Rezension: Erdlicht

Erdlicht

  • von Arthus C. Clarke, Deutsch von Harro Christensen
  • Heyne Verlag, 25. Februar 2014
  • Taschenbuch, 181 Seiten (eBook-Version)
  • 3,99 € (eBook)

Inhalt

Es handelt sich um ein Werk der späten 1950er Jahre und spiegelt Anteile der damaligen weltpolitischen Lage wieder. Spionage, Kriegsgefahr, die Frage der Unabhängigkeit der Kolonien. Das ganze ist in eine Szenerie in 200-300 Jahren Zukunft auf den Mond verlagert.

Charaktere und Lebenswelt sind schlüssig und detailreich beschrieben. Die Handlung entwickelt sich nur langsam und macht dabei hin und wieder Sprünge.

Der Ausgang der Handlung ist wahrscheinlich das, was sich der Autor gern gewünscht hätte, was sich aber meiner Meinung nach nicht zwangsläufig aus dem bisherigen Geschehen ableitet.

Subjektive Eindrücke

Ich kenne Arthur C. Clarke als hervorragenden Beschreiber von Szenerien und Lebenswelten. Packende, vielleicht sogar spannende Handlungen habe ich von ihm nach nicht gelesen, was bei den bisherigen Themen aber nie ein Problem war. Auch wenn ich nicht der große Krimi- und Thriller-Liebhaber bin, hätte beim Thema dieses Buches doch ein wenig mehr Spannung gut getan.

Immer wieder finde ich es interessant, alte Science Fiction zu lesen. An die ganze heutige Computertechnologie war damals noch nicht wirklich zu denken, sodass es auf dem Mond noch Aktenordner und Lochkarten gibt.

Fazit

Auch wenn ich die Handlung etwas schwach fand, hatte ich doch viel Spaß beim Lesen dieses Buches. Wer eher klassische Science Fiction mag, der kann gern zu diesem Buch greifen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Freude bereitende Rezensionsexemplar.

Rezension: Der Pfad schamanischer Heilung

Der Pfad schamanischer Heilung – Magische Werkzeuge für Transformation und Wachstum

  • von Alberto Villoldo, aus dem Amerikanischen von Andrea Panster
  • Goldmann Verlag, 19. Juni 2017
  • Taschenbuch, 288 Seiten
  • 10,00 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-442-22163-9

Inhalt

Erzählt werden die Geschichten der Heilung von 12 verschiedenen Personen. Dabei werden Wegstücke einmal aus Sicht der Person und einmal aus Sicht von Alberto Villoldo dargestellt. Das gibt einen interessanten Einblick in die wechselseitige Dynamik eines Heilungsprozesses.

Wir erfahren den Anlass für bzw. das Zustandekommen des Kontakts zwischen der Person und Villoldo. Es wird beschrieben, wie man an das Wissen um die Ursachen der Beschwerden kommen kann, wie die Ursachen und damit meist auch die Beschwerden beseitigt werden und wie sich der Heilungsprozess danach vollzieht. Immer geht es im Endeffekt darum, die eigene Bestimmung zu finden, sie anzunehmen und ihr zu folgen.

Die letzten beiden Kapitel stellen zwei kurze, aber anscheinend sehr wichtige Episoden aus Villoldos Leben dar. Eine Einleitung und ein Nachwort umschließen das Ganze.

Subjektive Eindrücke

Eigentlich ist mir nicht so recht klar geworden, ob das Buch nun wirklich von Villoldo geschrieben wurde oder von Anne O’Neill, die sowohl die Einleitung wie auch das Nachwort unterschrieben hat. In der Einleitung spricht sie viel von „wir“, wenn sie von den schreibenden Personen berichtet. Das finde ich sehr schade. Einerseits möchte ich schon gern wissen, wer die Texte verfasst hat, die ich lese. Andererseits bekommt Anne O’Neill nicht die ihr gebührende Achtung, wenn sie den Hauptteil des Buches verfasst hat – und sei es „nur“ nach ausgiebiger Rücksprache mit Villoldo.

Die Darstellung der möglichen Heilungswege hat mich sehr angesprochen und inspiriert. Die wechselseitige Ansicht ermöglichte, dass man sich wirklich in beide Beteiligte hineinversetzen konnte.

Im Wesentlichen kam drei Werkzeuge zum Einsatz. Jedes Mal wurde kurz dargestellt, was sie bewirken sollen und warum sie heilsam sein können. Es wird aber nicht dargestellt, wie sie wirklich eingesetzt werden. Das scheint aber „normal“ für derartige Bücher zu sein.

Die Wiederholung der Infos zu den Werkzeugen bei jeder Geschichte fand ich nicht so toll. Hier hätte man vielleicht ein einführendes Kapitel zu den Werkzeugen gestalten können.

Fazit

Wer noch nichts von Villoldo gelesen hat, wird sicher viel Neues und Lesenswertes in diesem Buch finden. Die individuellen Geschichten sind toll. Allerdings hatte ich schon viel von Villoldo gelesen und hatte deswegen wohl zu hohe Erwartungen an dieses Buch.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Rezension: Future Love

Future Love – Die Zukunft von Liebe, Sex und Familie

  • von Matthias Horx, aus dem Englischen von Susanne Gerold
  • Deutsche Verlags-Anstalt, 26. Juni 2017
  • Gebundene Ausgabe, 336 Seiten (eBook-Version)
  • 19,99 € (gebundene Ausgabe), 16,99 € (eBook)
  • ISBN 978-3-421-04732-8

Inhalt

Vielleicht wegen des Titels ein wenig unerwartet startet das Buch mit einem Blick zurück und setzt sich damit auseinander, wie unsere Vorfahren miteinander gelebt haben, wie sich die Biologie entwickelt hat, um uns zwecks Fortpflanzung zusammenzuführen, mit welchen Schutzmechanismen wir ausgestattet wurden, um das Abenteuer Kindererziehung zu überstehen. Matthias Horx zeigt, dass diese biologischen Grundmechanismen auch heute noch wirken, selbst wenn wir sie immer mal wieder lieber verleugnen.

Der zweite Teil des Buches stellt das Phänomen der Partnerschaft, des sich-aufeinander-Beziehens in einer Gesellschaft, die immer mehr das einzelne Individuum in den Mittelpunkt stellt, in seinen vielen Facetten dar. Es werden Vor- und Nachteile und auch Risiken der Individualisierung erläutert und damit die Basis zur Begründung möglicher Entwicklungsszenarien gelegt.

Im dritten Teil stellt Matthias Horx drei Szenarien für die Entwicklung unserer Partnerschaften vor, lässt aber grundsätzlich offen, welches für ihn DAS Szenario sein wird. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass es eine Mischung aus allem werden könnte.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, ohne erhobenen Zeigefinger, immer wertschätzend für die verschiedenen Ansätze. Immer wieder schiebt Herr Horx seine eigenen Erfahrungen und die Entwicklung seiner eigenen Einstellung zu Partnerschaft und Liebe in seine Erläuterungen mit ein. Das macht das Buch sehr lebendig.

Subjektive Eindrücke

Da ich ohnehin gern Geschichten/Bücher lese, in denen unser heutiger Lebensstil auf die Zukunft projiziert wird, hat mir dieses Buch besonders Freude bereitet. Viele der Argumentation konnte ich nachvollziehen, einige deckten sich mit meinen eigenen Überlegungen, etliche waren aber auch neu, überraschend und zum Teil auch witzig.

Mir hat die humorvolle Art, mit der Matthias Horx das Thema darstellt, sehr gut gefallen. Seine Aussagen deuten Veränderungen an, bejammern diese nicht, sondern stellen das Positive dieser Veränderungen heraus.

Hin und wieder hatte ich den Eindruck, dass es Ansätze für diese Entwicklungen schon heute gibt – zum Teil in meiner eigenen Partnerschaft, aber vermehrt natürlich darin, wie Jugendliche sich heute in ihren Partnerschaften einrichten.

Allerdings: Über die Vermischung von Enterprise und Voyager könnte man ja noch hinsehen – Falschaussagen über Crew-Mitglieder sind unentschuldbar 😉

Fazit

Ein interessanter Blick in die Zukunft unserer Beziehungen, die aber schon in unseren heutigen Partnerschaften ihren Anfang nimmt. Wer neugierig ist und wissen möchte, wie wir demnächst miteinander umgehen (könnten), dem sei dieses Buch wärmstens zum Lesen empfohlen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses im wahrsten Sinne des Wortes zukunftsweisende Rezensionsexemplar.

Rezension: Weisheit

Weisheit – Die ureigene Mitte finden

  • von Christiane Northrup, aus dem Englischen von Susanne Gerold
  • Arkana, 19. Juni 2017
  • Gebundene Ausgabe, 320 Seiten (eBook-Version)
  • 20,00 € (gebundene Ausgabe), 15,99 € (eBook)
  • ISBN 978-3-442-34219-8

Mir fällt es dieses Mal ein wenig schwer, eine Rezension zu schreiben, weil mir nicht so ganz klar geworden ist, worum es in dem Buch eigentlich geht bzw. was das, was im Buch dargestellt wird, mit Weisheit zu tun hat. Nachträglich habe ich mir dafür eine Interpretation zurecht gelegt, mit der ich dann einigermaßen leben kann.

Inhalt

Das Buch ist in 12 Kapitel gegliedert. Die ersten vier sind sehr spirituell ausgerichtet und gehen davon aus, dass der Leser/die Leserin an übernatürliche Wesen, an Reinkarnation, an Zeichen aus einer anderen Dimension glaubt. Wenn wir dies alles richtig interpretieren, so können wir Sinn und Richtung für unser Leben finden, so die Aussage der Autorin, wie ich sie verstanden habe. In den nächsten vier Kapiteln geht es hauptsächlich um Gefühle, wie wir mit ihnen umgehen können, was uns gute Gefühle macht, wie wir schlechte Gefühle vermindern können. Die letzten vier Kapitel drehen sich eine gesunde Lebensweise für unseren Körper aber auch für unsere Beziehungen mit anderen Menschen.

Die Themen/Informationen werden durch die Beschreibung eigener Erlebnisse der Autorin vermittelt, was dem Ganzen einen interessanten und auch autobiografischen Anstrich gibt. Außerdem gibt Frau Northrup Anregungen für Übungen, an den eigenen Überzeugungen und Haltungen zu arbeiten, um zu mehr Lebenszufriedenheit zu finden. Ich habe die Übungen nicht ausprobiert, kann mir aber vorstellen, dass sie bei konsequenter Anwendung hilfreich sein können.

Subjektive Eindrücke

Die ersten vier Kapitel waren mir, ehrlich gesagt, zu sehr abgehoben, aber ich weiß sehr wohl, dass es Menschen gibt, die sehr gut mit diesen Dingen umgehen können.

Die Erlebnisse aus dem Leben der Autorin fand ich sehr interessant. Man konnte daran gut ihren Werdegang nachvollziehen, der auch dazu führte, dass sie gerade dieses Buch gerade so geschrieben hat.

Auch wenn ich aus den Einzelinformationen Interessantes für mich herausziehen konnte, so hat mir doch die verbindende Klammer gefehlt. Vielleicht hätte mir eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Weisheit“, wie ihn die Autorin versteht, sowie dem eigentlichen Anliegen des Buches geholfen, die Zusammenhänge klarer zu erkennen.

Fazit

Für Teil 1 muss man wohl die entsprechende Vorprägung haben. Ab Kapitel 5 gibt es aber interessante Denkanstöße und Übungen, um mit sich selbst ins Reine zu kommen und sicherlich auch ein Stück mehr an Lebensqualität zu gewinnen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar, auch wenn es mich im ersten Teil ziemlich an meine Grenzen gebracht hat.

Rezension: Frag den Buddha

Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens – Was uns bei der spirituellen Suche unterstützt

  • von Jack Kornfield, aus dem Amerikanischen von Ulli Olvedi
  • Kösel-Verlag, 6. März 2017, 2. Auflage
  • Broschiert, 448 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-466-34662-2

Inhalt

Dieses Buch befasst sich mit der Spiritualität aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Ebenen immer aus der Sicht des Buddhismus. Es ist aber nicht einer bestimmten Glaubensrichtung verhaftet, sondern betont immer wieder, wie individuelle der spirituelle Weg ist und dass jede/r seinen/ihren Weg finden muss. Das Buch liefert aber Anhaltspunkte, wie man diesen Weg finden und ihn gehen kann, welche Gefahren und Stolpersteine er aufweisen kann und wie man mit ihnen umgehen könnte.

In einem ersten Teil legt Jack Kornfield die Grundlagen für das Verständnis des Buches und vermittelt damit im Groben die Grundzüge des Buddhismus. Im zweiten Teil stellt er Gefahren vor, denen man begegnen kann. Hierbei steht die Illusion der eigenen Mächtigkeit und Überlegenheit durch erste Erleuchtungserfahrungen im Vordergrund. Der dritte Teil widmet sich dann der Übertragung des spirituellen Lebens heraus aus dem Kloster und der Lern-/Lehrgemeinde in den Lebensalltag, schließlich können wir nicht alle Mönche und Nonnen werden. Im Zentrum von Teil vier erläutert Jack Kornfield, woran man spirituelle Reife erkennen kann.

Der Text ist gut lesbar geschrieben. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Mit buddhistischen Vokabeln geht Jack Kornfield sehr sparsam um, sodass man beim Lesen gut folgen kann. Für viele seiner Aussagen bringt er Beispiele aus seiner Praxis, sodass man gleich prüfen kann, ob man die Mitteilung richtig verstanden hat.

Über das ganze Buch hinweg finden sich Anleitungen für Meditationen, die sich mit den gerade behandelten Aspekten auseinandersetzen. Dazu schlägt Jack Kornfield Fragen vor, die man während der entsprechenden Meditation betrachten kann.

Subjektive Eindrücke

Dieses Buch ist ein tolles Buch für mich. Die Art und Weise des Herangehens/der Erarbeitung der eigenen Spiritualität liegt mir sehr. Es fühlt sich alles sehr natürlich und praktikabel an. Immer wieder wird darauf hingewiesen, selbst zu überprüfen, ob die Dinge für einen passen oder nicht. So entsteht kein Druck, kein Zwang. Es werden keine vorgeschriebenen Erfolge erwartet.

Durch die vielen Anregungen für die Meditation und die aus meiner Sicht gut verständlichen Erläuterungen bietet es sich für mich als ein gutes Nachschlagewerk und Lehrbuch an.

Fazit

Ich freue mich sehr, ein solches Buch gefunden zu haben, und bin sicher, dass es mich in der nächsten Zeit auf meinem eigenen Weg gut begleiten und unterstützen wird. Auch wenn betont wird, dass man auf dem spirituellen Weg Lehrer und eine Gemeinschaft braucht, so wird dieses Buch auch denen helfen, die (vorerst?) für sich selbst üben und die ersten Schritte gehen wollen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses grundlegende Übungswerk Rezensionsexemplar.

Rezension: Nichts gesucht. Alles gefunden.

Nichts gesucht. Alles gefunden. – Meine Reise auf dem Jakobsweg

  • von Jean-Christoph Rufin, aus dem Französischen von Ralf Pannowitsch
  • Penguin Verlag, 13. Februar 2017
  • Taschenbuch, 256 Seiten
  • 10,00 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-328-10063-8

Inhalt

Aufgrund des Titels ist es wohl nicht überraschend, dass es um den Jakobsweg geht. Da mag man sich fragen, ob es da nicht schon genügend andere Erfahrungsberichte gibt. Die gibt es sicherlich, aber dieser hier ist von einem erfahrenen Autor geschrieben – und das spürt man beim Lesen deutlich.

Es ist wohl in erster Linie der Schreibstil, der dieses Buch von anderen Jakobswegbüchern abhebt. Mit mehr oder weniger distanzierter Sprache vermittelt Rufin wohl seine eigene Distanz zum Weg und zu seinem Vorhaben, ihn zu gehen. So spricht er vom Pilger oder Wanderer, er spricht von man, dann auch von wir. Hin und wieder spricht er von eigenen Erlebnissen, seltener in der reinen Ich-Form des Erlebten. Am Anfang des Buches überwiegen die eher distanzierten Stilformen, gegen Ende werden es mehr und mehr die näheren Formen. Es ist fast, als würde damit die eigene Annäherung an den Weg und auch an sich selbst spürbar.

Das Buch lässt sich gut lesen. Die vielen sprachlichen Bilder geben eine plastische Vorstellung von Land und Leuten und lassen Raum für eigene Interpretationen.

Es ist keine reine Wanderbeschreibung von Station zu Station. Es werden selektiv Punkte herausgegriffen, die dann mit zunehmender Nähe beschrieben werden.

Auch wenn Rufin nicht in spiritueller oder gar religiöser Absicht aufgebrochen ist, findet er sich mit seinen Erlebnissen aber doch in der Nähe des Buddhismus wieder. Wen die Verbindung zum eigentlich christlichen Anliegen des Weges und die Interpretation des Autors dazu erfahren möchte, der lese das Buch 😉

Subjektive Eindrücke

Ich habe das Lesen aufgrund der schönen Sprache sehr genossen.

Den Anfang des Buches fand ich sehr distanziert, eher eine Art Meta-Betrachtung über den „Pilger an sich“. Allerdings habe ich mich in vielen dieser allgemeinen Aussagen über das Pilgern und den Pilger nicht wiederfinden können. Vielleicht sind persönliche Eindrücke doch nicht so stark verallgemeinerbar? Es machte den Eindruck, als würden Schubladen aufgebaut und zu oft war keine für mich dabei.

Die detaillierteren Beschreibungen von Orten, Personen, Umständen etc. hat mir sehr gut gefallen. Davon hätte ich mir (im Austausch mit allgemeinen Ergüssen?) deutlich mehr gewünscht.

Fazit

Wen das Pilgern oder die Pilgerwege interessieren oder reizen, der sollte sicherlich zu diesem Buch greifen. Selbst wenn man schon viele Erlebnisbeschreibungen gelesen hat, lohnt sich dieses Buch, weil es eben in einer ganz anderen Art geschrieben ist. Die Verallgemeinerungen sind meiner Meinung nach etwas mit Vorsicht zu genießen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses (für mich) streitbare Rezensionsexemplar.

Rezension: Jeder Lotus hat ein schönes Herz

Jeder Lotus hat ein schönes Herz – Eine praktische Anleitung zur Meditation

  • von Ajahn Brahms, aus dem Englischen von Jochen Lehner
  • Heyne Verlag, 14. Dezember 2015
  • Taschenbuch, 224 Seiten
  • 9,99 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-453-70291-2

Inhalt

In 11 Kapiteln führt und Ajahn Brahm durch die Stufen der Meditation. Er beginnt mit einer Vorstellung der Grundzüge des Buddhismus. Danach zeigt er, mit welcher Haltung man sich Stufe für Stufe in einen tieferen meditativen Zustand versetzen kann. Immer wieder beleuchtet er dabei, was Schwierigkeiten auf diesem Weg sein können, warum sie auftreten und wie man sie überwinden kann. Zu jeder Stufe erklärt Ajhan Brahm auch, welchen Aspekten des Buddhismus sie entspricht und welche positiven Auswirkungen das Erreichen dieser Stufe für unser Leben hat.

Subjektive Eindrücke

Es handelt sich – im Gegensatz zu den Geschichtenbüchern von Ajahn Brahm – um ein sehr sachliches Buch. Die Verwendung der vielen buddhistischen Begriffe hat mich manchmal etwas verwirrt, weil ich sie im Original nicht kannte und so immer wieder ihre Bedeutung nachschlagen musste.

Dennoch erschienen mir die Beschreibungen flüssig zu lesen und in sich stimmig und logisch.

Dieses Buch ist sicher kein Buch, das man einfach mal so von vorn bis hinten durchliest, und dann kann man meditieren. Beim einfachen Durchlesen erfährt man viel Interessantes über die Lehren des Buddhismus und darüber, wie man meditieren sollte. Es wird aber ganz klar, dass das Erlernen des Meditierens ein jahrelanger Prozess ist. So kann dieses Buch ein Begleiter und Unterstützer – sicher auch Aufmunterer – auf diesem langen Weg sein.

Was Ajahn Brahms immer wieder klar macht ist, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dieses Weg in Angriff zu nehmen. Jede Stufe, die am erklimmt wird eine neue Art der Glückseligkeit bieten.

Fazit

Wer wirklich meditieren lernen möchte und dies im Sinne des Buddhismus, der ist sicherlich gut beraten mit diesem Buch. Es wird mir lange Zeit ein guter Begleiter sein.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses interessante und anregende Rezensionsexemplar.