Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Shenzhen“ (Rezension hier) – Shenzhens Umgang mit der Pandemie

Das soll dann aber auch meine letzte Anmerkung zu diesem Buch sein.

Es wird gesagt, dass man in Shenzhen von Anfang an die Sache ernst genommen hat. Deswegen ist es nicht passiert, dass die Pandemie wirklich ausgebrochen ist. Es gab wohl nur ein paar Erkrankte und so gut wie keine Toten. Es wird auch angeführt, dass das wohl vom Grundsatz her so stimmen müsste, weil man viele Tote nicht einfach verschweigen kann. Also lasse ich das mal so stehen.

Es wird auch gesagt, wie die Stadt vorgegangen ist. Radikaler Lockdown. Mit Drohnen wurde geprüft, ob die Menschen zu Hause sind. Wenn nicht, wurden sie von den Drohnen zwar nett und freundlich, aber bestimmt aufgefordert, nach Hause zu gehen und nicht das Händewaschen zu vergessen. Grundlage all dessen: lückenlose Überwachung und Nachvollziehbarkeit der Bewegungen der Menschen. Darüber, was passierte, wenn jemand dieser Aufforderung nicht nachkam, wurde nicht gesprochen. Es wurde auch nicht darüber berichtet, wie die Versorgung der Bevölkerung gesichert wurde.

Mittels Drohnen wurden große Plätze in der Stadt desinfiziert, Roboter desinfizierten verlassene Krankenzimmer, Roboter versorgten Kranke, damit kein Krankenhauspersonal zu ihnen musste.

Es wird dann gesagt, dass die Pandemie in China zu wirtschaftlichem Aufschwung geführt hat und dass die Pandemie die Entwicklung der Technologien beflügelt hat. Der Autor sagt dann, dass China moderne Methoden zur Pandemiebekämpfung eingesetzt hat, während Europa bzw. der „Westen“ auf altertümliche Weise reagiert und nur auf einen Impfstoff gewartet hätte.

Okay, es hätte deutlich besser laufen können. Aber das Argument „altertümlich“ trifft es dann wohl nicht so recht.

Bei der Pest wurden in autoritären Städten Kranke in ihren Häusern eingemauert. Auf einen Impfstoff wartete damals niemand, da man die Pest als Strafe Gottes begriff und ein ganz anderes Bild vom Auftauchen und der Übertragung von Krankheiten hatte.

Ja, ich hätte mir teilweise auch strengere Maßnahmen gewünscht – aber nicht zum Preise einer Totalüberwachung.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Kuriositäten des Alltags

(Diese 0 exklusiven Deals erwarten Sie!)

Da bin ich ich ja regelrecht froh, dass ich niemanden und nichts ganz für umsonst warten lassen muss 😉

Dahinter scheint ausnahmsweise mal keine künstliche Intelligenz zu stecken. Gibt es auch künstliche Dummheit oder ist Dummheit immer ganz natürlich/menschlich?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Shenzhen“ (Rezension hier) – Keine Fixernadeln in Naturräumen in Shenzhen

Im Buch wird streckenweise ein erfolgreiches Selbstständigenpärchen mit 2 Kindern begleitet.

Die Mutter äußerte u. a., dass sie es gut fände, dass man im Stadtpark keine Fixernadeln findet.

Völlig d’accord. Kein Kind sollte sich an Fixernadeln verletzten und/oder anstecken.

Aber was steckt denn noch hinter dieser Aussage? Das sind für mich im Grunde zwei Dinge:

Einerseits frage ich mich, wo Obdachlose und Bettler in Shenzhen unterkommen. Erwähnt wurde das nicht. Aber es scheint zumindest in China generell welche zu geben. Ein Bekannter erzählte nämlich, dass auch sie ihre Spenden über eine App auf einem Smartphone bekommen.

Andererseits habe ich aus dem Buch herausgelesen, dass explizit Naturzonen in der Stadt geschaffen wurden. Das ist sicherlich toll, damit sich die Menschen erholen können. Und auch für die Luftqualität ist das sicherlich prima. Aber es sind eben künstlich geschaffene Gebiete. Künstliche Natur. Kann man zu künstlicher Natur ein natürliches Verhältnis aufbauen? Was wir Natur für die Kinder einmal bedeuten, wenn sie erwachsen sind? Etwas, das man zwischen Häuserblocks designed?

Das fühlte sich echt ungut an, obwohl solches Grün natürlich besser ist als gar kein Grün.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Gleeson: Konstellationen

Konstellationen – Die Sprache meines Körpers

  • Sinéad, aus dem Englischen von Stephanie Singh
  • btb Verlag, 10. Mai 2021
  • Broschiert, 288 Seiten
  • 12,00 € (D), 12,40 € (A)
  • ISBN 978-3-442-77082-3

Mit diesem Buch scheint etwas anders zu sein, weil ich mich nicht an mein „normales“ Schema zum Rezensieren halte.

In der Tat. Es ist ein Buch, bei dem ich noch immer nicht weiß, was ich davon halten soll.

Es wird im Klappentext und einigen Rezensionen als stark, mutig, literarisches Zeugnis bezeichnet.

Mir erschließt sich nicht, was dieses Buch ausdrücken will.

Frau Gleeson beschreibt ihren Leidensweg. Von klein auf krank ist sie immer wieder in Kliniken, muss sich Operationen unterziehen, schämt sich ihres Körpers.

Einen Körperbereich nach dem anderen geht sie durch und beschreibt ihre Krankheiten, ihr Leiden, den unerträglichen Umgang mit ihr als Patientin. Immer wieder verknüpft sie dies mit Ausdrücken Anderer in verschiedenen Kunstrichtungen – in Büchern, in Musik, in Gemälden.

Will sie anklagen?

Will sie schlicht und ergreifend ihre Lebensgeschichte erzählen?

Für beides enthält mir das Buch zu wenig Reflektion und Einbettung in einen konkreten Kontext. Ihr eigenes Schicksal verknüpft sie zwar mit ihrem Heimatland, bei der Einbeziehung von Kunst ist es aber die ganze Welt. Ich habe mich auch immer wieder gefragt, warum nicht auch ein Stück Dankbarkeit durchschimmert – Dankbarkeit, trotz allem ein gutes Leben führen zu können, Dankbarkeit, dass die heutigen Gegebenheiten solche Heilungen überhaupt ermöglichen.

Das alles habe ich noch immer nicht für mich auflösen können. Und deshalb kann ich auch wirklich nicht sagen, ob ich das Buch empfehlen kann oder nicht.

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Pre-PostCorona-Gedanken

Mehr und mehr wird geöffnet. Die Menschen nehmen das sehr freudig an.

So sehen wir immer mehr Ansammlungen von Menschen. Gerade in Vergnügungsparks ist das Gedrängle mindestens so groß wie vor Corona. Vielleicht sogar noch größer, weil die Menschen das Gefühl haben, vieles nachholen zu müssen – dazu gehört dann eben auch der Spaß in einem Vergnügungspark.

Das löst bei mir durchaus gemischte Gefühle aus.

Ich kann gut verstehen, dass die Menschen das Bedürfnis haben, wieder außerhalb ihrer vier Wände mit möglichst vielen Anderen Spaß zu haben. Und auch das Gefühl, etwas nachholen zu müssen, etwas verpasst zu haben, kann ich nachvollziehen. In mir kommt dann aber auch immer die Frage hoch, ob das nicht lieber noch ein bisschen warten sollte und nicht doch auch noch ein bisschen warten könnte.

Ich werde mich mal noch ein bisschen fern halten von solchem Trubel. Okay, ich habe leicht reden, im Job habe ich gerade Stress bis über beide Ohren. Selbst wenn ich wollte, könnte ich gar nicht. Aber ich glaube, im Moment wollte ich (noch) nicht.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Shenzhen“ (Rezension hier) – Was kann man vergleichen?

Ich hatte es wohl schon in der Rezension angedeutet, dass mir das Buch zu wenig vom eigentlichen Leben und auch von den Sorgen und Nöten der normalen Menschen berichtet hat. Darüber hinaus gab es ein paar Stellen, an denen ich mir nicht so sicher bin, ob man da einfach so argumentieren und zu einem wirklich aussagekräftigen Ergebnis kommen kann.

Es wird immer wieder betont, wie schnell China sich entwickelt hat, wie schnell es z. B. so viele Menschen aus der Armut geholt hat, dass es so viele tolle Problemlösungen findet. Gerade auch zum letzten Punkt wird kontrastierend gesagt, dass im „Westen“ schon lange keine wirklichen Problemlösungen mehr geschaffen werden.

Ich denke, dass man da ein bisschen relativieren muss, auch wenn das die aktuellen Leistungen nicht schmälern soll.

Als China vor den Problemen stand, war die weltweite Entwicklung schon deutlich weiter vorangeschritten als zu der Zeit, als der „Westen“ vor vergleichbaren Problemen stand. China konnte also auf vieles zurückgreifen, was der „Westen“ erst Stück für Stück entwickeln musste.

Auch hinsichtlich der zu lösenden Probleme scheint China im Moment Probleme zu lösen, die der „Westen“ vom Grundansatz her schon gelöst hat.

Natürlich sollten wir langsam mal mit Lösungen für die Klimaprobleme rumkommen. Aber dafür gibt es auch im „Westen“ durchaus vergleichbare Ansätze wie in China.

Zu berücksichtigen ist sicherlich auch, dass China Städte einfach so in die Landschaft setzen und mit neuester Technologie und neuestem Wissen ausstatten kann. Im „Westen“ kann man nicht einfach mal eine Stadt abreißen, um dort eine megamoderne Stadt hinzusetzen. Über die Art und Weise wie dann beim Aufbau neuer Städte vorgegangen wird, will ich im Moment gar nicht sprechen.

Nicht zuletzt denke ich, dass man auch die Einwohnerzahlen berücksichtigen sollte. Ist es fair, ein Land mit reichlich 80 Mio Einwohnern mit einem Land mit etwa 1,4 Mrd Einwohnern vergleichen?

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Frechverlag: Die KUNST des Zeichnens

Die KUNST des Zeichnens – 10 Steps Manga – In 10 einfachen Schritten über 30 Menschen & Tiere zeichnen

  • ohne Autor
  • Frechverlag, 15. Februar 2021
  • Taschenbuch, 128 Seiten
  • 13,00 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-772-44794-5

Inhalt

Das Buch hält sich nicht lange mit Vorrede und materiellen Grundlagen auf – schließlich gibt es dafür genügend andere Bücher – sondern steigt gleich ein in die praktische Arbeit. Ein erster Teil befasst sich mit Gesichtern – zuerst Einzelteile von Gesichtern, gefolgt von Manga-Gesichtern mit verschiedenen emotionalen Ausdrücken sowie Chibi-Gesichtern. Ähnlich geht es in einem zweiten Teil um den Körper – zuerst Einzelteile von Körpern, gefolgt von Manga-Körpern, Körperhaltungen (inkl. Haltungen von Chibi-Körpern) und ganzen Figuren (inkl. Chibi-Figuren). Am Ende des Buches werden Manga-Tiere gezeichnet.

Subjektive Eindrücke

Es macht schon Spaß, sich das Buch nur anzuschauen.

Insbesondere die Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Einzelteile von Gesichtern und Körpern sind sehr detailliert und dadurch gut nachzuzeichnen. Die ganzen Figuren und Tiere sind natürlich komplexer, sodass die Einzelschritte etwas grober ausfallen. Hier ist sicherlich schon ein bisschen Zeichenerfahrung erforderlich, um sie sicher nacharbeiten zu können.

Im Buch wird zwischen Manga und Chibi unterschieden. Eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Manga-Stilen erfolgt nicht. Das ist für Einsteiger/innen ins Zeichnen von Manga sicherlich ausreichend.

Ich habe endlich den Mut gefasst und versucht, eine Hand zu zeichnen. Mehr steht schon auf meiner Agenda 🙂

Fazit

Gut nachvollziehbare Zeichenschritte insbesondere für die Grundelemente des Körpers.

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Roboterland“ (Rezension hier) – (3 von 4) – Wie wir in Zukunft sterben werden

Diese Teil des Buches war zwar auch sehr interessant, aber trotzdem nicht zu sehr beeindruckend, weil ich hier gar nicht so viel „Neues“ gegenüber den aktuellen Diskussionen um freiwilliges Sterben gefunden habe.

Die Fragestellungen sind mehr oder weniger die gleichen. Soll man es dürfen oder nicht? Wie ist das, wenn man jemandem dabei hilft? Warum soll/wird man freiwillig aus dem Leben gehen wollen?

Daneben ging es aber auch um die Frage, wie man wohl am besten freiwillig sterben können wird. Und dabei stand dann eher die technische Frage im Mittelpunkt, wie das ohne fremde Hilfe geht, auch wenn man selbst kaum noch etwas tun kann.

Es war viel die Rede von einem Automaten. Da sind wohl bereits diverse Modelle versprochen worden. Meist scheiterte es dann aber bisher daran, dass es niemand ausprobieren wollte. Schließlich möchte man, wenn man schon freiwillig aus dem Leben gehen möchte, dass das dann auch 100%ig funktioniert und man nicht in einem schlechteren Zustand überlebt als der, den man verlassen wollte. So zumindest die Aussage im Buch.

Insgesamt war dieses Kapitel dasjenige, das den wenigsten Anklang an Computer/Roboter hatte. Einzige Einsatzecke war, um festzustellen, ob die Person, die da gern gehen möchte, das wirklich ganz ernst meint, unbeeinflusst von Anderen und es sich dabei auch um Aussagen/Antworten eines Menschen, ebendieser Person handelt.

Und natürlich ist auch in diesem Buch die Gefahr angesprochen worden, dass mit einer zunehmenden Legalisierung auch der „Druck“ zunehmen könnte, der auf Menschen ausgeübt wird, doch bitte gehen zu wollen. Das ist sicherlich eine gesellschaftliche Angelegenheit, über die eigentlich auch deutlich klarer diskutiert werden sollte.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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