Vom Sinn des Sinns

Meine „Wirren Gedanken“ (hier) haben doch einige Wortspieler zu Hochform auflaufen lassen 🙂 Sehr schön, sehr schön. Das lässt natürlich auch bei mir die Synapsen nochmal stärker in alle chaotischen Himmelsrichtungen feuern.

Also habe ich mal geschaut, in welchen der hiesigen Beiträge ein Wort mit dem Wortteil „sinn“ vorkam. WordPress erzeugte eine Liste von 42 Seiten Länge. Tja, da musste ich mich (vorerst) dann auf die mit „Sinn“ im Titel beschränken. Aber auch da bin ich schon fündig geworden – und zwar mit Irrsinn und Wahnsinn, was mich direkt zur Frage führte, welchen Sinn Sinn eigentlich hat. Oder macht er ihn wirklich?

Wenn Sinn irrt oder verwirrt oder nur ein Wahn ist. Wieviel bleibt dann vom Sinn?

Gesinnung und Besinnung waren auch dabei. Zur Besinnung gibt es dann auch eine Besinnungslosigkeit. Gibt es auch eine Gesinnungslosigkeit?

Und was fange ich mit der Rückbesinnung an? Ist das Sinn, der mal Sinn hatte, ihn aber verlor und nun doch wiedergefunden hat? Wiedergefundener, vormals verlorener Sinn von Sinn ohne (oder mit) Sinn?

Sinn, Sinn, Sinn, Sinn, Sinn – ja, wo ist er denn jetzt hin?

Im Ernst: Wenn man ein Wort ganz oft, also wirklich sehr oft, wiederholt (am besten laut ausgesprochen), dann verliert dieses Wort in gewisser Weise seine Bedeutung und man hört nur noch Klang. (Jedenfalls geht es mir so, wenn ich das probiere.)

So kommt man auch von sinnvoll zu sinnlos 😉

Habt einen wundervollen Sonntag mit soviel Sinn, wie Ihr gern mögt.

PS: Würde man eigentlich gleichermaßen vom Unsinn des Unsinns schreiben?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Fusionsküche – schon wieder

Unsere Betriebskantine bemüht sich redlich, neben Mischkost-Gerichten immer auch vegetarische oder vegane Gerichte anzubieten, was ich ja absolut löblich finde. Allerdings ist die Auswahl und Zusammensetzung der vegetarischen/veganen Gerichte hin und wieder recht abenteuerlich zu nennen. Aber wenn man dann die jeweiligen Bestandteile eines nach dem anderen isst, dann passt das schon 😉

Letztens gab es indische Linsensuppe. Njam, njam. Das war doch fast wie für mich gemacht. Nun ja, vieles hat dann aber doch einen Haken.

Im Grunde war es deutsche Linsensuppe, also mit diesen grauen/braunen/schwarzen Linsen und Kartoffel- und Karottenstückchen. Keine Wurst, weil es vegan sein sollte. Aber nicht dieses Säuerliche, woran ich mich bei Linsensuppe in der Schulspeisung erinnere. Naja, und diese nach deutscher Linsensuppe aussehende Suppe war nun indisch, sprich currymäßig gewürzt.

Da wurden meine Essensstereotype aber mal wieder heftig durcheinandergewirbelt. Schon faszinierend, was eine Erwartungshaltung mit einem anstellen kann. Nachdem ich also unter kognitiver Anstrengung die Verwirrung überwunden hatte, konnte ich die Suppe dann doch gut auslöffeln.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Verlangen irre Zeiten irre Lösungen?

Es wird ja gerade viel darüber diskutiert, dass man Räume nicht mehr ganz so warm heizen soll, wie man das bisher gewohnt ist. Prinzipiell halte ich das für richtig und für die meisten Menschen sicherlich auch machbar.

Aber man könnte doch auch mal über etwas Irriges nachdenken.

***Bitte nicht zu ernst nehmen***

Frauen in den Wechseljahren haben doch immer mal Hitzewallungen und wollen dann eigentlich eher nur leicht bekleidet oder bei offenem Fenster ausharren. Könnte man nicht temporär eine ähnliche Hormonkonstellation im Körper herbeiführen, sodass alle von diesen Hitzewallungen profitieren könnten und die Räume noch weniger warm geheizt werden müssten? Und wenn die kühle Jahreszeit wieder vorbei ist, können die Hormone wieder ihre natürliche Mischung annehmen.

PS: Ich würde es dann wohl doch lieber etwas kühler hinnehmen. Aber das könnte ja jede/r für sich selbst entscheiden 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Wallace-Wells: Die unbewohnbare Erde

Die unbewohnbare Erde – Leben nach der Erderwärmung

  • David Wallace-Wells, aus dem Amerikanischen von Elisabeth Schmalen
  • Ludwig Buchverlag, 22. Juli 2019
  • Broschiert, 336 Seiten
  • 18,00 € (D)
  • ISBN 978-3-453-28118-9

Inhalt

Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. Der erste Teil gibt einen groben Gesamtüberblick über die Lage der Welt. In Teil zwei werden dann die einzelnen Systeme wie Hitze, Nahrung, Wasser, Luft etc. separat betrachtet und in ihrer Verletzlichkeit sowie mit möglichen Entwicklungsrichtungen bei verschiedenen Erwärmungszuständen beleuchtet. Im dritten Teil werden neben philosophischen Denkrichtungen zum Klimawandel Auseinandersetzungen mit dem Thema in Literatur und Film aufgezeigt sowie verdeutlich, an welchen Stellen bereits Maßnahmen ergriffen wurden und welche Erwärmungsziele sie noch erreichen können.

Am Ende des Buches finden sich 65 Seiten Anmerkungen mit zusätzlichen Hinweisen und Anregungen zum Weiterlesen.

Subjektive Eindrücke

Das Buch gibt einen breit angelegten und viele, viele Aspekte umfassenden Überblick über die aktuelle Lage der Welt, wie sie sich unter verschiedenen Annahmen entwickeln wird und inwieweit wir dagegen (noch) etwas unternehmen können.

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Denkansätzen, Darstellungen in Literatur und Film und mit verschiedenen Strömungen und Ansätzen von Gegenmaßnahmen fand ich sehr interessant. Das kann ich uneingeschränkt zum Lesen empfehlen.

Wer schnell zur Panik neigt, sollte das Buch vielleicht nicht unbedingt lesen – oder sich nur mit dem dritten Teil auseinandersetzen. Man kann schon echt in Sinnlosigkeitsgefühle verfallen, wenn man das so liest.

Die vielen, zum Teil kommentierten Anmerkungen verweisen einerseits auf eine tiefgreifende Recherche und bieten Andererseits viel Stoff, um sich weiter mit dem Thema zu befassen.

Eine sorgfältigere Übersetzung und weniger vielfach verschachtelte Bandwurmsätze hätten das Buch leichter zu lesen gemacht.

Fazit

Durchaus zu Gruseln mit nicht allzu vielen besseren Aussichten.

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Schneller Wandel

In unserer Firmenbibliothek kann ich Bücher so lange ausleihen wie ich will. Manchmal fragt die Bibliothek dann aber doch, ob ich nichtmal ein paar wieder zurückgeben will. Und in der Tat veralten Themen ja, sodass dann doch mal das eine oder andere Buch zurück kann.

Vor etlicher Zeit hatte auch diese Bibliothek auf RFID-Chips umgestellt und ein recht umfassend automatisiertes System eingeführt.

Wenn ich jetzt aber mit meinen alten Büchern kommen, dann sind da hin und wieder welche dabei, die noch nicht mit einem RFID-Chip ausgestattet sind. Die älteren Mitarbeiter/innen haben damit kein Problem. Sie erinnern sich noch an diese Zeiten. Aber die jüngeren haben doch regelmäßig Schwierigkeiten damit. Sie wissen erstmal gar nicht, was mit dem Buch los ist. Und selbst wenn ich dann meine Vermutung äußere, wird gar nicht verstanden, was ich da eigentlich erzähle.

Ich soll dann immer schonmal die Bücher aus den Regalen holen, die ich noch ausleihen möchte, damit man sich in Ruhe dieser Herausforderung stellen kann.

Ist schon interessant, dass ein paar Jahre dazu führen, dass eine „Technologie“ (oder ja eigentlich eher eine Nicht-Technologie) so ziemlich komplett nicht mehr gekannt wird und ein Umgang damit auch deutlich schwer fällt. Ob das wohl vergleichbar damit ist, wenn sich ältere Menschen mit neuen Technologien auseinandersetzen müssen?

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Die neue (?) Normalität

In der Corona-Zeit – wobei ja keiner weiß, ob sie jetzt wirklich vorbei ist – wurde ja immer mal wieder über die neue Normalität oder ein Zurück zur Normalität gesprochen. Auch wenn Corona vermutlich noch nicht vorbei, wird ja vieler Ortens versucht, zu einer Normalität zu kommen. Ganz die alte, also ein wirkliches Zurück, gibt es ja nicht. Aber so ganz alles neu will man dann auch nicht.

Bei uns in der Firma wird aber schon recht hart darum gerungen, möglichst alles wieder nach altem Schema zu machen. Nix mehr online – und eigentlich auch nicht hybrid, zumindest nicht, wenn es ein gleichzeitiges in Präsenz und online gibt. Alles Andere wird argwöhnisch beäugt.

Natürlich finde ich es gut, die Kolleg/innen hin und wieder mal etwas öfter zu treffen als bisher. Und auch den Klient/innen mal wieder ins Gesicht ohne zwischengestellte Mattscheibe schauen zu können, ist schon ganz nett.

Was aber irgendwelche Treffen angeht, da muss ich gestehen, dass ich in den vergangenen zwei Jahren an mehr Veranstaltungen teilgenommen habe, als ich das jetzt hinbekomme. Wenn etwas online stattfindet, dann fällt auf jeden Fall ja schonmal die Fahrzeit weg. So kann man einfach mehr Termine miteinander verbinden.

Und dann gibt es schon noch einen anderen Punkt: bei einem online-Treffen kann man einfach mal reinschauen und wenn man merkt, dass es doch nichts für einen ist, kann man sich still und heimlich wieder rausschleichen. Oder man kann mit einem Ohr zuhören, wenn es nicht so wichtig ist, und kann nebenbei ein paar Routinedinge erledigen, die nicht so viel Aufmerksamkeit erfordern. Ja, das fand ich schon sehr vorteilhaft.

Ich bin aber sicher, dass es auch in Zukunft noch – und vielleicht irgendwann auch wieder mehr – online-Veranstaltungen geben wird.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Bauer: Das große Brotbackbuch

Das große Brotbackbuch

  • von Christina Bauer
  • Löwenzahn Verlag, 6. September 2022
  • Gebundene Ausgabe, 352 Seiten
  • 39,90 € (D)
  • ISBN 978-3-706-62970-6

Inhalt

Ein im wahrsten Sinne des Wortes ein schwergewichtiges Werk, das aber alles enthält, was man so über das Brotbacken wissen muss.

Die ersten Seiten sind den „theoretischen“ Grundlagen gewidmet. Dazu gehören natürlich das Mehl und die Körner, aber auch das Handwerkszeug und die Arbeitstechniken. Auf ein paar Seiten werden vier verschiedene Grundteige vorgestellt. Dem Sauerteig ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Außerdem wird in einem separaten Kapitel gezeigt, wie die Rezepte angepasst werden können, wenn man beispielsweise eine andere Getreidesorte oder eine andere Mehlqualität benutzen möchte. Danach folgen die Rezepte. Ob es wirklich 120 sind, habe ich nicht nachgezählt, aber es sind viele, viele, viele.

Am Ende des Buches gibt es Hinweise, was man machen kann, um ein auf den ersten Blick misslungenes Brot zu retten, ein Glossar und ein Rezeptregister.

Subjektive Eindrücke

Alle Texte sind gut verständlich geschrieben. Die Rezeptanleitungen lassen sich einfach nachvollziehen. Da kann eigentlich gar nichts schief gehen. Die Rezepte sind aufgeteilt in einen Zutatenteil und einen Anleitungsteie auf der linken Buchseite. Die jeweils rechte Buchseite ist leckeren Fotos vorbehalten.

Ich bin bass erstaunt, dass es so viele verschiedene Rezepte für Brote und Brötchen gibt. Da muss man einfach viel ausprobieren.

Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass es für Sauerteig ein eigenes Kapitel gibt. Es werden auch viele Rezepte vorgestellt, die nur mit Sauerteig arbeiten. Einziger Wermutstropfen: Es gibt kein Rezeptverzeichnis, das nach Zutaten gegliedert ist. Eine Liste aller Sauerteigrezepte werde ich mir also bei Gelegenheit selbst zusammenstellen.

Fazit

Überwältigend breite Palette für eigenes Backvergnügen.

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