Urlaub 16. Tag – wieder zu Hause

Home sweet home 🙂

Der Rest der Rückfahrt war nochmal anstrengend. Aber es ist alles problemfrei gelaufen. Wir sind durch viele Orte gefahren, durch die ich vor 3 Jahren gewandert bin – nur eben in die andere Richtung. Vor der einen Unterkunft standen sogar noch genau so viele Stühle wie damals, als ich auf das Öffnen gewartet habe. Witzig.

Zwischendurch gab es heute nichts mehr, was wir uns noch einmal ansehen wollten. Deswegen sind wir wirklich nur gefahren, gefahren, gefahren. Das war ganz schön anstrengend. Jetzt gönnen wir uns noch ein Urlaubsabschlussessen.

Mein Schienbein ist inzwischen ganz schön bunt geworden. Also ganz ehrlich, wenn ich auf einer Wandertour gewesen wäre, wären wohl die folgenden zwei oder drei Etappen ein wenig kürzer ausgefallen :-(. Aber nun ist alles wieder auf dem Weg der Besserung.

image

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Advertisements

Urlaub 15. Tag – Dijon

Heute gibt es nicht allzu viel zu berichten. Wir sind gefahren, gefahren, gefahren.

In Plaincourault wollten wir uns eine kleine Kapelle ansehen. Wir haben sie ziemlich auf Anhieb gefunden. Aber sie hatte leider zu. Und wir haben etwa 2 Stunden gebraucht, um von Ort zu Ort zu ziehen, um herauszufinden, dass sie heute auch nicht aufmacht. Wie schade :-(. Aber für ein nächstes Mal wissen wir direkt, wie wir die Öffnungszeiten herausfinden können.

image

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 14. Tag – Perigueux

Heute mussten wir uns von den Pyrenäen verabschieden und unsere Heimreise antreten. Schnell gab es keine Berge mehr und auch die Kurven wurden gerader und langgezogener.

Aber ein Zwischenziel hatten wir noch: die Höhle von Lascaux. Es ist wohl die Höhle mit den meisten prähistorischen Höhlenmalereien. Eine der Malereien wird sogar von einigen als Bildnis einer schamanischen Reise interpretiert. Die originale Höhle kann von der Öffentlichkeit nicht besichtigt werden, da die entsprechenden klimatischen Einwirkungen den Malereien schaden. Deshalb wurde von einem Teil eine exakte Kopie erstellt, 200 m von der originalen Höhle entfernt. Diese Kopie kann man anschauen.

Wir haben tatsächlich noch zwei Plätze in einer der letzten Führungen bekommen. Es war interessant, die Malereien in Originalgröße zu sehen. Aber die Atmosphäre und das Flair lassen sich natürlich nicht kopieren. Es ist halt ein Museum, das wie eine Höhle gestaltet ist.

image

Heute ist französischer Nationalfeiertag. Damit sind alle Läden geschlossen. Und wenn wir nicht gerade durch Touristenhochburgen fuhren, war alles ziemlich tote Hose.

Ganz anders hier. Gegen Abend wurde es echt wuselig. Auf dem Hauptplatz spielte eine Band, die Kinder sprangen umher und das „ältere Volk“ amüsierte sich (22:00).

image

Um 22:45 startete ein tolles Höhenfeuerwerk. Da waren wir unverhofft und unerwartet in ein wahres Volksfest geraten.

image

image

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 12. Tag – Burguete

Unser Reiseführer versprach eine Hängebrücke über eine tiefe Schlucht. Die wollten wir uns nicht entgehen lassen. Eine Stunde Fußmarsch steil bergan waren vorher zu absolvieren. Hat dann aber gar nicht so lange gedauert und sich komplett gelohnt.

image

image

Allerdings gab es kurz vor dem Ziel einen kleinen Zwischenfall. Wollte mal wieder Gutmensch spielen und bin einem entgegenkommenden Wanderer nach rechts ausgewichen. Dort ging es sehr steil ca. 400 m runter in die Schlucht. Irgendwie bin ich abgerutscht. Runter wollte ich aber auch nicht. Also habe ich versucht, mich nach links abzufangen. Hat nicht so 100% geklappt, aber besser, als unten im Tal zu landen. Gut, dass ich eine lange Hose an hatte.

image

Trotzdem hat das Schienbein einen ganz schönen Schlag abgekriegt. Das wird bestimmt lustig bunt werden.

image

Okay, das ist der zweite „größere“ Sturz in meiner ganzen „Wanderkarriere“ – sprich, auf inzwischen etwa 8000 km. Damit kann ich doch ganz zufrieden sein. Interessanterweise war der andere Sturz vor fast genau 3 Jahren hier in der Nähe auch in den Pyrenäen.

Burguete ist auch ein wichtiger Ort für Pilger. Wer von Saint-Jean-Pied-de-Port kommend in Roncevalles kein Bett findet oder einfach noch ein Stück weiter möchte, landet als nächstes hier.

