Gedanken zum Buch „Kognitive Apokalypse“

Rezension hier.

Der Titel hört sich erstmal reißerisch an. Heutzutage denken wohl viele, wenn sie das Wort Apokalypse hören, an ein Desaster, an eine Katastrophe. Aber, wie ich gelernt habe, hat das Wort noch eine andere Bedeutung – und zwar: Offenbarung/Enthüllung; zumindest was den Ursprung des Wortes betrifft. Und in diesem Sinne möchte der Autor den Buchtitel verstanden wissen.

Die aus meiner Sicht wichtigste These des Buches ist, dass uns die Technik nicht von unseren natürlichen Anlagen entfremdet, sondern dass ganz im Gegenteil die Technik ziemlich schonungslos offenlegt, welches unsere natürlichen Anlagen sind. Und diesen Gedanken finde ich nun ganz und gar nicht witzig.

Da wurde z. B. mal der Frage nachgegangen, ob Menschen die „leichte Kost“ im „Fernsehen“ konsumieren, weil nicht so viel Anderes angeboten wird, oder ob nicht so viel Anderes angeboten wird, weil es nicht so stark nachgefragt wird. Daran, wie es manchem wissensorientierten Sender so ergangen ist, könne man wohl eine Antwort ablesen. Und dies war nun nicht die einzige Frage, der in diesem Buch nachgegangen wurde.

Für mich ist das Fazit aus dem Buch, dass Menschen spaß- und komfort-orientierte, aber auch sehr neugierige Wesen sind. So dahingesagt klingt das für mich durchaus positiv. Aber es kann wohl auch ziemlich hässliche Formen annehmen. Da würde ich dann aber denken, dass der Mensch durchaus in der Lage ist, bewusst darüber nachzudenken (wie z. B. in solchen Büchern) und auch bewusst darüber zu entscheiden, wie er/sie sich verhalten möchte. Allerdings – und das spüre ich ja selbst immer wieder – ist es doch teilweise recht anstrengend, nicht zu häufig den eingebauten Mechanismen zu erliegen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
BelanaHermine

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Bronner: Kognitive Apokalypse

Kognitive Apokalypse – Eine Pathologie der digitalen Gesellschaft

  • Gérald Bronner, aus dem Französischen von Michael Bischoff
  • C.H.Beck, 15. September 2022
  • Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
  • 24,00 € (D)
  • ISBN 978-3-406-79128-4

Inhalt

Nach einem Vorwort teilt Herr Bronner sein Buch in drei Teile ein. Zuerst befasst er sich mit dem kostbarsten Gut, das wir haben – der kognitiven Zeit. Der zweite Teil befasst sich mit den hinter unseren Handlungen liegenden mehr oder weniger automatischen kognitiven Prozessen und wie sie beeinflussen, was ein Mensch tut und womit sich ein Mensch befasst. Im dritten Teil erklärt Herr Bronner seine These, dass die digitale Welt ebendiese Prozesse sehr deutlich sichtbar macht und welche Gefahrenpotentiale er darin sieht.

10 Seiten Anmerkungen und 13 Seiten Bibliografie sind am Ende des Buches zu finden.

Subjektive Eindrücke

Der Text ist wundervoll geschrieben und in abwechslungsreicher Sprache mit tollen Satzkonstruktionen gehalten. Hin und wieder kann das etwas herausfordernd erscheinen, hat mir aber durchaus Spaß gemacht.

Viele Sachverhalte, die Herr Bronner in seinem Buch aufdeckt, sind durchaus erschreckend. Ausgehend von seiner These, dass die kognitive Kapazität das Wertvollste ist, das die Menschen besitzen, sie aber insbesondere durch digitale Medien mehr und mehr in Anspruch genommen wird und damit eben nicht mehr für Anderes zur Verfügung steht, lässt aufhorchen. Wenn dann noch herausgestellt wird, dass dies durchaus den grundlegenden Anlagen des Menschen entspricht, dann könnte es einem gruseln.

Natürlich hat sich Herr Bronner das nicht alles allein ausgedacht. So begegnet einem im Buch durchaus auch Bekanntes. Es wird aber aus meiner Perspektive in einen neuen/anderen Kontext gesetzt, sodass sich für mich – trotz einigen Vorwissens – durchaus etliche Aha-Erlebnisse ergeben haben.

Fazit

Ein sehr interessantes und zum Nachdenken anregendes Buch.

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Merchandising?

Free the Leo. — Leopard-Icons in Messengern und social Media. — Selfies in Leoparden-T-Shirt.

Ey Leute, geht’s noch? Da ist Krieg und kein Streichelzoo! Da sterben Menschen – egal welcher Nationalität!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Keck: Die KUNST des Zeichnens

Die KUNST des Zeichnens für Kinder – Zeichenschule – Optische Täuschungen

  • Gecko Keck
  • Frechverlag, 17. Januar 2023
  • Gebundene Ausgabe, 128 Seiten
  • ab 9 Jahre
  • 16,00 € (D), 16,50 € (A)
  • ISBN 978-3-735-89054-2
  • zum Reinschauen hier

Inhalt

Nach einer kurzen „Ansprache“ an die Leser/innen werden auf einigen Seiten die grundlegenden Arbeitsschritte und Zeichentechniken erklärt, die man zum Zeichnen der optischen Illusionen braucht. Danach sind die Anleitungen in drei Gruppen eingeteilt: Perspektivische Illusionen, Wende- und Trugbilder und verblüffende Illusionen. Über einen Link kann man Übungsblätter für etliche Grundtechniken und einige Illusionen herunterlagen.

Das Buch ist für Kinder ab 9 Jahren geeignet, was auch durch entsprechende Texte und ein paar lustigen Illustrationen unterstrichen wird.

Subjektive Eindrücke

Wen faszinieren nicht Bilder, die etwas darstellen, was eigentlich sein kann, oder die unsere Sinne ein wenig verwirren. Sie dann auch noch selbst erstellen zu können, ist faszinierend. Dieses Buch stellt grundlegende Mechanismen solcher Bilder dar und zeigt, wie man sie einfach selbst gestalten kann.

Die Anleitungen sind einfach und leicht verständlich erklärt, sodass auch Kinder sie gut verstehen können. Sie gehen dabei einerseits bis zu einem Niveau, das relativ einfach umzusetzen ist, zeigen aber auch, wie man mit etwas mehr Mühe und Geduld noch eine „künstlerische“ Note hinzufügen kann.

Für mich waren schon die Einführungsseiten ein Augenschmaus 🙂

Der Download der auf dem Cover versprochenen Übungsseiten erfolgt nach Anmeldung beim Verlag problemlos. Sie sind sicherlich hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Sicherlich findet man die Anleitungen zu den im Buch enthaltenen Täuschungen auch im Internet. Aber eine zusammengestellte Sammlung mit detaillierten Anleitungen haben aus meiner Sicht auch weiterhin einen eigenen Wert.

Für den Anfang habe ich mich an etwas Einfachem ausprobiert.

Fazit

Einfache Anleitungen und eine Auswahl unterschiedlich schwieriger Motive machen das Nacharbeiten zum Erfolg.

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Gedanken zum Buch „Die neue Vielfalt des Geldes“

Rezension hier.

Früher hieß es mal, dass über Geld nur spricht, wer viel davon hat. Heutzutage sprechen „alle“ über Geld. Heißt das also, dass alle welches haben? Oder heißt es nur, dass alle welches wollen?

Geld ist Macht. Zumindest scheint das noch heute Gültigkeit zu haben. Geld regiert die Welt oder eben auch einzelne Staaten. Kein Wunder also, wenn Zentralbanken Sorge haben, dass digitales Geld außer von ihnen noch von Anderen ausgeschüttet werden könnte. Schließlich würden sie dadurch ihre Macht und ihre Einflussmöglichkeiten verlieren. Und doch scheinen sie recht zögerlich, was die Einführung einer digitalen Währung anbetrifft.

Was technische Begründungen dafür sein könnten, versucht dieses Buch zu erklären.

Insgesamt bleibt bei mir aber dennoch ein etwas mulmiges Gefühl zurück, wenn ich mir vorstellen, dass es irgendwann nur noch digitales Geld gibt. Keiner will den SuperGAU haben, aber was, wenn doch? Eigentlich stelle ich es mir auch jetzt schon schwierig vor, wenn von jetzt auf gleich mal alle Rechner ausfallen sollten. Wer kann dann noch wissen, wer wieviel wo hat? Ob es dazu wohl auch „Katastrophenszenarien“ gibt? Wenn, dann würden die mich ja echt brennend interessieren.

Ich war dabei, als die DDR-Mark auf die D-Mark umgestellt wurde. Ich habe zu dieser Zeit in einer Bank gearbeitet. Obwohl das alles geplant und strukturiert war und nur eine Woche die Konten (lediglich) nicht zugreifbar waren (mit dem durchaus vertrauenswürdigen Versprechen, danach wieder vollen Zugriff zu haben), gab es doch ein paar kritische Punkte. Das möchte ich lieber nicht extrapolieren.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
BelanaHermine

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