Tagesgedanken

Den Komixxern der DB bei der Arbeit zugeschaut – ein Kollateralschadensbericht

Ein Freund von MD hatte einen runden Geburtstag und so sind wir zum Feiern nach Berlin gefahren. Das geht mit dem Zug sogar ohne umzusteigen vom Bahnhof unserer Stadt bis zu einem Berliner Bahnhof. Und da auch MD nur ungern mit dem Auto fährt und Flieger, wann immer möglich, nicht in Frage kommen, waren wir froh um diese Möglichkeit und buchten die Tickets. Über den Preis schweigt des Sängers Höflichkeit (und auch die der Sängerin). Aber okay, für den Sprit und die Snacks auf den Zwischenstopps hätten wir wohl insgesamt mehr bezahlt.

Aber nun ja. Wie so oft hatten wir die Rechnung ohne die DB-Komixxer gemacht.

Auf der Hinfahrt hatten wir eine halbe Verspätung. Das war ja durchaus noch im Rahmen des Tolerierbaren und nach einer Weile auch vergessen.

Die Rückfahrt war ein einziges Chaos.

Wir wollten von der Startstation des Zuges bis zu seiner Endstation fahren. Aber wir sind schon mit 35 Minuten Verspätung gestartet. Allerdings hat man uns diese Verspätung ganz häppchenweise vermittelt. Erst hieß es 15 min. Das stand auch an der Anzeigetafel so angeschlagen. Nach Ablauf dieser 15 min kam ein Zug eingefahren. Alle Wartenden stürzten sich darauf im Glauben, dass es der gewünschte Zug wäre. Nein, nein. Es war irgendein anderer Zug, der hier endete und aufs Abstellgleis gefahren wurde. Es gab keinerlei Ansagen oder Anzeigen dazu. Es wurde nur noch einmal wiederholt, dass unser Zug eine Verspätung von 15 min hat. Wie gesagt – die waren zu diesem Zeitpunkt schon abgelaufen.

Als es dann mit den besagten 35 min Verspätung losging, erklärte der Zugbegleiter etwas von technischen Problemen und anderem Zug, der erst noch vorbereitet werden musste und der uns nun voraussichtlich (!!!) bis zu unserem Endbahnhof bringen würde. Ahnte oder wusste er gar zu diesem Zeitpunkt schon, was uns noch bevorstehen sollte?

Nach etwa der halben Strecke hatten wir dann eine Stunde Verspätung und die Verspätungsformulare wurden verteilt.

Kurze Zeit später war der Endbahnhof in der Anzeige durchgestrichen und die vorletzte Station als Endstation angegeben. Es dauert aber noch fast eine Stunde, ehe der Zugbegleiter das durchsagte. Es ging dann wohl darum, dass der Zug wieder zurück nach Berlin musste und das wohl nicht möglich wäre, wenn er bis zum ursprünglich geplanten Endbahnhof fahren würde.

Da man nun anscheinend ausreichend Zeit hatte, wuchs die Verspätung auf anderthalb Stunden. Das Bistro machte dann aber zur geplanten Ankunftszeit zu. Immerhin konnte man sich kostenlos Wasser abholen und es wurden diese ein-Happs-Herzchen-Kekse verteilt.

Gut, nun mussten wir also einen Weg finden, um die letzte Strecke zu überwinden. Voll das Chaos am Bahnhof. Ein Zug sollte warten, dann wieder nicht. Einmal war er als möglicher Anschluss aufgeführt, dann wurde wieder angezeigt, dass er nicht warten kann. Meine App beharrte darauf, dass er unsere „aktuelle Alternative“ wäre. Geistreicherweise stand er auf einem anderen Gleis, sodass wir mit (gefühlt) Millionen Anderen eine Rolltreppe hinunter, den Tunnel entlang und wieder eine Rolltreppe hinauf mussten. Also bitte nicht wundern, wenn demnächst die Neuinfektionszahlen hier wieder rasant steigen.

Nö, dieser Zug hält heute nicht an der gewünschten Station. Überhaupt gab es keinen Zug mehr, der an unserem Zielort halten würde. Notfalleinsatz am Gleis. Nun ja, dafür kann ja nun kaum jemand etwas. Aber ein paar Infos zu geben, wäre ja nett gewesen.

Glücklicherweise gibt es hier diesseits und jenseits des Flusses jeweils einen Bahnhof. Der eine ist zwar ein bisschen mickrig für ICs und ICEs, aber zur Not nehmen sie ihn doch. Und so wurde dann die „aktuelle Alternative“ tatsächlich über diesen Bahnhof umgeleitet und sollte dort halten. Etwa 2,5 Stunden später als geplant kamen wir dann an diesem (ungeplanten) Bahnhof an. Schon reichlich ärgerlich.

Aber wie immer gibt es auch Positives zu berichten.

a) Ab 2 Stunden Verspätung gibt es 50 % des Fahrpreises zurück. Dann kommt das Ganze letztlich doch zu einem ganz vernünftigen Preis.

b) Von diesem Bahnhof aus ist es ein wenig einfacher zu uns nach Hause zu kommen. Die nächste Straßenbahn fuhr auch recht kurz nach unserer Ankunft an der Haltestelle los.

c) Wir sind über eine Eisenbahnbrücke gefahren, über die normalerweise nur Güterzüge fahren 🙂 Ich LIEBE Brücken! Und wir haben festgestellt, dass man über diese Brücke sogar als Fußgänger gehen kann. Na, das haben wir doch dann gleich auf unsere ToWalk-Liste gesetzt 😉

Trotzdem: Ein bisschen weniger Komik würde den DB-Komixxern durchaus gut zu Gesicht stehen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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36 Fragen – Frage 11 — Korrektur

Nimm Dir vier Minuten Zeit und erzähle Deinem Partner die Geschichte Deines Lebens, so detailliert wie möglich.

Sorry, da war irgendetwas schief gelaufen. Ich hatte definitiv den Text geändert. Warum er dann nicht abgespeichert wurde, weiß ich nicht. Aber es war auch schon ziemlich spät und ich entsprechend kaputt…

Hier die Kurzfassung

Eigentlich geht es wirklich ganz kurz:

geboren – gelebt – gestorben

Aber ganz so kurz will ich Euch nun doch nicht abspeisen.

Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit. Nichts Außergewöhnliches. Und doch bin ich recht zufrieden mit dem, wo ich angekommen bin.

Zur Langfassung (bzw. ein paar mehr Details) geht es hier (mit Passwort).

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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36 Fragen – Frage 11

Wenn Du auf Deine Erziehung zurückblickst und Du heute etwas ändern könntest, was würdest Du ändern?

Hier die Kurzfassung

Da fallen mir spontan 3 Dinge ein:

  • weniger Gewalt
  • weniger Leistungsdruck
  • mehr Liebe

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Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tagesgedanken

ewiges Leben – Wer wird die virtuelle Welt warten?

Ich komme noch einmal auf die diskutierte Möglichkeit einer virtuellen Welt für hochgeladene (upgeloadete), „ewig lebende Menschen“ zurück.

Letzte Woche ging es ja eher um die individuellen Fehden und dass da irgendjemand auf die Idee kommen könnte, den Account eines anderen „ewig lebenden Menschen“ zu löschen. Aus welchen Gründen sei mal dahingestellt.

Heute will ich mal fragen, wer denn eigentlich ein Interesse daran haben sollte, eine solche virtuelle Welt laufen zu lassen? Man braucht jede Menge Rechner. Die brauchen jede Menge Platz und Strom. Die Software muss vermutlich immer mal erneuert, ausgebessert und ggf. erweitert werden. Möglicherweise brauchen die dort „ewig lebenden Menschen“ auch mal Support. Und so weiter und so weiter.

Und was gibt es zurück?

Aus heutiger Sicht gibt es da wohl nur eine Antwort: Geld. Also müsste man sich vor seinem realen Ableben bei so einer Firma „einkaufen“, jede Menge Geld hinterlegen und/oder darauf hoffen, dass ein netter Mensch (Freund/in? Verwandte/r?) permanent Geld nachschießt. Das wurde in der (angefangenen) Serie Upload andiskutiert und teilweise in Konsequenzen dargestellt.

Dann ist das also mal wieder nur eine Lösung für Reiche. Wer es sich hier schon reich eingerichtet hat, der hat das damit bis in alle Ewigkeit zementiert? Also auch keine Chance für die Ärmeren, zumindest nach dem Leben ein nettes Leben zu haben? Oder müssten sie sich dann z. B. durch irgendwelche Programmierarbeiten auch nach dem harten Arbeitsleben noch Geld verdienen? Aber auch da ist zu fragen, wer eine solche Plattform betreiben muss, um sich Code von einem Programm schreiben zu lassen. Das geht definitiv auch ohne den „ewig-Leben“-Schnickschnack.

Als Möglichkeit des „ewigen Lebens“ scheint mir also diese Upload-Geschichte in den bisher in Büchern, Filmen, Geschichten diskutierten Möglichkeiten eher wenig realistisch und/oder erstrebenswert zu sein. Als Art Spielplattform im Sinne von second life, wo man sich sozusagen immer mal wieder eine kleine Auszeit vom realen Leben „gönnt“, könnte ich es mir schon vorstellen, obwohl sich mir auch hier die Frage stellt, wieso man ein virtuelles Leben braucht, wo doch das reale Leben so viel zu bieten hat. Aber manches ist dann vielleicht zu gefährlich, zu kostspielig oder möglicherweise physikalisch unmöglich.

Wenn also kein „ewiges Leben“ im virtuellen Raum, dann doch ein real-materielles ewiges Leben? Darauf komme ich dann etwas später noch einmal zurück, denn auch hier gibt es den einen oder anderen Stolperstein.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Wie wir die Welt (nicht) retten

Konservieren von Laub

Das CO2 muss aus der Luft bzw. es darf nicht mehr so viel CO2 in die Luft.

Nun haben Laubbäume die ungünstige Eigenschaft, ihre Blätter im Herbst zu verlieren. Die verrotten dann und geben das CO2, das sie im Sommer so eifrig gesammelt haben wieder ab. Ist es da nicht eine gute Idee, die Blätter so „wegzusperren“, dass sie entweder nicht verrotten oder das dabei wieder freigegebene CO2 nicht entweicht?

Diese Idee stammt nicht von mir. Ich habe sie neulich in einem Podcast gehört – und dachte, ich traue meinen Ohren nicht.

Gut gedacht ist noch lange nicht gut gemacht und erst recht kein Garant für den gewünschten Erfolg.

Auf den ersten Blick mag sich das ja nett und gangbar anhören und sogar ein stückweit verständlich aber. Aber jeder weitere Blick entblößt das Problem: Blätter bestehen schließlich nicht nur auf CO2, sondern auch aus diversen anderen Stoffen, die dringend wieder in den Kreislauf zurück müssen, damit andere, kleine Tierchen leben können und damit auch weiterhin Pflanzen auf diesem Gebiet wachsen können.

Die Natur ist einfach ein sehr komplexes System mit diversen Wechselwirkungen, die wir einfach (noch) nicht durchblicken. Da kann man nicht einfach mal eine Komponente rausnehmen, weil es einem gerade so in den Sinn kommt.

An der Senkung des CO2-Ausstoßes führt kein Weg vorbei.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Rothschild: Der Honig und der Stachel

Der Honig und der Stachel – Das Judentum- erklärt für alle, die mehr wissen wollen

  • Claus Petersen514703Rabbiner Dr. Walter L. Rothschild
  • Gütersloher Verlagshaus, 22. Juni 2020
  • Gebundene Ausgabe, 432 Seiten
  • 25,00 € (D), 25,70 € (A)
  • ISBN 978-3-579-06611-0

Leider habe ich mich bei diesem Buch absolut vertan. Dabei hätte ich es eigentlich aus dem Text auf dem Buchrücken heraus erahnen können: „“…wie die religiöse Praxis des Judentums ‚funktioniert’…“ Meine Interpretation war, dass ich etwas über das Judentum erfahre, über die Abgrenzung zu anderen Religionen, zu Bedeutungen. Die religiöse Praxis ist natürlich ein Teil davon, aber ohne den „Rahmen“ für mich nicht verständlich.

In der Einleitung heißt es dann auch ganz klar, dass sich das Buch an Konvertiten wendet, die lernen wollen, wie sie sich in der jüdischen Gemeinschaft zu verhalten haben und warum die einzelnen Handlungen/Tätigkeiten ausgeführt werden.

Konvertitin bin ich nicht, habe aber trotzdem versucht, das Buch zu lesen. Das fiel mir dann aber deutlich schwer, weil ich einfach nicht einordnen konnte, was ich dort las. Mir fehlte schlicht der „Rahmen“. Hinzu kommt, dass das Buch einzeilig geschrieben ist, was das Lesen an sich deutlich erschwert.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Menschen, die in eine jüdische Gemeinschaft hineinwachsen wollen und in sie aufgenommen werden wollen, hier wichtige und interessante Anhaltspunkte finden.

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Tanz um die Wahrheit“ (Rezension hier)

Eigentlich sind es nicht wirklich Gedanken, die mir beim Lesen des Buches kamen. Aber sie passen gut hierher und ich habe mich beim Lesen wieder daran erinnert.

Da heißt es ja des Öfteren, dass wir eine Lügenpresse haben. Gerade während der Corona-Zeit haben wir das wohl eher zu oft gehört.

Ich glaube nicht, dass „die Presse“ an sich lügt.

Artikel etc. werden von Menschen verfasst. Und Menschen sind subjektiv. Egal, wie sehr man sich um Objektivität bemüht, es wird immer bleiben, dass man die Welt durch seine eigenen Augen betrachtet und damit einen gefärbten Blick bekommt, der sich dann auch in dem, was man schreibt widerspiegelt.

Menschen können auch irren. Sicherlich bemühen sich Journalisten darum, sich ein umfassendes Bild einer Situation zu machen. Aber es kann immer passieren, dass ihnen etwas durchgeht, dass sie so gut hinters Licht geführt werden, dass es eben nicht bemerkt wird, dass sie sich selbst auch mal irren. All das wird dazu führen, dass es doch auch zu Fehlern in Texten kommt, die in der Presse erscheinen – auch wenn es etliche Prozesse gibt, die versuchen, das zu verhindern.

Es gibt natürlich auch ein Platzproblem. Nicht alles kann veröffentlicht werden im Rahmen einer Publikation. Also wird man eine Auswahl treffen müssen. Selbst wenn man dabei von möglichst objektiven Kriterien ausgeht, um eine Priorisierung herzustellen, wird wohl auch immer ein subjektiver Touch diese Auswahl begleiten.

Und dass FakeNews und Verschwörungstheorien nicht in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden, würde ich jetzt mal nicht damit gleichsetzen, dass wir eine Lügenpresse haben. Ganz im Gegenteil.

Auch wenn es menschliche subjektive Einflüsse auf die Darstellung von Sachverhalten in Zeitungen und Zeitschriften gibt/geben mag, so halte ich sie noch immer für zuverlässiger als Vieles, was es im Internet zu lesen gibt. Letztlich heißt es aber mehr und mehr: „Holzauge sei wachsam!“ oder „Gehirn einschalten – auch beim Lesen!“

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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