Huth: Wertschätzung

Wertschätzung – 30 Minuten

  • Dörthe Huth
  • GABAL, 4. März 2019
  • Taschenbuch, 96 Seiten
  • 8,90 € (D), 9,20 € (A)
  • ISBN 978-3-869-36913-6

Inhalt

Kurz und knapp führt Dörthe Huth durch die wesentlichen Aspekte von Wertschätzung: was ist Wertschätzung, wie kommuniziert man wertschätzend, was behindert Wertschätzung, wie wertschätzt man sich selbst. Farblich abgesetzte Zusammenfassungen leiten den Leser noch schneller durch diesen Wissensfundus. Wer dann mehr wissen will, erhält Literaturhinweise zum Weiterlesen.

Subjektive Eindrücke

Aus meiner Sicht sind viele wichtige Aspekte von Wertschätzung in diesem kleinen Band gut zusammengefasst. Man kann die Inhalte gut erfassen, unterstützt durch farbliche Hervorhebungen.

Sicherlich kann man nicht alle Inhalte in 30 Minuten erfassen. Wenn man sich mit den Zusammenfassungen begnügt, sollte das aber durchaus möglich sein. Ansonsten ist das Buch sicher für einen erhellenden Lesenachmittag geeignet.

Fazit

Ein guter Einstieg in die Thematik mit Hinweisen für die weitere Befassung mit dem Thema. Für eine komplette Lektüre sollte man aber doch mehr als 30 Minuten einplanen 😉

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Abrechnung des Fitness-Winters 2018/2019

Wie viele von Euch inzwischen wissen, geht mein Fitness-Winter von Mitte September bis Mitte März und mein Fitness-Sommer entsprechend von Mitte März bis Mitte September. Also ist der Fitness-Winter 2018/2019 nun vorbei und eine kleine Abrechnung fällig. 20 km pro Woche waren geplant. Das lag einerseits an der abnehmenden Motivation zu laufen (im Sinne von rennen) und der wohl medizinisch empfohlenen Bewegung von drei- bis viermal die Woche etwa eine Stunde. Eine Stunde sind im Gehmodus 5 km, ergo 4*5 = 20 km.

Was ging?

In der Tat habe ich die 20 km gut geschafft. Es sind sogar etwa 30 km pro Woche geworden, da wir doch sehr bewusst darauf achten, möglichst jeden Tag 10000 Schritte zu gehen. Etwa 3000 dieser Schritte fallen ja beim „normalen Bewegen“ an – ein bisschen in Abhängigkeit davon, was am Tag so ansteht. Die restlichen 7000 sind dann so um die 5 km. Das passt dann schon mit dem Wochenschnitt zusammen. Allerdings ist es in der Tat bei fast ausschließlichen Gehen/Wandern geblieben. Naja, im Wesentlichen ist das schon okay für mich.

Neue Pläne?

Ja, ich würde dieses Pensum an Bewegung schon gern beibehalten. Jetzt wird es ja auch wieder schöner, sodass wohl auch ein paar längere Wanderungen möglich werden. Und es wird natürlich auch im Urlaub wieder gewandert, sodass es am Ende auf deutlich mehr als 30 km/Woche hinauslaufen sollte. Wie viel kann ich im Moment gar nicht einschätzen. Da lasse ich mich mal überraschen. Und vermutlich werde ich wohl auch weiterhin bei dieser eher langsamen Fortbewegungsart bleiben. Auch ein Fitnessstudio für ein wenig Muskeltraining ist nach wie vor nicht in erreichbarer Nähe in Sicht. Also werden die wohl auch in Zukunft ein wenig vor sich hinmuckern (müssen).

Aber solange der Fitness-Tracker einen guten Fitness-Wert anzeigt, ist doch alles in Ordnung – oder etwas nicht?

Nein, sorry. Solange ich mich wohl fühle, ist alles in Ordnung (obwohl ich mich natürlich freue, wenn er mir einen netten Wert anzeigt). Und das tue ich, insbesondere, wenn ich viele dieser km mit MD gemeinsam gehen und dabei in ganz weiblicher Manier schwätzen kann.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Elsberg: Gier

Gier – Wie weit würdest du gehen?

  • Marc Elsberg
  • Blanvalet Verlag, 25. Februar 2019
  • Gebundene Ausgabe, 448 Seiten
  • 24,00 € (D), 24,70 € (A)
  • ISBN 978-3-764-50632-2

Inhalt

Im Umfeld eines Sondergipfels wird Jan unfreiwillig Zeuge, wie ein verunglücktes Auto von Unbekannten angezündet wird. Dabei lebte mindestens einer der Insassen noch, denn er hatte Jan ein paar schwer verständliche Worte (zwei Namen, ein Ort?) zugestammelt. Den Unbekannten wollen keine Zeugen und trachten danach, auch Jan aus der Welt zu schaffen. Die Polizei glaubt Jan nicht und verdächtigt ihn als Täter. Wo also kann Jan noch hin? So versucht er, den einzigen Hinweisen, die er mehr erahnt als gehört hat, nachzugehen. Die Unbekannten wie auch die Polizei sind ihm immer dicht auf den Fersen.

Seine Flucht führt Jan zu einem ökonomischen Rätsel und damit auch zu Menschen, die ihm sowohl auf der Flucht wie auch bei der Aufdeckung der Hintergründe helfen, wobei die Entwirrung des Rätsels immer weiter in den Zentrum der Intrige führt. Die ökonomischen Hintergründe des Rätsels verheißen grundlegende gesellschaftliche Wandlungen, die die Mächtigen dieser Welt ungern mitmachen wollen.

Mit Überlebenstrieb, den richtigen Helfern zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf der einen und einer Kommissarin, die sich nicht vorschnell zu Schlüssen verleiten lässt, werden Jan und seine Begleiter immer näher an den Ort des Gipfels geführt, an dessen direktem Veranstaltungsort es schließlich zum Showdown kommt.

Subjektive Eindrücke

Ein rasanter Thriller, der sich schnell liest und ein angemessenes Ende findet. Die Spannung bleibt überwiegend auf einem recht hohen Niveau – das beste Zeichen dafür ist, dass ich mal wieder das Ende vorauslesen musste, um in Ruhe der Geschichte folgen zu können. Die Charaktere sind glaubwürdig und vielgestaltig.

Wie realistisch es ist, dass einige wegen einer Rede einen Mord begehen, sei mal dahingestellt. Die Infos würden sich auch ohne Rede verbreiten. Aber es wird gezeigt, wie gefährlich gesellschaftliche Wandlungen hin zu mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit für die Reichen und Mächtigen erscheinen.

Die Erklärungen der wirtschaftlichen Modelle sind zwar in die Handlung eingebettet und erscheinen dort auch ganz sinnvoll. Für meinen Geschmack waren sie dann aber hin und wieder etwas zu langatmig. Ob das Nennen aller Größen der Wirtschaftswissenschaften die Glaubwürdigkeit von Aussagen erhöht, weiß ich nicht. Mein Eindruck ist, dass diese Namen und noch viel weniger das, was sie herausgefunden haben, generell zum Allgemeinwissen gehört. Schon fast ein wenig klischeehaft wirkte für mich, dass immer wieder Jans Mathe-Antipathie betont wurde.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Thema ein zentrales Thema der aktuellen Zeit ist. Es ist gut, dass es über diese Art von Literatur verbreitet wird.

Fazit

Eine aktionsreiche, nicht immer vorhersehbare Handlung, die nebenbei grundlegende Theorien für mehr Gerechtigkeit vermittelt. Für jeden Spannungsliebhaber unbedingt zu empfehlen.

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Nach-Denken – TROM: Familienidee

„Familienidee“
Tio
TROM, https://www.tromsite.com/de/

Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass geno kurz vor Weihnachten auf diese Webseite hingewiesen hatte. Ich hatte das hier ge-re-bloggt (was für ein Wort). Es gibt dort viele Abhandlungen über verschiedenste Fragestellungen unserer Zeit. Ich werde über diejenigen, die ich gelesen habe, hier unter der Rubrik „Nach-Denken“ berichten. Heute also

Familienidee

Familie ist gut. Da fühlen wir uns wohl und geborgen. Da werden Kinder aufgezogen, die Geschenke Gottes. Zu einer ordentlichen Familie gehören Vater, Mutter und Kinder. Das ist so das Bild, mit dem ich aufgewachsen bin. Aber nach und nach merkte ich, dass es eben nur ein Bild war. Die Deckung mit der Wirklichkeit nahm mit zunehmender Erkenntnis rapide ab.

Und auch wenn wir uns umschauen, finden wir Lebensgemeinschaften, die ganz anders aussehen können und in denen trotzdem glückliche Kinder aufwachsen, in denen es Liebe und Geborgenheit gibt. Und leider gibt es genug Beispiele, in denen weder die „klassische Familie“ noch die neuen Lebensmodelle Garant für Glück und Geborgenheit sind.

Und nun?

Der Text argumentiert, dass die „klassische Familie“ nicht das einzige Lebensmodell ist. Es ist nicht einmal das ursprüngliche Lebensmodell. Und deshalb regt der Text dazu an, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert die Familie für einen hat. Und es regt dazu an, auch andere Lebensmodelle anzuerkennen.

Meiner Meinung nach sind Lebensmodelle, die von den Beteiligten aus freien Stücken gewählt, entwickelt und aufrechterhalten werden, am ehesten geeignet, stabil für Glück und Geborgenheit zu sorgen. Natürlich können sich Kinder zuerst nicht aussuchen, in welchen Lebensmodellen sie groß werden. Aber man sollte ihnen dann später ihre eigene Wahl lassen und diese dann auch akzeptieren.

Menschliches Miteinander in Liebe und Achtung geht in der „klassischen Familie“, aber eben auch anders. Hauptsache man schafft es, liebevoll und achtsam miteinander umzugehen – in welcher Konstellation auch immer.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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