Gröber: Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel

Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel – Das Plus für Ihre Gesundheit

  • Uwe Gröber
  • Südwest Verlag, 24. Juni 2019
  • Broschiert, 144 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-517-09734-3

Inhalt

Wir alle möchten gesund leben und wissen natürlich auch, dass eine gesunde Ernährung dafür ein wichtiger Baustein ist. Aber aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzung stellen die Böden nicht mehr so viele Nährstoffe für die Pflanzen bereit wie noch vor Jahren, sodass unsere Nahrung nicht mehr so viele Nährstoffe enthält, wie wir das vielleicht aus der Erfahrung heraus erwarten. Viele Medikamente führen dazu, dass einige Nährstoffe nicht so gut vom Körper aufgenommen werden, wie wenn wir diese Medikamente nicht einnehmen würden. Bestimmte Lebenssituationen verlangen nach mehr Nährstoffen als andere, wie z. B. Schwangerschaft, starke körperliche Herausforderungen, Stress… Wie können wir trotzdem dafür sorgen, unsere Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen? Herr Gröber möchte uns mit diesem Buch dazu Anleitung geben.

In einem einleitenden Kapitel erklärt Herr Gröber, wie es dazu kommt, dass wir von wichtigen Nährstoffen zu wenig aufnehmen (siehe obiger Abschnitt). Dazu verweist er auf einige Untersuchungen renommierter Institutionen. Die folgenden 10 Kapitel befassen sich jeweils mit einem Nährstoff, erläutern, wozu er gebraucht wird, wie viel wir davon unter welchen Lebensbedingungen aufnehmen sollten und zeigen Zusammenhänge zu Medikamenten auf. Für einige Nährstoffe wird angegeben, in welchen Lebensmitteln sie in besonders großen Mengen vorkommen. Dabei sind die Kapitel relativ ähnlich strukturiert, sodass die Orientierung in den Informationen leichtfallen sollte.

Es folgen zwei Seiten mit den Laborwerten für acht der vorgestellten 10 Nährstoffe. 30 Literatureinträge (überwiegend von Herrn Gröber selbst) sowie ein Sachregister beenden das Buch.

Subjektive Eindrücke

Das Buch ist gut zu lesen, die Texte sind leicht verständlich. Durch die Hervorhebung bestimmter Informationen in besonders hinterlegten Kästen hat das Buch ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild. Die Erläuterungen zu den Wirkungsweisen der Nährstoffe und ihren Wechselwirkungen mit Medikamenten fand ich sehr interessant. Einige Wirkungsweisen sind in gut verständlichen Schaubildern dargestellt.

Am Ende des Buches weiß ich nun, dass ich aller Wahrscheinlichkeit nach mit Nährstoffen zu wenig versorgt bin und etwas tun muss. Allerdings hat mich das Buch nicht in die Lage versetzt zu wissen, was ich jetzt tun kann. Da werde ich nun aktiv werden und mich umschauen, wo ich die benötigten Nährstoffe in für mich akzeptabler Form herbekommen kann. Hierzu hätte ich mir ein paar Hinweise gewünscht.

Fazit

Das Buch vermittelt, dass wir höchstwahrscheinlich mit den 10 im Buch behandelten Nahrungsergänzungsmitteln unterversorgt sind und etwas tun sollten.

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Hödlmoser, Eder, Schäufler: Ilvy schläft gut

Ilvy schläft gut – Schlafen lernen mit System (zum Buch auf der Verlagsseite)

  • Kerstin Hödlmoser, Sigrun Eder, Nicole Schäufler
  • edition riedenburg, 9. Juli 2019
  • Taschenbuch, 92 Seiten
  • Empfohlenes Alter: 5-8 Jahre
  • 19,90 € (D)
  • ISBN 978-3-990-82024-7

Inhalt

Wie es der Titel verspricht geht es um das Ein- und Durchschlafen von Kindern.

Das Buch gliedert sich in 3 Teile. Im ersten Teil wird durch kleine Anekdoten mit jeweils einer wunderhübschen Illustration (wie z. B. auf dem Cover) dargestellt, was das Schlafen beeinträchtigen kann. Hierbei tritt Ilvy als Hauptperson auf, um deren Schlaf es geht. Teil 2 ist eine Sammlung von Checklisten, die das Kind ausfüllen kann. Dabei sind die Checklisten bildhaft dargestellt und laden das Kind zum Mitmachen ein. Teil 3 enthält 23 Seiten, auf denen das Kind ein Schalfprotokoll führen kann. Teil 1 ist mit seinen Illustration mit bunten Farben gestaltet, die Teile 2 und 3 lassen durch die schwarz-weiße Umsetzung eine eigene farbige Gestaltung durch das Kind zu.

Subjektive Eindrücke

Aktuelle Erkenntnisse der Schlafforschung sind hier kindgerecht aufbereitet worden. Das Kind kann sich mit Ilvy identifizieren und überlegen, inwieweit sich die Probleme ähneln oder ab es andere Hindernisse kennt oder ihm manches auch gar keine Schwierigkeiten bereitet. Die Seiten in Teil 2 und 3 laden zum Mitmachen ein. Hier kann das Kind nicht nur ankreuzen, sondern auch ausmalen und teilweise hinzuzeichnen. Die vielen Seiten für das Schlafprotokoll in Teil 3 könnte ggf. in dem Umfang als zu langweilig empfunden werden.

Das empfohlene Alter schein angemessen zu sein. Jedoch kann man das Kind nicht allein mit diesem Buch in eine Ecke setzen. Eltern und Kind sollten es gemeinsam bearbeiten. Hierzu wären Hinweise für die Eltern, wie sie mit Hilfe des Buches ihm Kind am besten helfen können, sicherlich hilfreich. Insbesondere würden mir Hinweise zur Auswertung der Checklisten aus Teil 2 fehlen.

Gant unabhängig von der Aufmachung des Buches hat mich einfach entsetzt und innerlich weh getan zu lesen, wie stark sich der alltägliche Druck auf unsere Kinder auf deren Schlafen auswirkt. Ja, sogar ein vermeintlich schönes Vorhaben setzt Ilvy hier unter Leistungsdruck.

Fazit

Viele nützliche Anregungen, um mit dem Kind über das Schlafen und mögliche Hindernisse zu sprechen.

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Chen: Die Siliziuminsel

Die Siliziuminsel

  • Qiufan Chen, aus dem Chinesischen von Marc Hermann
  • Heyne Verlag, 9. September 2019
  • Broschiert, 480 Seiten
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31922-6

Inhalt

Auf die chinesische Siliziuminsel wird schiffeweise Elektroschrott gebracht, der dort von Menschen, die unter ärmlichsten Bedingungen hausen, – Müllmenschen genannt – in gesundheitsgefährdender Handarbeit recycelt wird. Drei Clans haben das Geschäft unter sich aufgeteilt und ziehen gemeinsam mit der Inselverwaltung ihren Gewinn daraus, denn die entstehenden Materialien lassen sich auf dem Weltmarkt wieder teuer verkaufen. Angeblich um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Müllmenschen zu verbessern und der Insel wirtschaftlichen Aufschwung zu verschaffen, reist der Amerikaner Scott Bradle auf die Siliziuminsel und will im Namen seiner Firma ein Angebot für den Aufbau einer ultramodernen Recyclinganlage machen.

Derweil gelangt infizierter Schrott auf die Insel und setzt eine Entwicklung in Gang, die durchdrungen ist vom Kampf um Menschenrechte, den Erhalt der Umwelt, dem Folgen von Traditionen und natürlich Liebe und Mitmenschlichkeit.

Wie kann Aussöhnung zwischen den Menschen, der Aufbau menschenwürdiger Arbeits- und Lebensbedingungen und der Schutz der Umwelt gelingen? Viele Fragen bleiben offen, aber die Entwicklungsfäden deuten in vielerlei Richtung.

Am Ende des Buches ist ein achtseitiges Nachwort des Autors zu finden sowie eine Liste von Anmerkungen, um verwendete Fachbegriffe oder chinesische Besonderheiten besser zu verstehen.

Subjektive Eindrücke

Das Buch beginnt mit dem ersten Treffen von Scott Bradle mit seinen chinesischen Kontaktpersonen. Schnell müssen viele Charaktere, die Umgebung und auch die aktuelle Situation eingeführt werden. Hier hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, dem allen auf einmal zu folgen. Doch die Handlung entwickelt sich hier noch langsam, sodass man sich die entsprechende Zeit nehmen kann.

Etwa nach dem ersten Drittel wird klar, worum es im Buch eigentlich geht. Hier beginnt die Handlung auch deutlich Fahrt aufzunehmen und geht dann manchmal ziemlich rasant – allerdings immer noch in einem solchen Maße für mich, dass ich nicht hinten nachschauen musste, um in Ruhe weiterlesen zu können.

Was mir gut gefallen hat, ist die Einflechtung chinesischer Traditionen in die Handlung – sei es als Anspielung in Form von Versen, die Darstellung von Altären in den Häusern, der Religiosität/des Aberglaubens, der Verfolgung von Ritualen.

Die Thematik des Buches ist natürlich äußerst brisant. Und wir alle sollten uns Gedanken machen, inwieweit wir zu diesen Situationen beitragen. Denn klar ist: diese Siliziuminsel ist vielleicht Fiktion, aber es gibt unzählige vergleichbarer Orte auf der Welt. Auch den Fragen zu Menschenwürde, Aussöhnung zugefügter Schrecken, Erhalt der Umwelt etc. werden immer drängender.

Es gibt einige recht brutale Stellen, für die man nicht zu zart besaitet sein darf.

Fazit

Wichtige Thematik spannend und interessant umgesetzt. Mindestens für jeden ScienceFiction-Fan ein Muss.

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