Schreiben – Welches Tastentippsystem?

Letzte Woche hatte ich zwar darüber geschrieben, dass ich verschiedene Medien benutze, um meine Gedanken aufzuschreiben, aber die häufigste Art und Wiese ist unter normalen Umständen wohl, einfach ganz kräftig in die Tasten zu hauen. Dass ich etwas martialischere Worte benutze, hat durchaus einen Sinn. MD hält es manchmal nicht gut neben mir aus, wenn ich mal wieder am Klimpern und Klappern bin. Er fragt hin und wieder wirklich, auf wen ich denn gerade Wut abarbeite…

In der Tat kann ich recht zügig tippen. Aber die weniger gute Seite ist, dass es natürlich auf die Dauer durchaus auf Hand- und Ellbogengelenke geht. Also muss ich doch ein wenig dosieren – sowohl die Dauer wie auch die Härte. Aber meistens passt das schon.

Die eigentliche Frage, der ich heute nachgehen wollte, ist eigentlich, mit welchem Tastentippsystem ich eigentlich schreiben.

Nachdem ich also meine erste Schreibmaschine hatte, die Tasten hatte, die nach dem noch immer üblichen System angeordnet waren, begann ich gleich mit einem Selbstlernkurs im 10-Finger-Schreiben. Das ging toll und ich fühlte mich gut dabei. Das war noch vor der Ausbildung. Dort mussten wir auch Maschineschreiben lernen, was mir dann ein bisschen mehr freie Zeit einbrachte, weil ich es ja noch/schon konnte.

Damit könnte die Geschichte ja eigentlich schon zu Ende sein. Aber so leicht geht es bei mir ja eigentlich nie zu, gell? 😉

In der Tat bin ich dann doch vom 10-Finger-Schreiben abgekommen. Und zwar, weil ich das Tastentippen auch brauchte, um Computerprogramme einzutippen. Und dafür ist das 10-Fingerschreiben (für mich) gar nicht geeignet. Man muss ziemlich viele Klammern verschiedener Art setzen, was zum Teil das gleichzeitige Drücken verschiedener Tasten erfordert, sodass das ganze System über den Haufen geworfen wurde.

Was also dann/nun?

Die Kenntnis, wo welche Taste liegt, kam mir durchaus zu Hilfe. Aber ich schreibe im Wesentlichen mit jeweils zwei bis drei Fingern jeder Hand und betätigen die Leertaste mit den Daumen – je nachdem, welche Seite gerade am besten passt. So habe ich noch ein paar Finger frei für die Umschalttaste oder knochenbrechende Klammergriffe, wenn es „exotische“ Zeichen sein müssen. Insgesamt bin ich mit meiner Schreibgeschwindigkeit ganz zufrieden – und meist sogar mit meiner Treffgenaugikeit ***kicher***

Und es gibt noch einen anderen Grund, der mir das Beibehalten des 10-Fingerschreibens erschwerte. Ich musste mal eine Zeitlang kyrillische Zeichen schreiben. Dafür gibt es entweder Tastaturen, die sowohl lateinische wie auch kyrillische Buchstaben aufgedruckt haben, oder durchsichtige Aufkleber, die man auf die einzelnen Tasten klebt. Da ich die Anordnung der kyrillischen Buchstaben natürlich nicht drauf hatte, musste ich nach dem Adlersystem vorgehen (suchen, finden, draufstürzen). Und irgendwie ging es danach auch nicht wieder zurück zum 10-Fingerschreiben. So langsam prägten sich die wichtigsten kyrillischen Buchstaben auch ein, sodass ich dann auch hier eher zu meinem 6-Finger-2-Daumen-System tendierte.

Und wie ist das mit dem Handy?

Den Vorteil, dass ich wusste, wo welcher Buchstabe liegt, konnte ich natürlich mitnehmen, aber selbst für das 6-Finger-2-Daumen-System ist die angezeigte Tastatur einfach zu klein ***schmunzel*** Hier kommt dann eigentlich nur ein einzelner Finger zum Einsatz…

Wenn Ihr an einer „richtigen“ Tastatur schreibt, wie schreibt Ihr dann?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Vegane Experimente – veganes Leben ist mehr als vegane Ernährung

Meist denkt man wohl an vegane Ernährung, wenn man vegan hört. Aber wer es umfänglich sehen möchte, versucht, alles Tierische aus dem Leben herauszuhalten.

Das würde dann zum Beispiel auch gehören, dass man keine Bekleidung/Schuhe/Taschen aus Leder und/oder Fell benutzt. Dürfte man Leder und Fell von Tieren benutzen, die von selbst gestorben sind? Oder von Tieren, die artgerecht gehalten wurden? Wenn schon ein Tier zu Tode kommt – aus der Natur heraus oder durch Menschenhand, dann wäre es (aus meiner Sicht) eigentlich ziemlich frevelhaft, irgendetwas von ihm ungenutzt zu lassen. Wenn ein Tier tot in der Natur liegt, bleibt auch kein kleinstes Bisselchen von ihm übrig. In einigen Kulturen ist es in der Tat noch üblich, dass sich Menschen nach ihrem Tot in die freie Natur legen lassen, um genau das zu erzielen.

Aber zurück zum Thema.

Wie sieht es mit Muschelschalen und Horn aus, wenn man es findet, es also von Tieren entweder verlassen oder gemäß natürlicher Prozesse abgestoßen wurde? Wenn ich an einen Teil der Definition von „vegan“ denke, nämlich dass Tieren kein Leid zugefügt werden soll, dann müsste das ja eigentlich gehen – vorausgesetzt, die Tiere werden nicht extra dafür gezüchtet, damit man die Geweihe oder die leeren Schalen einsammeln kann.

Und dann ist da noch ein ganz wichtiger Teil, der für viele ohnehin selbstverständlich ist und sie sich deswegen nicht als Veganer bezeichnen würden: Tierversuche. Die gibt es ja in verschiedenster Ausprägung auf unterschiedlichster Grausamkeitsstufe. Neben Kosmetika sind da im täglichen Leben insbesondere auch Medikamente betroffen. Experimente und Versuche an und mit Menschen (und auch Tierversuche) sind nur dann erlaubt, wenn sie durch eine Ethikkommission gegangen sind und die Menschen (nicht die Tiere) ihre absolut freiwillige Einwilligung gegeben haben. Wenn Eltern ihre Kinder für Versuche zur Verfügung stellen, sind das dann freiwillige Einwilligungen? Wenn Todestraktinsassen das Leben versprochen bekommen, wenn sie an dem Versuch teilnehmen, sind das dann freiwillige Einwilligungen?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Fehler im System. In welchem?

Gedanken zum Buch „System Error“ (Rezension hier)

Wenn man an Systemfehler denkt, dann denkt man in erster Linie an Fehler in technischen Systemen. Meist stimmt dann mit der Software etwas nicht.

So kann man dieses Buch natürlich lesen. Und so liest es sich auch gut und nahtlos.

Man kann es aber auch anderes lesen – nämlich als Fehler im Gesamtsystem, zu dem dann auch Menschen und ihre Beziehungen zueinander gehören. Wo auch dazugehört, warum Menschen so geworden sind, warum es Korruption und Gewalt gibt, warum es Macht-(Missbrauch) gibt. Und ich bin sicher, die Autorin hatte (auch) das im Sinn.

Diese „Fehler“ führen im Buch dazu, dass das gutgemeinte Software-System nicht sinnvoll funktionieren kann.

In diesem Sinne fand ich das Buch für mich interessant. Wie gut können technische System sein? Was muss man dazu tun, damit technische Systeme ihr positives(!) Potential entfalten können? Und was muss man dafür tun, damit sich ihre negativen Auswirkungen möglichst weitgehend in Grenzen halten?

Will man das?

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Engel: System Error

System Error

  • Solveig Engel
  • Heyne Verlag, 11. April 2022
  • Broschiert, 384 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 (A)
  • ISBN 978-3-453-32191-5

Inhalt

Micah hat eine KI-Anwendung programmiert und als Firma mit seinem Freund aus Studientagen vermarktet. Es ist ein voller Erfolg. Die Kriminalität sinkt erstaunlich. Beide werden überbordend gefeiert, denn was ist wichtiger als Sicherheit? Eine Journalistin bringt ihn auf eine Spur, der sie gemeinsam mit seiner Freundin folgen. Wie weit kann er seinem Geschäftspartner trauen? Wem kann er überhaupt noch trauen?

Subjektive Eindrücke

Eine spannende Geschichte, die sich gut liest und im Laufe der Handlung einiges an Fahrt aufnimmt. Auch wenn sich nicht übermäßig viel Originelles/Neues darin findet, so befasst sich die Geschichte mit wichtigen Fragen um KI und ihren Einsatz und zeigt Brauch- und Missbrauchspotenzial auf, was sie schon deswegen lesenswert macht.

Die Figuren sind gut und facettenreich gestaltet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Die Spannung trägt

Ich habe das Lesen genossen und bin nun dabei, mir andere Endemöglichkeiten auszumalen.

Fazit

Nicht viel Neues, aber wichtige Fragen spannungsvoll diskutiert.

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Die Reisevorbereitungen nehmen weiter Form an

Mein Pilgerausweis ist angekommen 🙂

Es gibt einige Jakobusgesellschaften, die Pilgerausweise ausstellen. Ich habe mit dieser hier gute Erfahrungen gemacht. Auf den stärker begangenen Wegen kann man aber auch unterwegs Pilgerausweise kaufen. Das ist insbesondere dann interessant, wenn man lange unterwegs ist und vielleicht ein einziger Ausweis für die vielen Stempel nicht ausreicht.

Einen ersten Stempel gibt es auch schon. Wer möchte, kann sich dann auch in der heimischen Kirchengemeinde einen Stempel holen. In einigen Gemeinden gibt es auch offizielle Pilgersegnungen mit mehr oder weniger Öffentlichkeit.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Vegane Experimente – „Was kann ich denn hier essen?“

Heute mal eine kleine Story aus einer Zeit, in der ich mich noch gar nicht explizit mit Veganismus befasst habe.

Wir hatten mit dem Thema zu tun, weil eine Freundin von uns kein tierisches Eiweiß essen kann. Damit ist man ja schon fast automatisch zu veganem Essen verdonnert.

Es stand eine Fete an und somit die Frage, was wir wohl kochen wollten. Eine Art Buffett sollte es werden, damit sich jede/r raussuchen kann, was er mag. Fleisch war bei uns ja schon immer eher selten auf dem Tisch. Und da ich es fast nie zubereite, war klar, dass es für die Fete damit keine Experimente geben würde. Blieb nur noch die Frage nach dem sonstigen tierischen Eiweiß. Das klärten wir mit der Freundin, die uns entsprechende Hinweis gab. Also wurde das Ganze dann ganz unbewusst und vom Grundsatz her nicht beabsichtigt eine überwiegend vegane und sonst vegetarische Fete.

Als es dann soweit war und wir alle das kleine Buffett stürmen wollten, nahm mich die neue Freundin eines Freundes beiseite und erklärte ganz verschämt, dass sie Vegetarierin sei, und fragte, was sie hier wohl essen könne. „Alles“, sagte ich. Das konnte sie natürlich gar nicht glauben. „Und die Buletten?“ „Grünkern.“ „Und ist im Salat kein Speck?“ „Nein. Du kannst wirklich alles essen.“ Sie war total happy – und ich habe mich natürlich gefreut, dass man jemanden so einfach so glücklich machen kann.

Insgesamt haben sich alle ziemlich satt gegessen. Und es hat zumindest keiner geäußert, dass ihm an unserem vegetarischen Buffet etwas gefehlt hätte. Und auch obwohl die Freundin mit der Tiereiweißunverträglichkeit nicht alles essen konnte, so meinte sie doch, dass sie noch nie so viel Auswahl gehabt hätte, wenn sie bei jemandem zu Besuch war. Auch das hat mich/uns sehr gefreut.

Und so habe ich wirklich viele positive Eindrücke, die ich mit veganem/vegetarischem Essen verbinde – auf keinen Fall bedeutet es für mich Lust- oder Genussverlust.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Maikel: Die Sketch-Notes Challenge

Die Sketch-Notes Challenge – Direkt loszeichnen und Deine Kreativität entdecken

  • Michael Geiß-Hein
  • Frechverlag, 28. März 2022
  • Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-772-44689-4

Inhalt

Am Anfang stehen fünf Seiten zum Anliegen des Buches, zur gedachten Umgehensweise mit dem Buch, zu Kreativität und zum Grundsätzlichen von Sketchnotes. Eine Anleitung, wie Sketchnotes zu zeichnen sind oder welche Bandbreite von Möglichkeiten es gibt, enthalten diese fünf Seiten nicht.

Der Rest des Buches ist prall gefüllt mit Anregungen, selbst Sketchnotes zu gestalten. Die Anregungen sind selbst in der Art von Sketchnotes gestaltet. Die entsprechenden Seiten bieten genug Platz, um sofort loszulegen.

Subjektive Eindrücke

Ich hatte das Buch sofort ins Herz geschlossen, als ich es in die Hände bekam. Die enthaltenen Sketchnotes sind witzig und animieren in der Tat, gleich zum Stift zu flitzen, sollte man gerade keinen in der Hand halten. Schon das Durchblättern des Buches hat mich in eine gute Stimmung versetzt.

Vor lauter Euphorie ist mir gar nicht aufgefallen, dass es ja gar keine Anleitungen für Sketchnotes gibt. Wer das aufgrund des Titels erwartet, wird hier leider umsonst suchen. Das tat meiner Freude über das Buch aber keinen Abbruch.

Fazit

Witzige Anregungen, um selbst kreativ mit dem Stift zu werden.

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