Zusammenfassung der Sportswoche

Der Versuch vom letzten Sonntag, auf der Heimstrecke Höhenmeter zu sammeln, führte zu erheblich mehr Muskelkater, als er sich danach ankündigte. Weiteren Auftrieb bekam er durch das wieder-Einsteigen ins Laufen. Da beides aber keine außergewöhnlichen Dinge für mich sind, war ich von der „Heftigkeit“ des Muskelkaters etwas überrascht und es machte mich ein stückweit besorgt. Wo war plötzlich all die Fitness hin? Also ging es dann gestern noch einmal auf die Heimstrecke. Diesmal kündigt sich kein Muskelkater an 🙂

Und so gab es dann diese Woche zwei halbe Standardrunden Jogging (a 5 km) und neben der Heimstrecke noch 12 Spazier-km. Das muss jetzt als Vorbereitung für die Sommer-Wanderung reichen. Heute und morgen werde ich wohl kaum noch Gelegenheit zu einem gezielten Training haben.

Planung der Reiseroute

In den letzten Tagen war ich ziemlich damit beschäftigt, die Reiseroute auszukundschaften. Es gibt einen „Route Guide“ auf Englisch, der auch sehr gut ist. Was mir aber so ein bisschen fehlt, ist eine Angabe der Entfernungen von bestimmten Orten. Es gibt eine Liste, die angibt, wie weit es von Tempel zu Tempel ist. Aber das sind auch schonmal 80 km – also keine Laufentfernung.

Und dann gibt es im Grunde 3 Arten von Tempeln. Es gibt DIE 88 Tempel, die zur eigentlichen Runde gehören. Die Runde ist knapp 1200 km lang. Dann gibt es 20 weitere Tempel, mit denen man dann auf eine Anzahl von 108 Tempeln kommt. 108 ist eine für den Buddhismus wichtige Zahl. Diese Runde ist dann 1400 km lang. Und dann gibt es noch jede Menge anderer, sehenswerter Tempel, deren Runde dann auf 1600 km kommt.

Die Entfernungsangaben im Buch gehen immer von Straßenecke zu Straßenecke (ca. 1-3 km). Daraus galt es jetzt, gehbare Entfernungen herauszufinden. Das war ein ganz schön mühseliges Puzzle-Spiel. Aber es ist geschafft.

Und wie gehe ich jetzt damit um?

1600 km wird schon etwas knapp. Dann müsste ich jeden Tag 30 km gehen, würde mir aber auch gern die Tempel ansehen. Also, das fühlt sich schon ein wenig nach Stress an. Die 88 Tempel sollten es auf jeden Fall sein – möglichst auch die zusätzlichen 20. Also werde ich mir jetzt in meiner Liste Marker setzen, wann ich es bis wohin geschafft haben sollte. Da es manchmal auch von der Karte schöne Streckenabschnitte gibt, die aber auch ein paar km länger sind, würde ich mich gern flexibel dafür oder dagegen entscheiden können. Da gibt es zum Beispiel ein Stück, wo man einen ganzen Tag am Meer entlang wandern kann 🙂 Ich hoffe, dass ich mit dieser groben Orientierung, ganz nach Lust und Laune entscheiden kann, wie bzw. wo es weitergeht und trotzdem mindestens die 88 Tempel gesehen haben werde.

Und wie sieht die grobe Route aus?

Der Flieger landet in Kansai. Das ist der internationale Flughafen von Osaka. Von dort aus fahre ich auf den Berg Koya, wo Kobo Daishi begraben ist bzw. meditierend auf seine Reinkarnation wartet. Dieser Ort gehört zum Weltkulturerbe und hat unzählig viele Tempel. In einem werde ich zwei Nächte bleiben. So habe ich einen Tag, um mich auf Koyasan umzuschauen. Außerdem ist es Tradition, vor Beginn der Pilgerreise auf Shikoku Kobo Daishi um Begleitung zu bitten. Außerdem kann man ihm für Gutes danken und ihn um andere Dinge bitten. Danach geht es nach Tokushima. Das ist eine Stadt auf Shikoku, die recht nah am ersten Tempel liegt. Und einen Tag später startet dann wirklich das Wanderabenteuer.

Sollte ich wirklich zu schnell unterwegs sein, so geht der Weg durch einige interessante Ortschaften auf Shikoku, die es sicher wert sind, dort einen Tag zu verweilen. Außerdem gibt es schöne Stellen entlang der Küste, an denen man sicher gut entspannen kann. Auch ein Tag in einem japanischen Bad (onzen) ist bestimmt einen Versuch wert.

Und so wird die Rückreise schneller anstehen als mir lieb ist. Aber jetzt steht erstmal die Vorfreude an 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Bellobellissimo (endlich) gezähmt?

Beim Arzt

Da mir das mit der vielen Husterei einfach zu bunt wurde, habe ich mich in den letzten Wochen einer Un-Leidenschaft hingegeben und war bei mehreren Ärzten. Puuh. Röntgen, Blutabnahme, Lungenfunktionstest, Allergietest. Alles in Ordnung. Selbst auf das reine Histamin habe ich im Grunde kaum reagiert. Na, umso besser – denke ich.

Medikamente wirken ohne Grund?

Allerdings gab es Medikamente, die interessanterweise anschlagen. Es gibt keinen Grund und die Medikamente schlagen an? Sollte das nicht doch irgendwie stutzig machen? Naja, irgendwie macht es mich in der Tat stutzig. Aber froh bin ich auch, denn hin und wieder das Gefühl zu haben, gleich nicht mehr ausreichend viel Luft zu bekommen und fast zu ersticken, ist nicht gerade angenehm.

Das war auch der Grund, warum ich seit Beginn der Hustenattacken nicht mehr gelaufen/gejoggt bin. Es hat mich echt vor dieser Luftnot gegruselt. Und die ist ganz anders als die „normale“ Kurzatmigkeit beim Rennen.

Die Hypothese

Die Hypothese ist nun, dass der Parasympathikus, also das System, das für die Ruhe und Erholung zuständig ist, zu schnell und zu heftig reagiert, wenn ich nicht mehr weiterlaufe oder eben Aktivitäten einstelle. Zumindest vermutet man das, weil es eben nach dem Laufen und nachts zu diesen Luftnot-Zuständen kommt. Andererseits ist eine schnelle Erholung für Sportler eher ein gutes Zeichen. Tja, ist also alles mal wieder eine Frage der Perspektive.

Endlich wieder auf der Strecke 🙂

Langer Rede kurzer Sinn: Das Anschlagen der Medikamente habe ich dann doch gleich mal ausgenutzt, um endlich wieder eine kleine Runde zu drehen. Sicherheitshalber habe ich mit einer halben Standardrunde (5 km) begonnen. Alles lief gut. Der Anflug der Luftnot nach dem Laufen ließ sich dann auch gut mit dem Medikament ersticken. Dann bin ich also guter Hoffnung, bald auch wieder längere Strecken laufen/joggen zu können 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

Mit dieser Woche bin ich doch wieder etwas zufriedener. Am Sonntag war ich auf meiner Hausstrecke (30 km). Da sie ja auch ein paar Höhenmeter aufzuweisen hat, war das eine adäquatere Vorbereitung als nur auf flachem Land herumzuirren. Dazu war es dann auch noch ziemlich warm, sodass ich wieder einen kleiner Vorgeschmack darauf bekam, was es heißt, in Hitze wandern zu gehen. Aber da habe ich in der Tat auch schon Schlimmeres erlebt. Dazu haben sich im Laufe der Woche noch 15 Spazier-km angesammelt. Da will ich mal nicht meckern. Allerdings kündigt sich ein wenig Muskelkater an, was ja eher heißt, dass das „Bergsteigen“ noch etwas geübt werden sollte 😦

Leider ist das Armband des ActivityTrackers so ausgeleiert, dass das Gerät schon einmal herausgefallen ist. Da es noch in der Garantiezeit war, ist es jetzt wieder beim Hersteller. Den Tracker selbst habe ich noch. Ich trage ihn in der Hosentasche herum. Aber da funktioniert er nicht so ganz wie am Arm.

Ausrüstung – Regenschutz

Fürs Wetter kann keiner was, aber dafür, nicht gut vorbereitet zu sein. Wenn man mehrere Tage unterwegs ist, muss man damit rechnen, dass es auch mal regnet. Ja, es hatte sogar mitten im Sommer auf der via de la plata geregnet.

Auch hier gibt es wieder so viele Weisheiten wie wandernde Menschen. Von nichts bis Ölklamotten, wie sie Angler tragen, habe ich da schon allerhand gesehen.

Aus Kindertagen erinnere ich mich an Regencapes. Egal, wie man es anstellte, man war hinterher innen wie außen nass. Außerdem ist ein Regencape mit Rucksack etwas ungünstig. Die adaptierte Variante sind Regenponchos, unter denen man auch den Rucksack verstauen kann. Etliche Mitpilger sind damit gelaufen. Ich hatte aber nie den Eindruck, dass sie wirklich gut damit laufen konnten. Und egal, wie lang sie waren, untenrum waren doch alle nass.

Auf dem Nordweg habe ich ein Ehepaar mit einem Regenschirm gesehen. Irgendwie sah das ganz clever aus. Also habe ich das dann im Jahr danach auch ausprobiert. Aber nein, das passt nicht für mich. Zwei Stöcke und ein Regenschirm? Da fehlte irgendwie ein Arm.

Was dann? Wenn es warm ist, dann werde ich eben nass. Nass bin ich ja vom Schwitzen sowieso. Wird eher noch der Schweiß weggewaschen. Wenn der Regen vorbei ist, habe ich keine Not, die nassen Regenklamotten zu verstauen. Das Hemd und die Hose werden recht schnell wieder trocken. Für kalte Tage habe ich eine Regen-/Windjacke, die den Regen nicht durchlässt, aber eben den Schweiß etwas staut. Aber immerhin wärmer als ganz im kalten Regen zu stehen.

Mit Hut laufe ich sowieso immer – auch gegen die Sonne. Der hilft zu großen Teilen auch gegen den Regen.

Trockenen Füße wird man ab einer bestimmten Regenstärke sowieso nicht behalten können. Auch Gore Tex und Co. helfen da nicht wirklich – im Gegenteil, wenn es draußen zu warm ist, wird der Schweiß innen gut konserviert 😉 Also geht es in den Schuhen, soweit es eben geht.

Wichtig ist mir aber, dass der Rucksack gut geschützt ist. Für mich wäre es schlimm, wenn ich, durchnässt am Ziel angekommen, wieder nur in nasse Klamotten wechseln könnte. Bisher hat da ein ganz normaler Regenschutz, wie er in neueren Rucksäcken integriert ist, geholfen. Die wichtigsten Dinge (Klamotten, Schlafsack, Schreibzeug) sind zusätzlich in wasserdichten Tüten verpackt. Ich muss nur aufpassen, dass ich den Verhüterli richtig über den Rucksack ziehe. Aber das hatte ich nach dem ersten „Unfall“ ganz schnell gelernt. Die im Regenwasser aufgeweichten Trockenfrüchte waren nicht das leckerste Essen, was ich je hatte.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

Immerhin gab es am Sonntag wieder eine kleine Wanderung (20 km). 10 Spazier-km hatten sich auch angesammelt. Eigentlich wollte ich meine „Hausrunde“ gehen, weil mal wieder etwas „Bergsteigen“ angesagt war. Naja, was eben so eine Flachlandratte wie ich unter „Bergsteigen“ versteht. Es hatte aber die ganze Nacht geregnet. Dann ist der Weg teilweise nur schwimmend zu bewältigen. Aber auf Schlammpackung hatte ich gerade keine Lust. Also habe ich mich für die erste Etappe des heimischen Jakobswegs entschieden. Aber bis zur Abreise muss ich doch noch ein paar Höhenmeter sammeln, wenn ich ansonsten auch ganz zufrieden mit den Aktivitäten der Woche war.

Vorbereitung – Umgang mit Blasen

Blasen sind ein ganz besonderes Thema jeder langen Wanderung. Manche werden davon weniger geplagt, manche mehr. Bisher hatte ich eher weniger damit zu tun, auch wenn ich nie ganz davon verschont blieb. Aber meist ist es nach ein bis anderthalb Wochen ausgestanden.

Ich habe dieses Thema als Vorbereitung eingeordnet, weil ich denke, dass man schon im Vorfeld so einiges tun kann, um unterwegs möglichst wenig mit Blasen zu tun zu haben.

Wichtig sind natürlich die Schuhe. Sie sollten gut passen, womit gemeint ist, dass sie einem als einen Ticken zu groß vorkommen sollten. Einerseits werden die Füße im Laufe des Tages etwas dicker, andererseits brauchen die Zehen etwas Platz, wenn es den Berg hinabgeht – sonst drohen blaue oder gar sich ablösende Zehennägel. Letztere Erfahrung ist mir bisher glücklicherweise erspart geblieben.

Ebenfalls im Vorfeld sollte man ausprobieren, mit welchen Socken man in genau diesen Schuhen gut zurecht kommt. Als Trennschicht zwischen Haut am Fuß und Schuh haben sie einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, ob man Blasen bekommt oder nicht.

Die Schuhe sollten gut eingelaufen sein. Das braucht ein paar km. Bei mir sind es irgendwas zwischen 50 und 100. Dann ist der Innenraum des Schuhs einigermaßen auf die genaue Fußform abgestimmt. Außerdem hat man sich dann gleich an die Socken gewöhnt. Die ersten Blasen sind dann vielleicht schon vorbei und die entsprechenden Stellen sozusagen gegen neue Blasen „imprägniert“.

Meist kommt es aber unterwegs doch zu Blasen. Und was dann? Die Antworten sind so vielgestaltig wie die Menschen, die lange Fußmärsche auf sich nehmen. Hin und wieder gibt es heftige Streitgefechte über die einzig wahre Lösung. Aber die kann nur jeder für sich allein finden. Bei mir hat es sich bewährt, wenn ich alle sowieso lose geribbelte Haut abschneide (ja, ich schneide auch geschlossene Blasen auf und die Haut ab) und dann ein Blasenpflaster draufklebe. Sollte sich das Blasenpflaster durch das Wandern an den kommenden Tagen abrubbeln, wird es ersetzt. Meist ist das Ganze dann nach 3-4 Tagen ausgestanden.

Ein Blase zuzulassen führt bei mir dazu, dass sich das Ganze erst recht entzündet. Außerdem besteht ja die Gefahr, dass sie dann am nächsten Tag aufgeht. Manche nehmen eine Nähnadel und ziehen einen Faden durch die Blase. Das habe ich mich noch nie getraut, hätte aber Bedenken, dass über den feuchten Faden irgendwelche Viren oder Bakterien in die Blase reinkrabbeln und anfangen, ihr Unwesen zu treibe. Die Blase nur aufzustechen, klappt bei mir auch nicht, weil sie relativ schnell wieder zu ist und dann das Gleiche verursacht wie eine geschlossene Blase.

Eine Variante habe ich bei Franzosen gesehen. Dort gibt es wohl Spritzen mit einer Flüssigkeit zu kaufen. Die spritzen sie sich in die Blase, was zur Desinfektion beiträgt aber wohl auch zum Austrocknen. Ja, wenn ich das mal in die Finger kriegte, würde ich das sicher mal ausprobieren.

Bis dahin bleibe ich aber dabei: Haut ab – egal in welchem Zustand – und Blasenpflaster drauf. Es muss nicht unbedingt das teure Markenprodukt sein. Die von Aldi sind auch okay. Allerdings hatte ich mal von woandersher eine Sorte, die recht dünn war und nicht so recht gehalten hat. Die wird  es also nicht wieder. Wichtig: eine gute Mischung verschiedener Größen. Wenn man weiß, wo man blasenanfällig ist, bekommt man auch ein Gefühl für die richtige Mischung.

Und keine Skrupel vor den ersten Schritten am nächsten Tag. Nach ein paar Metern hat man sich an den Blasenschmerz gewöhnt und spürt ihn nicht mehr.

Auf dem Jakobsweg gibt es den Spruch „No pain, no glory“. Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Wenn Blasen anfangen sich zu entzünden, ist auf jeden Fall ein fachkundiger Blick und möglichst Rat angesagt. Lieber einen oder zwei Tage pausieren als nicht ankommen!

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

Fast traue ich mich nicht, es zu schreiben, aber in dieser Woche gab es keine expliziten Sportereignisse. 15 km Fahrradfahren zählen wohl nicht wirklich. Aber das wäre sowieso schon alles. Diese Woche ist auch die erste Woche, seit ich den ActivityTracker benutze, in der ich nichtmal im Wochendurchschnitt auf 100% komme. Shame on me – und Hoffnung auf Besserung. Na, spätestens, wenn ich auf meiner Sommerwanderung bin 🙂

Ausrüstung – Hygiene und Gesundheit

Das ist sicher ein sehr persönliches Thema und jeder muss wohl diejenigen Dinge finden, die für ihn notwendig sind, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Aber gerade hier habe ich hin und wieder das Gefühl, dass es unsere zivilisierte Gesellschaft vielleicht etwas übertreibt. Ganz nett und plastisch wird das im Film „Pilgern auf Französisch“ gezeigt. Aber noch einmal: Jeder muss „Seins“ finden. Vorschriften gibt es nicht – nur Erfahrungen.

Zum Waschen habe ich eines der größeren Stückchen Seife, wie man sie in Hotels bekommt, dabei, außerdem eine 100 ml Falsche mit flüssigem Waschmittel, das ich sowohl für den Körper, die Haare und die Wäsche benutze. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, fülle ich die Flasche nach, z. B. aus Seifenspendern in Toiletten. Damit bin ich bisher gut ausgekommen. Sogar die Seife könnte ich noch weglassen. Sie ist aber mein Notanker, falls es mal zu lange nicht mit dem Nachfüllen klappt.

Als Hautcreme habe ich Bepanthen dabei. Das geht für die Haut genauso wie für die Lippen, aber auch im Notfall für kleinere Wunden. Ein 50 ml Tube war bisher immer mehr als genug.

Die kleinste käufliche Tube Ajona als Zahnpaste reicht ewig lange. Sollte sie doch mal alle werden, kann man sicher schnell eine kleine (!) andere Tube nachkaufen. Im Zweifel geht es auch mal für eine Weile mit Salz. Wer es mag, kann mal Vajradanti – das Zahnputzpulver aus Indien/dem Indienladen – ausprobieren. Ich bin unterwegs nicht so recht damit klargekommen. Wie kommt das Zeug ohne große Schweinerei auf die Bürste? Wohl kein Wunder, dass ich es dann mal ganz aus Versehen (???) in einer Herberge stehen lassen habe.

Jeweils als kleine Tuben (50 ml) kommen mit: Heparin für blaue Flecken, Mobilat, falls doch mal der Fuß weh tut, Fenistil gegen Juckendes (diesmal will ich 10 ml Tropfen ausprobieren; besser für Großflächiges wie z. B. Grasmilben, die gern über mich herfallen), was gegen Fußpilz, weil ich dagegen anfällig bin. Ein wenig größer kann die Tube für die Sonnencreme ausfallen, insbesondere wenn man in sonnigen Gebieten unterwegs ist. Arnika-Kügelchen stecken auch in meinem Gepäck. Auch sie helfen gegen blaue Flecken. Und da ich hin und wieder etwas tollpatschig unterwegs bin, …

Die tägliche Medizin muss in ausreichender Menge mit. Dazu prophylaktisch 10 Ibuprofen und 20 Cetirizin. Sollte mehr gebraucht werden, verlasse ich mich drauf, in angemessener Zeit, etwas zu finden. Aus der Erfahrung heraus nehme ich auf Wanderungen zusätzlich Magnesium. Die nehme ich aber auch in ausreichender Menge von Anfang an mit. Dann kann ich mich darauf freuen, dass der Rucksack Tag für ein Tag ein bisschen leichter wird ;-).

Damenhygiene – da muss wohl jede selbst wissen, was sie nutzt. Seit ich pilgern gehe, versorge ich mich hier. Kein unnötige Schleppen, keine Restbestände…

Leidiges Thema: Toilettenpapier. Natürlich kann man sich eine Rolle in den Rucksack stecken. Wie man aber vielleicht oben schon gesehen hat, schaue ich mich immer nach mehrfach verwendbaren Lösungen um. Und so nutze ich eben Papiertaschentücher, falls eine Toilette mal nicht so bestückt sein sollte, wie ich das gern hätte. Unterwegs nehme ich dann unbenutzte Servietten oder auch Papierhandtücher aus einer Gaststätte mit und nutze sie ebenfalls als Taschentuch oder eben für den anderen Fall. Hin und wieder kaufe ich dann auch ein Päckchen neue Taschentücher, wenn sich anderweitig nichts gefunden hat. Das hat in Europa bisher immer geklappt. Ich habe keine Ahnung, ob es in Japan auch Papiertaschentücher gibt. Schließlich wird dort nicht die Nase geputzt so wie bei uns. Also ist das gerade ein offenes Fragezeichen.

So, das ist ja schon ein großer Batzen. Aber alles passt in eine verhältnismäßig kleine Waschtasche, die es aus recht leichtem und doch strapazierfähigem Material im Outdoor-Laden gab. Sie hat mich bisher auf allen Wanderungen begleitet.

Falls sich gerade jemand fragt, wie es mit Pflaster für die Blasen aussieht, dann vertröste ich aufs nächste Mal, weil es einfach zum Thema Blasen sooo viel zu sagen gibt.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

Neben der Fitness-Challenge vom Sonntag war nicht viel mit Sport in dieser Woche. Es sind 19 Wander-km zusammengekommen. Vielleicht wäre es ja gesünder, die Aktivitäten etwas gleichmäßiger zu verteilen. Aber manchmal lässt es sich eben nicht wirklich gut einrichten.

Ausrüstung – Schreib- und Malutensilien

Sicher kann man auch ohne auskommen, aber ich brauche unbedingt etwas, um ein Tagebuch zu schreiben. Das kann man sicher auch elektronisch machen, aber dann braucht man dafür wieder das entsprechende Equipment, einschließlich Ladekabel etc. Das Handy ist mir dann ein bisschen klein, um längere Texte zu schreiben.

Also kommt auf jeden Fall ein kleines Mäppchen mit Stiften mit. Zwei Kugelschreiber müssen es schon sein, falls der eine mal den Geist aufgibt und kein Geschäft zwecks Ersatzbeschaffung in Sicht ist. Vorzugsweise ist es ein blauer und ein schwarzer, dann habe ich gleich zwei Farben, in denen ich zeichnen könnte. Zusätzlich kommen zwei Fallbleistifte (einer härter, einer weicher) mit, sodass die Palette an schwarz recht breit ist. Ein kleiner Radiergummi wird dabei sein, der Anspitzer ist in den Fallbleistiften integriert. Auf meiner ersten längeren Wanderung hatte ich Farben vermisst, sodass ich ab der zweiten Wanderung zwei Mehrfarbkugelschreiber mit jeweils unterschiedlichen Farbensätzen dabei hatte. Interessanterweise habe ich sie nie wirklich genutzt. Also bleiben sie dieses Mal zu Hause. Ggf. würde ich überlegen, einen dritten Kugelschreiber, dann in rot, mitzunehmen.

Zum Schreiben benutze ich immer kariertes Papier – keine Ahnung warum. Zum Malen gibt es ein paar weiße Blätter. Das sind jeweils nachfüllbare A5-Hefte mit einem Plastikumschlag. Solche Umschläge sind strapazierfähig und wenig wasseranfällig. Fürs karierte Papier kommt ein Nachfüllheft dazu, damit ich ungehindert schreiben kann. Das alles ist tagsüber im Rucksack verstaut. Für eilige Notizen unterwegs steckt ein kariertes A6-Büchelchen mit Gummischlaufe für den Stift in meinem Bauchbeutel. Das war auf der letzten Wanderung mehr als praktisch.

Summasummarum ist das vom Gewicht her möglicherweise so viel wie ein kleiner Laptop oder ein Tablet und doch fühle ich mich damit wohler und flexibler als wenn ich mehr Technik und Stromabhängigkeit mitnehmen würde. Aber da hat wohl jeder so seine eigenen Wünsche und Vorlieben.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Shikoku – Zusammenfassung der Sportswoche

Die über die Woche verteilten Gänge (z. B. Besorgungen etc.) ergaben 16,5 km. Am Sonntag habe ich mich dann trotz nicht so optimaler Wettervorhersage noch einmal auf die Doppeletappen-Strecke gewagt. Es fiel mir diesmal irgendwie schwerer als vor zwei Wochen und ich habe 3 min länger gebraucht *lach*. Na, ist wohl nicht jeder Tag wie der andere. Trotzdem denke ich, dass es gut für die Fitness war. Bin auch direkt einmal nass geworden. Auch daran sollte ich mich wohl langsam wieder gewöhnen. Die neue Hose ist toll (auch wenn man schräg angeschaut wird, wenn man mit so einer hellen Hose in „unseren Breiten“ wandert), sie war nach nicht mal 20 min wieder trocken. Toll. Alles in allem also eine zufriedenstellende Sportswoche 🙂

Ausrüstung – Wasser zum Mitnehmen

Wasser kann auf langen Strecken, auf denen es keine Versorgungsmöglichkeiten gibt, zu einem existentiellen Engpass werden, insbesondere, wenn es sehr heiß ist. Okay, man stirbt nicht gleich, aber sollte es vielleicht nicht erst bis zur Grenze ausreizen.

Also versuche ich immer, etwas Wasser bei mir zu haben. Aber wie viel ist sinnvoll? 1 Liter Wasser wiegt 1 Kilogramm und führt dazu, dass man noch mehr schwitzt und somit noch mehr Wasser braucht.

Meist habe ich zwei bis drei Halbliter-Plastikflaschen dabei. Je nach Wetter- und Versorgungslage fülle ich einige. Die stecken in den äußeren Seitentaschen den Rucksack, damit ich gut drankomme, ohne ständig den Rucksack absetzen zu müssen. Damit bin ich bisher ganz gut ausgekommen. Allerdings hatte ich 2011 auf dem Nordweg das Problem, dass es viel geregnet hat und somit ständig der Regenschutz über dem Rucksack war. Somit waren die Flaschen nicht mehr erreichbar.

Für das nächste Jahr hatte ich mir einen Wassersack zugelegt. Das war auch wirklich gut so. Es war streckenweise so heiß, dass ich zusätzlich zum Wassersack Wasserflaschen mitgenommen habe. Der Nachteil am Wassersack ist aber, dass man ihn beim Packen des Rucksack mehr oder weniger als erstes gefüllt einpacken muss. An ein Nachfüllen unterwegs ist nicht zu denken, es sei denn, man möchte vor aller Welt den Rucksackinhalt präsentieren. 2014 hatte ich den Wassersack noch einmal mitgenommen, da die via de la plata im Sommer doch arg heiß ist. Eine gute Entscheidung.

Auch auf Shikoku soll es im Sommer heiß sein, aber es soll wohl ganz viele Möglichkeiten geben, Wasser nachzufüllen. Also werde ich den Wassersack zu Hause lassen. Allerdings wird ja in Japan viel Tee getrunken. Und auch die Wasserspender liefern heißes Wasser (neben kaltem, versteht sich). Dafür habe ich mir nun zwei Flaschen zugelegt, die auch heißes Wasser vertragen, sodass ich dann wohl überwiegend Tee trinken werde. Darauf freue ich mich schon, denn nur immer blankes Wasser kann einem mit der Zeit ganz schön auf die Nerven gehen.

Die Flaschen hat mit MD von einer seiner Asien-Dienstreisen mitgebracht. Sie haben einen Teefilter, den man von der einen Seite der Flasche aus „bedienen“ kann – von der anderen Seite wird getrunken.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermien