Rezension: Kunstformen der Natur

Kunstformen der Natur – Ernst Haeckel – Das Malbuch

  • Ernst Haeckel (Autor), Barbara Dziadosz (Illustratorin)
  • Prestel Verlag, 21. März 2016
  • Broschiert, 96 Seiten
  • 14,95 € (D)
  • ISBN 978-3-791-37258-7

 

Erscheinungsbild

Dies ist ein großes und ein großartiges Buch. Das ist dem hier gezeigten Cover gar nicht anzusehen. Es ist deutlich größer als A4 und es glänzt ganz silbrig. Außerdem ist es richtig schwer. Also, es macht ganz einfach Eindruck und damit für mich viel Vorfreude auf das Ausmalen der Formen und Figuren.

Inhalt

Auf 93 Seiten sind überwiegend stilisierte Formen aus der Natur abgebildet, die vornehmlich Pflanzen und Tiere aus dem Meer darstellen. Für diejenigen, die das Werk von Ernst Haeckel kennen, ist das sicher nicht überraschend. Die meisten Seiten haben einen weißen Hintergrund, einige wenige einen bläulichen.

Die Konturen sind klar gedruckt. Das Papier ist dick, sodass auch Filzstifte nicht durchschlagen. Es gibt nur wenige Wiederholungen von Motiven und wenn, dann sind sie in verschiedenen Größen verwendet worden.

Subjektive Eindrücke

Als ich das Paket aus dem Briefkasten holte, wunderte ich mich zuerst, was das wohl sein mag. Mit so einem großen Malbuch hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Die Überraschung setzte sich fort, als ich das Paket öffnete. Das Buch hat mir sofort beim ersten Anblick und beim ersten Fühlen gefallen.

Natürlich musste ich direkt ein Motiv probehalber ausmalen. Und nun freue ich mich auf Zeit, um weiter ausmalen zu können.

Fazit

Wer natürliche Motive liebt und gern ausmalt, findet in diesem Buch ein breites Betätigungsfeld.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses schöne Rezensionsexemplar und wünsche allen „Lesern“ dieses Buches viel Freude beim Ausmalen.

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Rezension: Es ist schwer, ein Gott zu sein

Es ist schwer, ein Gott zu sein

  • Arkadi und Boris Strugatzki
  • Heyne Verlag, 13. November 2017
  • Taschenbuch, 320 Seiten
  • 10,99 € (D), 11,30 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31901-1

Inhalt

Auf einem entfernten Planeten herrscht ein feudalistisches Terrorregime. Russische Historiker der Jetzt-Zeit (der Roman erschien Anfang der 1960er Jahre) reisen inkognito dorthin, um Beobachtungen anzustellen und historische Theorien nachzuweisen. Sie leben unerkannt unter der Bevölkerung und dürfen in keinerlei Art und Weise in die Entwicklung eingreifen.

Wie ihnen das mal besser, mal schlechter gelingt, insbesondere in der Zeit eines Umsturzes und mit verliebtem Herzen, ist Hauptgegenstand der Handlung.

Subjektive Eindrücke

Mir fiel es schwer, in die Handlung einzusteigen. Am Anfang schien mir alles verworren. Ich wusste nicht, um wen es geht, wo die Handlung gerade spielt. Möglicherweise war ich auch durch den Klappentext zu sehr vorgeprägt und hatte erwartet, von Anfang Hinweise auf das im Klappentext Beschriebene zu finden.

In Anklängen erklärte sich das aber Seite um Seite besser. Ja, im Nachhinein kann ich sagen, dass ich den Klappentext in Grundzügen im Buch wiederfinde.

Beim Lesen hatte ich aber zunehmend den Eindruck, dass es hier um eine Gesellschaftskritik am sowjetischen System ging. Die mehrseitige Nachbemerkung von Boris Strugatzki deutet aber darauf hin, dass das nicht unbedingt der Fall war.

Und so lässt mich das Buch ein wenig ratlos zurück. Ich bin froh, dass ich es gelesen habe, denn die Brüder Strugatzki gehören zu wichtigen Autoren der Science Fiction. Möglicherweise gelang es mir beim ersten Lesen nicht, mich in die Schreibweise der 1960er Jahre zu versetzen. Ich denke, ich werde mir demnächst die Zeit nehmen, und das Buch noch einmal mit einem frischen, aber schon wissendem Blick lesen.

Fazit

Der Roman gehört mit Sicherheit zur Weltliteratur, weshalb Science Fiction Liebhaber ihn unbedingt gelesen haben sollten. Interessant ist sicher auch, den Wandel im Schreibstil und in den Themen über die Zeit beim Lesen hautnah zu erleben.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses im Moment für mich noch etwas schwierige Rezensionsexemplar.

Rezension: Neanderthal

Neanderthal – Die Jagd ist eröffnet

  • Jens Lubbadeh
  • Heyne Verlag, 13. November 2017
  • Broschiert, 528 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-31825-0

Inhalt

Im Deutschland der näheren Zukunft, in dem die Menschen dem Schönheits-, Gesundheits- und Perfektionswahn völlig verfallen sind, wo gentechnische Eingriffe sicherstellen, dass keine behinderten Menschen geboren werden, wird die total entstellte Leiche eines offensichtlich Behinderten gefunden. Wie kann das sein?

Ein großes Rätselraten beginnt, in dem sich wissenschaftliche, politische und ethische Interessen mischen, überschneiden, gegeneinander kämpfen. Das Rätsel wird letztlich gelöst – doch zu welchem Preis?

Sehr anschaulich versteht es Jens Lubbadeh ein mögliches Szenario zu zeichnen, das sich ergibt, wenn wir den derzeitigen Trend weiter folgen. Mit ein bisschen Verschwörungstheorie gelingt der Aufbau einer interessanten Story, der man gut und auch gern folgen kann.

Die Charaktere sind glaubhaft und nachvollziehbar gezeichnet. Die Beschreibung der Zustände der zukünftigen Gesellschaft verursachen etwas Grusel. Die Korrumpiertheit und Skrupellosigkeit nicht nur der handelnden Politiker, sonder auch einiger „Wissenschaftler“ erzeugt Entsetzen.

Die Geschichte selbst verläuft in mäßigem Tempo, jedoch ist das Ende recht rasant und abrupt.

Subjektive Eindrücke

Vom Thema her ist dieses Buch genau ein Buch für mich – Extrapolation unserer derzeitigen Handlungsweisen in die Zukunft, Auswirkungen der unbegrenzten Techniknutzung und doch immer noch ein relativ glaubhafter Bezug zur Realität. In diesem Sinne habe ich das Lesen sehr genossen. Allerdings ging es mir am Ende unglaubhaft schnell zu. Leider blieb auch offen, wie es zu einigen Vorbedingungen für dieses Ende gekommen ist.

Allerdings würde ich zwei Worten des Covers vehement widersprachen: Jagd und Thriller. Ja, es gibt mal eine kurze Episode, in der gejagt wird (außer den urmenschlichen Tier-Jagd-Szenen). Ansonsten konnte ich das Buch in ziemlicher Ruhe lesen und hatte nicht das Bedürfnis, am Ende nachzuschlagen, wie die Geschichte ausgeht.

Ich weiß zwar nicht, wer das Zielpublikum des Buches ist. Aber vielleicht wäre es eine nette Geste den Lesern gegenüber, die englischen und lateinischen Passagen bzw. Sätze in einer Fußnote zu übersetzen. Mit Englisch habe ich jetzt nicht das Problem, aber für Latein musste ich dann doch ein Übersetzungsprogramm zu Rate ziehen – nicht unbedingt meine favorisierte Beschäftigung, wenn ich lese.

Die Idee der Geschichte erinnerte mich sehr an das Buch Helix vom Marc Elsberg (hier die Rezension dazu). Verglichen damit hätte dieses Buch einiges mehr an Tiefgang und Präzision vertragen können.

Die Beschreibung der Zukunftsgesellschaft erinnerte mich an das Buch Junktown von Matthias Oden (hier die Rezension dazu), wobei es ihm deutlich besser gelungen ist, den Leser die Beklemmung der Gesellschaft spüren zu lassen. In diesem Buch wurde der Zustand der Gesellschaft zwar gut beschrieben, aber ich konnte ihn nicht so gut mitspüren wie in Junktown.

Alles in allem hatte ich mir zwar ein bisschen mehr von dem Buch erhofft, habe es aber trotzdem mit viel Genuss gelesen.

Fazit

Sehr empfehlenswert gerade im Hinblick auf die möglichen Konsequenzen unseres derzeitigen Tuns.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses interessante und gut zu lesende Rezensionsexemplar.

Rezension: Nach einer Stunde Joggen festgestellt: vergessen loszulaufen

Nach einer Stunde Joggen festgestellt: vergessen loszulaufen

  • Dali Ivkovic
  • Heyne Verlag, 10. April 2017
  • Taschenbuch, 176 Seiten
  • 9,99 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-453-60439-1

 

Überblick

Ein Buch einer anderen Art als ich sie bisher rezensiert habe. Deswegen gibt es diesmal auch eine andere Strukturierung der Rezension.

In diesem Buch laden uns reichlich 150 Twittersprüche zum Lachen, Nachdenken, Verweilen, Wiederkommen, Teilen, Kommentieren… ein. Jeder Spruch steht auf einer eigenen Seite in weißer Schrift auf jeweils andersfarbigem Hintergrund, was die Lockerheit und Leichtigkeit des Buches auch optisch unterstützt.

Somit bietet das Buch einen umfangreichen Schmaus für Gehirn und Augen.

Die kurzen (Twitter-)Texte sind schnell gelesen. Die allermeisten lassen einen unwillkürlich schmunzeln, einige wenige lassen einen nachdenken. Nur in ganz seltenen Fällen fiel mir nicht ein, warum es dieser Spruch in das Buch geschafft hat. Aber die Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden.

Fazit

Ich habe zwar nicht wirklich etwas gelernt – muss ja auch nicht sein – dafür habe ich mich umso herzlicher amüsiert.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses kurzweilige und humorvolle Rezensionsexemplar.

Rezension: Federleicht

Federleicht – Die kreative Schreibwerkstatt – Wie die Kraft Ihrer Worte zur Lebenskraft wird

  • Barbara Pachl-Eberhart
  • Integral, 18. September 2017, 2. Auflage
  • Broschiert, 384 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-778-79279-7

Inhalt

Der Titel trifft den Inhalt ziemlich genau. Das Buch enthält eine Schreibwerkstatt, die uns vom ersten Wort bis zum fertigen Produkt führen will, wobei der Fokus aber darauf liegt, ins Schreiben zu kommen, über das Schreiben näher zu uns zu finden und aus dem Schreiben Lebenslust und Kraft zu schöpfen. Dazu ist das Buch in 3 Teile gegliedert, die sich mit den unterschiedlichen Phasen des Schreibprozesses auseinander setzen.

Natürlich beginnt es damit, mit dem Schreiben anzufangen. Wie können wir zu einem authentischen Schreiben finden? Wie können wir sinnvoll mit Regel umgehen? Wie nutzen wir unsere inneren Widerständen und Zensoren zu unserem Vorteil? Danach geht es darum, wie man Themen finden kann, die zu einem passen, wie wir das, was in uns ist, herausbringen und authentisch darstellen können. Abschließend geht es um die Überarbeitung der in den ersten beiden Schritten entstandenen Texte.

In einem abschließenden 4. Teil wird ein kleines Schreibprojekt vorgestellt – sozusagen zum Mit- und Nachmachen.

Viele anregende Übungen begleiten die Kapitel. Immer wieder flicht Frau Pachl-Eberhart eigene Erlebnisse und Erfahrungen ein. In den erläuternden Texten finden sich direkt auch z. B. die angesprochenen Stilelemente und Regeln wieder.

Man kann das Buch aktiv lesen, indem man direkt die Übungen mitmacht. Man kann das Buch aber auch so lesen und viele handwerkliche Tipps mitnehmen. Da die Übungen in einem Verzeichnis am Ende des Buches aufgelistet sind, kann man sie jederzeit auch nach dem Lesen des Buches durchführen.

Subjektive Eindrücke

Wenn man das Buch liest, kann man wirklich den Eindruck bekommen, dass Schreiben ganz leicht gehen kann. Es braucht wohl nur den sprichwörtlichen Sprung über den eigenen Schatten und schon steht man in einer Welt voller Buchstaben und Wörter, die nur darauf warten, entdeckt und sinnvoll aneinander gereiht zu werden, um unsere innere Welt ein stückweit nach außen zu tragen und besser verstehen zu können.

Fazit

Ich behaupte mal ganz keck, dass dieses Buch in die Bibliothek eines jeden Schreiberlings gehört 🙂

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses lehrreiche, inspirierende und motivierende Rezensionsexemplar.

Rezension: Die Weisheit der Wölfe

Die Weisheit der Wölfe – Wie sie denken, planen, füreinander sorgen – Erstaunliches über das Tier, das dem Menschen am ähnlichsten ist

  • Elli H. Radinger
  • Ludwig Buchverlag, 30. Oktober 2017
  • Gebundene Ausgabe, 288 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-453-28093-9

Inhalt

Elli Radinger arbeitet seit 30 Jahren mit und für Wölfe und engagiert sich in vielen Projekten zur Beobachtung und zum Schutz der Wölfe – überwiegend im Yellowstone-Nationalpark, zunehmend aber auch in Deutschland.

Das Buch ist voll von ihren Eindrücken und Erfahrungen mit den Wölfen. Sie berichtet über das Leben der Wölfe in ihren Familien/Rudeln, vom Geborenwerden und Sterben, vom Jagen, vom Fressen, vom Spielen und Ausruhen, von der Kommunikation im Rudel, aber auch mit anderen Tieren wie z. B. Raben.

Immer wieder spricht Frau Radinger die Gefahren für Wölfe durch Menschen an. Eine der größten Gefahren sind die Vorurteile, die viele Menschen gegen Wölfe haben und aufgrund derer sie Wölfe lieber tot als lebendig sehen wollen und entsprechend aktiv werden.

Sehr eindrucksvoll stellt Frau Radinger die Ähnlichkeiten zwischen Wölfen und Menschen heraus und begründet damit, warum viele Menschen so tief beeindruckt sind, wenn sie Wölfen, insbesondere wild lebenden, begegnen. Einen Ausdruck für diese Ähnlichkeit sieht sie darin, dass die Menschen Hunde als Haustiere domestiziert haben.

Ein weiterer Gedanke, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist, dass die Menschen viel von den Wölfen lernen können. Ja, hin und wieder schimmert auch der Gedanke durch, Wölfe wären die besseren Menschen.

Die Texte sind leicht zu lesen und gut verständlich. Viele wundervolle Bilder von Wölfen in ihrem Lebensraum sind ein reiner Augenschmaus und locken die Lektüre des Buches zusätzlich auf.

Subjektive Eindrücke

In der Tat bin ich auch fasziniert von Wölfen, würde aber ungern einem in freier Wildbahn begegnen. Da hätte ich dann wohl doch zu viel Angst. Umso mehr habe ich die Erlebnisse von Frau Radinger mit „ihren“ Wölfen genossen und mich von ihnen anregen lassen.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel unterteilt, die mit je einem bestimmten Aspekt überschrieben sind. Natürlich werden in den Kapiteln dann auch diese Aspekte angesprochen. Aber es geht doch in jedem Kapitel mehr oder weniger um alles, sodass es für mich etwas schwer war, eine Systematik in dem Buch zu erkennen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig. Denn so kann man eigentlich jedes Kapitel für sich als kleine Wolfs-Inspiration lesen und muss nicht alle vorangegangenen Kapitel gelesen haben.

Ist der Wolf der bessere Mensch? Nun, zu dieser These gibt es sicherlich unterschiedliche Auffassungen. Ich tue mich grundsätzlich schwer mit solchen wertenden Urteilen. Beide haben ganz unterschiedliche Lebensräume und ganz verschiedene Anforderungen zu bewältigen, um zu überleben. Viele der wölfischen Verhaltensweisen finden wir auch bei Menschen wieder. Aber auch Wölfe können aggressiv sein – möglicherweise sind sie es häufiger als Menschen aus reiner Not heraus. Aber was ich durchaus reinen Herzens unterschreiben würde ist, dass wir uns ein gutes Stückweit von Wölfen inspirieren lassen und sicher eine Menge von ihnen, wie auch von der ganzen Natur, lernen können.

Fazit

Ein MUSS für jeden Wolfsfan und ein gut zu lesendes Lehr-, Lern- und Aufklärungswerk für alle, die Wölfe (noch) nicht kennen.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Herz anregende Rezensionsexemplar.

Rezension: Wir sind Gedächtnis

Wir sind Gedächtnis – Wie unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind

  • Martin Korte; in Zusammenarbeit mit Gaby Miketta
  • Deutsche Verlags-Anstalt, 16. Oktober 2017
  • Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-421-04435-0

Inhalt

Als Professor für Neurobiologie widmet sich Herr Korte den inneren Strukturen und Prozessen in unserem Gehirn und versucht herauszufinden, wie unser Gedächtnis funktioniert, was es bewirkt, wie wir es beeinflussen können, aber auch, was mit uns passiert, wenn mehr oder weniger große Teile des Gedächtnisses nicht mehr funktionieren.

Insgesamt widmet sich Herr Korte 9 Themenbereichen rund um das Gedächtnis. Dazu gehören, wie unser Selbst/Selbstbild durch da Gedächtnis determiniert wird, wie sich Gewohnheiten und Süchte herausbilden und warum sie so schwer wieder loszulassen sind, wo sich das Gedächtnis neuronal in unserem Gehirn befindet, wie Lernen funktioniert, wie Wissen und Kreativitäten zusammen oder gegeneinander arbeiten, welchen Einfluss elektronisch (z. B. im Internet) verfügbares Wissen auf unser Gedächtnis und unsere kreativen Prozesse hat, ob, wie und was wir vergessen bzw. was Vergessen bedeutet, welche Ursachen Demenzerkrankungen haben und wie wir unser Gedächtnis möglich lange fit halten können.

Das Buch ist sehr sachlich geschrieben. Es ist im Grunde relativ leicht zu lesen. Allerdings gibt es sehr, sehr viele Fachbegriffe, insbesondere Namen von Gehirnregionen, die einen beim Lesen hin und wieder stolpern lassen. Der Erklärungen werden hin und wieder durch sachliche Beispiele verdeutlicht und durch abstrakte Bilder illustriert. Geschichten aus der medizinischen Praxis stellen einen lebendigen Anker im ansonsten sehr wissenschaftlichen Text dar.

Subjektive Eindrücke

Alles, was sich in unserem Kopf abspielt, finde ich äußerst interessant, sodass ich das Buch doch ein wenig verschlungen habe. Ja, diese vielen Begriffe von Gehirnregionen kann ich mir nicht merken. Die habe ich im Wesentlichen übersprungen. Hin und wieder hätte ich mir eingehendere Beispiele gewünscht bzw. mir vorstellen können, dass man gängige Beispiele hätte finden können.

Insgesamt richtet sich das Buch eher an sehr sachlich orientierte Leser, enthält für diese aber einen riesigen Fundus an Wissen und Zusammenhängen darüber, was unser Gedächtnis, wie es funktioniert und wozu wir es gebrauchen können.

Fazit

Ein sehr inhaltsreiches Buch, dass ich Interessierten der Materie offen Herzens zum Lesen empfehlen kann.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses sehr interessant Rezensionsexemplar.