Niehaus, Wink: Wie man Männer zu Schweinen macht

Wie man Männer in Schweine verwandelt und wie man sich vor solch üblen Tricks schützt – Rauschpflanzen und Gifte in antiken Mythen und Sagen

  • Monika Niehaus, Michael Wink
  • Hirzel, S., Verlag. 13. Oktober 2020
  • Taschenbuch, 184 Seiten (eBook gelesen)
  • 24,00 € (D)
  • ISBN 978-3-777-62842-4

Inhalt

Am Anfang des Buches wird der Rahmen der mythologischen Geschichten aufgespannt und eine Vorausschau auf das Buch angerissen. Dann werden kapitelweise jeweils einzelne Phänomene der Legenden herausgegriffen und über die Verwendung bestimmter Pflanzen und/oder Tiere zu erklären versucht. Dabei wird zum Teil auch auf Interpretationen der Texte im Kontext der damaligen Erzählweise zurückgegriffen, um Textpassagen für das heutige Verständnis zu erschließen. Den Beginn machen rauscherzeugende Pflanzen und Tiere. Danach geht es um giftige Pflanzen und Tiere. Den Abschluss bildet ein Kapitel über friedliche Anwendungen von Pflanzen und Tieren in der Antike.

Am Ende des Buches finden sich zwei Seiten Anmerkungen und weiterführende Literatur sowie ein Register zur besseren Orientierung im Buch.

Subjektive Eindrücke

Ein sehr aufschlussreiches, aber auch (aus meiner Sicht) witziges Buch. Die Idee, in antiken Sagen und Mythen nach Hinweisen auf die Verwendung von Pflanzen als Gift und Rauschmittel zu suchen, hat mir sehr gut gefallen. So habe ich nicht nur viel über die Pflanzen, sondern auch über mögliche Interpretationen der alten Legenden erfahren.

Die Zusammenfassung wichtiger Informationen über die Pflanzen (und teilweise Tiere) fand ich sehr pointiert und gelungen.

Fazit

Sehr unterhaltsame Gift- und Rauschmittelkunde.

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Kleeman: Roboterland

Roboterland – Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden

  • Jenny Kleeman, aus dem Englischen von Petra Pyka
  • Goldmann Verlag, 10. Mai 2021
  • Broschiert, 416 Seiten
  • 16,00 € (D), 16,50 € (A)
  • ISBN 978-3-442-31601-4

Inhalt

Gemäß des Untertitels ist das Buch nach einem Vorwort in 4 Teile gegliedert: Wie wir lieben, essen, uns reproduzieren und sterben werden. Die Autorin stellt jeweils ihre Rechercheergebnisse vor, die vor Ort in entsprechende Firmen führen, Menschen vorstellen, die mit den jeweiligen Technologien als Vorantreiber/in, als Nutzer/in oder als Gegner/in zu tun haben, aber auch Puzzlestücke aus dem Internet darstellen. Dabei stellt das Buch keine Aneinanderreihung sachlicher Wissensbrocken dar, sondern zeigt die Arbeitswege der Autorin bei ihrer Recherche auf, was dem ganzen Buch eine frische Lebendigkeit verleiht.

Nach einem Epilog und der Danksagung finden sich 6 Seiten Anmerkungen, die auch weiterführende Lesehinweise enthalten.

Subjektive Eindrücke

Ein wundervolles Buch!

Die vier Themenschwerpunkte sind toll recherchiert. Es werden sowohl Extremmeinungen pro und kontra wie auch gemäßigte Einstellungen dargestellt. Außerdem werden immer die vordergründig nützlichen Einsatzmöglichkeiten aber auch die überzogenen Anwendungen diskutiert. Zu jedem Themenschwerpunkt fasst die Autorin die Erkenntnisse dahingehend zusammen, dass sie vor einem unreflektierten Vorantreiben der technologischen Entwicklung warnt und offene Diskussionen darüber, was die technischen Entwicklungen für uns im tieferen Sinne bedeuten können, anmahnt. Gerade in dieser klaren Auseinandersetzung liegt für mich der besondere Wert dieses Buches.

Ein winziger Kritikpunkt würde lediglich in der Farbgestaltung des Covers liegen. In der Realität ist es hellblau mit neonoranger Schrift, was übelst in den Augen sticht. Aber man schlägt das Buch dann ja eh bald auf 😉 Allerdings sind die Klappentexte wegen der Farbgebung nahezu nicht entzifferbar.

Fazit

Unbedingt lesen und nachdenken.

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Jäncke: Von der Steinzeit ins Internet

Von der Steinzeit ins Internet

  • Lutz Jäncke
  • Hogrefe AG, 10. Mai 2021
  • Taschenbuch, 168 Seiten (eBook gelesen)
  • 24,95 € (D)
  • ISBN 978-3-456-86150-0

Inhalt

Nach einer Einleitung führt Herr Jäncke in 15 Kapiteln durch verschiedene psychologische Aspekte unseres Menschseins und beleuchtet, wie sich diese evolutionär entwickelt haben und was die derzeitige Technologie für diese Aspekte bedeutet. Dabei werden grundlegende psychologische Sachverhalte mit technologischen Gegebenheiten verbunden. Im 16. Kapitel wirft Herr Jäncke einen kurzen Blick auf Corona.

Am Ende des Buches finden sich 8 Seiten Sachwortverzeichnis. Im Text wird auf Studien hingewiesen, ein explizites Literaturverzeichnis gibt es nicht.

Subjektive Eindrücke

Die Verbindung der menschlichen, psychischen Konstitution, die sich evolutionär entwickelt hat, mit dem, was wir im Internet treiben und wie wir mit der Technologie umgehen, fand ich eine schöne Idee. Auch wenn mir die psychologischen Konzepte vertraut waren, so konnte ich aus der Übertragung auf unsere aktuellen, insbesondere technischen Lebensgewohnheiten, viele Einsichten gewinnen.

Die Texte sind leicht verständlich geschrieben und machen Lust darauf weiterzulesen.

Sicherlich wundert man sich momentan, wenn man ein aktuelles Buch liest, dass keinen Bezug auf Corona nimmt. Für mich hätte das letzte Kapitel trotzdem nicht sein müssen. Es wirkt dann auch ein wenig wie angehängt, weil es eben gerade so erwartet wird.

Fazit

Spannende Einblicke.

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Applebaum: Die Verlockung des Autoritären

Die Verlockung des Autoritären – Warum antidemokratische Herrschaft so populär geworden ist

  • Anne Applebaum, aus dem Amerikanischen von Jürgen Neubauer
  • Siedler Verlag, 12. März 2021
  • Gebundene Ausgabe, 208 Seiten
  • 22,00 € (D), 22,70 € (A)
  • ISBN 978-3-827-50143-1

Inhalt

Das Buch ist in 6 Kapitel gegliedert, in denen Frau Applebaum jeweils einen geografischen Bereich, in dem sie gelebt und gewirkt hat, durch die Wiedergabe eigener Lebensgeschichten betrachtet. Viel Wert legt Frau Applebaum dabei darauf, über die Wandlungen zu sprechen, die einige ihrer engen Freunde vollzogen haben. Auch wenn diese Wandlungen mit aktuellen Zeitbezügen verknüpft werden, wird doch keine Ursachenforschung betrieben.

Am Ende des Buches finden sich 9 Seiten Anmerkungen, die überwiegend Referenzen zu den Interviewzitaten liefern, die Frau Applebaum benutzt, sowie 7 Seiten Register.

Subjektive Eindrücke

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, bin dann aber doch etwas enttäuscht zurückgeblieben. Für mich konnte ich die Frage aus dem Untertitel nicht beantwortet finden. Die einleitenden und abschließenden Seiten gehen zwar etwas genereller auf die Fragestellung des Autoritären ein, aber es bleibt doch alles recht unstrukturiert und flach. Aber das mag durchaus auch am Thema liegen.

Ansonsten liest sich das Buch gut. Es ist interessant, etwas Einblick in das Leben und die zeitliche Entwicklung von Anne Applebaum zu bekommen.

Wenn es um die USA oder Großbritannien geht, konnte ich auch namenstechnisch gut folgen. Das gelang mir dann bei den Ausführungen über Polen, Ungar und die Türkei weniger gut. Gern hätte ich auch ein paar Hinweise zur Entwicklung des Autoritären in Deutschland gelesen, aber das gehörte nicht zu Frau Applebaums Lebensbereichen.

Fazit

Interessante Lebensgeschichte aber wenig Antwort auf die Frage des Untertitels.

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EMF: Der Berg ruft!

Der Berg ruft! – Mein Gipfelbuch

  • ohne Autoren
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 16. März 2021
  • Gebundene Ausgabe, 128 Seiten
  • 9,99 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-745-90282-2

Inhalt

Der Hauptteil des Buches umfasst 51 Doppelseiten, um die bestiegenen Gipfel und die Touren dorthin und zurück mit ihren wichtigsten Merkmalen zu erfassen. Es ist auch Platz für ein Gipfelfoto. In einer Art Inhaltsverzeichnis können die Gipfel zur Übersicht eingetragen werden. Am Ende des Buches finden sich einige Seiten mit Checklisten und/oder interessanten Informationen z. B. zur Tourenplanung, zum Verhalten in einem Notfall, eine Packliste etc. Das Buch schließt ab mit ein paar nützlichen Links.

Subjektive Eindrücke

Eine schöne Idee, Wandererlebnisse in analoger Form festzuhalten und sie ein bisschen individuell zu gestalten.

Ob man das Buch tatsächlich mit auf die Wanderung nimmt oder die Eintragungen macht, wenn man wieder zu Hause ist, muss man sicherlich überlegen. Es wären doch ein paar Gramm zusätzlich im Rucksack.

Die Checklisten am Ende sind sicherlich hilfreich, um einen Einstieg ins Wandern zu bekommen, sollten aber unbedingt nur als Einstiegspunkt in die Beschäftigung mit der Materie gesehen werden.

Fazit

Schöne individuelle Erinnerungssammlung.

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Koch: Digitale Balance

Digitale Balance – Mit smarter Handynutzung leichter leben

  • Christoph Koch
  • Heyne Verlag, 8. März 2021
  • Broschiert, 208 Seiten
  • 12,99 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-453-60585-5

Inhalt

Nach einer Erklärung, warum Herr Koch das Buch geschrieben hat, teilt er das Buch in 3 Teile. Im ersten Teil geht es darum, wie wir süchtig nach Anregungen aus dem Internet/mit dem Smartphone werden bzw. gemacht werden. Teil 2 enthält dann die 30-Tage-Challenge. Für jeden Tag gibt es eine Doppelseite mit Anregungen, ein wenig Erläuterung, Platz für Eintragungen und Erfolgscheck. Der dritte Teil erläutert dann die psychologischen Hintergründe, warum und inwiefern zu viel Internet/Smartphone nicht gut für uns sind und was mögliche Konsequenzen sein können.

5 Seiten Anmerkungen, 2 Seiten weiterführende Literaturhinweise und 6 linierte Seiten für eigene Anmerkungen sind am Ende des Buches zu finden.

Subjektive Eindrücke

Wer wirklich das Handy/Internet weniger nutzen möchte, kann sicherlich mit diesem Buch und der 30-Tage-Anleitung den ersten Schritt dahin wagen. Die Erläuterungen im ersten und dritten Teil des Buches unterstützen das Vorhaben dann auf der rationalen Ebene. In diesem Sinne halte ich das Buch für uneingeschränkt empfehlenswert.

Ein bisschen Differenzierung ist meiner Meinung nötig, wenn man betrachtet, welcher Smartphone-/Internet-Gebrauch eigentlich gemeint ist. Es geht nicht um den gezielten Gebrauch von Apps z. B. zum Sprachenlernen oder das Erledigen des Jobs. Es geht vielmehr darum, unmotivierte, ungeplante, ungezielte und auch im Vorfeld nicht gewollte Aktivitäten wie länger als gewolltes Chatten, länger und in andere als die gewollte Richtungen Suchen, länger und kaum mehr zu stoppendes Spielen.

Fazit

Wenn man das Gefühl hat, dass man vor lauter ungezieltem Handygebrauch nicht mehr zu den Dingen kommt, die einen wirklich befriedigen, dann kann dieses Buch sicherlich sinnvolle Akzente setzen.

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Dolatre, Pöllath: Die notwendige Revolution

Die notwendige Revolution – Er ist der Erfinder des Big-Data-Modells und kämpft gegen die digitale Überwachungswirtschaft

  • Eric Dolatre, Thilo Komma-Pöllath
  • Ariston, 1. März 2021
  • Gebundene Ausgabe, 336 Seiten
  • 22,00 € (D), 22,70 € (A)
  • ISBN 978-3-424-20221-2

Inhalt

Eric Dolatre war Mitbegründer der Vorgängerfirma von GMX. Aus dieser Sicht beschreibt er die Entwicklungen im Internet und der digitalen Welt seit dieser Zeit, was das aktuell bedeutet und wo es hinführen kann. Das Ganze gliedert er in 11 Kapitel, die einerseits einer gewissen Chronologie folgen, andererseits aber auch jeweils einen fachlichen Schwerpunkt haben. So kann der/die Leser/in mitverfolgen, wie aus dem freien Internet der unbegrenzten Möglichkeiten ein Datensammelkriegsschauplatz wurde. Eric Dolatre vermittelt aber auch, was von Seiten der Politik und auch der Unternehmen getan werden kann und muss, um der vollständigen Überwachung entgegenzuwirken. Das Buch endet mit 10 Punkte, die jede/r für sich umsetzen kann, um sich sicherer im Internet zu bewegen.

Quellenverweise oder weiterführende Literaturhinweise gibt es keine.

Subjektive Eindrücke

Sicherlich ist das Buch von Dolatres Werdegang geprägt und betreibt auch ein wenig Werbung für seine aktuellen Projekte. Das sei ihm nachgesehen, da er auf eingängige, überwiegend interessante und spannende Weise die Sachverhalte auf den Punkt bringt, durchaus Klartext redet, ohne Panik oder Untergangsstimmung zu verbreiten. Er kommt überwiegend ohne schwierige oder unverständliche Fremdworte aus, geht aber trotzdem soweit ins Detail, dass man seinen Argumentationen folgen kann.

Mich hat das Buch inspiriert, hier und da tiefer in einige Punkte hineinzusteigen. Ein paar Literaturhinweise dazu hätten mich gefreut.

Fazit

Sehr empfehlenswert: lesen, nachdenken, umsetzen.

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Dittmar: Echter Wohlstand

Echter Wohlstand – Warum sich die Investition in inneren Reichtum lohnt – Ein Plädoyer für neue Werte

  • Vivian Dittmar
  • Kailash, 22. März 2021
  • Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-424-63214-9

Inhalt

Nach einer Einleitung ist das Buch in 3 Teile geteilt. Im ersten Teil geht es darum, was Wohlstand ist. Hierbei stellt Frau Dittmar Sichtweisen vermeintlich armer und vermeintlich reicher Menschen gegenüber, erläutert, wie sich soziale Unterschiede auf unser menschliches Miteinander auswirken, versucht eine erste Annäherung an „wirklichen“ Wohlstand und betrachtet verschiedene Wirkungsweisen von Geld in unseren Gesellschaften.

Im zweiten Teil des Buches erläutert Frau Dittmar 5 Dimensionen, die aus ihrer Sicht wahren Wohlstand ausmachen: Zeit, Beziehungen, Kreativität. Spiritualität und Ökologie.

Auf diese 5 Dimensionen kommt sie immer wieder zurück, wenn Sie dann im dritten Teil aufzeigt, wie ein Leben in einem so definierten Wohlstand aussehen kann. Dabei betrachtet sie nun noch einmal das Geld, setzt sich aber auch mit der Wirtschaft auseinander und führt dann Beispiele auf, wie jede/r von uns, für sich ein solches wohlständiges Leben umsetzen kann.

Am Ende des Buches finden sich vier Seiten Quellenangaben, zwei Seiten mit weiterführender Literatur und zehn Seiten Register.

Subjektive Eindrücke

Warum scheinen Menschen indigener Völker glücklicher zu sein als viele westlich zivilisierte Menschen? Frau Dittmar kennt beide Seiten aus eigener Anschauung, baut darauf ihre Argumentation auf und leitet die 5 Kernpunkte ihrer Wohlstandsdefinition ab.

Man kann den Texten und Erläuterungen gut folgen und sie nachvollziehen. Und man findet wohl kaum Möglichkeiten, der Argumentation zu widersprechen. Auch die Umsetzungsbeispiele im Kleinen/Individuellen regen an, darüber nachzudenken, inwieweit man Aspekte davon für sich selbst erreichen kann oder vielleicht auch schon erreicht hat.

Gedanken für eine Umwandlung im Großen fehlen aber. Inwieweit Änderungen ausschließlich vom Kleinen aus gelingen können, bleibt fraglich.

Trotzdem halte ich dieses Buch für ein ganz wichtiges und sehr interessantes Buch. Man findet viele Anregungen dazu, wieso man sich so oft (oder auch nur hin und wieder) nicht so recht glücklich fühlt, obwohl es einem doch an nichts fehlt. Spätestens nach dem Lesen des Buches hat man dann doch eine Vorstellung davon, woran es fehlen könnte.

Überwiegend ist das Buch in einem sachlichen Stil geschrieben. Immer wieder kippt der Stil aber ins vertrauliche Du, was sich für mich hin und wieder zu nah und ein wenig übergriffig anfühlte. Aber das mag Geschmacksache sein.

Fazit

Viele interessante Impulse, einen anderen Blick auf den Begriff des Wohlstands zu werfen.

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Naß: Drachentanz

Drachentanz – Chinas Aufstieg zur Weltmacht und was er für uns bedeutet

  • Matthias Naß
  • C. H. Beck, 22. Februar 2021
  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten (eBook gelesen)
  • 24,95 € (D)
  • ISBN 978-3-406-76450-9

Inhalt

Nach einem Vorwort betrachtet Matthias Naß 12 Aspekte der Entwicklung Chinas in jeweils einem separaten Kapitel. Damit erfasst er viele wesentliche Facetten Chinas ausgehend von der politischen Lage über die Verbindungen zu Nachbarstatten hin zu Verbindungen in die ganze Welt. Jedes Kapitel beschreibt dabei die Umstände in einer Art geschichtlichen Chronologie der letzten 40 Jahre.

Am Ende des Buches findet sich eine Karte Chinas sowie des südchinesischen Meeres, zwei Seiten weiterführende Literatur, 12 Seiten Anmerkungen und fünf Seiten Personenregister.

Subjektive Eindrücke

Wer sich bisher schon viel mit China befasst hat, wird in diesem Buch neben Neuem natürlich auch Bekanntes wiederfinden. Insgesamt ist aber jedes Mal die Art und Weise der Zusammenstellung und auch der persönliche Blickwinkel des Autors das immer wieder Neue.

Die Texte sind durchweg gut lesbar und äußerst interessant geschrieben. Man hat den Eindruck, dass sich Matthias Naß um einen neutralen und umfassenden Blick bemüht hat. Er drängt den Leser/innen keine Wertungen auf, sondern berichtet Fakten und Sachzusammenhänge.

Da sich China in Entwicklung befindet und dabei auch Dinge ausprobiert, die dann auch wieder revidiert werden, hat das durchaus etwas von einem Tanz. Das Tanzende, das Vor und Zurück wird aus meiner Sicht noch dadurch unterstrichen, dass jedes Kapitel eine Art geschichtlicher Abriss ist, es also jedes Mal wieder „von vorn“ losgeht. Das ist durchaus eine sinnvolle Gliederung, an die ich mich allerdings erstmal ein bisschen gewöhnen musste.

Fazit

Viele interessante Informationen und viel Anregung zum eigenen Nachdenken.

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Hunt: Alice im Wunderland – Wie alles begann

Alice im Wunderland – Wie alles begann

  • Peter Hunt, aus dem Englischen von Gisella M. Vorderobermeier
  •  wbg Theiss, 18. März 2021
  • Gebundene Ausgabe, 128 Seiten
  • 28,00 € (D)
  • ISBN 978-3-806-24264-5

Inhalt

Nachdem erklärt wurde, mit welchem Namen des Autors von „Alice im Wunderland“ in diesem Buch gearbeitet wird, werden in einem Vorwort ein paar Hinweise zum allgemeinen Umgang mit den „Alice-Büchern“ gegeben. Peter Hunt grenzt sich bewusst von unbelegbaren Interpretationen ab und verbindet seine Ausführungen mit nachweisbaren Fakten aus dem Leben und der Zeit von Charles Dodgson. Peter Hunt gliedert seine Ausführungen in 6 Kapitel. Es beginnt mit dem literarischen Leben und Interessen von Charles Dodgson. Es folgt eine Auseinandersetzung mit der Kinderliteratur der damaligen Zeit. Dann wird das Leben der „wahren“ Alice skizziert, ehe sich Hunt mit der Außenwelt und danach der Innenwelt des Charles Dodgson befasst. Das letzte Kapitel ist dann dem Umfeld von Oxford gewidmet.

Die Texte sind von vielen Bildern, Fotos und Illustrationen begleitet. Hier gibt es einen Einblick in die zeitlich auch bildlich unterschiedlichen Interpretationen der Originalfassung(en). Am Ende des Buches finden sich 4 Seiten Quellenangaben und weiterführende Literatur.

Subjektive Eindrücke

Es handelt sich hier um eine Darstellung des „Alice-Werkes“ von Charles Dodgson, das sich nicht auf Spekulationen, sondern auf belegbare Fakten stützt. Das mag für den/die eine/n oder andere/n etwas kühl und sachlich erscheinen. Aus meiner Sicht ergänzen aber die vielen Abbildungen aus unterschiedlichen Zeiten diese Ausführung sehr schön und nehmen etwas von der möglicherweise kühlen Sachlichkeit.

Hinweise auf Drogentrips etc. wie man sie vielleicht andernorts als Interpretationen für „Alice im Wunderland“ findet, sucht man in diesem Buch vergebens.

Die Texte sind gut zu lesen und geben einen guten Einblick darin, wie das alltägliche Leben des Charles Dodgson Einfluss auf sein Schreiben und damit auch auf die Inhalte der „Alice-Werke“ genommen haben kann. Die Auswahl der Illustrationen und Fotos unterstreicht den Text sinnvoll und gibt auch einen Einfluss darauf, wie sich die Sicht auf Literatur im Laufe der Zeit und auch abhängig von den Regionen unterscheiden/verändern kann.

Fazit

Sehr erhellend, keine Spekulationen.

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