Da ich 2012 diesen Weg gewandert bin und MD mal schauen wollte, an welchen Orten ich war, haben wir am Abend einen kleinen Abstecher nach Saint-Jean über Roncesvalles gemacht. Steht alles noch 😉 Nette Erinnerungen 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 11. Tag – Jaca

So wie die ganze Gegend hier Wahnsinn ist, so ist auch der Nebel der blanke Wahnsinn. Wenn man einen Pass hochfährt, taucht man in diese weiße Watte ein und sieht nach einer Weile die Hand vor Augen nicht mehr.

image

Und es war ziemlich kalt in dem Nebel. Allerdings nur, solange wir noch auf der französischen Seite waren. Kaum waren wir über den Somport-Pass, schien wieder die Sonne und es wurde warm.

Hier haben wir zwei Tramper mitgenommen, die auch nach Jaca wollten. Kurz vor Jaca gab es wieder eine Polizeikontrolle mit schwerer Bewaffnung. Diesmal mussten wir alle unsere Ausweise zeigen. Sonst sind wir immer durchgewunken worden. Sie wunderten sich ein bisschen, was zwei Franzosen mit zwei Deutschen in einem Auto zu tun haben, haben es dann aber auf sich beruhen lassen.

Wir waren am frühen Nachmittag in Jaca, sodass noch etliche Zeit für Sightseeing war.

Erstes Ziel des Sightseeings war ein Kloster, das in die Höhle eines Felsens gebaut war. Beeindruckend. Aber man kann auch erkennen, dass der Fels „drückt“.

image

Nach einer späten Siesta haben wir den obligatorischen Stadtrundgang gemacht und versucht, die beschriebenen Bauwerke zu finden. Der Ort hat eine Kathedrale, zwei Kirchen und zwei Ermitas. Ganz klar sind mir die Unterschiede nicht. Ich weiß nur, dass eine Kathedrale ein Bischofssitz ist. Wir haben es nur geschafft, in zwei hineinzuschauen. Aber sie waren beide toll. In der Eglisia de Santiago stand natürlich eine Jakobusfigur.

image

Dann haben wir uns wieder den eher weltlichen Dingen zugewandt – essen. So gut und preiswert haben wir bisher auf der Tour noch nicht gegessen. Wie Gott in Frankreich, könnte man meinen. Hat er auch in Spanien gegessen? Dann bestimmt so 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 10. Tag – Lourdes

Keine Ahnung, wie oft ich heute „Wahnsinn“, „wow“ oder „boa“ gesagt habe. Das ist wohl aber auch egal, denn eigentlich kann man es wohl gar nicht mit Worten beschreiben, wie schön es hier ist. Jedes Fleckchen ist anders schön. Jedes Gebiet hat seinen eigenen Flair. Ich möchte das so gern zeichnen können.

Von einem Ort aus konnte man per einstündiger Wanderung zu einem Gebiet mit Wasserfällen kommen.

image

Wenn man noch ca. 20 min weiter kletterte, war man am Fuß des größeren Wasserfalls. Es war kalt-windig, laut und echt nass dort. Möchte nicht wissen, was dort während der Schneeschmelze los ist.

image

Da es in der Umgebung keine preiswerten Unterkünfte gab, hatte MD doch spaßeshalber mal in Lourdes geschaut. Eigentlich hatten wir gedacht, dass dort alles über die Maßen teuer ist. Ist es aber gar nicht. Und so schlafen wir heute in Lourdes, etwa 10 Fußminuten von der Grotte entfernt. Die Prozession am Abend haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

image

Und selbst nach 22:00 waren viele der Andenkenläden noch offen.

image

Aber jetzt bin ich erstmal platt und muss schnell schlafen. Da wir wieder auf der französischen Seite der Pyrenäen sind, gibt es auch wieder eine Stunde früher Frühstück 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 9. Tag – Es fährt wieder…

…auf 4 gleichen Reifen :-).

Eigentlich wollten wir heute morgen nur Bescheid sagen, dass wir erst gegen Abend kommen wollten, um uns den Tag nicht so zu zerstückeln. Aber da war der Reifen schon da und das Rad wurde gleich gewechselt. Das ging sooo schnell. Ratsch, ratsch, ratsch, ratsch, ratsch – fertig. Und wir haben uns 20 min echt abgemüht 😉 Der Monteur hat sich über das Lob gefreut, aber auch auf sein Werkzeug hingewiesen. Also hätten wir schon heute weiterfahren können, aber wir wollten dann die Unterkunft hier nicht absagen.

Wir sind dann die Straßen gefahren, die wir vorgestern nicht mehr fahren konnten. Und ein paar sind wir noch einmal gefahren, weil sie so toll waren.

Besonders beeindruckend fanden wir die Farbe des Sees. Das sah ziemlich künstlich aus und passte irgendwie nicht so recht zum Grün der umstehenden Bäume. Es war als Grundfarbe ein Grün, in das jemand ein paar zu wenig Tropfen Blau fallen lassen hat. So etwas habe ich bisher nur auf Postkarten gesehen. Allerdings wirkt es auf dem Photo unten sehr blau, aber für meinen Geschmack immer noch sehr künstlich.

image

Der andere, sehr beeindruckende Punkt heute war eine Straße, die häufig durch die Felsen hindurch (durch Tunnel) oder zwischen hoch aufragenden Felsen verlief.

image

Welch ein Naturschauspiel.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine