).

Aber es kommen auch mechanische Unterstützer  – Vogelscheuchen – zum Einsatz. Diesbezüglich sind die Menschen sehr einfallsreich.

(Das ist WIRKLICH eine Vogelscheuche!)

(alte Blechdosen)

Vieles wird in Gewächshäusern angebaut. Vielleicht wegen des häufigen Regens oder doch etwas kühlerer Temperaturen im Winter? Das sind nur Vermutungen – ich weiß es nicht. Hier wird gerade ein neues Gewächshaus aufgebaut.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku 2017 – Nachlese #18

Heute: Toiletten-Kultur

Wahrscheinlich haben viele von Euch schon auf dieses Thema gewartet, schließlich hört man ja immer die unglaublichsten Dinge über die HighTech-Toiletten in Japan.

Ja, in der Tat, die gibt es. Aber es gibt auch ganz altertümliche Exemplare, wie dieses hier.

Selbst ein Plumps-Clo habe ich benutzt, hatte da allerdings gerade keinen Knipsomaten dabei.

Man braucht aber keine Sorge zu haben, dass man die Toiletten nicht versteht. Sie haben eine Beschilderung. Meist versteht man die kleinen Bildchen. Häufig gibt es englische Untertitel oder sogar eine separate Gebrauchsanleitung 😉

Man kann sich also aus unterschiedlichen Perspektiven in verschiedenen Stärken besprühen lassen. Natürlich musste ich es einmal ausprobieren. Das war dann aber auch genug. Bin an sowas einfach nicht gewöhnt.

Wichtig ist vielen Japanern wohl, Hintergrundgeräusche einzuschalten, um die eigenen Töne zu überlagern. Da bin ich eher wenig empfindlich 😉

Interessant ist auch die Möglichkeit, den Toilettendeckel per Knopfdruck öffnen oder schließen zu lassen. Einige Toiletten taten das auch ganz eigenständig. Da kommt man also in das kleine Kabäuschen rein und plötzlich klappt der Deckel auf und eine leere Schüssel glotzt einen an. Die ersten paar Male habe ich mich ganz schön erschrocken. Andererseits musste ich mich auch erst einmal daran gewöhnen, dass der Deckel auch allein wieder zugehen kann. Wenn ich also nicht schnell genug war – klapp – war die Schüssel wieder zu. Natürlich nicht, wenn man noch drauf saß. So schlau war das Teilchen dann doch.

Eigentlich gibt es viele öffentliche Toiletten. Jede Lebensmittelkette hat in ihren Läden eine, die man auch benutzen kann, wenn man nichts einkauft. Zumindest habe ich das öfter gemacht, ohne jemals angezählt worden zu sein. Getrennt wird eigentlich immer nach Männlein und Weiblein. Die Damentoiletten sind häufig auch mit BabyCare ausgestattet. So kann man sein Kind also in ein Hochstühlchen setzen, wann man sich selbst auf den Topf begibt.

Allerdings gab es in einigen Unterkünften auch Toiletten, die irgendwie geschlechtlich gemischt waren. Da kam man also in den Raum, in dem es etliche Buchten gab. Diese waren nicht beschriftet, also von Männern wie Frauen zu benutzen. Aber es gab dann auch etliche Pissoirs in diesem selben Raum. Hm, darüber grübele ich heute noch. Stellt man sich als Mann an ein solches, wenn die Gefahr (?) besteht, dass eine Frau in den Raum kommt?

Die Toiletten waren auch überwiegend alle sehr sauber und „gepflegt“. Es gab immer ausreichend Toilettenpapier. Bei einigen gab es diesbezüglich sogar ein paar zusätzliche Verhaltenshinweise:

Es ist schon interessant, dass Toiletten immer wieder ein Thema sind. Wenn wir manchmal mit unseren Kursteilnehmern auf Exkursion sind, dann gibt es IMMER Schleuder wegen der Toiletten oder wegen des Toilettenpapiers. Auch auf dem Jakobsweg ist es immer wieder eine vieldiskutierte Frage, ob Toilettenpapier in den Rucksack gehört oder nicht. Naja, es geht wohl tatsächlich um eines unserer eher dringlichen Bedürfnisse 😉 Und ich habe den Eindruck, dass die Toiletten-Kultur auch einen kleinen Einblick in die „Kultur des Landes“ erlaubt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine