Fitness-Challenge #3 – km 43,4

Puuh, das war bis hierher aber etwas länger als gedacht. Nun gut, jetzt bin ich hier. Noch ziemlich genau 20 km. Dann werde ich wohl eher gegen 18:00 ankommen. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, sooo langsam zu sein. Und es fängt an, deutlich anstrengend zu werden – deutlich früher als sonst, wenn ich die Strecke versucht habe. Aber schauen wir mal. Es sind noch ein paar Bahnhöfe auf der Strecke, sodass ich im Zweifel früher zurückkehren kann, was ich aber nicht unbedingt möchte.

Jetzt gibt’s erstmal eine große Cola 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Fitness-Challenge #2 – km 20,7

Frühstückchen.

Es war draußen gar nicht so dunkel, wie es von innen den Anschein hatte. Und der Mond stand mit einer scharfen Sichel am Himmel.

Alles ist feucht vom Tau, selbst die Bänke. Nix mit Hinsetzen unterwegs ;-). Als die Sonne dann draußen war, leckte sie schnell alles dampfend auf.

So, dann geht’s mal weiter. Nächster Halt ca. 13:00/13:30.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Fitness-Challenge #1

Es ist nahezu optimales Wetter angesagt. Also soll es dann wohl heute sein. Ob ich es wohl schaffen werde? 60 km sind schon ein Stückchen und ich habe auch schon mal vorher abgebrochen. Das Ende ist also offen.

Um 5:00 geht es los. Ich möchte gern gegen 17:00 ankommen, um zum Abendessen wieder zu Hause zu sein.

Nach jeweils 20 km ist ein kleines Päuschen geplant – das erste also gegen 9:00. Dann melde ich mich wieder.

Gerade noch ohne Foto – ist nach ganz dunkel hier.

Macht Euch einen gemütlichen Tag und habt Spaß.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Rezension: JunkTown

JunkTown

  • von Matthias Oden
  • Heyne Verlag, 9. Mai 2017
  • Broschiert, 400 Seiten
  • 12,99 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31821-2

Inhalt

Es wird eine Zukunftsversion entworfen, die unter die Haut geht, die betroffen, deprimiert und wohl auch hoffnungslos macht.

Inspektor Cain hat in einem autoritären Staat ein Verbrechen aufzuklären und gerät dabei immer mehr in die politischen Verstrickungen ebendieses Staates. Gegen die Kontrolle und Allmacht dieses Gebildes ist kein Kraut gewachsen – oder vielleicht doch?

Im Laufe seiner Aufklärungsarbeit muss sich Inspektor Cain nicht nur mit dem Staatsapparat, sondern auch mit seiner eigenen Vergangenheit, seiner zu früh gegangenen Liebe und seiner möglichen Zukunft in diesem Regime auseinandersetzen. Keine einfache Aufgabe im Angesicht der alles erdrückenden Staatsmacht.

Die Handlung ist spannend und verleitet zum Weiterlesen, aber nicht zu spannend, dass man das Ende gar nicht mehr erwarten kann. Immer mehr zieht einen die Handlung in die Machenschaften der Gesellschaft hinein. Man hat fast das Gefühl, selbst in dieser Stadt zu leben.

Die Charaktere sind facettenreich und agieren im Rahmen ihrer Anlage logisch und auf erklärbare Art und Weise.

Der Schreibstil ist umwerfend, erdrückend und unterstützt die Handlung und die Atmosphäre in besonderer Weise.

Subjektive Eindrücke

Beim Lesen des Buches fühlte ich mich versetzt in George Orwell’s Buch „1984“ – eine ähnliche Atmosphäre, ähnliche Repressalien, ähnliche Ausweglosigkeiten – mit dem Unterschied, dass es sich hier um einen aufzuklärenden Mordfall und dort eher um eine Liebesgeschichte handelte.

Parallelen zu real existiert habenden autoritären Systemen sind sicher beabsichtigt und treffen einen, wenn man selbst unter einem solchen Regime gelebt hat, möglicherweise zusätzlich eindringlich.

Besonders ist mir die Verwendung der Sprache aufgefallen – eigentlich deshalb, weil mir das beim Lesen sonst nie so wirklich aufgefallen war. Der Einsatz der Sprache war in den bisherigen Büchern passend – in diesem Buch unterstützt der Umgang mit der Sprache die Handlung und die Atmosphäre. Ja, ich möchte gern sagen: wow, das möchte ich auch können.

Fazit

Lesen! Unbedingt! Mehr gibt es wohl als Fazit nicht zu sagen. Alle Sprachliebhaber werden zudem ihre Freude am Einsatz der Sprache als unterstützendes Mittel haben.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses zwar bedrückt machende, aber doch auch sehr aufschlussreiche Rezensionsexemplar.