Tagesgedanken

Corona-le Nostalgie

Viele erinnern sich dieser Tage, dass es nun in etwa ein Jahr her ist, dass die Diskussionen um Corona die „öffentliche Wahrnehmung“ erreicht haben. Mein erster Blogbeitrag zu dem Thema geht zurück auf den 26.2.2020.

Ich will jetzt gar nicht weiter in Erinnerungen schwelgen. So toll sind die nun auch wieder nicht.

Mich wundert aber eines: Seit Anfang an hieß es, der beste Schutz seien Händewaschen und Abstandhalten – wie bei einer normalen Grippe eben auch. Das kriegten wir auch von unserem Arbeitgeber mitgeteilt. In den Waschräumen wurden Anleitungen zum richtigen Händewaschen ausgehängt. Lediglich die Maske ist hinzugekommen. Gerade am Anfang war das für mich derart verwirrend. Eine Krankheit, die so viele Tote verursacht und wir haben nicht mehr als Händewaschen dagegenzusetzen?

Aber dann sehe ich diese Zahlen: 70.000 Tote (an oder mit Corona). Selbst wenn ich das durch 2 teile, obwohl es ja „erst“ ein Jahr lang dauert, liegen diese Zahlen deutlich höher als bei einer „normalen“ Grippe. Also sollte man es wohl auch deutlich ernster nehmen.

Inzwischen gibt es Impfstoff. Ehe der aber flächendeckend verteilt ist, wird es noch dauern. Wir müssen also weiterhin Geduld haben. Wie lange noch? Noch ein weiteres Jahr? Oder ist nach dem Sommer alles ausgestanden? Für wie lange?

In mir brodelt und kocht etwas. Ich kann es nicht fassen, merke aber, wie es mich mehr und mehr Kraft kostet, dieses unbestimmte Etwas im Zaum zu halten.

Ja, ich habe mich an Vieles gewöhnt. Aber ich will Vieles davon nicht in den langfristigen Alltag übernehmen.

Ich will mich wieder mit unseren Klienten treffen dürfen. Ich will wieder ohne Sorge, mich doch anzustecken, draußen spazieren gehen. Ich will auch mal wieder schön essen gehen. Ich will wieder auf eine lange Wanderung gehen.

Ich will, ich will, ich will. Da komme ich mir schon vor wie ein Kleinkind. Fehlt nur noch, dass ich jetzt kräftig mit dem Fuß aufstampfe.

Aber vielleicht sollte ich das tatsächlich tun – mal wieder kräftig mit dem Fuß aufstampfen, um vielleicht wieder etwas mehr Bodenhaftung zu bekommen, wieder etwas kräftiger mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen. Dann fühle ich mich vielleicht dem Ganzen ein bisschen weniger ausgeliefert.

Also, einmal fest aufgetreten, Ärmel hoch und das Beste aus der Situation gemacht – wie lange sie auch anhalten mag!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Erste „Großwanderung“ dieses Jahres

Eigentlich dachte ich ja, ich könnte die schönen Tage dieser Woche nutzen, um jeweils einen etwas ausgedehnteren Fitness-Spaziergang zu machen. Das klappte dann aber nicht, weil ich mich wegen der noch anstehenden Arbeiten mal wieder so unter Druck setzte, dass ich nicht ausreichend innere Ruhe für einen längeren Spaziergang gehabt hätte. Naja, ich kenne das ja schon und manchmal gelingt es mir dann doch, irgendwie damit umzugehen. Ich habe also versucht, von Montag bis Mittwoch so viel wie möglich wegzuschaffen. Am Freitag hatte ich ohnehin Termine. Aber so war dann der Donnerstag so ein bisschen frei von zu großer Last.

Und auf ging es also.

Allerdings sollte sich dieses Vorhaben als mit einigen Fehlentscheidungen verbunden erweisen…

Einerseits war ich wohl ein bisschen zu maßlos und hatte mich für die ersten zwei Etappen meines Jakobsweges von der Haustür aus entschieden. In dem zweiten Etappenort wollte MD mich abholen, wir wollten ein Eis essen und dann nach Hause fahren. Eis und nach Hause fahren haben ja geklappt. Angekommen bin ich auch. Also im Grund alles gut. Zwei dicke Blasen hatten sich an den Fersen gebildet und mit etwas Muskelkater laufe ich nun herum. Vielleicht wäre für den nächsten Einstieg doch eine etwas kürzere Tour eher angemessen.

Andererseits hatte ich aber mal wieder zu wenig auf die „Begleitumstände“ geachtet. Neben der Tatsache, dass es Tage im Leben einer Frau gibt, an denen sie sich nicht zwangsläufig in solche Abenteuer stürzen sollte, hatte das Eiscafe am ersten Etappenort natürlich noch nicht offen. Es war zwar außer-Haus-Verkauf angezeigt, aber es sah alles ehr zu aus, als ich daran vorbeilief. Gut, damit war mehr oder weniger zu rechnen gewesen. Blieb immer noch ein Rewe, bei dem ich im letzten Sommer schonmal Brötchen gekauft hatte. Der war aber verschwunden. Wow, da verfiel meine Raupe Nimmersatt erstmal in panische Schockstarre.

Ich gehe immer ohne Frühstück los, hatte ein Päckchen (50g) Sesamsticks, ein Päckchen (40g) Nuss-Frucht-Mischung und ein bisschen Traubenzucker dabei. Eher nichtmal ausreichend, um den normalen Kalorienbedarf eines Tages zu decken. Irgendwie bestand die Gefahr der Dekalorierung 😉 Gegen Dehydrierung war ich ganz gut gewappnet. Aber Moment mal. Ich hatte doch am Abend zuvor in lauter Paranoia noch irgendwas in den Rucksack geworfen? Was war das bloß. Okay, eine Rast tat Not.

An einer kleinen Kapelle eines ehemaligen Klosters setzte ich mich also auf eine Bank. Wühlen im Rucksack war angesagt. Und siehe da, eine 100g-Tüte Erdnüsse kam zum Vorschein. Na, das war ja nochmal Glück im Unglück. Raupe Nimmersatt stürzte sich gleich darüber her. Und auch wenn ich ihr nach etwa einem Drittel Einhalt gebot, so lehnte sie sich dann doch ein wenig entspannt zurück. Puuh.

Viel Neues gab es auf der Strecke nicht. Es ist etwa ein halbes Jahr her, dass ich sie zum letzten Mal gegangen bin. Es gab viel Sonne, aber die Bäume schlagen noch nicht aus. Aber es ist ja auch erst Ende Februar. Das braucht wohl noch ein bisschen

Aber ich hatte einen schönen Sonnenaufgang.

Ansonsten hier, wie vielerorts sonst auch, Holzeinschlag, Holzeinschlag, Holzeinschlag.

Diese Umleitung war inzwischen wieder aufgehoben…

…der Weg aber kaum noch erkennbar. Die schweren Maschinen haben ganz schön ihre Spuren hinterlassen.

So, nun werde ich wohl noch ein wenig ausruhen, ehe ich mich wieder auf eine größere Tour begebe. Im Moment ist es auf Arbeit zumindest hinsichtlich offizieller Termine etwas ruhiger, sodass ich es hin und wieder schaffen könnte, mir einen Tag zum Wandern zu nehmen. Das Wetter ist ja wirklich einladend, wenn auch im Moment wieder etwas frischer als in der Woche.

Ich wünsche Euch allen ein sehr erholsames Wochenende!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Der dunkle Spiegel“ (Rezension hier)

Das Buch ist ein ganz schöner Aufschrecker, obwohl es hinsichtlich seines Umfangs eher abschreckend wirkt und es auch manchmal etwas Mühe kostet, es nicht einfach zur Seite zu legen. Es lohnt sich allerdings unbedingt, es zu Ende zu lesen.

Wie oft gehen wir leichtfertig mit unseren Daten um. Manchmal können wir ein Angebot nicht nutzen, ohne Daten herauszugeben. Wenn uns das Angebot wichtiger erscheint als unsere Daten, denken wir nicht weiter darüber nach. In viele Fällen merken wir nicht einmal, dass Daten abgezogen oder eben auch ganz bewusst ausgelesen werden. Kaum eine App auf unseren Handies sendet nicht an irgendwelche anderen Dienste Daten.

Oftmals ist es aber auch die Einstellung, man/frau hätte ja nichts zu verbergen, die zu etwas loserem Umgang mit den eigenen Daten verleitet. Ja, das mag für den Moment richtig sein.

Wenn aber alles, was man je getan und gesagt hat, gespeichert wird, dann wir dabei auch irgendwann mal etwas sein, das man vielleicht bereut. Oder man hat eben nur mal was ausprobiert, um zu sehen, wie es funktioniert, es ging aber voll daneben. Da gibt es genügend Kleinigkeiten, die jemand, der/die einem das Leben schwer machen will, dann in diesem Wust von Daten finden kann.

Das ist die eine Seite davon. Die andere ist fast noch schlimmer, wenn man eine solche Bewertung überhaupt vornehmen mag. Im Moment leben wir (noch) in einer Demokratie. Noch sind wir uns sicher, dass der Staat „nur“ einen bestimmten Teil unserer Daten nutzt. Aber was, wenn sich die Regierungsverhältnisse mal ändern? Was, wenn es ein zweites Nine-Eleven gibt? Was, wenn China so erstarkt, dass es die Weltherrschaft übernimmt und wir ihm in allem so folgen, wie wir das bisher mit den USA getan haben?

Das sind irgendwie gruslige Aussichten und ich hätte gern, dass sie lediglich einem paranoiden Geist entsprungen sind. Ich fürchte allerdings, dass sie nicht so realitätsfern sind, wie sie sich gerade anhören 😦

Und so möchte ich gern mit einem ergänzten, recht alten Aufruf enden: Bürger, schützt Euch, Eure Anlagen und Eure Daten!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Gellman: Der dunkle Spiegel

Der dunkle Spiegel – Edward Snowden und die globale Überwachungsindustrie

  • Bartin Gellman, aus dem Englischen von Martina Wiese
  • S. FISCHER, 2. Auflage, 7. Oktober 2020
  • Gebundene Ausgabe, 512 Seiten
  • 25,00 € (D), 25,70 € (A)
  • ISBN 978-3-103-97046-3

Inhalt

Barton Gellmann erzählt in diesem Buch, wie er mit Edward Snowden in Kontakt kam, wie sich die Geschichte für ihn aus seiner Sicht entwickelt hat, welche Fragen sich ihm stellten, mit welchen gegensätzlichen inneren Einstellungen und Werten er konfrontiert war und auch wie er nach der ersten Veröffentlichung eines Teils der Dokumente für dieses Thema weiter recherchiert hat.

Man erfährt viel Interessantes über die staatliche Überwachung an sich, über kontroverse Ansichten und wie diese ausgehandelt werden oder auch nicht, über Werte der journalistischen Arbeit und wie schwer es manchmal ist, diesen zu entsprechend.

Am Ende des Buches finden sich zwei Seiten Abkürzungsverzeichnis, 79 Seiten Anmerkungen mit weiterführenden Literaturhinweisen und 9 Seiten Personen- und Sachregister zur besseren Orientierung im Buch.

Subjektive Eindrücke

Ich hatte bereits das Buch von Edward Snowden gelesen und bekam mit diesem Buch sozusagen die „Gegenseite“ geschildert. Das war höchst interessant, da die Erzählungen teilweise ineinander verzahnt waren, teilweise aber auch kontroverse Sichtweisen einfach aufgrund der unterschiedlichen Informationslage aufzeigten.

Darüber hinaus habe ich viel über journalistisches Arbeiten erfahren und darüber, welche Maßstäbe Journalisten an sich selbst stellen.

Die Enthüllungen darüber, was Staaten über ihre Bürger – auf welchen Wegen auch immer – herausfinden, abspeichern und zur ewiglichen Auswertung vorhalten, haben auch heute nichts an ihrer Brisanz und ihrem Schrecken verloren.

Wer noch immer meint, dass er/sie sich nichts vorzuwerfen habe, der/die sollte in der Tat mal näher in dieses Buch schauen. Wenn nichts, was man je getan und/oder gesagt hat, verloren geht, wird irgendwann, irgendwer irgendetwas finden, um einem das Leben schwer zu machen.

Fazit

Auch wenn es ein dickes Buch ist, lohnt es sich definitiv, es bis zum Ende zu lesen.

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Tagesgedanken

Lohnt 65- oder 75%iger Impfschutz?

JAAA — JAAA — JAAA — JAAA……….

Alles, was dazu beiträgt, die Mortalität und/oder die Anstreckbarkeit dieses Virus zu senken, wird uns helfen, mit der Pandemie besser umzugehen.

Was soll denn schon wieder dieses ganze Gequatsche? Okay, das ist jetzt kein wirklich sinnvoller Diskussionseinstieg. Aber es ist mein Blog und da kann ich mich auch mal auskotzen. Eine wirkliche Diskussion würde ich natürlich anders anfangen…

Einen 100%igen Schutz vor oder gegen irgendetwas gibt es ohnehin nicht. Das ist einfach unser Lebensrisiko. Damit müssen wir uns abfinden und wir müssen lernen, damit umzugehen. Ein gewisses Risiko ist inhärenter Bestandteil von Leben. Nicht umsonst werden auf der Enterprise im Holodeck immer mal wieder die Sicherheitssysteme ausgeschaltet 😉

Aber zurück zum Ernst der Sache.

Ich will mich nicht anstecken. Also tue ich alles dafür, was in meiner Macht steht. Aber ich bin nicht allmächtig. Und wenn ich es dann schon kriegen würde, dann möchte ich daran nicht zugrunde gehen. Wenn eine solche Impfung die Gefahr für einen schweren Verlauf senkt, dann ist das doch definitiv positiv.

Einerseits wird gegen die Corona-Maßnahmen geschrien. Andererseits wird gegen das Sterben und die Überlastung der Krankenhäuser geschrien. Es wird aber auch geschrien, wenn man nicht in den Urlaub fahren, sich nicht treffen, nicht zum Frisör gehen… darf. Nun kommt da etwas, das uns wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen würde, da ist’s auch nicht recht. Ja, was denn nun bitte?

Und by the way: Es gibt Impfungen, die helfen de facto überhaupt nicht gegen die Krankheit und doch lässt man sich impfen. Tollwut zum Beispiel. Diese Impfung gibt einem lediglich ein bisschen mehr Zeit, um lebensrettende Maßnahmen einzuleiten. Bleiben diese aus, stirbt man, auch wenn man geimpft ist.

Wäre nicht ein ein bisschen akkurateres Augenmaß ein Gebot der Stunde?

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Zurück ins Leben“ (Rezension hier)

Ich hinke mit meinen Gedanken zu den Büchern gerade ein bisschen hinterher. Vielleicht sollte ich doch ein wenig langsamer lesen? 😉

Aber eigentlich sind es gar nicht so Gedanken zum Inhalt des Buches als vielmehr dazu, ob ich das, was ich in dem Buch gesucht hatte, gefunden habe oder nicht. Und eigentlich muss ich sagen, dass ich es eben nicht gefunden habe.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man das Buch nutzen kann, um sich auf einen Trauerfall vorzubereiten. Das hört sich jetzt sicherlich ein bisschen krumm an. Aber viele erleben ja, wie zum Beispiel die Eltern dem Tod mehr oder weniger entgegengehen. Viele haben Krankheiten und werden schon palliativ-medizinisch versorgt. Hier kann ich mir vorstellen, dass einige der im Buch aufgeworfenen Fragestellungen oder Reflexionen nützlich sind, um sich auf den kommenden Verlust vorzubereiten. Und vielleicht kann man ja auch die noch verbleibende Zeit nutzen, um einige dieser Fragen gemeinsam zu beantworten. Allerdings ist dieses Buch nicht als Sterbebegleitung ausgeschrieben. Und es würde ja auch nicht den/die Strebende/n begleiten, sondern den/diejenige/n, der/die den/die Sterbende/n begleitet. Das sind definitiv zwei Paar Schuhe, obwohl gleichermaßen wichtig.

Was habe ich nun eigentlich gesucht?

Meine Mutter ist relativ früh gestorben. Und ich habe noch immer das Gefühl, dass ich mich nicht wirklich von ihr verabschiedet habe, dass ich noch nicht wirklich getrauert habe. Das steht nun dringend an. Ich hatte große Hoffnungen in dieses Buch gesetzt. Aber leider habe ich dazu in diesem Buch nur wenig gefunden. Sollte jemand von Euch da eine Idee haben, wo man Anleitung, Anregung oder Ähnliches bekommen könnten, dann wäre ich Euch sehr dankbar dafür.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Green: Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen

„Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen – Bericht einer Heilung“
Hannah Green
Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg, 1978

Ein sehr bewegendes Buch!!!

Die Geschichte spielt kurz nach dem 2. Weltkrieg in den USA. Deborah wird mit 16 Jahren mit Schizophrenie in eine Irrenanstalt eingewiesen. Eine aufopferungsvolle und sehr einfühlsame Psychiaterin kümmert sich um sie. Nach und nach kann Deborah den Sinn ihrer Krankheit verstehen und bekommt damit Mittel in die Hand, sich von der Krankheit zu verabschieden.

Als Leser erleben wir nicht nur die Therapiestunden mit, sondern werden knallhart in den Klinikalltag mit langen Aufenthalten auf einer geschlossen Station einbezogen. Es ist einfach unvorstellbar für jemanden, der das Glück hatte, eine solche Anstalt nicht von innen sehen zu müssen, was dort so abgeht.

Schwer zu ertragen war für mich auch, die inneren Konflikte und Zerreißproben von Deborah mitzuerleben. Andererseits – bei aller Ähnlichkeit – zeigt es einem doch, wie gering und popelig die eigenen Problemchen demgegenüber erscheinen. Und man wird wieder ein Stückchen dankbarer für das, was man alles hat und so häufig nicht wirklich wertschätzt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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