Urlaub 5. Tag – Sant Julia de Loria

Das war aber wirklich eine nette Unterkunft. Richtig familiär, auch wenn uns das aufgrund der Sprachbarriere nicht allzu viel weitergeholfen hat. Aber Atmosphäre kann man auch ohne Sprache spüren. Und es war definitiv Spanien. Mit dem Menu del dio um 21:00, was ja für uns ziemlich spät war, aßen wir gemeinsam mit den Familien mit Babies. Und mit dem Frühstück um 8:00 waren wir die Allerersten. Aber es war toll.

Für heute war ein Besuch in Andorra geplant. Aber neben diesem kleinen Land, das da in die Berge gebettet ist, gibt es auch noch eine winzige spanische Enklave umgeben von französischem Territorium. Ich muss mal versuchen herauszufinden, wie so etwas politisch zustande kommt. Die mussten wir natürlich auch durchfahren.

Auf dem Weg haben wir Halt in Ripoll gemacht. Dort gibt es ein Kloster, dessen Ursprünge im Jahr 879 liegen. Es hat einen tollen Kreuzgang mit zwei Etagen. Unten konnte man ausgegrabene alte Gräber sehen.

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In Andorra haben wir einen kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt gemacht – Einkaufen als Beschäftigung für gelangweilte Urlauber :-(. Infoblätter etc. waren in 4 Sprachen: spanisch/katalanisch, französisch, englisch und???? Russisch! Es gab sogar ein Werbeplakat NUR auf russisch. Und an einem Restaurant hing explizit ein Schild, dass es hier auch eine russische Speisekarte gibt. Das war für mich mal wieder herausfordernd fürs Verstehen: die EU gibt Millionen Euros aus, um das russische Hochschulsystem zu unterstützen. Ich nenne das inzwischen Entwicklungshilfe. Das geht für mich nur schwer zusammen. Aber vermutlich mische ich wieder irgendwelche Ebenen in unerlaubter Weise zusammen.

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Aber die Gegend hier ist total toll. Die Hauptstadt liegt absolut im Talkessel verschiedener Berge. Das sieht überwältigend aus. Ein paar km abseits haben wir eine nette und (im Sommer?) preiswerte Unterkunft gefunden.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 4. Tag – Camprodon

Das war unsere erste „richtige“ Pyrenäen-Etappe. Wir haben wieder viel beeindruckende Landschaft gesehen und sind viele kleine Bergstraßen gefahren.

In einem Gebiet konnte man ganz nah an die Sandsteinfelsen heran. Da Sandstein relativ schnell verwittert, haben sich in diesem Gebiet interessante Figuren geformt. Diese Felsen werden deshalb „Orgel“ genannt.

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In einem Ort in der Nähe gab es eine reich ausgestattete Kirche. Auf dem Bild im Buch wirkte es zwar beeindruckend, aber die Atmosphäre in echt zu spüren ist noch einmal was ganz Anderes.

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Nach weiteren vielen Kurvenkilometern waren wir am Ziel für heute angekommen. Es ist ein Casa rural. Wirklich nett gemacht. Und die Dame des Hauses bemüht sich sehr. Nichts ist ein Problem. Alles ist möglich.

Da in Spanien ja eh spät zu Abend gegessen wird, haben wir noch „schnell“ einen Abstecher zum ersten Berg, der über 2000 m hoch ist, gemacht. Wundervoll, beeindruckend, faszinierend… Aber auch ein wenig traurig machend, weil ein recht großer Teil der Natur durch ein Skigebiet überdeckt wurde.

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Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 3. Tag – Nachtrag

600 km weiter und alles ist anders.
Gestern gab es schon ab 6:00 Frühstück, vielleicht auch wegen der Pilger, die um 7:00 mit dem Pilgergottesdienst ihren Weg antreten oder fortsetzen wollen. Hier gab es ab 8:30 Frühstück. Und als wir am Vorabend gegen 21:00 mit dem Essen fertig waren, hatten wir Sorge, mit den Bürgersteigen eingeklappt zu werden. Als wir gestern um 22:00 fertig waren, fing der Bär erst an zu tanzen. Naja, und für heute morgen hieß es zwar ab 8:30 Frühstück. Das wurde dann aber erstmal vorbereitet. Na, das ist eben Spanien, wie ich es schon kennenlernen durfte und es auch lieb gewonnen habe :-).

Gestern sind wir durch den Landstrich Languedoc gefahren. Eine sehr beeindruckende Landschaft. Aus tiefgrünen Wäldern mit hohen Bäumen ragen plötzlich bizzar geformte Felsen auf. Von Languedoc hatte ich zum ersten mal in „Northanger Abbey“ (Austin) gehört und dann in „Odolfo“ (Redcliffe) gelesen. Die Wälder hätte ich mir tatsächlich so vorgestellt. Aber die Felsen waren doch überraschend – überraschend schön.

Und nun fängt auch das babylonische Sprachgewirr an. Mit MD spreche ich deutsch – klar. Eines der Mädel, die wir mitgenommen hatten, sprach ganz gut englisch. Bisher ging es auf französischen mehr schlecht als recht. Nun, dachte ich, wäre spanisch angesagt. Aber das ist nicht sicher. Da kann es auch passieren, dass auf einen spanischen Satz französisch geantwortet wird. Oder es mischt sich katalanisch drunter. Dann hört es ja ganz auf. Und später wird katalanisch durch baskisch abgelöst. Oh, oh. Aber bisher haben wir uns noch immer verständigt bekommen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 3. Tag – Llanca

Heute morgen waren wir in der Tat noch in der Kathedrale. Und es war wieder wunderschön und hat viele schöne Erinnerungen geweckt. Wer weiß warum, aber ich musste wieder viele Bilder knipsen, auch wenn ich die Dinge nun schon mehrfach fotografiert habe.

Hier die schwarze Madonna.

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Da wir recht früh aufgestanden waren, sind wir trotz Besuch der Kathedrale relativ früh losgekommen. Das war gut, denn die knapp 600 km bis Llanca wollten gefahren sein. Nun sind wir also kurz hinter den Pyrenäen in Spanien. Wir hatten uns so auf das Mittelmeer gefreut, dass wir auch gleich nach der Ankunft losgelaufen sind. Echt toll. Blitzblaues Wasser und gleich daneben die Berge.

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Etwa 150 km vor dem Ziel wollten zwei Belgierinnen mitgenommen werden. Sie machten an einem Tramp-Wettbewerb mit. Am Montag waren sie in Belgien gestartet. Dies war ihre 5. und letzte Etappe. Es wurde also immer von Etappenort zu Etappenort getrampt und am Ende die Gesamtzeit ermittelt. Da ihr Etappenziel nicht so weit von unserem Ziel entfernt lag, haben wir sie bis zu ihrem Ende mitgenommen. Heute waren sie somit Dritte.

Morgen erwarten uns dann die Berge :-).

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 2. Tag – Le Puy en Velay

Das war heute eine längere Tour (ca. 600 km), aber wir wollten unbedingt hier übernachten – einerseits weil wir im letzten Jahr unsere Wanderung hier beendet hatten und andererseits weil es auch 2012 für mich eine wichtige Station war. Und so schwelgen wir gerade ein wenig in Nostalgie :-).

Tagsüber sind wir in toller Natur vor uns hingerollt. Viel Grün. Berge, die sich weit wellten, manchmal aber auch majestätisch aufragten. Dann mal wieder weites, flaches Land.

Dann plötzlich Lyon mit tausenden von Autos, die im Feierabendverkehr schnell nach Hause wollten. Regelrecht ein kleiner Kulturschock. Aber MD wollte unbedingt durch den Autobahntunnel. Und der wollte erstmal gefunden sein. Nun, nicht gerade eine Meisterleistung der Routenplanung unsererseits :-(.

Aber nun sind wir hier und genießen das Wiedererkennen manch schöner Ecke. Und auch wenn ich schon tausende von Muschelzeichen geknipst habe, so musste es heute auch wieder ein Bild geben. Und der Sonnenuntergang beleuchtete die Kathedrale und die Statue „Notre Dame de la France“ mit ganz besonderem Licht. Leider war die Kathedrale schon zu. Das werden wir also morgen noch einmal versuchen.

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Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Urlaub 1. Tag – Mont Ste. Odile

Ja, jetzt ist Urlaub 🙂 Es geht durch Frankreich bis zu den Pyrenäen und zurück. Das werden wir in mehreren Einzeletappen machen.

Heute ging es über ca. 450 km nach Mont Ste. Odile. Es ist ein Kloster, das auf einem Berg/Felsen 764 m hoch gelegen ist. Es ist wundervoll restauriert. Früher war es ein wichtiger Sammel- und Startpunkt für Pilger, die nach Santiago de Compostella wollten. Bis dorthin sind es von hier reichlich 2.200 km, wenn man dem Schild trauen darf. Mir kommt es ein bisschen wenig vor. Aber es gibt ja immer viele Wege.

Die Atmosphäre hier ist umwerfend. Fast rundherum hat man eine tolle Aussicht auf Täler und Berge und Wälder – einfach wundervolle Natur. Man sieht den Schwarzwald, das Rheintal, die Vogesen. Traumhaft.

Und es gibt unglaublich alte Bäume hier.

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Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine