Zwischenstand 365-Tage-Projekt

Jeden Tag wollte ich ein kleines Gedicht oder einen „sinnigen“ Satz aufschreiben – in eines der Bullet-Journale. Hier zum eigentlichen Plan: hier.

Bis jetzt passt es ganz gut. Und es fällt mir auch nicht schwer. Das Eintragen in das vorformatierte Buch macht mir auch Spaß. Bis jetzt habe ich aber nie etwas dazu gezeichnet oder gekritzelt.

Allerdings habe ich noch keine rechte „Routine“ gefunden, was normalerweise den Schreiberlingen dringend empfohlen wird. Derzeit verlasse ich mich (noch) darauf, dass mir irgendwann am Tag in einer ruhigen Minute einfach etwas einfällt. Häufig ist das auch nachts beim Einschlafen oder wenn ich zwischendurch mal wach werde und es nicht gleich weitergehen will mit dem Schlafen. Dann kann das sogar beruhigend wirken. Ha – die Ideen sind einschläfernd. Na, da bin ich ja mal gespannt. Vielleicht wird am Ende noch ein Gute-Nacht-Vers-Büchlein daraus?

Hin und wieder werde ich sonntags etwas aus diesem Projekt in den Blog stellen. Die ersten Kostproben gab es ja schon. Mal schauen, wie sich alles weiter entwickelt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Geschliffene Gläser für Sportbrillen – oder was?

Wer Sport treibt und eine Augenkorrektur braucht, wird die Fragestellung kennen: Wenn man für den Sport eine besondere Brille braucht, lässt man sich dann dort Gläser der benötigten Stärke einbauen oder sucht man einen anderen Weg?

Für eine meiner nächsten Wanderungen brauche ich wohl eine Gletscherbrille. Da ich aber eher selten in Schneegebieten – und schon gar nicht auf Gletschern – wandern gehe, aber ohne Brille den Weg nicht wirklich scharf sehen kann, was ich gerade fürs Wandern unbedingt vermeiden möchte, musste ich mir etwas einfallen lassen.

Kontaktlinsen?

Ich hatte noch nie Kontaktlinsen. MDs schlechte Erfahrungen liegen etwa zwei Jahrzehnte zurück. Ist es vielleicht doch einen Versuch wert, Tageslinsen auszuprobieren?

Probieren sollte ja nicht so schwer sein. Also hin zu einem Optiker. Der, bei dem wir immer die Brillen bekommen, hat nichts mit Kontaktlinsen zu tun. Dann also zum nächsten.

Ja, wäre keine zu schlechte Idee, für eher seltene Gelegenheiten Tageslinsen zu nehmen. Da sie auch über ein Jahr haltbar sind, könnte man sie hin und wieder auch nach der Wanderung noch benutzen. Naja, und wenn dann im Gelände doch mal eine in den Dreck fällt, dann ist das bedauerlich, aber man hat ja eh etliche davon dabei. Andererseits braucht man kein Reinigungsmittel etc. zu schleppen, was, wenn man das Gepäck auf dem eigenen Rücken transportiert, durchaus von Vorteil ist.

So wurde die Brille vermessen und die Augen auch. Die Augen wurden angesehen, ob sie soweit linsentauglich sind. Alles paletti. Also wurde ein Satz Probelinsen bestellt. Diese habe ich dann in der letzten Woche ausprobiert.

Wow – was für ein Sehen. Naja, nicht, dass ich die letzten Jahren blind durch die Gegend gelaufen wäre, aber das Sichtfeld ist plötzlich total riesig. Und kein Schmutzschleier vernebelt die Sicht. Unglaublich, dass Sehen so aussehen kann 🙂 Nach einer halben Stunde wurden die Augen noch einmal mit den Linsen vermessen, um festzustellen, ob sie auch mit Linsen gut versorgt werden und die Linsen ausreichend gut haften und sich nicht eigenständig einen Weg im Auge suchen. Auch das war alles gut.

Ein bisschen Bammel hatte ich vor dem Einsetzen und Herausholen. Hallo – man greift sich INS AUGE!!! Dabei war dann das Einsetzen irgendwie die deutlich leichtere Übung. Das Herausholen war eine Katastrophe. Der Optiker bot dann schon an zu helfen. Aber die Vorstellung, dass mir jemand Anderes ins Auge greift, war ja noch deutlich erschreckender. Also gut, da wäre noch ein bisschen – okay, deutlich viel – zu üben.

Aber ansonsten… Dieses Sehen ist einfach umwerfend.

Nun fehlt also noch die Gletscherbrille. Und wie es in Zukunft um Kontaktlinsen bestellt sein wird, wird die Wanderung zeigen. Aber richtig gut sehen zu können ist schon ein SEGEN…

Der Haken an der Sache: Es wird ein totaler Müllberg produziert. Will ich das wirklich? Ist das für eine Wanderung „vertretbar“?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Wecker: Der Klang der ungespielten Töne

Der Klang der ungespielten Töne

  • Konstantin Wecker
  • Gütersloher Verlagshaus, 23. Oktober 2017
  • Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-579-08660-6

Inhalt

Dies ist ein Roman mit autobiografischen Elementen. Konstantin Wecker erzählt den Lebensweg von Anselm Cavaradossi, einem begabten Musiker. Musik ist sein Leben. Er hört sein Leben. Bis, ja bis er den Verlockungen nach Ruhm und Geld erliegt und Stücke produziert, die ihm aufgetragen werden. Er heiratet eine Frau, die er nicht liebt. Sein Leben ist keine Musik mehr.

Dann trifft er auf Beatrice, eine Kollegin, die ihm wieder vorlebt, wie das Leben Musik ist. Anselm „erwacht“ aus seinem unmusischen, toten Leben und kann sein Leben wieder hören. Dem Leben als Musik gibt er sich nun komplett hin, was allerdings dazu führt, dass ihn sein Umfeld, das weiterhin in dem Kampf um Ruhm und Geld verstrickt ist, nicht mehr verstehen kann.

Subjektive Eindrücke

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das die Eindrücke so derartig über Begriffe der Musik vermittelt, also eher das zu Hörende als das zu Sehende beschreibt – fast bin ich geneigt zu sagen „musiziert“. Der Umfang der musischen Beschreibung der Erlebnisse von Anselm geht konform mit Anselms Bindung zur Musik. Als er sie verloren hat, kommen auch in der Geschichte kaum noch musische Beschreibungen zu Einsatz. So waren die Entwicklungen von Anselm ziemlich deutlich zu spüren.

Es ist eine sehr spirituelle Geschichte. Sicher ist der Name für die Hauptfigur nicht ohne Bedacht gewählt. Das könnte LeserInnen, die eher wenig spirituell „unterwegs sind“ etwas abschreckend. Mit hat das sehr gut gefallen – und es hat mir auf einer gewissen Ebene auch sehr gut getan.

Fazit

Ein sehr einfühlsames Buch, das überwiegend vom zu Hörenden lebt. Auf jeden Fall äußerst lesenswert.

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Lippe, Hahn: Mit und von einander Lernen der Kulturen

Mit und von einander Lernen der Kulturen – Für eine gegenseitige Aufklärung

  • Rudolf zur Lippe, Frank Hahn (Hrsg.)
  • Verlag Karl Alber, 19. November 2018
  • Taschenbuch, 208 Seiten
  • 34,00 € (D)
  • ISBN 978-3-495-48856-0

Inhalt

Es handelt sich um eine Sammlung von Aufsätzen von Geisteswissenschaftlern zum Thema, wie wir mehr echtes Verständnis zwischen den Kulturen herstellen können. So geht es darum, wie kulturübergreifende Ausstellungen gestaltet sein müssen, damit sie zu gegenseitiger Verständigung beitragen können, welche Sichtweisen nötig wären, um den jeweils Anderen überhaupt verstehen zu können, wie wir zuhören müssten, um nicht den Kern von Aussagen zu überhören.

Und immer wieder geht es auch darum, unseren eigenen auf uns selbst bezogenen Standpunkt zu hinterfragen, uns zu öffnen für die Sichtweisen Anderer, uns in die Lage der jeweils Anderen hineinzusetzen, um ein stückweit verstehen zu können.

Es bleibt aber auch die Aussage, dass wir nie ganz verstehen können werden, weil wir eben nicht die Anderen sind, dass das auch gut so ist und einfach akzeptiert werden muss, aber nicht zur Trennung sondern gerade zum Austausch darüber verhelfen sollte. Gerade hierzu haben sich viele Philosophen und Sozialwissenschaftler zu Wort gemeldet.

Subjektive Eindrücke

Es war ein ganz anders geartetes Buch als diejenigen, die ich sonst rezensiere. Ja, es ist schon überwiegend ein Fachbuch, also aus meiner Sicht deutlich wissenschaftlicher orientiert als ein „normales“ Sachbuch. Da ich aber beruflich auch immer wieder mit verschiedenen Kulturen zu tun habe, war der Inhalt für mich doch sehr relevant. Auch hinsichtlich der Fragen, was es denn nun braucht, um mit und voneinander zu lernen – nicht nur von klar abgrenzbaren Kulturen (aus verschiedenen Ländern), sondern durchaus auch vom Menschen direkt neben mir, selbst wenn er im selben Land wie ich aufgewachsen sein mag.

In diesem Sinne war das Buch dann sehr aufschlussreich für mich.

Daran erinnert zu werden, dass man selbst ja auch einen ziemlich eingeschränkten Blick hat, ist zwar deprimierend und vielleicht auch schmerzhaft, aber nur das ermöglicht es uns, darüber zu reflektieren und es als Lern- und Entwicklungschance für uns selbst zu begreifen. Und deshalb hoffe ich, dass das Buch auch viele Nicht-Wissenschaftler erreichen und sie zu einer weiteren, flexibleren Sicht verhelfen kann.

Fazit

Ein wichtiges Buch mit vielen Denkanregungen, wenn auch hin und wieder ein bisschen anstrengend zu lesen für den/die Nicht-Wissenschaftler/in.

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