Corona-Pilgern – 3. Tag

Wieso ist im Urlaub die Zeit knapp?

Heute muss ich Euch mal etwas kürzer halten. Irgendwie ist es schon wieder viel zu spät… Und das im Urlaub!

Um meinem Flachlandrattenimage gerecht zu werden, hatte ich mir für heute eine Strecke am Fluss zurechtgelegt. Zuerst auf „unserer“ Seite ein Stück in die eine Richtung, dann über die Brücke, dann auf der anderen Seite zurück und ein gutes Stück weiter bis zu einer Fähre, übersetzen und wieder auf „unserer“ Seite nach Hause.

Bis kurz vor der Fähre lief alles/ich auch wie geplant. Aber kurz vor der Fähre gibt es dies hier:

Wie man sieht, muss man dazu ein paar Meter nach oben krabbeln. Warum nicht? Die Strecke war eh nicht zu lang geplant. Aus der Nähe sieht das Teil dann doch gewaltig aus.

Und man hat einen tollen Überblick über den Fluss.

Unterwegs begegnete mir dann dieses hier:

Mein Gott, man kann doch nicht einfach überall das Wort „Pilger“ draufmalen. Zumal hier nichts auf Pilger eingestellt ist. Zum Beispiel gibt es vor 11:00/11:30 nirgends einen Kaffee oder was anderes zu trinken oder zu essen.

Und deshalb hatte ich dann sooo Lust auf ein Eis. MD hatte seinen Fitness-Spaziergang noch nicht angefangen. Also haben wir verabredet, dass wir uns auf „unsere“ Flussseite entgegenkommen und dann gemeinsam noch ein bisschen im Wald herumlaufen und zum Abschluss in „unsere“ Eisdiele gehen. Ach, das waren schöne Aussichten.

Wir sind dann tatsächlich noch ein paar km im Wald gegangen, sogar ein bisschen hoch und runter. So sind es dann heute insgesamt 33,2 km mit (nur) 300) Hm geworden. Aber insgesamt doch ein gutes Stückchen.

Und was ist nun aus dem Eis geworden? Das hier…

***heul, schluchz, seufz***

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Schlerit, Fischer: Stressmanagement

Stressmanagement – Ihr Weg zu mehr innerer Ruhe

  • Petra Isabel Schlerit, Susanne Antonie Fischer
  • Haufe, 2. Auflage, 20. August 2019
  • Taschenbuch: 256 Seiten (eBook gelesen)
  • 11,95 € (D)
  • ISBN 978-3-648-13493-1

Inhalt

Das Buch ist in fünf Teile unterteilt. Es beginnt mit einer Analyse, welche Bedeutung Stress in unserer heutigen Zeit hat. Dann wird dargelegt, was Stress eigentlich ist und wie wir ihn empfinden. Der dritte Teil befasst sich mit den körperlichen und etwas mit den seelischen Reaktionen der Menschen auf Stress. Teil vier rückt dem Stress dann auf die Pelle – wie komme ich raus aus dem Stress. Daran schließt Teil 5 an mit der Frage, wie ich zu einem entspannten Leben finden kann. Eine Seite Stichwortverzeichnis und sechs Hinweise zum Weiterlesen beenden das Buch.

Die Texte sind begleitet von Graphiken und Tabellen, die allesamt in rot, schwarz und Grautönen gehalten sind und damit ein einheitliches Bild über das Buch hinweg bieten. Beispiele begleiten einführend und/oder abschließend die Texte. Begleitend zum Buch kann online ein Test zu den eigenen Stressverstärkern gemacht werden.

Subjektive Eindrücke

Das Buch deckt eine breite Palette von Fragen rund um den Stress ab, stellt die Informationen gut strukturiert und logisch aufeinander aufbauend dar. Die Übungen und Checklisten sind hilfreich, um dem Text zu folgen und ihn auf die eigene Situation anzuwenden. Das einheitliche gestalterische Bild habe ich als sehr positiv empfunden. In diesem Sinne ist an dem Buch nichts auszusetzen. Man kann es gut empfehlen für diejenigen, die sich schnell einen Überblick über das Thema verschaffen wollen und sich noch nicht zu sehr damit befasst haben.

Sicherlich eignen sich Beispiele immer gut, um Sachverhalte zu verdeutlichen oder auch um Texte aufzulockern. In diesem Sinne weiß ich die Beispiele in diesem Buch zu schätzen. Mir schienen sie dann aber doch recht stereotyp und akademisch konstruiert zu sein.

Es gibt keine Quellenangaben. Die sechs Hinweise zum Weiterlesen am Ende des Buches sind prima, geben aber nicht an, worauf die Inhalte dieses Buches beruhen.

Fazit

Guter, breit angelegter Einstieg in die Thematik.

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Corona-Pilgern – 2. Tag

Aller Anfang ist schwer?

Für heute hatte ich mir vorgenommen, die ersten zwei Etappen meines langen Jakobsweges von 2012 zu gehen. Es hat auch alles gut geklappt. 45,4 km mit 500 Hm. Das dauert dann halt auch eine Weile, weshalb dieser Beitrag eben auch spät erscheint.

MD hat mich abgeholt. Ja, solch ein Service gehört bei einigen Herbergen in der Tat mit zum Programm. Bei manchen wird es sogar explizit mit angegeben, insbesondere, wenn sie etwas abseits vom Weg liegen. Aber manchen Herbergseltern macht es einfach auch Spaß, ihre Gäste/Pilger in jeder erdenklichen Weise zu unterstützen.

In dem Ort, das am Ende des heutigen Tages liegt, gibt es eine Eisdiele, die MD sehr mag. Also heißt das auch, dass dieser Tag mit einer guten Portion Eis beendet wurde. Wäre ja sonst auch schade um die Autofahrt gewesen 😉

In dem Ort, der am Ende der ersten Etappe des damaligen Weges liegt, gibt es ein Eiscafe, in dem ich schon fast ganz traditionell wenigstens einen Milchkaffee nehme. Manchmal auch ein Stück Kuchen. Aber heute blieb es beim Milchkaffee.

Als ich das letzte Mal diese Strecke gegangen bin, hatte ich ein paar Fotos mit Reflektionen gemacht. Heute reflektierte da nichts mehr. Alles war mit Blütenpollen übersäht.

Aber diesem lustigen Kerl geht es definitiv wieder besser. Er muss nicht mehr Maske tragen. Na, schließlich steht er ja auch den ganzen Tag draußen.

Und ist nun aller Anfang schwer?

So genau kann ich das nicht sagen. Auf jeden Fall ist es in diesem Jahr eben anders als sonst – ziemlich viel anders. Und daran muss ich mich wohl erst noch gewöhnen. Ich muss auch noch schauen, ob ich mit dem, was aus dem alltäglichen Alltag bleibt, gut leben kann oder ob ich hier noch schauen muss, daran etwas zu ändern.

Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. Und es wird/ich werde weitergehen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Corona-Pilgern – 1. Tag

Dann bin ich also mal weg – aber immer auch gleich wieder da

Zum Einstieg habe ich eine Runde über 23,4 km mit 600 Hm gewählt.

Das Wetter schien nicht so recht zu wissen, was es wollte. Noch gestern war angekündigt, dass es ab spätem Nachmittag gewittern soll. Ersten Regen sollte es ab ca. 13:00 geben. Also wollte ich um 13:00 definitiv wieder zu Hause. Wenn ich um 7:00 losgehe, lässt das ja so einiges an km zu. Trotzdem wollte ich der Sicherheit halber wegen der angekündigten Gewitter lieber am Fluss entlang laufen. Von dort hätte ich nahezu jederzeit in eine Straßenbahn (wenn auch ungern) springen oder eben einfach umkehren können. Das ist ja bei einer Runde nicht so einfach möglich.

Heute Morgen war das Wetter dann aber der Meinung, dass es gar nicht gewittern will. Der für 13:00 angekündigte Regen war geblieben, aber nur mit 40%iger Wahrscheinlichkeit. Auch das Regenradar war mir sehr freundlich gesonnen. Also habe ich mich kurzerhand für diese Rundtour entschieden.

Nun, man kann nicht immer nur richtige Entscheidungen treffen, gell.

Ab 8:30 begann es mit Sprühregen. Von dem erreichte mich erstmal nur ein Schleier durch die Bäume hindurch. Aber gegen 9:00 habe ich dann doch lieber den Regenverhüterli auf den Rucksack gezogen. Das war auch gut und höchste Eisenbahn, denn ab nun regnete es für anderthalb Stunden ziemlich heftig. Gegen 10:30 war der Spuk dann nahezu schlagartig vorbei.

Nun ja, dann bin ich also schonmal gut eingeweicht gewesen, als ich zu Hause endlich unter die Dusche springen konnte.

Interessanterweise hat der Regen aber geholfen, mich von den vielen noch mitgeschleppten Gedanken zu befreien. Wenn man der Natur so „schutzlos“ ausgeliefert ist, dann stellt sich doch ein ziemlich krasser Fokus ein. Man hört auf den Regen und schaut auf die Wolken. Wird es schlimmer oder hört es bald auf? Bleibt alles im Rucksack trocken? Wobei das diesmal nicht so die große Sorge ist, weil ich ja zu Hause im Zweifel alles gut trocknen kann bzw. Ersatz zur Verfügung habe. War es gut, die Regenjacke nicht anzuziehen, weil es eigentlich warm genug war, nun aber im Regen ziemlich abkühlt? Naja, alle Gedanken drehen sich um diesen blöden Regen. Da haben andere Gedanken nur wenig Chance 😉

Nun hoffe ich, dass mich nicht jeden Tag so eine lange Dusche heimsucht. Aber so ist das dann eben beim Pilgern. Man nimmt das Wetter, wie es kommt, und versucht, das Beste daraus zu machen.

Der Herbergsvater hat mich lieb empfangen und mir aus den nassen Klamotten geholfen.

Und dann bekam ich meinen ersten Kleber in meinen Pilgerausweis. Naja, ein bisschen Authentizität muss schon sein 😉

Das hier sind die Kleber:

Und das ist mein Pilgerausweis:

An der Tür hängt ein langer Streifen, in den ich die Tageskilometer eintragen werde. Mal schauen, wie weit ich komme. Hier sieht es noch ganz leer aus:

Ich werde dann wohl in der Zeit der Wanderung keine gesonderten Corona-Gedanken aufschreiben. Ich werde versuchen, jeden Tag eine knappen Überblick über die Tour zu geben, obwohl es definitiv nicht so interessant werden wird wie in den Jahren zuvor. Kann auch sein, dass dann hierbei immer mal wieder auch Corona-Gedanken einfließen.

Ich werde versuchen, die Tagesberichte immer noch am selben Abend einzustellen. Aber wenn ich eine sehr lange Tour machen, dann kann es auch sein, dass es erst am nächsten oder übernächsten Tag wird. Aber an der Zählung kann man die Reihenfolge ja gut erkennen 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Corona-Gedanken

Es war schlimmer als gedacht

Gestern musste ich das erste Mal seit Corona zu einem offiziellen Termin in die Firma fahren.

Ich dachte so, wenn ich außerhalb der Rushhour fahre, sollte das ja eigentlich gehen, weil die Leute im Urlaub sind und viele eher mit dem eigenen Fahrzeug fahren. Und ich dachte so, dass ich es schon irgendwie aushalten werde.

Ich hatte mich aber völlig darin geirrt, wie das Ganze auf mich wirken wird. Es war alles andere als angenehm.

Es fuhren deutlich mehr Menschen mit der Straßenbahn als gedacht. Gerade auf dem Rückweg (da war es dann doch schon Rushhour) war es schon fast voll. Natürlich habe ich schon vollere Bahnen erlebt. Aber ich hatte es mir doch leerer vorgestellt.

Auf dem Rückweg stiegen zwei alte Frauen ein, die definitiv nicht von der Arbeit kamen. Sie murrten erstmal rum, dass man ja zu dieser Zeit so überhaupt nicht fahren könnten – hm, warum tun sie es dann. Und dann meuerten sie, dass Leute neben sich ihre Taschen und/oder Zeitungen liegen hatten. Ähm, gilt das Abstandsgebot in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht? Sicherlich ist es schwierig, es dort einzuhalten, aber sich nebeneinander zu setzen ist doch mit Sicherheit zu eng, oder?

Na, alles in allem werde ich jetzt noch stärker versuchen, solche Fahrten zu vermeiden. Zweimal war ich vorher schonmal in der Firma gewesen. Da hatte mich MD gefahren. Ich musste auch nur etwas abgeben und etwas abholen, sodass er auf mich warten konnte. Und rückzu haben wir gleich noch andere Dinge erledigt. Aber diesmal hatte ich ja einen Termin. Das wollte ich MD dann nicht antun.

Der Termin an sich war schon okay. Wir hatten ein Plätzchen im Außenbereich der Cafeteria gefunden, die aber ansonsten nach wie vor geschlossen ist. Aber so war das in Ordnung.

Ziemlich ungewohnt war es, am Morgen wieder „ordentliche“ Klamotten anziehen zu müssen. Da es zudem ja noch heiß war, habe ich mich dann doch wider Willen für mein Kleid entschieden. Und dann diese Schühchen dazu. Man, das ist echt nichts meins. Kennt jemand „Grüne Tomaten“? Ichy, die normalerweise immer in der Landschaft herumstreunt, muss als kleines Mädchen zur Hochzeit ihres Bruders ein Kleid anziehen. So, wie sie dort dasteht, habe ich mich gefühlt. Aber das Kleid war sicher die bessere Wahl als eine lange Hose. Aber ja, ich habe nochmal gemerkt, wie entlastend es für mich ist, morgens einfach etwas überzuwerfen und mir keine Gedanken darüber machen zu müssen.

Muss von Euch jemand regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren – oder auch mal nur so zum Wandern oder in den Ort oder so? Wie geht es Euch dabei? Welche Erfahrungen macht Ihr damit?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Wheaton: Emily Eternal

Emily Eternal

  • M. G. Wheaton, aus dem Englischen von Charlotte Jungstrass-Kapfer
  • Heyne Verlag, 11. Mai 2020
  • Taschenbuch, 384 Seiten (eBook gelesen)
  • 14,99 € (D)
  • ISBN 978-3-453-31996-7

Inhalt

Die auf dem Cover abgebildete Frau ist die Visulisierung eines künstlichen Bewusstseins. Nein, nicht (nur) einer künstlichen Intelligenz, aber intelligent und von Menschenhand geschaffen ist sie schon. Eigentlicher Zweck von Emily war, als Therapeutin zu arbeiten. Um diesem allumfänglich gerecht zu werden, muss sie mehr und mehr über Menschen lernen und erfahren, wie ein Mensch fühlt und denkt. Dies ist im Grunde die Vorgeschichte, die im Buch nur kurz angerissen wird.

Als sich die Welt vor dem Untergang sieht, soll durch einen geheimen Plan das grundsätzliche Wissen und Fühlen der Menschheit gesichert und als Arche in den Weltraum geschickt werden. Emily soll als der Behälter für das hochgeladene Wissen und Fühlen dienen. Doch es kommt anders als gedacht. Gegenspieler treten auf und liefern Emily und ihren Unterstützern einen raffinierten Kampf. Und natürlich verfügen auch sie über ein künstliches Bewusstsein.

Wer wird sich nun mit seiner Idee von der Rettung der Menschheit durchsetzen?

Subjektive Eindrücke

Eigentlich hatte ich deutlich mehr von dem Buch erwartet. Die Idee eines künstlichen Bewusstseins als Erweiterung einer künstlichen Intelligenz ist nett. Wir erfahren auch so einiges darüber, wie Emily sich entwickelt, wie sie die menschliche Gefühlswelt mit all ihren Facetten erlernt. Das scheint aber nur ein Nebenschauplatz zu sein. Hier wäre sicherlich deutlich mehr gegangen.

Im Zentrum der Geschichte steht der Kampf der beiden Weltrettungs-Teams. Die Fragen des künstlichen Bewusstseins und auch wie wohl die Menschen selbst auf den drohenden Untergang und das Ziel, ihr Wissen und ihr Fühlen in ein künstliches Bewusstsein hochzuladen, kommt kaum am Rande vor. Schade eigentlich. Für mich wäre das viel spannender gewesen, als Verfolgungen mitzumachen und trickreiche Winkelzüge nachzuvollziehen.

Teilweise wirken einige Aktionen unglaubwürdig. Einerseits basiert Emily auf einer riesigen Server-Farm, andererseits sind kaum Einbußen ihrer Funktionalität zu erkennen, wenn nur ein Teil von ihr in einem Interface-Chip läuft.

Insgesamt ist das Buch aber zügig und einigermaßen spannend zu lesen. Es tauchen recht interessante Charaktere auf, die durchaus im Rahmen ihrer Anlagen agieren und sich auch ein wenig entwickeln.

Fazit

Kann man ganz gut lesen.

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Corona-Gedanken

WER hat WAS gehamstert?

Es gibt eine Podcast-Serie, an deren Ende die jeweils Interviewten gefragt werden, was sie wohl zu Beginn der Corona-Zeit gehamstert hätten. Vermutlich wundert es niemanden, wenn ich jetzt sage, dass niemand „wirklich“ etwas gehamstert hat.

Das scheint ein allgemeingültiges, nicht nur aufs Hamstern bezogenes Phänomen zu sein. Es hat ja auch nie jemand die Regierungspartei gewählt.

Also, mal Hand aufs Herz und nicht gelogen? Was habt Ihr denn so gehamstert?

Ich fange mal an…

Da ich nicht so jeder aktuellen Information hinterherjage, kriege ich solche Dinge eh immer erst recht spät mit. Als mir die „Lage“ bewusst wurde, gab es schon keine Nudeln und kein Mehl mehr und die Clopapierberge waren schon zusammengeschrumpft. Sollten wir noch etwas einkaufen?

Da wir dann eh bei Aldi waren und es dort noch Clopapier und Taschentücher gab, haben wir von jedem ein Päckchen mitgenommen. Da das aber auch aus meiner Sicht nicht so den hohen Stellenwert hat und durch andere Dinge wie Servietten oder auch mal ein Stück Zeitungspapier und im Zweifel auch Wasser ersetzt werden kann, war das also eh kein kritischer Posten.

Mehl nutzen wir sehr wenig. Ein oder zwei Tüten stehen da ohnehin immer im Vorrat. Und im Zweifel tun es gemahlene Körner auch. Wir sind da einen anderen Weg gegangen und haben uns ein Stahlmahlwerk zum vorhandenen Steinmahlwerk dazugekauft, womit wir schon lange geliebäugelt hatten. Nun gab es also einen „Grund“. So hätte im Zweifel ein Mahlwerk den Geist aufgeben können.

Und Körner gab es eigentlich immer. Allerdings haben wir hier dann so nach und nach den Vorrat ein wenig aufgestockt. 2 kg pro Sorte mehr als sonst. Gilt das schon als hamstern?

Blieb noch die Hefe. Na, darüber hatte ich wohl schon ausführlich berichtet – insbesondere über die „Bückware“. Hier muss ich zugeben, dass mich die permanent leeren Hefeschachteln und das „Bückware“-Erlebnis doch in ziemliche Panik versetzt hatten. Auch wenn ich versucht habe, bei einem Einkauf nicht so viel zu nehmen, dass für Andere nichts mehr bleibt, so ist dieser Vorrat doch stärker angewachsen, als es sinnvoll gewesen wäre. Ich gestehe: wir leben noch jetzt davon… Aber wir haben inzwischen auch (wieder) Frischhefe „entdeckt“, der wir im Moment den Vorzug geben. Glücklicherweise hält sich die Trockenhefe lange, sodass wir am Ende sicherlich nichts wegwerfen werden.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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