ein Traum und noch ein Traum

Ich fahre mal wieder Zug und muss umsteigen. An diesem Bahnhof war ich in älteren Träumen schon einige Male. Er ist völlig verbaut. Viele enge Treppen, viele Ebenen, keine Hinweisschilder, kreuz und quer gelegte Gleise. Ich finde mich wieder überhaupt nicht zurecht. Also verpasse ich meinen Anschlusszug. Es ist inzwischen auch so spät, dass der Infoschalter schon geschlossen hat und ich nicht nach einem neuen Anschlusszug fragen kann. Es gibt wohl aber noch einen Notfallschalter. Der ganze Saal scheint umgebaut zu werden. Es stehen ein paar Schilder rum. Auf den Bürostühlen hängen blaue Jacken. Ich will gerade gehen, als eine Angestellte fragt, ob ich etwas möchte; warum ich denn nicht gefragt hätte. Sie erklärt mir, wann mein nächster Zug geht, aber eigentlich müsste er vor 2 Minuten abgefahren sein. Ich soll es trotzdem versuchen. Nach einigem Hin und Her in dem Bahnhofsgebäude sitze ich in einem Zug, habe aber nicht mitbekommen, wie ich dort hineingekommen bin. Also frage ich den Schaffner, wo ich umsteigen müsste. Er schaut auf meine Fahrkarte und meint, ich könne bis zu meinem Zielort fahren. Damit endet der Traum.

Immerhin scheine ich ja die Chance zu haben, an meinen Zielort zu kommen. Und ich kenne ihn sogar, weil der Schaffner ihn genannt hat. Mein Vater war dorthin zu seiner dritten Partnerin gezogen, als ich in der 10. Klasse war. Noch ist mir nicht ganz klar, was ich ausgerechnet dort soll. Aber das erschließt sich vielleicht später mal.

Mehr oder weniger ohne einen Übergang, an den ich mich erinnern könnte, sitze ich in meinem Nachthemd hier bei uns am Hauptbahnhof in einem Cafe. Mein guter Kollege möchte uns mit seiner Frau besuchen und ich will sie abholen. Bei mir am Tisch sitzt noch jemand. Genau erkennen kann ich ihn nicht, aber es ist gefühlt mal NT von der Via de la Plata, mal ein Kollege aus einer anderen Niederlassung. Bei beiden ist mir eigentlich unklar, warum sie mit dabei sitzen. Aber wir verbringen die Zeit. Da wird ausgerufen, dass das Ehepaar auf Abholung wartet. Wir hatten also gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Ich flitze in meinem Nachthemd los, den ganzen Bahnhof mit den vielen Leuten entlang. Naja, zumindest habe ich inzwischen noch eine Lederjacke an, die bis zur Taille reicht. Die beiden sitzen auf einer Bank. Zwischen ihnen sitzt ein Mann. Ich kenne die Frau meines Kollegen nicht. Aber er hat einige Familienbilder auf seinem Schreibtisch stehen, also kann ich sie als seine Frau erkennen. Bei uns ist es üblich (also auch in der Realität), dass man sich mit guten bzw. netten Kollegen umarmt, wenn man sich sieht. Nun wollte ich die Frau nicht irgendwie verwirren und dachte also, dass ich sie dann einfach auch umarme. Ich habe also versucht, mich zu öffnen und alle guten Gedanken und Energie nach außen zu lassen, wenn ich sie umarme. Aber mir fällt es schwer, auf unbekannte Leute so eng zuzugehen. Also war ich doch recht distanziert, sodass auch die Umarmung entsprechend distanziert ausfielt. Inwieweit das bei ihr auch so ankam, kann ich nicht einschätzen. Direkt steht der Mann, der zwischen den beiden sitzt, auf und erklärt, was wir jetzt als nächstes machen werden. Ich hatte gar keine Gelegenheit, meinen Kollegen zu begrüßen. Wir konnten nur kurz einen Blick austauschen. Aber seine Blicke sind ganz besonders. Aus ihnen spricht so viel Lebensfreude, so viel Ruhe und Gelassenheit, so viel Kraft. Faszinierend. Es lädt mich regelrecht auf. Wir machen uns also auf den Weg, wie der Mann es gesagt hat, und schauen uns das Münster an. Dann müssen wir mit der Straßenbahn fahren. Ich verpasse das Aussteigen. Alles anderen sind schon an der vorherigen Haltestelle ausgestiegen. Also muss ich wieder mit meinem Nachthemd durch die Gegend rennen.

Mitten im Lauf klingelt der Wecker. Das hat mich so erschreckt, dass ich erstmal eine Weile brauche, bis ich richtig wach bin, und noch viel länger, bis mein Kopf wieder richtig klar ist.

Ich bin also mal wieder heftig unterwegs, ohne wirklich immer ein Ziel zu kennen und ohne wirklich anzukommen. Immerhin schaffe ich es anscheinend, Leute um Hilfe zu bitten oder mich mit Leuten zu treffen. Vielleicht ein Fortschritt?

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Glühwein und ein Traum

Gestern Abend hatten wir uns mit ein paar netten Kollegen zum Glühwein getroffen. Eigentlich sind sie aus einer anderen Abteilung, aber wir haben alle mit der Kooperation mit Nishnij Nowgorod zu tun. Allerdings haben sie aus ihrer Abteilung heraus ein paar Kontakte zu Externen, die auch dabei waren. Ich war sozusagen in zweierlei Hinsicht ein „Fremdling“. Und solche Situationen sind mir immer äußerst unangenehm. Es ist so ein Gefühl, sich etwas anzumaßen, was einem nicht zusteht. Aber es waren alle sehr nett. Der eine meinte, dass wir uns kennen würden. Hm. Ich konnte mich an nichts erinnern. Alzheimer? Aber nach eine ganzen Weile fiel es mir ein: Wir hatten uns auf der Silberhochzeit des einen Kollegen kennengelernt – wie viele Jahre das jetzt her sein mag? An seine Frau konnte ich mich da schon eher erinnern, jedenfalls machte ihr Gesicht eher einen bekannten Eindruck auf mich. Summasummarum war es ein sehr schöner Abend. Und auch diese blöden Gefühle waren am Ende verschwunden. Übrig blieb eher ein Gefühl, trotz der gewissen Außenseiterrolle genauso angenommen und akzeptiert gewesen zu sein, wie alle Anderen auch. Ein sehr gutes und in gewisser Weise auch neues Gefühl 🙂

Im Traum bin ich dann wieder etwas durch ein Gebäude geirrt, kam letztlich aber bei einer Fete an, wo ich wohl auch in sollte. Nein, es gab keinen Glühwein, aber vielleicht hatte dieses Treffen die Fete getriggert. Es waren auch ein paar bekannte Leute dort. Aber wie so oft in Träumen, bin ich nicht dazu gekommen, etwas zu essen oder zu trinken. Diesmal war es einfach zu voll. Sonst ist es oft so, dass ich mich um vieles kümmern muss und darüber nicht dazu komme, etwas zu essen, selbst wenn ich maßgeblich mit vorbereitet habe.

Es war auch ein recht junges Geschwisterpärchen da. Sie unterhielten sich prächtig und fanden alles ganz toll. Das kleine Mädchen wollte dann etwas essen, hat sich aber nicht am Buffet bedient, sondern ist in die Küche gegangen. Nach einer ziemlich langen Zeit fiel mir auf, dass sie gar nicht zurückgekommen ist. Also versuchte ich nachzusehen. Die Küchentür ließ sich von innen nicht öffnen. Das Mädchen hatte sich sozusagen selbst ein- bzw. ausgesperrt. Sie sah aber nicht verängstigt aus. Und so fragte ich nur, ob sie satt geworden wäre. Da wurde sie plötzlich ganz weiß und begann zu würgen. Wir sind schnell ins Bad, wo ich sie über ein Waschbecken hielt. Und dann musste sie sich übergeben, übergeben, übergeben, ohne Ende, bis der Traum irgendwann zu Ende war.

Naja, auch dieses Motiv kommt ja häufig in den Träumen vor, nur dass diesmal nicht ich es war, sondern das kleine Mädchen. Hier gibt es vielleicht auch eine Verbindung zu dem Glühweintreffen. Es war ein Kollege dabei, dessen blaue Badelatschen, die er wirklich hatte, ich mal in einem Traum rausgewürgt habe. Und die waren so eklig bitter. Brrr. Aber ich frage mich ja, wann dieses ganze Übergeben mal ein Ende hat 😦

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Traum

Ich bin mit meiner Cousine (oder meiner Freundin) in Berlin. Wir müssen nach Schöneweide. Meine Cousine meint, dass wir dazu zuerst zum Alexanderplatz müssen. Wir fahren mit einem Bus, fahren aber eine Station weiter als die Endstation, sodass wir also den Alexanderplatz „verpasst“ haben. Meine Cousine meint, dass wir nun laufen müssten. Ich gehe zwar voraus, aber meine Cousine „dirigiert“ von hinten. Es wird immer dunkler, weil es schon spät am Abend ist. Der Weg wird immer enger und auch ziemlich steil. Letztlich muss ich mich regelrecht nach oben schieben, um überhaupt noch vorwärts zu kommen. Plötzlich höre ich ein schmerzhaftes Aufstöhnen meiner Cousine. Ich habe meine Schuhe verloren und sie haben meine Cousine getroffen. Ich binde die Schuhe gemeinsam an ein langes Seil, damit ich sie nicht wieder verlieren kann, und ziehe sie hinter mir her.

Am Ende dieses Weges kommen wir an ein Haus. Die Haustür ist zwar zu und auch irgendwie abgeschlossen, es fällt uns aber leicht, in das Haus zu kommen. Immer mit der Sorge, gleich erwischt zu werden, untersuchen wir das Haus. Es ist aber eher ein Herumirren. Das geht so, bis es Morgen ist. Dann finden wir einen Ausgang. Dort stehen aber zwei kräftige, nicht gerade spaßig aussehende Wachmänner. Komisch: Der Eingang ist nicht bewacht, der Ausgang aber schon? Nun kommen auch schon die ersten Leute, die in dem Haus zu tun haben. Wir versuchen, nicht aufzufallen und irgendwie aus dem Haus zu kommen. Aber noch bevor wir es nach draußen schaffen, ist der Traum zu Ende.

Und da war es wieder: das mehr oder weniger erfolglose Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, obwohl ich diesmal nicht dauernd umsteigen musste, und das Herumirren in einem fremden Haus, diesmal allerdings unter „erschwerten“ Umständen. Mit Schuhen hatte ich es sehr, sehr lange nicht mehr, nur vor Kurzem tauchten Schuhe irgendwie auf, woran ich mich aber nicht weiter erinnern kann. Nun, mal schauen, ob es mit den Schuhen eine Fortsetzung gibt.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Traum

Eigentlich war es eine recht kurze Sequenz, aber sie hat mich etwas ratlos zurückgelassen.

Für irgendjemanden muss ich ein kleines Geschenk besorgen. Dafür fahre ich mit dem Wagen in Geschäfte, die wie Kioske sind. Sie sind ziemlich weit voneinander entfernt. Die Straßen sind breit und großzügig angelegt. Parkplätze gibt es unzählige. Und auch die sind riesig groß. (Da ich ewig nicht Auto gefahren bin – das letzte Mal in den USA – könnte es sich hier tatsächlich um die USA handeln.)

In einem Laden gibt es viele verschiedene kleine Dinge, die meine Aufmerksamkeit erregen. Einige davon sind aus dem Schmuckkasten meiner Mutter. Ich kann sie genau wiedererkennen. Die Ladeninhaberin beobachtet mich. Dann kommt sie mit einem Briefumschlag und meint, dass das in den letzten Tagen angekommen wäre und mich vielleicht auch interessieren könnte, wenn mich diese Dinge so interessieren. Auf dem Briefumschlag stand mein voller Name. Der Brief war aus Norwegen.

Ich öffne den Briefumschlag. Es sind Bilder von kleinen Kindern darin. Eines sieht mir ziemlich ähnlich. Aber es sind sehr alte Bilder. Als ich mir die Bilder ansehe, wandeln sie sich zu Filmsequenzen. Plötzlich sitzt neben mir ein sehr, sehr alter Mann. Er hat eine Frau dabei, die jünger ist als er. Vielleicht seine Tochter? Sie haben den Brief geschickt. Ich sage, dass es eine tolle Idee war, dass sie den Brief geschickt haben. Aber die letzten Worte gehen in heftigem Weinen unter.

Damit war der Traum zu Ende. Ich wüsste nicht, inwieweit ich Bezug zu Norwegen hätte. Ich war noch nichtmal dort. Nur mein Großvater war (noch lange vor meiner Zeit) dort in Kriegsgefangenschaft. Hat mir da einer uralte Erinnerungen geschickt, die ich nun ans Laufen bekommen soll? Noch sehe ich da nicht recht durch. Aber da ist ein Drang, das zu klären.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Traum

Ich beobachte, wie ein Mädchen geschlagen wird. Das Mädchen versucht, zu mir zu kommen. Sie greift nach meiner Hand. Sie wird weiter geschlagen und getreten. Sie wird immer kleiner und jünger. Immer wieder versucht sie, zu mir Kontakt aufzunehmen. Das gelingt ihr immer schlechter. Unser innerer Abstand wird immer größer.

Mit einem Schlag kommt eine Erkenntnis über mich. Das „Ich“ ist die Seele des kleinen Körpers, der da geschlagen und getreten wird.

In dem selben Moment wache ich auf. Ich bin sofort wach – hellwach. Aber doch auch irgendwie benommen. Ich habe das Gefühl, lange Zeit nicht geatmet zu haben,  und muss erstmal ein paarmal tief ein- und ausatmen. Ich habe das dringende Bedürfnis, in den Arm genommen zu werden. Aber MD schläft so tief und fest. Ich möchte ihn nicht aufwecken.

Es dauert eh nicht lange, bis ich aufstehen muss. Ich muss arbeiten gehen. Also bleibe ich noch eine Weile liegen und lasse die Gedanken laufen.

Geschlagene Seele erstarrt.
Getretene Seele zieht sich zurück.
Gequälte Seele igelt sich ein.
Ungeliebte Seele stirbt.

Körper ohne Seele.
Körper ohne Leben.
Existiert.
Funktioniert.

Fühlt nicht mehr.
Spürt nicht mehr.
Liebt nicht mehr.
Lebt nicht mehr.

Mir will heute nichtmal ein optimistisches Ende einfallen.

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich noch ein wenig Zeit, ein paar Entspannungsübungen zu machen. Aber es funktioniert alles nicht so recht. Es macht mir ein wenig Sorge. Ich kann einfach das „innere Leuchten“ nicht finden oder erzeugen. Aber sobald ich den ersten Kollegen sehe, ist es, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Ich bin voll im Thema und vergesse alles um mich herum. Ein Kollege meinte am Ende sogar, man hätte gesehen, dass es mir Spaß gemacht hat. Also muss das „innere Leuchten“ doch dagewesen sein. Aber ich bin froh, dass die Arbeit vorüber ist.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Aus der Traum?

Ich bin mit Leuten zusammen. Aber ich kann mich nicht mehr recht erinnern, mit wem oder was wir machen. Immer mal wieder wechselt die Szene und ich bin (wie so oft in Träumen) in einem Treppenhaus. Diese Male gehe/renne ich lediglich die Treppen hoch und runter, ohne wirklich zu wissen, was ich hier tue oder wo ich hin soll. (Sonst gehe ich schon mal in eine Wohnung oder krame im Keller oder auf dem Dachboden herum.)

Plötzlich wechselt die Szene. Ich bin bei einer Ärztin. Sie hat wohl Ergebnisse einer Untersuchung (Blutuntersuchung?). Mit in Falten gelegter Stirn und ernsthaftem Blick verkündet sie, dass etwas nicht in Ordnung sei und ich mich nicht mehr anstrengen dürfte. Es wäre nichts Organisches, aber Anstrengung könnte katastrophale Folgen haben. Mir schwant Schreckliches, aber ich will es genau wissen. „Darf ich denn noch wandern?“ Zur Ernsthaftigkeit im Gesicht der Ärztin kommt ein Ausdruck von Mitlied hinzu und ganz langsam, fast unmerklich schüttel sie sanft den Kopf. Sch…. Ich hatte es befürchtet.

Aus der Traum! In mehrfachem Sinne des Wortes.

Wir sehen uns auf dem Weg. – Trotz alle dem.

Let’s go!

Belana Hermine

Ganze und kaputte Ringe

Häufig bin ich im Traum in Pilgerherbergen unterwegs. Manchmal kenne ich sie, kenne mich dort aber trotzdem nicht aus. Meist kenne ich sie nicht. In der Regel sind sie recht groß, mit mehreren Zimmern, Etagen und verwirrenden Fluren. Ganz oft bin ich gerade dabei, mein Zeug zusammenzupacken, kriege das alles aber nicht in den Griff.

So auch diesmal. Die Herberge erinnert an ein Schloss oder eine alte Burg. Ein Mann kommt und bietet eine Führung durch den alten Teil der Anlage an, insbesondere die Kellerräume. Natürlich bin ich neugierig und will mit. Also lasse ich meinen Pröttelkram stehen und schließe mich der Führung an. Der Mann sieht irgendwie aus wie mein Mathe-/Physik-Lehrer aus der 9. und 10. Klasse. Wir kommen in einen Raum, in dem in gerader Linie und in regelmäßigen Abständen so etwas wie Luftlöcher in den Boden eingelassen sind. Wir sollen uns jeder an eines dieser Luftlöcher setzen. Der Mann stellt sich an eine Tisch und packt verschiedene Dinge aus. Inzwischen sieht er aus wie ein Schamane. Es soll darum gehen, die Trauer über ein verlorenes Körperteil zu spüren. Hm, ich bin körperlich aber ganz heil. Alles dran, was man so braucht.

Ich versuche, die Gegenstände auf seinem Tisch anzusehen. An die einzelnen Dinge kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es sah alles ziemlich mystisch aus. Da entdecke ich einen Ring. Genau so einen Ring, wie ihn meine Mutter hatte. Nur dass sein Ring ganz ist und der, den ich habe, ist kaputt. Wieso hat er einen ganzen Ring meiner Mutter?!?!? Plötzlich spüre ich mit einer Wucht, die mich zur Seite kippen lässt, einen körperlichen Verlust und die entsprechende Trauer dazu. Tränen stürzen mein Gesicht hinab. Aber ich bin körperlich immer noch heil und gesund. Meine Nachbarin bemerkt meine Situation und beugt sich tröstend über mich.

Nein, das ist alles nicht real. Stopp. Mir ist zwar nicht bewusst, dass ich träume, aber damit beende ich den Traum und wache auf.

Was für mich aber als Frage bleibt, warum er einen ganzen Ring hatte und meiner kaputt ist. Wie kriege ich den Ring ganz? Er ist mir ja schon ein zweites Mal beim Tragen kaputt gegangen.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

Lichtgestalten

Vor ein paar Tagen schon habe ich etwas geträumt, was ich aber gar nicht recht einordnen konnte. Es hat mich aber nicht losgelassen, und so langsam bekomme ich eine Ahnung.

Ich habe jemanden ganz inniglich umarmt. Es war die Gestalt eines Mädchens oder einer jungen Frau. Sie war ganz weiß und strahlte, ohne mich zu blenden. Es war ein ganz gleichmäßiges, ruhiges, fast selbstbewusstes Strahlen. Ich habe diese Gestalt vorsichtig an mich gedrückt. Dann habe ich ihr Gesicht sanft in beide Hände genommen und die Hände langsam am Gesicht nach unten geführt. Dabei habe ich ganz viele gute Wünsche und Gedanken gehabt, die ich der Gestalt mitgeben wollte.

Eigentlich hat es sich angefühlt, als würde ich meine Tochter umarmen und ihre all meine Liebe mitgeben. Ich habe aber keine Tochter. Ich habe einen Sohn. Ihm wünsche ich natürlich auch alles Liebe, aber vom Gefühl her würde ich das wohl anders machen. Wir gehen zwar liebevoll miteinander um, aber es ist nicht diese Sanftheit dabei, wie ich sie im Traum erlebt habe.

Zwei andere Varianten sind dann irgendwie aufgetaucht.

Vielleicht war ich gar nicht ich, sondern selbst die Lichtgestalt und ich als geträumte Mutter war meine Mutter. Also doch ein Traum von Mutter und Tochter, aber eben in anderer Konstellation. Zu sehr Wunschtraum? Mag sein. Aber ich fühle mich gut dabei.

Etwas Anderes blitze als Idee auch auf: Seelen werden auch als Lichtgestalt beschrieben. Vielleicht war es meine eigene Seele, die ich beginne anzunehmen? Wenn ich das denke und mir auch den Traum in die gefühlsmäßige Erinnerung rufe, dann kommt tatsächlich etwas von diesem lieben, sanften, verständigen Gefühl in diese Wirklichkeit. Dann werde ich ganz ruhig, aber es treibt mir auch ein wenig Tränen in die Augen. Ich möchte dieses Bild und auch die Gefühle daran gern in Erinnerung behalten und sie auch möglichst immer dann, wenn sie mir helfen könnten, wieder hervorrufen können.

Und ich nehme es als „Aufforderung“, mich weiter darum zu bemühen, die Liebe zu mir selbst zu finden.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine