Shikoku 2017 – Nachlese #3

Das Chaos mit den Schuhen

Japaner sind im Allgemeinen sehr reinliche Leute. Früher, als es noch keine befestigten Straßen gab und z. B. das Clo nur über einen Weg draußen zu erreichen war, waren die Wege aufgrund des nassen Wetters häufig nur Matschlachen. Diesen Dreck wollte man nicht im Hause haben. Im Haus waren und sind etliche Zimmer mit Tatami-Matten ausgelegt, die recht teuer und schmutzempfindlich sind. Also wollte man sie schützen. Und so haben sich einige Schuhwechsel-Regeln etabliert, die einem Ausländer manches Anecken und die eine oder andere blaue Zehe beschert.

Regel 1 – Straßenschuhe gehören nicht ins Haus

Hierzu gibt es im Eingangsbereich des Hauses ein Stück, das ebenerdig ist, und ein Stück, das eine Treppenstufe höher gelegt ist. Straßenschuhe sind hier auszuziehen und dürfen den höher gelegten Bereichen nicht „betreten“. Die Stufe kann man maximal als Sitzgelegenheit nutzen, um beim Schuhwechsel nicht zu straucheln. Auf der Stufe stehen Pantoffeln/Latschen (Japanisch: surippa) bereit.

Das gilt, wie ich erst kürzlich in der Japanisch-Stunde gelernt habe, sogar für den Notarzt, der sich entsprechend daran hält!!!

Regel 2 – keine Schuhe (surippa) auf Tatami-Matten

Will man dann in einen Wohnbereich, so sind dort die surippa auszuziehen, da ein Wohnbereich meist mit Tatami-Matten ausgelegt ist. Die surippa bleiben vor der Tür zum Raum stehen.

Regel 3 – nur mit Toilettenschuhen auf die Toilette

Um nicht irgendwelche danebengefallenen Tröpfchen oder dergleichen im Haus zu verteilen, was wohl für Japaner etwas zutiefst Ekelhaftes ist, gibt es für die Toilette wieder andere Schuhe. Meist sind es Plastikpantoffeln. Man sollte also nicht abwarten, bis es eilig ist, weil man erst aus den surippa heraus und in die Toilettenschuhe schlüpfen muss, ehe man das Örtchen betreten darf.

Regel 4 – Schuhe stehen immer in „Laufrichtung“

Wenn man also die surippa wieder gegen die Straßenschuhe tauscht, kann man die surippa nicht einfach so mit den Spitzen in Richtung Hausausgang stehen lassen. Nein, nein. Man stellt sie sorgfältig so auf, dass der nächste Gast ganz bequem hineinschlüpfen und loslaufen kann. Das gilt ebenso für die Schuhe, die man vor dem Wohnraum stehenlässt, selbst wenn es einen nur selbst betrifft. Vergisst man es, kümmert sich die Hausherrin darum, was einem aber schonmal den einen oder anderen schiefen Blick einbringen kann. Und das gilt umso mehr für die Toilettenschuhe, da es da ja hin und wieder echt dringend sein kann, schnell in die Schuhe schlüpfen zu können.

Nebenregel 5 – es gibt auch Schuhe für „um das Haus herum“

Will man nur mal kurz nach gegenüber oder zu einer Wäschestange am Rand des Hause oder an ähnlich nahe Orte, dann gibt es dafür in der Regel ein weiteres Paar Schuhe – auch wieder in Pantoffelform. Das hat natürlich den Vorteil, dass man sich nicht mühsam seine Straßenschuhe (bei mir waren es ja Wanderschuhe mit vielen Ösen und Häkchen) anziehen muss.

Warum heißen surippa so ähnlich wie slipper? (bösartige Frage)

Weil sie leger am Fuß sitzen, sodass sie bei jeder Gelegenheit wegslippern (bösartige Antwort).

Mein Fazit

Grundsätzlich hatte ich den Eindruck, dass diese Schuhregeln tatsächlich dazu beitragen, dass nicht so viel Schmutz ins Haus getragen wird. Mir fiel es am Anfang schon schwer, mich an all diese Handlungen zu gewöhnen. Manch abrupter Stopp, weil ich noch surippa anhatte, aber schon halb im Wohnbereich stand, endete dann in der Tat mit einem blauen Fleck 😉 Glücklicherweise habe ich nie vergessen, die Toilettenschuhe wieder gegen surippa zu tauschen. Dazu waren die Toilettenschuhe wohl doch zu anders. Das mit der Einhaltung der „Laufrichtung“ war wohl das Schwierigste für mich, insbesondere, wenn es um das Abstellen vor meinen Zimmer ging. Der eine oder andere böse Blick landete dann doch auf mir.

Ein wenig frage ich mich, wie das mit der Fußhygiene aussieht, wenn alle Leute die gleichen Schuhe anziehen und wo doch die Japaner im Allgemeinen so auf Hygiene bedacht sind. Allerdings habe ich auch keine Japaner gesehen, die barfuß gelaufen wären. Sie hatten immer zumindest ganz kurze Socken an.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Balana Hermine

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Shikoku 2017 – Nachlese #2

Wie schläft es sich in Japan?

Allgemein bekannt ist sicher, dass in Japan üblicherweise auf Futons geschlafen wird. Hin und wieder kann man das auch in etwas tiefer gehenden Dokumentationen sehen. Aber wie funktioniert das? Und kann man da wirklich schlafen?

In den traditionelleren japanischen Unterkünften (Minshuku und Ryokan oder in den Shukubo der Tempel) wird tatsächlich auf Futons geschlafen. In den Hotels gibt es in der Regel westliche Betten. Manche kleinere Hotels (soweit ich das beobachtet habe) haben auch Zimmer im japanischen Stil.

Ein Futon besteht aus einer unteren Decke, die einfach so auf die Tatami-Matten auf den Boden gelegt wird. Darauf kommt eine weitere Decke, auf die ein Laken gelegt wird. Die Dicke der Decken ist unterschiedlich. Das kann von einer 1 cm dicken Filzmatte bis zu einer Art Steppdecke reichen.

Das Kopfkissen ist so in etwa 60cm*40cm und mit einer Körnermischung gefüllt. Allerdings kann ich nicht sagen, was das für Körner oder Kerne sind. Es fühlte sich immer mal wieder anders an.

Nun kann man sich auf diesen Untergrund legen. Als Zudecke gibt es eine (für uns) normale Zudecke. Entweder steckt sie in einem Überzug oder man hat eine Art Laken, mit dem man sich zudeckt. Die Zudecke legt man dann darüber.

Für mich waren diese Konstruktionen in aller Regel zu hart, selbst die weicheren Ausführungen. Die Knochen drückten immer bis zum Boden durch. Das bereitete mehr oder weniger große Schmerzen. Da man sich das Bett selbst richten musste und die Zimmer in der Regel für 2 oder 3 Personen vorgesehen waren, habe ich irgendwann angefangen, mir eine zusätzliche Unterlage zu nehmen. Das war dann schon besser.

Die westlichen Betten waren sehr unterschiedlich. Eines war eigentlich eine hochgelegte Tatami-Matte mit daraufgelegtem Futon ***lach***. Ansonsten waren die westlichen Betten etwas härter als die, die wir normalerweise gewohnt sind. Nur ein einziges Bett war so weich, dass ich beinahe gesagt hätte, es hätte etwas härter sein können. Aber nach den vielen harten Nächten war es trotzdem eine Wohltat.

Ganz ehrlich: Die Schlafgelegenheiten sind nichts, was ich jetzt hier zu Hause vermisse 😉

Wir sehen uns unterwegs.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku 2017 – Nachlese #1

Weitere Beweisstücke

Das Zertifikat, das es zwischen Tempel 87 und 88 gab, hatte ich ja schon eingestellt. Heute möchte ich Euch zwei Kalligrafien zeigen, die es in jedem der Haupttempel und der offiziellen Nebentempel gab. Wenn ich schon andauernd davon spreche, sollt Ihr Euch auch ein Bild davon machen können. Hier die Kalligrafien von Tempel 1 und von Tempel 88.

   

An jedem offiziellen Nebentempel gab es zusätzlich zu einer solchen Kalligrafie einen kleinen runden Aufkleber. Dazu konnte man eine Papp-Platte kaufen, auf die man diese dann aufkleben konnte. Nun ja, wenn ich also schon einmal da bin, dann habe ich also auch diese Platte gekauft und nun alle Aufkleber aufgeklebt. Und so sieht das Ganze aus, wenn es fertig ist.

Schon als ich die Platte das erste Mal in den Händen hielt, hat mich das Bild sehr an ein Bild erinnert, das ich 2016 in der Franziskanerkirche in Santiago de Compostella gesehen habe – dieses hier.

Zwei ganz unterschiedliche Religionen/Glaubensrichtungen und doch so ähnliche Gesten und Körperhaltungen. Das hat mich doch ziemlich verblüfft. Und es bestärkt mich in meiner Annahme, dass die verschiedenen Religionen „nur“ unterschiedliche Interpretationen der eigentlichen Realität sein könnten.

Mit der Frage „Jakobsweg und/oder Shikoku 88“ werde ich mich in einer späteren Nachlese auseinandersetzen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Home, sweet home

Da bin ich also wieder zu Hause und muss mich an die alten Routinen neu gewöhnen und sie dabei vielleicht an die neuen Bedürfnisse und Erfordernisse anpassen. Aber das ist erst der nächste Schritt. Im Moment heißt es noch, den Jetlag zu bekämpfen und die Klamotten auspacken und sortieren. Noch hoffe ich, dass die Stöcke ankommen. Eine Verlustmeldung ist aufgegeben, aber von der Fluggesellschaft noch nicht bearbeitet.

Den Jetlag bekämpfe ich am besten durch Aktivität. Also war ich heute doch gleich mal schauen, wie viel Arbeit in der Zwischenzeit aufgelaufen ist. Es war deutlich weniger als befürchtet 🙂

Und dann wird es daran gehen, die gesammelten Erinnerungsstücke zu sichten, zu sortieren und zu verarbeiten. Dabei werden wieder etliche Nachträge entstehen. Wer schon länger diesen Blog liest, kennt das sicher noch vom letzten Jahr. Wenn Ihr bestimmte Wünsche oder Fragen habt, die in diesen Nachträgen bearbeitet werden sollten, wenn noch irgendetwas offen geblieben oder bei den Tagesberichten nicht mit abgedeckt wurde, dann gebt mir doch bitte einfach kurz Bescheid. Dann kann ich das gern in die Nachträge einarbeiten.

Und da ich im Alltag nicht mit dem Fotoapparat herumrennen und die „Bildbearbeitung“ noch nicht begonnen hat, gibt es heute kein einziges Foto 😦

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

 

Bald wieder zu Hause

Diese Nacht im Kapsel-Hotel war echt eine lohnende Erfahrung. Klaustrophobisch sollte man nicht sein, dafür etwas flexibel, was das Verstauen des eigenen Gepäcks angeht. Ich hätte wohl meinen Rucksack schon in der letzten Unterkunft flugzeugtauglich packen sollen. Das bedeutet nämlich, dass ich ihn einmal komplett aus- und ganz anders wieder einpacke. Viel Zeugs habe ich ja nicht. Aber durch die Souvenirs wurde es dann doch ein wenig brasselig. Möchte nicht wissen, was die Anderen gedacht haben, als sie meine Klamotten verstreut über den Flur liegen sahen. Ganz lange dauerte es ja nicht und alles war wieder verschwunden. Es ist alles sehr gut durchorganisiert. Ich habe überhaupt nichts vermisst. Vielleicht muss ich es nicht zwangsweise noch einmal machen. Aber probieren musste ich es mal.

Allerdings, wenn ich es mir recht überlege ist in einer Koje eines Doppelstockbetts in einem Hostel noch weniger Platz.

Und nun geht die Reise also zu Ende. Eine erste rückwärtsgerichtete Frage ist eigentlich bei jeder Reise, ob es irgendwelche Ausfälle gab. Liegengelassen habe ich glücklicherweise nirgends etwas – bzw. habe es ganz schnell gemerkt und konnte kurz umkehren. Ein bisschen Materialverschleiß gibt es am Rucksack. Der hat nun aber auch schon so etliche km überstehen müssen. Vermutlich hat der Regenschutz für den Rucksack ein Loch. Das muss ich zu Hause mal prüfen. Die Schuhe sind hin. Ja, die Sohle an der Ferse ist runter. Das ist soweit ja normal. Aber auch innen hat sich das Futter wieder von den Fußspitzen her aufgerollt. Na, das ist doch wieder ein Fall für die Reklamation. Last but not least: Die Waagen in den Unterkünften sind sich nicht so ganz einig. Das geht immer so plus/minus ein kg. Demzufolge wären so um die 4 bis 5 kg Lebendgewicht verloren gegangen. Wieviel davon noch nicht wieder aufgefülltes Wasser ist, wird sich zeigen. Aber ansonsten wären das so knapp 1000 kcal pro Tag, was nicht ganz unrealistisch ist. Ich freue mich auf die vielen Weihnachtsplätzchen, die ich zum Wiederauffüllen essen darf 🙂

Dann jetzt also ab ins Flugzeug und nach Hause. Den nächsten „Live-Bericht“ gibt es dann vermutlich erst am Freitag. 

Hier noch ein letzter Eindruck von einem Teil meines hoffentlich flugtauglichen Gepäcks…

…und eines Hinweisschildes, das mir irgendwie gut gefallen hat. (Ein Koban ist ein Auskunftshäuschen der Polizei. Davon gibt es viele, weil die Orientierung in Japans Städten selbst für Japaner nicht einfach ist.)

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Auf zum Flughafen

Der Tag begann mit einer Morgenandacht in der Unterkunft. Koyasan ist ein recht beliebtes Reiseziel und inzwischen ist wohl auch Reisezeit, sodass es ganz schön voll war, es dadurch aber auch eine besondere Atmosphäre bekam.

Den Vormittag habe ich noch ein bisschen in Koyasan verschlendert. Einmal den Ort hinauf und wieder herunter dauert nicht sonderlich lange. Ein paar Punkte, die ich gern noch einmal ansteuern wollte, hatte ich im Auge. Und ein großes Eis gab es auch noch einmal.

Von einem großen Eisblock werden Späne abgehobelt. Hin und wieder wird etwas Sirup der gewünschten Farbe (Geschmacksrichtung?) dazwischengeschüttet.

Am Nachmittag habe ich mich dann mal auf den Weg zum Flughafen gemacht. Die Unterkunft liegt ziemlich direkt am Terminal. Es ist ein Kapselhotel. Davon hatte ich ja schon einiges gehört. Also stand es ganz dick auf meiner „Möchte-gern“-Liste. Und so sieht es von außen aus.

Sieht ja schon ein bisschen kapselmäßig aus. Allerdings muss ich gestehen, dass einige Wohnhäuser von außen ziemlich ähnlich aussehen.

Ansonsten habe ich die Fahrt- und Wartezeiten einfach mal dazu genutzt, um ein paar Statistiken auszurechnen.

Schon vorangekündigt war, dass man viele Treppenstufen wird steigen müssen. Keine Ahnung, wo die Angewohnheit herkommt, aber ich zähle immer, wenn es Treppenstufen rauf oder runter geht. Diesmal habe ich versucht, die Zahlen aufzuschreiben. Jetzt nagelt mich bitte nicht auf eine Treppenstufe fest. Hin und wieder lag es sicher auch im Auge der Pilgerin, etwas als Treppenstufe zu zählen oder nicht. Hin und wieder habe ich auch vergessen aufzuschreiben oder habe ganz einfach die Zahl vergessen. Im letzten Falle habe ich dann geschätzt. Summasummarum sollte die Größenordnung aber stimmen. Und die hat mich doch überrascht. Es ging ​11.306 Treppenstufen auf und ab. Das sind dann meist Tempel oder Shrine gewesen, zu denen man über Treppenstufen hoch musste. Die musste man dann natürlich auch wieder runter. Außerdem ging es 6.328 Treppenstufen bergauf, wenn der Weg beispielsweise zu steil war. Die musste ich natürlich nicht wieder runter. Bergab gab es allerdings nur 3.911 Treppenstufen.

Insgesamt habe ich die 88 Kalligrafien der Haupttempel sowie die eine von Koyasan gesammelt. Hinzu kommen die 20 Kalligrafien der offiziellen Nebentempel sowie weiterer 41 Tempel und Shrine.

Davon, dass in Japan Stempel recht wichtig sind, hatte ich gelesen. Und nun durfte ich es auch erleben. Bloß gut, dass mein Notizbuch so viele Seiten hat. Es sind 58 Stempel geworden. So hat fast jede Seilbahn ihren Stempel. Wakayama hatte wichtige Sehenswürdigkeiten mit einem Stempel ausgestattet. Der große Garten in Takamatsu lud Kinder zu einer Stempelralley ein – Große durften auch stempeln 😉 Und Lawson hatte irgendeine Werbeaktion, bei der es einen bestimmten Satz an Stempeln zu sammeln gab, aber jeder Laden immer nur zwei hatte. Irgendwie hat mir auch dieses Stempelsammeln Spaß gemacht.

So, und nun kommt die Zahl, die mich ja doch etwas von den Socken gehauen hat. Dass es insgesamt 1.600 km werden, war eigentlich vom Plan her klar. In 8 Wochen heißt das 200 km pro Woche. Das war auch bisher bei meinen Touren immer das, womit ich gerechnet habe (plus ein bisschen Puffer). Aber: In einem Tunnel waren mal sehr klar immer 200 m abgemessen. Ich brauchte dafür bei normalem Schritt, gutem Untergrund und ebener Strecke 250-255 Schritte. Das ist eine Schrittlänge von etwas unter 80 cm. Rechnet man jetzt einfach mal mit 80 cm, dann werden aus 1.600 km 2 Mio. (in Worten: zwei Millionen) Schritte. Wow, das hat mich dann doch überrascht. Und wahrscheinlich sind es doch etliche Schritte mehr, weil die Schrittlänge spätestens bergauf deutlich kürzer ausfällt.

Aber Schluss mit den Statistiken. 

Blumen habe ich heute irgendwie gar keine gefunden. Aber in diesem Bild aus Lichtpünktchen steckte viel Farbe.

Einige Bäume beginnen schon, Abschied vom Sommer zu nehmen. Und da Abschied ja gerade Thema ist, soll das der Baum des Tages für heute sein.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Fahrt nach Koyasan

Nach Koyasan habe ich denselben Weg gewählt wie auf der Hintour. Allerdings kann ich mich an diese Brücke nicht mehr so recht erinnern.

Nicht aufgefallen beim der Hinfahrt war mir auch diese Auflistung von Dingen, die verboten sind. Interessant finde ich das Verbot rechts unten. Ist es hier so nötig, das zu erwähnen oder trauen wir uns in Deutschland nur nicht zuzugeben, dass das auch bei uns ein Thema wäre? 

Eigentlich dachte ich, dass alles ziemlich ereignislos verläuft, weil ich die Strecke ja schon auf der Hintour gefahren bin. Und doch erlebt man immer wieder Neues und Überraschendes. 

Als ich mir hier die letzte Kalligrafie abholte, gratulierte mir den Mann und wollte gleich auch ein bisschen schwatzen. Da er ein paar Worte Englisch konnte, ging das sogar.

Es hatte gerade eine Andacht angefangen, sodass ich noch schnell dazuschlüpfen konnte. Das war irgendwie ein schöner, passender Abschluss.

Als ich dann zurückging, gingen die Lichter der Steinlaternen, die den Weg säumen an. Es sah richtig nett aus, auch wenn das auf dem Foto nicht so herauskommt.

Hier ist diesmal deutlich mehr los als vor 2 Monaten. Man begegnet mehr Leuten auf der Straße und es sind mehr Läden offen. Allerdings hat es sich in der Seilbahn ganz schön gegnubbelt. Darauf war ich gar nicht so vorbereitet. Also wieder ein Stück der Realität näher 😉

Die Blumen sind diesmal Schnittblumen in Vasen. Diese Masse fand ich faszinierend.

Der Baum des Tages ist mal wieder Teil eines Arrangements. Dies ist am Eingang zu meiner heutigen Unterkunft angelegt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine