Schreiben, schreiben, schreiben – Aufgabe 8

Die Aufgabe

Gegeben waren ein paar wenige Sätze als Anfang für eine Geschichte. Es war ein sehr ungewöhnliches Paket angekommen. Nun sollte man diesen Anfang weiterschreiben und insgesamt eine Geschichte daraus machen.

Was fiel mir schwer?

Ich hatte wieder einige Schwierigkeiten, zu dieser Vorgabe eine Geschichte zu zaubern. Es konnte in alle Richtungen gehen. Aber wieso musste es sich unbedingt um ein Paket handeln? Was macht man mit einem Paket? Man packt es aus? Und dann? Da fiel mir ein, dass es früher hin und wieder den Gag gab, dass man ein Geschenk mehrfach einpackte, um Spannung beim Auspacken zu erzeugen. Ob sich daraus etwas machen ließ? Nach und nach entwickelte sich ein kleiner Faden.

Irgendwann setzte ich mich hin und versuchte, den Faden zu einer Geschichte zu verspinnen. Das ging auch ganz gut. Als ich fertig war, merkte ich, dass die Geschichte erst halb so lang war, wie gefordert. Puuh, also diesmal nicht streichen, sondern etwas Zusätzliches erfinden? Dann sollte es wohl so sein. Die Figur bekam ein bisschen mehr Charakter und ich versuchte, das Auspacken genauer zu beschreiben. Voilà, die geforderten 80 Zeilen waren fertig.

Was habe ich gelernt?

Da mir die Geschichte bei einer meiner Wanderungen einfiel und ich nichts vergessen wollte, machte ich mir ein paar Notizen in meinem Handy – die grundlegende Abfolge und ein paar Ideen zu Details. Keine Ahnung, ob das jetzt die Art von Gliederung ist, die beim letzten Mal verlangt war. Wahrscheinlich eher nicht, weil ich z. B. keine Personenbeschreibungen notiert hatte.

Interessant war auch, mal eine Geschichte verlängern zu müssen, wo es doch sonst immer um Kürzen, Kürzen, Kürzen geht. Ich glaube aber, dass es der Geschichte nicht geschadet hat, sie etwas ausführlicher darzustellen.

Das Ergebnis

So, und hier nun der Text. Die Betreuerin war insgesamt wohl sehr zufrieden. Über ein paar Hinweise von Euch würde ich mich wieder sehr freuen.

Mach auf!

… Mit diesem Paket hatte es eine besondere Bewandtnis – eine ganz besondere …

Es fing schon damit an, dass das Paket erst am Abend kam. Katharina hatte sich gerade bettfertig gemacht, als es an der Tür klingelte und jemand „Mach auf!“ rief. Sollte sie in ihrem Nachthemd die Tür öffnen? Was, wenn da draußen ein Mann stand, der an ihr ein gewisses Bedürfnis befriedigen wollte? Mit ihren 18 Jahren war sie dafür sicher ein geeignetes Objekt. Schlecht sah sie nicht aus, das wusste sie längst aufgrund der vielen Avancen der Typen ihrer Stufe. Und ihre Eltern waren gerade ausgegangen. Da rief es schon wieder „Mach auf!“ und auch die Klingel schellte erneut.

Katharina blieb nichts Anderes übrig. Aber sie zog die Tür gerade so weit auf, dass das Paket durch den Schlitz passte. Dann schlug sie sie hastig wieder zu. Was sie da in der Hand hielt, gab ihr einige Fragen auf. Es fühlte sich an wie eine leere Pappschachtel. Wenn sie sie schüttelte, klapperte nichts. Aber verpackt war sie wie ein kleiner Schatz. Es gab weder vom Absender noch vom Empfänger eine Anschrift. War es also gar nicht der Postbote? Da rief die Stimme schon wieder: „Mach auf!“ Das Rasseln der Klingel begleitete sie.

Katharina musste herausfinden, was es mit diesem Paket auf sich hatte. Mit einem Ratsch schnitt sie die Schnur durch. Prompt verhedderte sie sich in dem Gestrüpp aus Fäden. Weg, nur weg damit. Sie musste an den Inhalt kommen. Das Papier flog in Fetzen auf den Fußboden. Mit einem Fußtritt kickte sie es zur Seite.

Ein eingewickeltes Paket kam zum Vorschein, das die Aufschrift trug: „Wer bist du?“ ‚Was für eine blöde Frage‘, schoss es Katharina durch den Kopf. ‚Ich bin eine angehende Abiturientin wie es tausende in Deutschland gibt und Millionen auf der Welt. Was soll das denn?‘ Sie hatte Vater und Mutter, keine Geschwister. Sie ging zur Schule und war dort nicht ganz erfolglos. Reiten, Klavier, lesen, mit Freunden abhängen. Alles einfach ganz normal. Wie jeder andere eben auch. Wer sollte sie schon sein? Besonders konnten die Anderen sein. Sie hielt sich lieber bedeckt in der Menge.

Das Gekreisch der Klingel, verbunden mit dem Ruf „Mach auf!“, riss sie aus ihren Gedanken. Bisher war sie nicht schlauer geworden, was es mit diesem Paket auf sich haben mochte. Also riss sie die nächste Lage Papier ab, nur, um erneut einen verpackten Karton vor sich liegen zu haben. Diesmal fragte die Aufschrift: „Wohin willst du?“ ‚Das wird ja immer mysteriöser‘, dachte Katharina. ‚Keine Ahnung. Studieren, Kinder, einen Job, ein Plätzchen zum Wohnen, Urlaub mal hier, mal dort. Irgendwann in die Kiste steigen. Schluss, Ende aus. Was eben alle so machen.‘

Wieder schrie die Klingel und die Stimme forderte: „Mach auf!“ Also befreite Katharina auch diesmal wieder das Paket von seinem Papier und legte eine schwarze Schachtel frei, die mit Sternen verziert war. Auch ohne dass die Stimme sie dazu aufforderte, klappte sie die Schachtel auf. Sie musste unbedingt hinter das Geheimnis dieser Sendung kommen. In der Schachtel, die durch die schwarze Farbe und die glitzernden Sterne schon fast an eine wertvolle Schatulle erinnerte, fand sie einen Zettel. Jemand hatte in feiner, akkurater Schrift drei Zeilen darauf gesetzt: „Mach auf! Mach dich auf! Mach dich auf den Weg!“ Das war ihr völlig unerklärlich. Welcher Weg wohl gemeint sein mochte? Sie wollte doch gerade ins Bett gehen. Dieser Weg sollte es wohl nicht sein. Welcher Weg dann? In die Schule? Ja, ja, das machte Katharina jeden Tag. Tatsächlich war sie stolz darauf, nie eine einzige Stunde in der Schule geschwänzt zu haben. Aber war der Schulweg wirklich so wichtig?

Katharina drehte den Zettel um. Sie hoffte, dort einen weiteren Hinweis zur Lösung dieses Rätsels zu finden. Neongelb blinkend stach ihr ein Wort in die Augen: „Leben“. Es begann bereits, sich in ihren Augenhintergrund einzubrennen.

Da durchzuckte das Schrillen der Klingel Katharina abermals. „Mach auf!“, rief die Stimme wieder. Immer und immer wieder. Drängender jetzt, in kürzeren Abständen. Oder war es eher ein „Wach auf!“? Katharina spürte, wie sie jemand am Arm packte. Sie wollte schreien, bekam aber keinen Ton heraus. In ihrer Not riss sie die Augen auf. Ihr Vater stand neben ihr.

„Hey, Süße. Wach auf! Mach dich auf! Du verschläfst ja dein Leben.“ Er drückte ihr sanft einen Kuss auf die Stirn und eilte zur Tür hinaus zur Arbeit. Mehr Zeit hatte er noch nie für sie erübrigen können. Aber jeder seiner liebevollen Vaterküsse taten ihr gut.

„Mach auf! Wach auf! Du verschläfst dein Leben!“ Die Worte ihres Vaters hallten noch lange durch Katharinas Kopf. Sie waren wie ein Echo ihres Traums.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Schreiben, schreiben, schreiben – Aufgabe 7

Die Aufgabe

Gegeben war ein Bild, auf dem ein Mann im Businessanzug ohne Socken in einem Wald auf einem Baumstumpf in Meditationshaltung sitzt. Man sollte sich dazu eine Geschichte ausdenken, ein Gliederung schreiben und natürlich die Geschichte erzählen. Wie immer sollte die Geschichte Anfang, Mittelteil und Ende haben.

Was fiel mir schwer?

Zwar habe ich Schwierigkeiten, wenn gar kein Thema vorgegeben ist, aber wenn es so eng gezogen ist, dann habe ich auch meine Probleme. Diesen Typen konnte ich gar nicht leider. Er sah sowas von arrogant aus. Dass er meditierte, nahm ich ihm überhaupt nicht ab. Okay, also musste sich die Geschichte irgendwie darum drehen.

Noch viel schwieriger war es für mich, erst eine Gliederung und dann die Geschichte zu schreiben. Sicherlich ist es bei größeren Werken eine gute Idee, sich vorher Gedanken zu machen, wie der grobe Ablauf ist. Aber bei drei Standardseiten? Normalerweise setze ich mich hin und es schreibt einfach so los. Fertig. Klar, eine Gliederung habe ich hingekriegt – allerdings wohl nicht ganz so wie gefordert. Sie war wohl deutlich zu knapp. Aber wir hatten auch nur 10 Zeilen dafür.

Was habe ich gelernt?

Aus der fertigen Gliederung die Geschichte zu machen, war wirklich mühselig und harte Arbeit. Ich habe so richtig gemerkt, wie mir diese Vorstrukturierung den kreativen Fluss genommen hat. Schade, schade. Also werde ich das in Zukunft nicht wieder tun bzw. mir genau überlegen, ab welcher Größenordnung der Geschichte ich eine Art Gliederung brauche und wie detailliert sie sein sollte, um trotzdem noch genügend Schreibspielraum zu haben.

Das Ergebnis

So, und hier nun der Text. Die Betreuerin war insgesamt wohl zufrieden. Über ein paar Hinweise von Euch würde ich mich wieder sehr freuen.

Der nette Kollege

Kevin reißt die Tür auf, stürmt in das Büro und knallt seine Tasche auf den Schreibtisch. Dass alles von oben herab wirkt, hat nicht nur mit seiner schlaksigen Länge zu tun. Seit er vor zwei Jahren frisch von der Uni kam, meint er, der Alleskönner zu sein, und lässt das auch seine Kollegen spüren.

„Na, Gislinde! Gestern wieder schön Fernsehen geguckt?“, ist eine seiner harmlosen Begrüßungen. Gislinde arbeitet in der Firma, seit sie ihre Lehre als Industriekauffrau abgeschlossen hat. Inzwischen ist sie Mitte 40, hat zwei Kinder und einen Mann. Das Familienleben ist ihr wichtig.

Auch seinen Kollegen Knut begrüßt Kevin abwertend und macht sich dabei über dessen Spiritualität lustig.

Kurz nach Arbeitsbeginn kommt Herr Meister, der Vorgesetzte, herein und erklärt die Aufgaben des Tages. „Wird gemacht, Chefe!“ Beinahe salutiert Kevin.

„Gislinde, du kannst dich um die Schreibarbeiten kümmern. Knut und ich machen die Recherche. Danach hilft dir Knut beim Text“, kommandiert Kevin.

Gislinde ist das gewohnt. Da ihr ihre Arbeit Spaß macht, kann sie über Kevins schnodderigen Ton hinwegsehen. Knut greift oft auf sein inneres „Om!“ zurück, kann sich manchmal aber einen Kommentar nicht verkneifen: „Den Chef-Titel musst du dir aber erst noch verdienen“, sagt er dann.

In der Mittagspause gehen die drei gemeinsam in die Kantine zum Essen.

„Hey, Leute! Letztens war ich auf einem Meditationswochenende. Das wäre echt was für dich gewesen, Knut“, gibt Kevin an.

„Wieso?“, hakt Knut nach.

„Wir haben draußen im Wald gesessen. Die Bäume um uns rum. Und klar, die sprechen mit einem.“ Kevin grinst.

„Ach ja?“ Das überzeugt Knut nicht.

„Aber ja doch. Ich hab‘ sogar Bilder gemacht“, prahlt Kevin.

„Die würde ich gern mal sehen.“ Knut zweifelt immer noch.

„Klaro, gleich morgen“, verspricht Kevin.

Nun muss Kevin nur noch ein solches Foto auftreiben. Ihm fällt eine ehemalige Freundin ein, die ein Fotostudio betreibt. Klar, er hatte sie abserviert, dieses kleine, zarte Wesen. Aber sie hat ihn so geliebt, dass sie ihm wohl auch jetzt diesen Wunsch nicht abschlagen wird.

Mit einem „Hey, Caroline! Ich brauche mal deine Hilfe“ platzt Kevin in ihr Fotostudio.

„Hi, Kevin. Schön, dich zu sehen. Worum geht’s denn?“ Caroline freut sich aufrichtig.

„Knips‘ mich doch mal, wie ich wie zum Meditieren dasitze und kopiere das dann in ein Foto von einem Wald. Ich muss meinen Kollegen weismachen, dass ich in der freien Natur meditiert habe.“

„Meinst du nicht, dass der Schwindel auffällt?“ Caroline ist skeptisch.

„Nicht, wenn du es vernünftig machst“, kontert Kevin.

„Okay. Setz‘ dich hier hin.“

Kevin überschlägt die Beine im Lotussitz.

„Willst du den Anzug anlassen?“, fragt Caroline.

„Klar, wieso nicht. Der Anzug ist ich – ich bin der Anzug.“

„Dann zieh‘ wenigstens die Socken aus“, schlägt Caroline vor.

„Schon gut. Jetzt sei mal nicht so pingelig.“ Kevin wird ungeduldig, zieht aber die Socken aus.

Caroline fotografiert Kevin ein paar Mal. Dann setzt sie sich an den Computer, baut das Bild zusammen und druckt es ein paarmal aus. Kevin reißt ihr die Fotos aus der Hand.

„Cool. Das passt. Dann bis bald also.“ Schon ist Kevin durch die Tür. Caroline ruft ihm hinterher: „Schön, dass du da warst.“

Am nächsten Morgen fliegt nicht nur Kevins Aktentasche, sondern auch das Foto auf den Schreibtisch.

„Hier! Glaubst du es nun?“, fragt Kevin provozierend.

Knut braucht sich das Bild nicht lange anzuschauen. Die Perspektive stimmt in keiner Weise und die Natur war vor ein paar Tagen auch noch nicht so weit: „Ja, ich glaube dir. – Ich glaube dir, dass du ein Aufschneider bist.“

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Ein Schreibprojekt

Dann sollte ich wohl mal Farbe bekennen.

Ja, ich habe ein Schreibprojekt begonnen, das mir eigentlich schon lange am Herzen liegt. Auf meinen Pilgerungen auf dem Jakobsweg schrieb ich jeweils Tagebuch. Diese würde ich gern – eins nach dem anderen – in „ordentliche“ Bücher überführen. Eins nach dem anderen bedeutet dabei, dass ich erstmal mit dem Nordweg von 2011 anfange.

Ein paar einleitende Seiten, also wieso, warum gerade der Jakobsweg etc., sind geschrieben. Die ursprünglichen Tagebuchaufzeichnungen (im Menü unter Pilgerwege zu finden) sind überarbeitet. Manchmal fiel mir Tage später noch etwas ein oder ich kam nicht jeden Tag zum Schreiben. Das ist jetzt in einer sinnvollen Reihenfolge. Das Ganze möchte ich nun noch mit ein paar Weginformationen anreichern. Die Begegnungen mit anderen Pilgern könnten mehr zu Geschichten umgearbeitet werden. Ein paar Entwicklungslinien, die sich gezeigt haben, sollten folgerichtiger werden. Vielleicht können sie auch pointierter dargestellt werden. Das ist also das, was noch vor mir liegt. Vermutlich ist das ein größerer Batzen Arbeit als das, was bisher schon erledigt ist.

Trotzdem war auch die bisherige Arbeit sehr interessant. Insbesondere fand ich spannend, dass man tatsächlich ein paar wenige „Entwicklungsaufgaben“ dieses Weges feststellen konnte. Einige davon sind inzwischen abgehakt, an anderen arbeite ich noch immer. Es ist schon beeindruckend, dass manche Dinge einfach immer wieder auftauchen und man sie einfach nicht loswird.

Eine zweite Sache ist ebenfalls interessant: Für die letzten paar Tage gab es keine Tagebucheintragungen. Die schrieb ich jetzt nachträglich aus dem Gedächtnis heraus. Dabei hatte ich den Eindruck, dass sich der Schreibstil jetzt recht deutlich von dem Schreibstil unterscheidet, den ich damals 2011 beim Tagebuchschreiben hatte. Okay, es sind 6 Jahre. Da kann gut und gern was passieren. Ich hätte nur nicht erwartet, dass es so deutlich erkennbar ist. Das könnte allerdings auch bedeuten, dass ich alles noch einmal umschreiben muss, damit der Stil insgesamt passt.

Und es gab noch einen dritten interessanten Aspekt: Während ich so die Aufzeichnungen las und versuchte, sie zu ordnen, da wurden die ganzen Eindrücke plötzlich wieder sehr lebendig. Da hätte ich plötzlich alles wieder erzählen können, obwohl ich vorher gedacht hätte, dass ich mich nur noch vage an etwas erinnern kann. Ja, so in den Begegnungen von damals zu kramen, das macht schon Spaß.

Dann bleibt also weiter spannend, wie sich das Projekt entwickelt und ob tatsächlich am Ende ein Buch daraus entsteht. Und nach wie vor schwebt über mir – wie wohl auch über vielen anderen Schreiber-, Mal- und Zeichen-lingen – das Damoklesschwert, das unablässig brüllt: „Wer will sowas schon lesen? Das interessiert doch keine S..! Andere machen das viel besser.“

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Schreiben, schreiben, schreiben – Aufgabe 6

Die Aufgabe

Es sollte ein lebendiger Dialog geschrieben werden. Das war die einzige Anforderung, keine besonderes Thema, kein besonderes Genre. Es sollte interessant sein und Anfang, Mittelteil und Ende haben.

Was fiel mir schwer?

Gerade diese „Beliebigkeit“ in der Themenwahl machte es mir ein bisschen schwer, einen Inhalt für den Dialog zu finden. Es musste ja auch etwas sein, worüber sich Leute 3 Standardseiten lang unterhalten können. Inzwischen hatte ich ja auch gelernt, dass selbst in diesen kurzen Stückchen die Personen so vorgestellt werden müssen, dass sich die Leser ein Bild von ihnen machen können. Schwierig fand ich auch, in einem Dialog einen Spannungsbogen auszudrücken. Aber als mir dann etwas eingefallen war, was sich eignen könnte, ging es eigentlich recht flüssig.

Was habe ich gelernt?

Meine wichtigste Erkenntnis war wohl, dass man die Hinweise, die man in den Unterlagen findet, nicht zu extrem umsetzen darf. Vielleicht muss ich ein bisschen aufpassen, mich nicht zu sehr von diesen Hinweisen leiten zu lassen, sondern immer noch mein Gefühl und die Intuition ein gutes Wort mitsprechen zu lassen.

Da gab es beispielsweise den Hinweis, dass man keine Sprecherverben (sagte, fragte er/sie/es) braucht, wenn klar ist, wer gerade redet. Also habe ich sie immer genau dann weggelassen. Das führt wohl aber eher dazu, dass man ein Drehbuch schreibt. Hier muss ich also zu einer guten Balance finden. (Mir fällt gerade auf, dass „Balance“ immer wieder ein Thema bei mir ist ;-).)

Das Ergebnis

So, und hier nun der Text nach Einarbeitung der Korrekturen. Die Betreuerin war wohl damit grundsätzlich zufrieden, aber es ist wohl eher ein Drehbuch als ein Dialog für einen guten Roman geworden. Über ein paar Hinweise von Euch würde ich mich wieder sehr freuen.

Ohne Titel (den hatte ich völlig unbemerkt vergessen :-(, was tatsächlich auch kritisiert wurde)

Birgits Handy klingelt. Es ist ihr Sohn Konrad, der vor einer Weile ausgezogen ist. Auch wenn sie sich hin und wieder sehen, freut sich Birgit jedes Mal, wenn er anruft.

„Hi, Großer! Was gibt’s? Geht’s dir gut?“

„Hi, Mama! Ja, im Grunde schon“, quetscht Konrad heraus.

„Sag, was ist los?“

„Hier hat sich gerade einer vor den Zug geworfen.“

„Oh, Gott. Willst du vorbeikommen und reden?“

„Die Polizei will mich erst verhören.“

„Wie, die Polizei will dich verhören? Du hast ihn doch nicht geschubst.“

„Nee, natürlich nicht. Er stand neben mir, guckt mir tief in die Augen und rennt los. Weg war er. Kein Blut. Jedenfalls nicht so viel, wie ich erwartet hätte. Der Kopf war nicht mehr da. Aber dieser Blick. Diesen Blick werde ich nie vergessen.“

„Die Polizei will bestimmt nur wissen, wie es abgelaufen ist. Ist bestimmt eine Routinebefragung. Kommst du danach vorbei? Du solltest heute nicht allein zu Hause sein.“

„Ja, gern. Monika kommt heute fürs Wochenende, aber erst später.“

„Ist gut. Sag‘ denen, was du weißt, und dann komm‘ einfach. Ich warte auf dich.“

Birgit macht sich Sorgen um Konrad. Sie weiß selbst nur zu gut, wie es sich anfühlt, kurz vor dem Sprung vor einen Zug zu stehen. Schon immer hatte sie Angst, dass Konrad auch solche Neigungen hätte, und nun musste er so etwas mit ansehen.

Eine knappe Stunde später steht Konrad vor der Wohnungstür. Birgit nimmt ihn liebevoll in den Arm und hält ihn für eine ganze Weile fest. Sie will ihn nicht verlieren – schon gar nicht auf eine so grausige Art und Weise.

„Komm‘ rein! Willst du einen Kaffee?“

„Gern.“

„Setz dich schon mal. Was wollte denn die Polizei?“

Konrad setzt sich in den Sessel, wartet auf den Kaffee und legt los: „Ach, ich sollte halt erzählen, was passiert ist. Ich glaub‘ nicht, dass sie denken, dass ich ihn geschubst habe.“

„Haben sie dir eine Adresse eines Psychologen für den Notfall gegeben?“

„Nee, wieso?“

„Ich dachte, das würde zur Notfallversorgung gehören. Komisch, da wirst du befragt, aber sonst kümmert sich keiner um dich.“

„Wird schon gehen.“

Konrad springt vom Sessel auf. „Wie kann man sowas machen? Denkt der gar nicht an die Anderen? Denkt der nicht an den Lokfahrer? Und an die Passagiere? Sowas Rücksichtloses.“ Seine Hände scheinen Baumstämme zerhacken zu wollen.

„Hey, beruhige dich. Wenn sich jemand umbringen will, dann sieht er keine Hoffnung mehr, dann ist alles um ihn herum egal. Er kann gar nicht mehr über Andere nachdenken. Er will nur noch seine Ruhe und seinen Frieden.“

„Das ist doch Quatsch. Es gibt immer einen Ausweg. Man kann doch nicht einfach sein Leben wegwerfen. Morgen gibt es vielleicht die Lösung.“ Konrad versteht die Argumentation seiner Mutter nicht.

„Es gibt kein Morgen für ihn. Alles ist so unerträglich, dass ein Ende jetzt die einzig mögliche Option ist. Jeder Tag länger ist mehr Qual als tot zu sein“, versucht Birgit es noch einmal.

„Nein, nein, nein. Es gibt immer einen Weg. Das Leben ist schön. Das Leben ist toll. Davon kann man nicht einen Tag abgeben.“ Konrad plumpst in den Sessel und schlägt resigniert die Hände über dem Kopf zusammen.

„Hey, das ist toll, dass du dein Leben schön findest. Und du sollst jeden Tag mit Freude leben. Was kann ich mir Besseres für dich wünschen.“

„Du, Mama, ich muss los. Ich will zu Hause sein, wenn Monika kommt.“

„Klar. Geht’s oder soll ich mitkommen?“

„Hey, alles ist gut. Mach‘ dir keine Sorgen.“

„Sagst du Bescheid, wenn du ankommst?“

„Klar, mach‘ ich doch immer.“ Konrad muss lächeln. Er ist doch kein kleines Kind mehr.

„Mach’s gut, Großer. Und grüße Monika lieb von mir.“

„Ja, mach‘ ich.“

Birgit nimmt ihren Sohn noch einmal fest in den Arm, dann lässt sie ihn ziehen. Sie macht sich zwar immer noch Sorgen, wie Konrad dieses Erlebnis wohl verarbeiten können wird, aber sie ist auch erleichtert, dass er das Leben so schön findet, sodass er kein Verständnis für Selbstmörder aufbringen kann.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Schreiben, schreiben, schreiben – Aufgabe 5

Die Aufgabe

Zu einem Ereignis oder einer Sache aus dem eigenen Leben sollte eine Beschreibung oder eine Erzählung geschrieben werden.

Was fiel mir schwer?

Ich habe mich schwer getan, ein Ereignis oder eine Sache auszuwählen, die aus meiner Sicht genug Stoff bot, um darüber zu schreiben.

Darüber hinaus ist mir nicht wirklich der Unterschied zwischen einer Beschreibung und einer Erzählung klar geworden. Als es dann auch noch hieß, dass, wenn man sich für eine Erzählung entscheidet, auch 50% beschreibende Elemente enthalten sein sollen, was ich vollends verwirrt.

Gern hätte ich mehr zu dem Ereignis geschrieben, z. B. auch mehr vom Umfeld beschrieben, aber es gibt immer eine vorgegebene Zeilenzahl.

In der Korrektur bekam ich einige Hinweise, was ich noch hätte ergänzen können bzw. sollen, sowie die Aussage, dass mit diesen zusätzlichen Elementen aus diesem Bericht (!) eine Erzählung geworden wäre. Also hatte ich weder eine Erzählung noch eine Beschreibung abgeliefert?

Was habe ich gelernt?

Auf jeden Fall muss ich mir angewöhnen, die handelnden Personen ausführlicher darzustellen. Da es hier ja um etwas aus meinem Leben gehen sollte, hatte ich das nicht für nötig erachtet. War wohl nicht so gut.

Ansonsten habe ich die Diskussion um Erzählung, Beschreibung und/oder Bericht vorerst zur Seite gelegt. Ich denke mal, dass man, wenn man seine eigenen Texte schreibt, schon gefühlsmäßig die richtige Form wählt. Letztlich wird man wohl immer von allem etwas in eine gute Mischung setzen. Ich hoffe, ich bin damit nicht auf dem Holzweg.

Das Ergebnis

So, und hier nun der Text nach Einarbeitung der Korrekturen. Die Betreuerin war wohl damit grundsätzlich zufrieden :-). Über ein paar Hinweise von Euch würde ich mich wieder sehr freuen.

Wer dem Blog schon länger folgt, erkennt vielleicht die Ausgangsgeschichte wieder 😉

Der Lauf meines Lebens

Da ich viel wandere und schon drei Halbmarathons in gut unter zwei Stunden gelaufen bin, habe ich mir nun einen Marathon unter vier Stunden vorgenommen.

Der Start ist nahe eines Bahnhofs, also reise ich mit dem Zug an. Ein Schritt heraus aus dem Bahnhofsgebäude katapultiert mich direkt mitten ins Gewimmel. Die Halbmarathoner starten gerade. Diese vielen Läufer zu sehen, wie sie gerade loslaufen, ihre Lieben an der Seite, die sie anfeuern wollen und ihnen letzte gute Wünsche auf den Weg mitgeben, ich selbst unter vielen Leuten, mit denen ich wahrscheinlich gleich gemeinsam starten werden, der Sonnenschein – das geht mir unter die Haut und mir laufen die Tränen. Also muss sich erst einmal wieder zu mir finden. Wo geht das besser als angelehnt an einem großen, dicken Baum? Die gibt es tatsächlich hier an diesem Bahnhof, mitten in einer Großstadt.

Bis ich starte, ist noch genug Zeit, um alles in Ruhe zu erledigen: umziehen, Kleiderbeutel abgeben, Dixi-Toiletten testen, noch einmal die Atmosphäre schnuppern und dann in den Startblock gehen. Ich bin ganz ruhig und gelöst, wenn es auch zunehmend spannender wird, weil die Startzeit naht.

Wenn man einen Marathon läuft, sollte man einen Zeitplan haben. Ein wenig kenne ich mein Laufverhalten. Ich werde viel zu schnell loslaufen, aber ich weiß, dass ich über lange Distanzen etwa 10 km/h laufen kann. Deshalb ist meine Strategie, auf der ersten Hälfte der Strecke so viel Zeit herauszulaufen, dass ich für die zweite Hälfte genug Zeit habe, um es bequem unter vier Stunden zu schaffen. Soweit der Plan.

Der Startschuss knallt. Wie erwartet, laufe ich viel zu schnell los, aber es lässt sich gut an. Ich trabe locker und ruhig vor mich hin. Also mache ich so weiter bis etwa zur Halbmarathonmarke. Hier prüfe ich, ob ich den Rest mit 10 km/h schaffen könnte. Ja, in der Tat – sogar mit etwas Puffer. Prima. So laufe ich gleich etwas lockerer weiter. Nach einer Weile merke ich, dass ich eine Blase am Fuß bekomme. Mist. Die hatte ich schon vor zwei Wochen bei meinem Probelauf. Ich dachte damals, es wären die Socken gewesen. Sie waren es wohl nicht.

Die Sonne kommt heraus, es wird wärmer und mir fällt es zunehmend schwerer, gelöst und entspannt zu laufen. An den Verpflegungsstellen trinke ich mehr Wasser als bisher und bleibe dafür sogar stehen, natürlich auch, um mich auszuruhen. Seitenstechen ist das Resultat dieses Ausbruchs aus der Laufroutine. Was ist das denn? So etwas hatte ich noch nie beim Laufen. Okay, Ruhe bewahren, tief, locker und gleichmäßig ein- und ausatmen. Es wird besser, aber los werde ich die Schmerzen bis zum Schluss nicht. Mehr und mehr bekomme ich den Eindruck, dass ich immer langsamer werde und es nicht mehr unter vier Stunden bis zum Ziel schaffen kann. Sollte sich mein schnelles Laufen vom Anfang jetzt rächen? Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel hänge ich mich für eine halbe Stunde an ein Pärchen, das eine recht passende Geschwindigkeit läuft, und zwinge mich, an ihnen dranzubleiben. Die letzten fünf Kilometer laufen sich wieder besser. Zieht jetzt das Ziel? Zu einem Endspurt fehlt mir die Kraft. Ich versuche es trotzdem. Auf den letzten Metern zum Ziel liegt eine Matte, wie ein roter Teppich. Ich stolpere über meine eigenen Füße und falle fast hin. Das wäre es jetzt noch gewesen. So kurz vor dem Ziel! Gedanken an einen Sturz rasen durch meinen Kopf. Ich sehe mich die letzten Meter irgendwie ins Ziel robben oder meinen Schuh mit dem Chip ausziehen und ihn über die Ziellinie werfen. Hauptsache, der Chip kommt an. Aber das ist nicht nötig. Ich laufe auf zwei Füßen aus eigener Kraft über die dicke rote Linie. Sogar die Bruttozeit-Uhr zeigt unter vier Stunden an! Cool, cool, cool.

Ich lasse mir meine Medaille umhängen und für alle Fälle eine Plastikplane gegen Auskühlen geben und tauche in die Menge glücklicher Läufer ein, die am Buffet erste Laufeindrücke austauschen. Ich knabbere ein paar Apfelstückchen und eine halbe Banane. Mehr geht nicht. Selbst davon wird mir übel. Ein Becher Wasser, ein Becher Cola und zwei große Becher Reisdorfer alkoholfrei kann ich aber ohne Probleme trinken. Dann hole ich den Kleidersack und gehe zum Umziehen in den eingezäunten Bereich. Ich sehe die Duschen, aber wo ist das Umkleidezelt? Überall sehe ich nur nackte Männerhintern. Da muss ich jetzt durch.

Frisch geduscht und in sauberen Sachen gehe ich zum Läufertreff, um die Medaille mit der tollen Zeit gravieren zu lassen – die Enkel sollen ja auch etwas von diesem Tag haben.

Die Heimreise mit Zug und Straßenbahn verläuft ohne Probleme. Sogar den Sprint, um die Straßenbahn zu erreichen, schaffe ich schon wieder lässig.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Schreiben, schreiben, schreiben – Aufgabe 4

Die Aufgabe

Diesmal mussten wir in die Rolle eines Lektors schlüpfen und bei drei Textvorlagen Änderungsmarkierungen vornehmen.

Was fiel mir schwer?

Naja, es steht mir ja eigentlich nicht zu, über das Geschriebene Anderer zu urteilen. Deshalb habe ich schon ziemlich davor zurückgescheut. Natürlich verstehe ich, dass das Verständnis der Arbeit eines Lektors hilft, das eigene Schreiben zu bewerten. Also gab es wohl keine daran-Vorbei.

Was habe ich gelernt?

Keine Ahnung, ob ich wirklich etwas gelernt habe. Es war schwierig, diese ganzen Zeichen (es gibt eine lange Liste davon) anzubringen. Offensichtlich habe ich es übertrieben und viel zu viel geändert. In der 9. Einheit muss ich wohl wieder üben 😦

Das Ergebnis

Zu sehen, wie ein Text mit Änderungsmarkierungen  aussieht, stelle ich mir nicht sonderlich interessant vor. Deswegen lasse ich das an dieser Stelle weg. In der nächsten Einheit gibt es wieder eine spannendere Aufgabe.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Schreiben, schreiben, schreiben – Aufgabe 3

Die Aufgabe

Gegeben waren wieder zwei Fotos. Diesmal waren es Landschaftsaufnahmen – einmal ein Ort in einer Bergregion und einmal ein Dorf an einer Klippe zum Meer auf Santorin. Man sollte das Bild beschreiben. Zusätzlich sollte man für einen kurzen Text sagen, welche Stilmittel dort eingesetzt wurden, und ein paar Sätze sollten besser formuliert werden.

Was fiel mir schwer?

Puuh, Bildbeschreibung. Da kamen erstmal ganz üble Erinnerungen aus dem Kunstunterricht hoch. Da ging es um Vordergrund und Hintergrund und eingesetzte Mittel und beabsichtigte Wirkung und und und… DAS konnte ich noch nie.

Aber dann dachte ich so: Wenn ich meine Pilgerwanderungen beschreiben will, dann werden dort ja auch Landschaftsbeschreibungen vorkommen. Also ran an die Aufgabe und geübt. Wenn ich das nicht hinkriege, brauche ich mit dem Buch gar nicht anzufangen.

Es musste aber eine Rahmenhandlung her. Sonst würde ich das nicht in den Griff bekommen. Da habe ich die Betreuerin gefragt, ob das okay wäre – ja, war es. Na, dann mal kräftig in die Tastatur gegriffen.

Was habe ich gelernt?

Nicht verzagen – rangesetzt und losgeschrieben. Dann wird schon etwas werden.

Das Ergebnis

So, und hier nun der Text ohne Korrekturen. Die Betreuerin war wohl damit so zufrieden :-). Über ein paar Hinweise von Euch würde ich mich wieder sehr freuen.

Ulrike wandert auf Santorin

Schnaufend erreicht Ulrike die Bergkuppe, lässt den Rucksack auf den Boden rutschen und plumpst neben ihn. Vor ihr eröffnet sich der Blick auf Oia, einen der schönsten Orte auf Santorin. Der Ort liegt an der Nordküste der Insel, oberhalb eines Steilhangs. Von Ulrikes Platz aus scheint es, als würde es nur eines Anstupsers bedürfen, und Oia würde ins Meer sausen.

Wäre sie nicht schon ohne Atem, dieser Anblick würde ihn ihr verschlagen.

Weiß leuchten die Häuser im typisch griechischen Stil. Die runden, blauen Kuppeln der größeren von ihnen scheinen fast mit dem Himmel zu verschmelzen, der auf der linken Seite ins Meer taucht. Mit ihren dicken Mauern ruhen die Häuser in der Sonne, deren Strahlen sie reflektieren und damit die Luft flirren lassen. Baldachine und Übertritte laden zum Verweilen im Schatten ein. Eine Moschee erhebt sich im Zentrum des Ortes über die anderen Häuser. Auch hier würde man Ruhe und Kühlung finden.

Das Meer, tief unterhalb von Oia, vermittelt eine beruhigende Weite. Sie trifft sich mit Ulrikes Fernweh, dessentwegen sie aufgebrochen war. Eine leichte Brise trägt den Duft nach Salz und Tang und eine Ahnung von Feuchtigkeit zu ihr. Die Kühle lässt ihre Härchen sich aufrichten. Am liebsten würde sie sich direkt in die Tiefe stürzen, um diese Frische und Reinheit zu kosten.

Ein Gemurmel von Stimmen dringt an ihr Ohr. Der Duft nach Kaffee schleicht sich ihr in die Nase. Beides muss von der kleinen Taverne kommen, die sich zwischen die Häuser im Zentrum kuschelt. Das erinnert Ulrike an ihren Hunger. Sie entdeckt eine Treppe, die direkt nach Oia führt, greift nach ihrem Rucksack, stemmt sich nach oben und macht sich auf den Weg.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine