Corona-Gedanken

Warum schreibe ich immer noch über Corona?

Corona, Corona, Corona. Viele stöhnen schon, wenn sie nur das Wort hören.

Corona ist Alltag. Alles wieder ganz normal. Keine Sorgen mehr. Einfach nur machen wie immer. Ist das so?

Viele haben ihre regelmäßigen Einträge zu Corona eingestellt oder auf eine langsamere Frequenz umgestellt. Bin ich die ewig Gestrige, dass ich immer noch Tag für Tag irgendwas zu Corona denke und es auch noch publizieren muss?

Viele Fragen – einige Antworten.

Ich habe ja schon ein paarmal zum Ausdruck gebracht, dass mich diese Corona-Normalität eher erschreckt. Da ist so vieles, was einfach nicht „normal“ für menschliches Lesen und mitmenschliches Zusammenleben ist, dass ich es einfach nicht wahrhaben will, dass das ab jetzt „normal“ sein soll. Und dieses Erschrecken braucht wohl einen Ausdruck.

Außerdem denke ich – aufgrund dessen, was ich so gehören und gelesen habe, was ich höre und lese – dass diese Pandemie noch nicht ausgestanden ist. Ja, wir gehen jetzt in die Sommerpause. Aber ich glaube nicht, dass sich so ein Virus davon beeindrucken lässt. Ich hoffe, aber ich sehe noch immer Gefahr. Deshalb meine ich, dass wir nach wie vor wachsam sein müssen – sicherlich nicht panisch. Aber sich immer wieder klar zu machen, in welcher Situation wir uns befinden, ist für mich ein wichtiger Punkt. Und ja, das geht bei mir eben durch Schreiben.

Und nicht zuletzt muss ich ganz ehrlich zugestehen, dass ich während der heißesten Corona-Phase so derart viel arbeiten musste, dass Corona-Gedanken es nur am Rande schafften, bis zu mir vorzudringen. Ich glaube, ich habe das Bedürfnis, jetzt noch einiges davon aufzuarbeiten. Und solange ich damit nicht „fertig“ bin, werde ich wohl immer wieder etwas dazu schreiben. Und manche Dinge würde ich gern aus der heutigen Perspektive noch einmal beleuchten. Aber vielleicht wird auch hier die Frequenz etwas sinken. Mal schauen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s und Kommentare. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Pilgern/Etappenwandern zu Corona-Zeiten #5

Keine Herbergen, kein B&B, kein Zelten – was nun?

Tja, da bin ich also am Lamentieren, was alles nicht geht. Andererseits verkünde ich immer ganz großspurig, dass jede/r, jederzeit, überall pilgern könne, weil Pilgern eine Haltung wäre. Dann also mal Butter bei die Fische und neben großen Worten auch mal ein paar Taten an den Tag gelegt!

Wenn ich also ernst mache mit meiner Aussage und sie auch für mich gelten lasse, dann müsste es mir also möglich sein, auch ohne außer-Haus-Übernachtungen zu pilgern/wandern. Ohne außer-Haus-Übernachtungen – das hieße also mit zu-Haus-Übernachtungen. Bingo???

Ja, also ich starte zu Hause und ende zu Hause und zwar über einen gewissen Zeitraum. Warum nicht? Einen Versuch ist es wohl wert, oder? Sicherlich interessant, was das mit mir macht, was anders ist als beim Etappen-Pilgern/Wandern.

Wir leben hier in einer ganz netten Umgebung. Es ist nicht weit bis zum Fluss. Aber der ist meist überlaufen, also mit Menschen. Darauf hätte ich wohl nicht (alle Tage) Lust. Andererseits ist es aber auch nicht weit bis in den Wald mit ein paar Hügeln. Die Umgebung haben wir zwar inzwischen ziemlich abgegrast, aber ein Weg ist immer wieder neu, weil man ja selbst immer wieder neu auf diesem Weg ist.

Ein paar Touren haben sich schon etabliert. Einige bin ich in der letzten Zeit auch nochmal auch im Hinblick auf diese Wandervariante gegangen. Da gibt es kürzere und längere. Da gibt es flachere und ein wenig huggelige. Wie ich sie erlebe hängt durchaus stark von meiner inneren Verfassung ab. Und das scheint mir in diesem Zusammenhang dann auch das Interessante zu werden: wie wirkt die gleiche Strecke an verschiedenen Tagen auf mich?

Und das ist dann also mein Wanderplan 😉

Tag Start Ziel km
1. zu Hause zu Hause ???
2. zu Hause zu Hause ???
3. zu Hause zu Hause ???
???
x-2. zu Hause zu Hause ???
x-1. zu Hause zu Hause ???
x. zu Hause zu Hause ???

Was fällt Euch dazu ein?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s und Kommentare. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Corona-Gedanken

„Spillover“ #5

Man könnte meinen, dass das Buch Angst machen wollte. Diesen Eindruck hatte ich nicht. Es legt mit vielen Belegen dar, wie die Situation ist, wie am Thema geforscht wird, aber natürlich auch, welche Gefahren darin lauern.

Letzteres ist aber nicht reißerisch aufgemacht, sondern eher mit dem Hinweis versehen, dass wir in gewisser Weise vorbereitet sein sollten. Genannt werden dazu im Wesentlichen die Etablierung von Prozessen zum Seuchenschutz (also z. B. mal das Seuchenschutzgesetz auf einen aktuellen Stand bringen), das Vorhalten zahlenmäßig ausreichender und sinnvoll funktionsfähiger Schutzkleidung, Pläne, wie ausreichend Versorgungskapazität sichergestellt sein kann etc.

Zur Versorungskapazität würde für mich nicht nur das Krankenhaus zählen, sondern auch Lebensmittel, Wasser, Strom etc.

Ich würde hier auch Pläne sehen, wie man auch unter Pandemiebedingungen ein möglichst weitreichend gesellschaftliches/soziales Leben aufrecht erhalten kann. Wie kann z. B. Schulbetrieb gelingen. Dazu in ein paar Tagen nochmal mehr.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s und Kommentare. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Aziz: Das Tor

Das Tor

  • Basma Abdel Aziz, aus dem Arabischen von Larissa Bender
  • Heyne Verlag, 13. April 2020
  • Broschiert, 288 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32046-8

Inhalt

Nach der Niederschlagung von Aufständen brauchen die Menschen öfter denn je offiziellen Genehmigungen und Bestätigungen. Diese sollen sie vom sogenannten Tor bekommen. Doch niemand weiß, ob bzw. wann es sich öffnet und ob Genehmigungen und Bestätigungen erteilt werden.

Die Menschenmenge vor dem Tor wird immer größer. Menschen unterschiedlichster Couleur treffen hier aufeinander mit ihren Sorgen und Nöten, mit ihren jeweils unterschiedlichen Einstellungen zu den sich verschärfenden Maßnahmen des Staates. Auch Tarik, ein Arzt, der einem bei den Aufständen Verwundeten eine Kugel entfernen möchte, steht dort, weil er für seine medizinische Hilfe eine Erlaubnis braucht. Sie alle verändern sich durch das Warten, durch die Diskussionen untereinander, durch die Propaganda, durch die härter werdenden Maßnahmen der Überwachung und die Berichte über das Verschwinden von Menschen.

Subjektive Eindrücke

Ein sehr bedrückendes Buch. Einerseits wird nach und nach klarer, worum es geht. Andererseits wird die Lage immer auswegloser. Man ist zwischen der Hoffnung der Protagonisten und deren Enttäuschung hin und her geworfen.

Kein Buch, das gute Laune macht, aber dennoch ein sehr wichtiges Buch, um klarzumachen, wohin Absolutismus und Überwachung führen können, wie Menschen dadurch Schritt für Schritt entmenschlicht werden.

Gibt es einen Weg hinaus?

Kritiken, die das Buch in eine Reihe mit „1984“ von George Orwell und „Der Prozess“ von Kafka stellen, muss ich uneingeschränkt Recht geben.

Fazit

Keine leichte Kost, aber überaus lesenswert.

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Hart: MANGA erste Schritte Kawaii

MANGA erste Schritte Kawaii – Alles, was du zum Zeichnen superniedlicher Manga-Figuren brauchst

  • Christopher Hart
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 30. Juli 2019
  • Taschenbuch, 192 Seiten
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-960-93558-2

Inhalt

Nach einer Einführung werden ein paar grundlegende Zeichentechniken vorgestellt, die aber direkt auf niedliche Manga-Figuren bezogen werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist immer die Frage, was denn eine Zeichnung wirklich niedlich macht. Das wird auch in den kommenden Beschreibungen verschiedener Typen von Mangafiguren immer wieder Thema sein. Neben Figuren wird auch Essen in einem Kapitel behandelt. Im letzten Kapitel des Buches geht es um die Kombination einzelner Manga-Elemente zu ganzen Szenen und die Gestaltung von Grußkarten mit supersüßen Zeichnungen.

In Abhängigkeit von der Detaillierung der Zeichnungen werden sie in 3 bis 6 Schritten bis hin zur Kolorierung gezeigt. diese Schritte verdeutlichen recht klar, wie man vorgehen kann. Die Linien aus dem vorangegangenen Schritt sind dabei in hellerem Ton beim nächsten Schritt noch zu erkennen. So sieht man genau, was von einem Schritt zum anderen verändert/ergänzt wurde.

Subjektive Eindrücke

Das Buch hält, was es verspricht, und ich bin total begeistert davon.

Neben guten Anleitungen zum Zeichnen gibt es einerseits Tipps dazu, was die Empfindung von Niedlichkeit überhaupt ausmacht, und andererseits ein knappe Einführung in verschiedene Managstile bzw. Grundtypen von Manga-Figuren.

Das Buch macht durch und durch gute Laune. Mit ein bisschen Übung gelingen unterschiedlich anspruchsvolle Zeichnungen.

Die Ideen zu Grußkarten gefallen mir besonders gut. Gerade zu Zeiten des realen Distancing kann man dadurch gute Laune verbreiten und vielleicht ein bisschen Nähe herstellen.

Fazit

Wer die Japanische Niedlichkeit mag, wird an diesem Buch großes Gefallen finden. Ich warte schon voll Vorfreude auf ein Folgebuch.

PS: Ich freue mich über Eure „like“s. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Was Du willst

Was Du willst

Willst Du wissen,
wie es mir geht?
Frag‘ nicht.

Willst Du sehen,
wie es mir geht?
Schau nicht.

Willst Du hören,
wie es mir geht?
Lausche nicht.

Willst Du sicher sein,
dass es mir gut geht?

Dann liebe mich.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s und Kommentare. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).

Corona-Gedanken

Kann das normal sein?

Nein, ich habe mich noch nicht an die „neue Normalität“ gewöhnt – und ich will es auch gar nicht.

Gerade im Moment spüre ich doch wieder recht schmerzlich, was durch Corona nicht (mehr) möglich ist.

Normalerweise würde ich jetzt schon in großer Vorfreude auf meine anstehende Wanderung schauen. Ich hätte schon einen Wanderführer gekauft (oder au der Bibliothek geliehen). Ich hätte schon meinen Pilgerausweis bekommen, wenn ich mich für einen Pilgerweg entschieden hätte. Ich hätte schon einen Frisörtermin, um mir die Haare praktikabel kurz schneiden zu lassen. Wahrscheinlich hätte ich schon die Tagesetappen zusammengestellt und die Höhenmeter ausgerechnet. Wahrscheinlich wäre die Packliste schon ausgedruckt und die ersten Dinge würden beginnen, sich um den Rucksack zu versammeln. Ich hätte sicherlich auch schon ein schönes Heft/Buch, das mein Tagebuch sein würde…

Im Moment muss die Erinnerung an diese Vorfreuden genug sein.

(Weitere Punkte, die für mich nicht zu dauerhafter Normalität werden dürfen, behandle ich in folgenden Beiträgen.)

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

PS: Ich freue mich über Eure „like“s und Kommentare. Beachtet aber bitte, dass Daten gespeichert werden. Genaueres dazu findet Ihr in der Datenschutzerklärung (hier).