Aziz: Das Tor

Das Tor

  • Basma Abdel Aziz, aus dem Arabischen von Larissa Bender
  • Heyne Verlag, 13. April 2020
  • Broschiert, 288 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32046-8

Inhalt

Nach der Niederschlagung von Aufständen brauchen die Menschen öfter denn je offiziellen Genehmigungen und Bestätigungen. Diese sollen sie vom sogenannten Tor bekommen. Doch niemand weiß, ob bzw. wann es sich öffnet und ob Genehmigungen und Bestätigungen erteilt werden.

Die Menschenmenge vor dem Tor wird immer größer. Menschen unterschiedlichster Couleur treffen hier aufeinander mit ihren Sorgen und Nöten, mit ihren jeweils unterschiedlichen Einstellungen zu den sich verschärfenden Maßnahmen des Staates. Auch Tarik, ein Arzt, der einem bei den Aufständen Verwundeten eine Kugel entfernen möchte, steht dort, weil er für seine medizinische Hilfe eine Erlaubnis braucht. Sie alle verändern sich durch das Warten, durch die Diskussionen untereinander, durch die Propaganda, durch die härter werdenden Maßnahmen der Überwachung und die Berichte über das Verschwinden von Menschen.

Subjektive Eindrücke

Ein sehr bedrückendes Buch. Einerseits wird nach und nach klarer, worum es geht. Andererseits wird die Lage immer auswegloser. Man ist zwischen der Hoffnung der Protagonisten und deren Enttäuschung hin und her geworfen.

Kein Buch, das gute Laune macht, aber dennoch ein sehr wichtiges Buch, um klarzumachen, wohin Absolutismus und Überwachung führen können, wie Menschen dadurch Schritt für Schritt entmenschlicht werden.

Gibt es einen Weg hinaus?

Kritiken, die das Buch in eine Reihe mit „1984“ von George Orwell und „Der Prozess“ von Kafka stellen, muss ich uneingeschränkt Recht geben.

Fazit

Keine leichte Kost, aber überaus lesenswert.

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Hart: MANGA erste Schritte Kawaii

MANGA erste Schritte Kawaii – Alles, was du zum Zeichnen superniedlicher Manga-Figuren brauchst

  • Christopher Hart
  • Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 30. Juli 2019
  • Taschenbuch, 192 Seiten
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-960-93558-2

Inhalt

Nach einer Einführung werden ein paar grundlegende Zeichentechniken vorgestellt, die aber direkt auf niedliche Manga-Figuren bezogen werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist immer die Frage, was denn eine Zeichnung wirklich niedlich macht. Das wird auch in den kommenden Beschreibungen verschiedener Typen von Mangafiguren immer wieder Thema sein. Neben Figuren wird auch Essen in einem Kapitel behandelt. Im letzten Kapitel des Buches geht es um die Kombination einzelner Manga-Elemente zu ganzen Szenen und die Gestaltung von Grußkarten mit supersüßen Zeichnungen.

In Abhängigkeit von der Detaillierung der Zeichnungen werden sie in 3 bis 6 Schritten bis hin zur Kolorierung gezeigt. diese Schritte verdeutlichen recht klar, wie man vorgehen kann. Die Linien aus dem vorangegangenen Schritt sind dabei in hellerem Ton beim nächsten Schritt noch zu erkennen. So sieht man genau, was von einem Schritt zum anderen verändert/ergänzt wurde.

Subjektive Eindrücke

Das Buch hält, was es verspricht, und ich bin total begeistert davon.

Neben guten Anleitungen zum Zeichnen gibt es einerseits Tipps dazu, was die Empfindung von Niedlichkeit überhaupt ausmacht, und andererseits ein knappe Einführung in verschiedene Managstile bzw. Grundtypen von Manga-Figuren.

Das Buch macht durch und durch gute Laune. Mit ein bisschen Übung gelingen unterschiedlich anspruchsvolle Zeichnungen.

Die Ideen zu Grußkarten gefallen mir besonders gut. Gerade zu Zeiten des realen Distancing kann man dadurch gute Laune verbreiten und vielleicht ein bisschen Nähe herstellen.

Fazit

Wer die Japanische Niedlichkeit mag, wird an diesem Buch großes Gefallen finden. Ich warte schon voll Vorfreude auf ein Folgebuch.

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Drath: Die Kunst der Selbstführung

Die Kunst der Selbstführung – Was Führungskräfte über Resilienz wissen sollten

  • Karsten Drath
  • Haufe, 2. Auflage, 15. Februar 2019
  • Taschenbuch: 128 Seiten (eBook gelesen)
  • 9,95 € (D)
  • ISBN 978-3-648-12535-9

Inhalt

Mit drei Kapiteln zeigt das Buch einerseits was Selbstführung ist und warum sie so wichtig ist und andererseits wie sie sich beeinflussen lässt, was im Anschluss daran durch eine Art Übungsprogramm praktikabel handhabbar gemacht wird. Das Übungsprogramm orientiert sich an einem im zweiten Kapitel eingeführten Modell, das anschaulich als Flamme symbolisiert und „Fire“ genannt wird.

Der Text wird begleitet durch Tabellen und Abbildungen, die einheitlich in grau und dunkelviolett (siehe Cover) gehalten sind.

Am Ende des Buches findet sich ein Stichwortverzeichnis. Hinweise auf weiterführende Literatur gibt es keine.

Subjektive Eindrücke

Ich mag dieses kleine Buch. Es liest sich leicht und eingängig. Die Zusammenhänge sind gut verständlich erklärt und bauen aufeinander auf. Die dazugehörenden Übungen scheinen passend und sind in der Regel leicht durchzuführen.

Auch wenn es im Untertitel steht, so geht es nicht vordergründig um Resilienz. Das Thema scheint aber immer wieder durch, weil viele der Übungen (auch) Resilienz fördern.

Ich hätte mir gewünscht, dass stärker auf verwendete Quellen verwiesen wird.

Fazit

Rechtzeitig gelesen und angewendet kann das Buch sicherlich die eine oder andere Klippe besser ertragen helfen.

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Harnacke: Online-Meetings und Webinare

Online-Meetings und Webinare – Effizient und fesselnd gestalten

  • Uli Harnacke
  • Haufe, 20. August 2020
  • Taschenbuch: 128 Seiten (eBook gelesen)
  • 9,95 € (D)
  • ISBN 978-3-648-14632-3

Inhalt

Das Buch ist zwischen einem Vorwort und dem abschließenden Aufruf, einfach anzufangen, in vier Kapitel unterteilt. Das erste Kapitel führt in die Thematik ein. Kapitel zwei stellt grundsätzliche Werkzeuge für online-Meeting vor ohne einzelne Tools im Sinne eines Benutzerhandbuches beschreiben zu wollen. Kapitel drei befasst sich mit der Vorbereitung von online-Meeting. Und Kapitel vier präsentiert eine Vorgehensweise, mit der online-Meetings interessant, effektiv und letztlich auch effizient durchgeführt werden können.

Eine Seite Literatur am Ende verweist auf mögliche Quellen des Buches, aber weniger auf weiterführende Lesemöglichkeiten.

Subjektive Eindrücke

Das Buch ist gut und flüssig zu lesen. Es enthält viele wertvolle Informationen in kompakter Form.

Wer noch nie Versammlungen durchgeführt hat, wird durch die wesentlichen Handgriffe und Vorgehensweisen geführt. Oftmals unterscheiden sich diese nicht zwischen Präsenz- und online-Veranstaltungen. Ich hätte mich gefreut, wenn die Aspekte, die wirklich unterschiedlich sind, stärker als solche kenntlich gemacht worden wären. Hin und wieder dachte ich doch, was nun der Unterschied zu einer Präsenz-Veranstaltung wäre.

Trotzdem wird man nach der Lektüre des Buches und wenn man es schafft, sich an den vorgestellten Leitlinien zu orientieren, in der Lage sein, ein gutes online-Meeting oder Webinar abzuhalten.

Fazit

Gute Einführung in die praktische Durchführung. Viele Ausführungen gelten gleichermaßen für Präsenz-Veranstaltungen.

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Liu: Kugelblitz

Kugelblitz

  • Cixin Liu, aus dem Chinesischen von Marc Hermann
  • Heyne Verlag, 11. Mai 2020
  • Broschiert, 544 Seiten
  • 14,99 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32030-7

Inhalt

Was führt dazu, dass sich Menschen einer Sache vollkommen hingeben und sich von nichts davon abbringen lassen?

Aus unterschiedlichen Gründen haben sich Chen und Lin Yun der Erforschung von Kugelblitzen verschrieben. Der Eine möchte eine praktische Nutzung, die Andere den Einsatz als Waffe. Beide merken schnell, dass sie einander brauchen, um an ihr Ziel zu kommen. Das setzt insbesondere Chen unter moralischen Druck.

In einem steten Auf und Ab von Erfolg und Niederlage kommen die beiden der Physik hinter den Kugelblitzen näher, was Lin Yun auch immer näher zu ihrem Ziel des Einsatzes als Waffe bringt. Letzten Endes müssen alle eine schwerwiegende Entscheidung für ihr Leben treffen.

Subjektive Eindrücke

Ich habe mich sehr auf das Lesen dieses Buches gefreut und bin nicht enttäuscht worden.

Das Buch steckt voller interessanter Ideen mit überwiegend naturwissenschaftlichem Hintergrund, der gegen Ende auch über die bislang bekannten Grenzen ausgedehnt wird.

In dem Buch kann man einiges über den chinesischen Alltag erfahren, wie die Menschen leben, wie sie ihr Leben gestalten, welche Ziele sie für sich sehen und umsetzen.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben. Allerdings ist es mir nicht gelungen, die Perspektive des Erzählers wirklich umfassend emotional einzunehmen. Es blieb immer eine gewisse Distanz.

Fazit

Für jeden Science-Fiction Fan wird dieses Buch ein weiterer Leckerbissen sein. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher von Cixin Liu.

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Lohre: Das Opfer ist der neue Held

Das Opfer ist der neue Held – Warum es heute Macht verleiht, sich machtlos zu geben

  • Matthias Lohre
  • Gütersloher Verlagshaus, 23. September 2019
  • Gebundene Ausgabe, 288 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-579-01478-4

Inhalt

Das Buch beginnt mit einer Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Opfers bzw. des Opferns. Dabei geht Herr Lohre weit zurück zu unseren Urvorfahren. Er erläutert, warum geopfert wurde und wie sich die Opferrituale bis in die Jetztzeit verändert haben, ohne dass sich das Gefühl für die Notwendigkeit (sich) zu opfern aufgelöst hätte.

Dann betrachtet Herr Lohre das Opfern auf persönlicher Ebene und sieht sich dann Opferhaltungen in den USA, Großbritannien und Deutschland an. Er thematisiert auch, warum Menschen freudig in den Krieg ziehen.

Das letzte Kapitel versucht, über die Lebensgeschichte eines Jungen und seiner Eltern aufzuzeigen, wie man aus der Opferhaltung ausbrechen kann.

Eine lange Literaturliste am Ende des Buches lädt zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema ein.

Subjektive Eindrücke

Das Buch hat mich vom Titel her sehr interessiert – und es hat mich inhaltlich komplett überrannt (in absolut positivem Sinn).

Das Thema ist sehr breit angelegt und bietet damit Einblick von verschiedenen Perspektiven aus. Es triggert immer wieder eigene Handlungen und/oder Beobachtungen an, sodass ich immer wieder innerlich sagte: „Stimmt genau!“. Das Überraschende an dem Buch war für mich, dass ich mir über viele Dinge mit diesen Blickwinkeln noch keine Gedanken gemacht hatte, aber ein gewisses Gefühl dafür hatte, das nun eine sachliche Basis bekommen hat. Wirklich toll.

Nach dem Lesen des Buches kann man sowohl sehr individuelle Phänomene, wie auch Gruppen- oder politische Phänomene besser einschätzen und verstehen.

Fazit

Äußerst lesenswert für den Blick auf sich selbst aber auch auf Gruppen und politische Akteure.

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Blum: Die Wettermacher

Die Wettermacher -Wie Wetterberichte entstehen und was sie verhoersagen können

  • Andrew Blum, aus dem Englischen von Stephan Gebauer-Lippert
  • Penguin Verlag, 11. November 2019
  • Gebundene Ausgabe, 240 Seiten (eBook gelesen)
  • 22,00 € (D)
  • ISBN 978-3-328-60040-4

Inhalt

In einem Vorwort verrät uns Herr Blum, wie es dazu kam, dass er sich so sehr für das Wetter und alles, was damit zu tun hat, interessiert. Sein ganzes Wissen stellt er dann in diesem Buch in 4 Teilen vor: Berechnung, Beobachtung, Simulation, Bewahrung. Die ersten beiden Teile befassen sich überwiegend mit der Geschichte der Meteorologie, wie es zum Aufbau von Messstationen kam, welche Ereignisse die Entwicklung der Wetterbeobachtung und -aufzeichnung getriggert und vorangetrieben haben. Im dritten Teil geht es dann darum, wie aus den vielen Daten grundsätzlich Wettermodelle erstellt und damit Vorhersagen unterschiedlicher Art generiert werden können. Der vierte Teil befasst sich mit möglichen Entwicklungen, die insbesondere davon abhängen werden, wie mit den vielen verfügbaren Wetterdaten in Zukunft umgegangen werden wird.

110 Anmerkungen, Hinwiese auf weiterführende Literatur und ein Register zur Orientierung sind am Ende des Buches zu finden.

Subjektive Eindrücke

Insbesondere der Untertitel hatte es mich angetan. Wetter und seine Phänomene begeisterten mich schon als Kind. Nun zu erfahren, wie Wetterberichte gemacht werden, das konnte einfach nur spannend sein.

Und so ist es auch. Der Teil, der sich der Generierung der Wetterberichte widmet, war für mich der spannendste. Und so habe ich ihn für deutlich zu kurz empfunden. Er war lediglich ein Teil des dritten Buchteils.

Überwiegend geht es in dem Buch um die Geschichte der Meteorologie. Diese ist interessant geschrieben, mit verschiedenen Anekdoten gespickt und wirklich locker zu lesen. Man erfährt also in diesem Buch viel Wissenswertes über das „Wetter-Machen“ von Beginn an.

Der Ausblick, wie es wohl in Zukunft mit der Wettervorhersage aussehen könnte, ist eine sinnvolle und auch überaus interessante, wenn auch besorgniserregende Ergänzung für den Inhalt des Buches.

Anmerkungen und Literaturhinweise weiß ich in Büchern immer sehr zu schätzen. Sie geben Anregung, sich weiter mit dem Thema zu befassen und sich in einzelne Aspekte tiefer einzuarbeiten.

Fazit

Wie hat sich die Meteorologie von ihren Anfängen entwickelt? Wie entsteht heutzutage eine Wettervorhersage? Und wie könnte es in Zukunft um die Wettervorhersage bestellt sein. Interessant und sehr aufschlussreich.

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Lichtenthaler: Integrierte Intelligenz

Integrierte Intelligenz – Wettbewerbsvorteile erzielen durch die Kombination menschlicher und künstlicher Intelligenz

  • Ulrich Lichtenthaler
  • Campus Verlag, 12. Februar 2020
  • Gebundene Ausgabe, 270 Seiten (eBook gelesen)
  • 49,95 € (D)
  • ISBN 978-3-593-51204-4

Inhalt

Nach einem Vorwort ist das Buch in 5 Teile strukturiert: Relevanz, Bezugsrahmen, Strategie, Organisation und Umsetzung. Diese Teile sind in sich wiederum in Kapitel gegliedert, die bestimmte Aspekte des jeweiligen Teils untersuchen.

Dreh- und Angelpunkt ist die Verbindung von menschlicher und künstlicher Intelligenz, weil – so die Grundthese des Buches – keine davon allein nachhaltig Wettbewerbsvorteile liefern wird. Diese Verbindung soll gestützt werden durch eine Meta-Intelligenz, die sich genau um das Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz „kümmern“ soll.

Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis, Anmerkungen der Kapitel sowie ein Register finden sich am Ende des Buches.

Subjektive Eindrücke

Wie sollen sich Unternehmen positionieren, um künstliche Intelligenz dauerhaft nutzbringend einzusetzen? Es geht hier um innerbetriebliche Prozesse und Strukturen. Soziales oder Gesellschaftliches findet wenig Platz in diesem Buch.

Herr Lichtenthaler ist Professor für Management und Entrepreneurship und legt in diesem Buch einen großen Teil seiner Forschungsarbeiten zum Thema dar.

Es handelt sich hier eher um ein Fach- als um ein Sachbuch. Zumindest deutet die Sprache und die Aufmachung stark darauf hin. Im Buch werden zwar nicht unbedingt unbekannte Fachworte benutzt, es scheint aber auch nicht bewusst ein Sprachstil gesucht worden zu sein, der allgemein Interessierte, sondern eben eher Fachleute anspricht. Das sollte man wohl berücksichtigen, wenn man sich für oder gegen dieses Buch entscheidet.

Wenn man aber der unternehmerisch interessiert oder gar Unternehmer/in ist, so findet man hier wertvolle Anleitungen und Begründungen für die zielgerichtete Verbindung menschlicher und künstlicher Intelligenz mit einer verbindenden Meta-Intelligenz.

Fazit

Für unternehmerisch Interessierte und Unternehmer gibt es viel Wertvolles in diesem Buch zu entdecken.

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Britz-Averkamp, Eich-Fangmeier: Homeoffice optimal gestalten

Homeoffice optimal gestalten – Produktiv und effizient mobil arbeiten

  • Ingrid Britz-Averkamp, Christine Eich-Fangmeier
  • Haufe, 20. August 2020
  • Taschenbuch: 128 Seiten (eBook gelesen)
  • 9,95 € (D)
  • ISBN 978-3-648-14634-7

Inhalt

Nach einem Vorwort ist das Buch in 3 Teile geteilt, die sich jeweils einem Schwerpunktthema der Arbeit im Homeoffice widmen.

Teil 1 startet mit der Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause. Dabei wird nicht nur darauf eingegangen, wie das unter idealen Bedingungen möglich ist, sondern es werden auch Hinweise gegeben, wie man z. B. in sehr kleinen Wohnräumen immer noch ein abgrenzbares Büro schaffen kann. Auch die Frage, wie es mit dem Arbeits- und Datenschutz zu Hause aussieht, wird aufgeworfen.

Im Teil 2 geht es um das weite Feld der Selbstorganisation. Welche besonderen Anforderungen ergeben sich aus dem Arbeiten zu Hause, welche Freiheiten entstehen, welchen Verlusten sollte man vorbeugen. Aber natürlich spielt auch das Thema Motivation aus sich selbst heraus eine große Rolle.

Der dritte Teil liefert nun die technische Seite des Homeoffice. Mit welcher Hard- und Software sollte bzw. muss man sich ausstatten, wie kann man trotzdem in Kontakt bleiben und im Team arbeiten. Einen breiten Raum nehmen auch Fragen um die Datensicherheit ein.

Weiterführende Lesehinweise oder Quellenangaben gibt es keine.

Subjektive Eindrücke

Wann ist die rechte Zeit für ein Buch? Sicherlich haben sie Autorinnen nicht mit Corona gerechnet, als sie das Buchprojekt in Angriff nahmen, sonst hätten sie es wohl deutlich früher herausgebracht.

Ich finde das Buch wirklich gut gemacht. Es enthält so viele wertvolle Informationen für die Einrichtung eines Homeoffice und das Leben und Arbeiten mit einem Office in den eigenen 4 Wänden. Auch wenn viele von uns diese Prozesse bereits durchlebt haben, kann ich mir gut vorstellen, dass insbesondere der Teil zur Selbstorganisation noch viele praktische und nützliche Hinweise auch für gestandene Homeofficers enthält.

Fazit

Auf wenigen Seiten das Wichtigste mit praktischen Hinweisen für den Homeoffice-Alltag.

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Tchaikovsky: Die Erben der Zeit

Die Erben der Zeit

  • Adrian Tchaikovsky, aus dem Englischen von Irene Holicki
  • Heyne Verlag, 13. Januar 2020
  • Taschenbuch, 672 Seiten
  • 15,99 € (D), 16,50 € (A)
  • ISBN 978-3-453-32036-9

Inhalt

Das Buch wird als Fortsetzung des Buches „Die Kinder der Zeit“ (Rezension hier) bezeichnet, was zu einem großen Teil auch stimmt.

Allerdings beginnt das Buch zu ähnlicher Zeit wie auch das Buch „Die Kinder der Zeit“ beginnt. Ein Raumschiff der Menschheit fliegt los, um neue Siedlungsmöglichkeiten für Menschen zu finden. Zu diesem Zwecke sind Wissenschaftler und entsprechende Materialien zum Terraforming an Bord.

In einem Planetensystem findet man gleich zwei geeignete Planeten, jedoch scheinen auf dem einen primitive Lebensformen vorhanden zu sein.

Die Crew entscheidet sich, beide Planeten näher anzuschauen. Dazu trennt sich die Crew und beide Teile gehen ab hier sehr eigene Wege hinsichtlich des Umgangs mit „ihren“ Planeten.

Ein Unglück auf einem der Planeten vernichtet diesen Teil der Crew und droht, auch das verbliebene Mitglied der zweiten Crew zu töten. Das Corpus Delicti wird versenkt und die neuen Bewohner dieses Planeten werden gewarnt, dieses „Grab“ niemals zu öffnen und den anderen Planten zu meiden.

Alle geht gut, bis… Ja, bis sich eine Mannschaft aus dem Buch „Die Kinder der Zeit“, die inzwischen die Raumfahrt beherrscht und das Universum erkunden will, eintrifft und genau dieses verbotenen Planten untersuchen will.

Können die verschiedenen Lebewesen rechtzeitig eine sinnvolle Kommunikation und ein Mindestmaß an Vertrauen aufbauen, um sich gemeinsam der Gefahr, die vom verbotenen Planten droht, zu stellen?

Subjektive Eindrücke

Ich habe das Buch mit wachsender Begeisterung gelesen. Wir treffen zwar in der ersten Hälfte des Buches auf Menschen, dann aber auch auf andere Lebensformen und Abwandlungen von Menschen. Sicher kann man sich als Autor nicht ganz von seiner menschlichen Natur lösen, aber Herr Tchaikovsky gelingt es überwältigend gut, den anderen Lebensformen Herangehens- und Sichtweisen zu geben, die sich durchaus deutlich von unseren unterscheiden. Diese Unterschiede gilt es für die Charaktere zu erkennen, mit ihnen umzugehen und sie möglichst zu überwinden.

Neben diesem ständigen Ringen um Verständigung geht es aber auch immer wieder um die Frage, wie weit unsere Neugier und treiben kann, ohne das Objekt unserer Neugier zu zerstören. Das hat mich beim Lesen ebenfalls sehr gefesselt.

Es handelt sich zwar um eine Fortsetzung, aber ich kann mir gut vorstellen, dass man den Vorgänger nicht unbedingt gelesen habe muss, um dieses Buch zu lesen. Allerdings sind einige Dinge, die passieren, sicher besser einzuordnen, wenn man den Vorgänger kennt. Außerdem trifft man ja „alte Bekannte“ wieder, was ich ganz nett fand.

Eigentlich handelt es sich nur bedingt um eine Fortsetzung. Ein großer Teil des Buches spielt zu einer Zeit, zu der auch „Die Kinder der Zeit“ spielt. Erst wenn alle aufeinandertreffen kann wirklich von einer Fortsetzung gesprochen werden.

Fazit

Lesen!

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