Grumley: Am Abgrund

Am Abgrund

  • Michael Grumley, aus dem Amerikanischen von Wally Anker
  • Heyne Verlag, 10. September 2018
  • Taschenbuch, 528 Seiten
  • 12,99 € (D), 13,40 (A)
  • ISBN 978-3-453-31889-2

Inhalt

Dies ist der dritte Teil einer als Trilogie angekündigten Buchreihe, von der es im Amerikanischen aber schon einen vierten Teil gibt. Wer in die Rezensionen der ersten beide Teile hineinschauen will, kann das hier tun: erster Teil „Breakthrough“ (hier), zweiter Teil „In der Tiefe“ (hier).

Im zweiten Teil wurde ein Wirkstoff gefunden und es blieb offen, ob es wohl möglich ist, dessen Existenz geheim zu halten. Der dritte Teil führt nun dieses Geschehen nahtlos fort. Wie auch schon im zweiten Teil, gibt es drei Handlungsstränge, die über die Beziehung der handelnden Personen miteinander verknüpft sind.

Etwa bis zur Hälfte baut sich die Spannung auf. Es werden viele wissenschaftlich interessante Details und Fragestellungen angerissen und erklärt. Danach geht es eigentlich nur noch spannungsgeladen um Kämpfe, wer nun wen einholt, wer als Erster wo ist etc.

Alle Figuren aus den bisherigen Teilen werden so eingeführt, dass man diesen Teil lesen kann, ohne die beiden ersten gelesen zu haben. Nur recht weit am Ende taucht mal der Name einer Figur auf, den man nicht einordnen kann, ohne einen der beiden vorangehenden Teile gelesen zu haben. Das behindert aber nicht das Verständnis der Handlung.

Subjektive Eindrücke

Wenn man den zweiten Teil gelesen hat, kennt man die Hintergründe und manches Spannungsdetail ist deshalb vielleicht nicht (mehr) wirksam. Vielleicht hilft es aber auch dem Verständnis, den zweiten Teil gelesen zu haben. Das kann ich natürlich nicht so recht beurteilen. Für mich passte es so, wie es war, gut.

Wie auch in den ersten beiden Teilen fand ich die wissenschaftlichen Anteile des Buches toll, gut erzählt und interessant.

Aus meiner Sicht konnte man merken, wie sich Grumley mit dem Schreiben von Teil zu Teil gesteigert hat. In diesem Teil gibt es richtige Spannung – beinahe hätte ich tatsächlich am Ende nachgeschaut 😉 Im Text sind auch immer wieder sanfte Anspielungen, was sich wohl so zusammenbrauen könnte. Allerdings gibt es auch viele, weniger sanfte Anspielungen, insbesondere an Kapitelenden, was ich dann teilweise etwas plump fand.

Ob es nun wirklich einen vierten Teil gibt, weiß ich nicht. Das Ende des dritten Teils schließt die Geschichte an sich ab, deutet aber doch sehr offensichtlich an, dass sich die (verbliebenen) Hauptfiguren auch in Zukunft zu Aufträgen zusammenfinden könnten/werden.

Fazit

Ein spannungsgeladener Science-Thriller mit interessanten Ideen und Wendungen in der Handlung. Weniger Spannung im Austausch für mehr Science wäre für mich wünschenswert gewesen, aber alle Spannungsliebhaber werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Advertisements

Abrechnung des Fitness-Sommers 2018

Langjährige Leser des Blogs wissen, dass mein Fitness-Sommer von Mitte März bis Mitte September und mein Fitness-Winter entsprechend von Mitte September bis Mitte März geht. Also ist der Fitness-Sommer 2018 nun vorbei und eine kleine Abrechnung fällig.

Wegen der Sommerwanderung sind natürlich im Wochendurchschnitt doch etliche (65) km zusammengekommen. Aber auch außerhalb der eigentlich Wandertour kamen in etwa 20 Wander-km pro Woche zusammen, was im Wesentlich die Vorbereitung für die Wanderung war. Dafür gab es so gut wie keine Lauf-km. Und vermutlich wird das auch so bleiben.

Und wie soll es nun weitergehen?

Wenn gemäß neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse also drei- bis viermal in der Woche mindestens 30 min moderate Aktivität sein soll, dann wären das so etwa 20 km – wobei es unerheblich wäre, ob es gelaufene oder gewanderte km sind. Gelaufene km sind natürlich etwas weniger moderat als gewanderte, dafür dauern sie nicht so lange. Das soll dann also das Ziel für den Fitness-Winter sein. Inwieweit ich beim Laufen bleibe, kann ich noch nicht sagen. Es geht – ähm läuft sich – gut, aber es ist nicht meine präferierte Fortbewegungsart. Ich merke schon, dass ich deutlich mehr Anschub brauche, um mich zum Laufen zu bewegen als zum Wandern. Vielleicht wird es ja ein Mix. Ich lasse mich überraschen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Meine Liebe

Meine Liebe

Meine Liebe
entsende ich in alle Welt.
Meine Liebe
walke ich in die Erde.
Meine Liebe
jubiliere ich zu den Sternen.

Meine Liebe
ist allumfassend.
Meine Liebe
umfasst Dich und Dich und Dich.
Meine Liebe
umfasst auch
— mich —

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Beerlage: Wolfsfährten

Wolfsfährten – Alles über die Rückkehr der grauen Jäger

  • Andreas Beerlage
  • Gütersloher Verlagshaus, 16. Oktober 2017
  • Gebundene Ausgaben, 240 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-579-08683-5

Inhalt

In 12 Kapiteln stellt uns Herr Beerlage unterschiedliche Aspekte und Argumente von Wolfsliebhabern und Wolfshassern vor. Jeweils eine kurze Episode aus dem Leben von Einauge, einer der bekanntesten Wölfinnen Deutschlands, leiten die Kapitel ein. Herr Beerlage hat mit Betroffenen, mit Beobachtenden, mit Wissenden, mit Unwissenden gesprochen und lässt sie in den entsprechenden Kapiteln zu Wort kommen. Er geht der Frage nach, woher die menschlichen Ängste vor dem Wolf kommen, woher aber auch die mythischen Betrachtungsweisen rühren. Die zum Teil sehr gegensätzlichen, ja eigentlich unvereinbaren Standpunkte werden vorgestellt mit dem Versuch einer Relativierung, der aber durch ungeordnete Prozesse, lange bürokratische Wege, Überziehungen durch Presse und Mund-zu-Mund-Propaganda, Herunterreden durch Politik erschwert wird.

Es ist sicher kein Spoilern, wenn ich das Fazit, das Anliegen und den Abschluss des Buches – mehr offene Diskussion, mehr Normalität für den Wolf als Wildtier – hier vorwegnehme.

Subjektive Eindrücke

Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und stellt meiner Meinung nach die Argumentationen der beiden sich gegenüberstehenden Gruppe gut verständlich dar. Auch kann man die Unversöhnlichkeit der beiden Interessen nachvollziehen. Es wird schwierig sein, Menschen mit Extrempositionen dazu zu bewegen, auch andere Argumente in Betracht zu ziehen. Aber für alle, die an einer offenen Diskussion Interesse haben, finden sich hier zahlreiche Aspekte und wie sie zueinander in Beziehung stehen (könnten).

Der Text ist in einer eher losen Sprache geschrieben. Der Autor ist stark bemüht, viele humoristische Elemente einzubringen und Redewendungen, die mit „menschlichen“ Begriffen agieren, ins „wölfische“ zu übertragen. Hin und wieder ist das nett und lustig. Für mich wirkte es in dieser Menge allerdings ein wenig sehr bemüht. Darüber hinaus hätte das Buch von einer stringenteren Rechtschreibprüfung profitiert. Auch sollte man sich nicht auf die automatische Silbentrennung einiger Textverarbeitungssysteme verlassen.

Ungeachtet dessen liest sich das Buch einfach und amüsant und ist hinsichtlich des Anliegens aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Buch.

Fazit

Wer an einem ernsthaften, offenen, sowohl Tier- als auch das Menschenwohl berücksichtigenden Dialog über die Rückkehr der Wölfe nach Europa interessiert ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Pyrenäen 2018 – Nachlese #1

Nach einer langen Tour wieder zurück in den Alltag zu finden, ist keine wirklich einfache Sache. Das konnte ich nun schon ein paarmal erleben. Aber diesmal fällt mir das besonders schwer. Dabei habe ich keine wirklichen Erklärungen dafür.

Ja, ich erledige die Arbeiten, die anstehen. Das sind nach einer längeren Zeit der Abwesenheit nicht gerade wenige. Aber ich muss mich schon ganz schön dazu treiben und es kostet Kraft, dabei zu bleiben.

Viel lieber schaue ich mir schonmal an, wo es das nächste Mal hingehen könnte. Aber das dauert noch lange, lange, lange…

Wenn ich überlege, was auf dieser Tour anders war als auf den anderen, so fällt mir eigentlich nicht allzu viel ein.

Sie hat – gemessen an der Länge – ziemlich lange gedauert. Bisher habe ich immer so 200 km pro Woche gerechnet. Diesmal waren es nur etwa 130.

Oder war es die körperliche Herausforderung, der Umgang mit der Gefahr in den Bergen? Letzteres wäre eigentlich etwas, auf das ich gern verzichtet hätte. Aber ein bisschen Kraxelei war zum Ende hin schon ganz gut.

Oder waren es schlicht und ergreifend die Schönheit, die Wunder, die klare Natur, die ich nun vermisse und die ich gern durch irgendetwas wieder in meine Nähe bringen möchte?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).