Fitness-Challenge #3 – km 43,4

Puuh, das war bis hierher aber etwas länger als gedacht. Nun gut, jetzt bin ich hier. Noch ziemlich genau 20 km. Dann werde ich wohl eher gegen 18:00 ankommen. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, sooo langsam zu sein. Und es fängt an, deutlich anstrengend zu werden – deutlich früher als sonst, wenn ich die Strecke versucht habe. Aber schauen wir mal. Es sind noch ein paar Bahnhöfe auf der Strecke, sodass ich im Zweifel früher zurückkehren kann, was ich aber nicht unbedingt möchte.

Jetzt gibt’s erstmal eine große Cola 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Fitness-Challenge #2 – km 20,7

Frühstückchen.

Es war draußen gar nicht so dunkel, wie es von innen den Anschein hatte. Und der Mond stand mit einer scharfen Sichel am Himmel.

Alles ist feucht vom Tau, selbst die Bänke. Nix mit Hinsetzen unterwegs ;-). Als die Sonne dann draußen war, leckte sie schnell alles dampfend auf.

So, dann geht’s mal weiter. Nächster Halt ca. 13:00/13:30.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Fitness-Challenge #1

Es ist nahezu optimales Wetter angesagt. Also soll es dann wohl heute sein. Ob ich es wohl schaffen werde? 60 km sind schon ein Stückchen und ich habe auch schon mal vorher abgebrochen. Das Ende ist also offen.

Um 5:00 geht es los. Ich möchte gern gegen 17:00 ankommen, um zum Abendessen wieder zu Hause zu sein.

Nach jeweils 20 km ist ein kleines Päuschen geplant – das erste also gegen 9:00. Dann melde ich mich wieder.

Gerade noch ohne Foto – ist nach ganz dunkel hier.

Macht Euch einen gemütlichen Tag und habt Spaß.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine 

Ein Schreibprojekt

Dann sollte ich wohl mal Farbe bekennen.

Ja, ich habe ein Schreibprojekt begonnen, das mir eigentlich schon lange am Herzen liegt. Auf meinen Pilgerungen auf dem Jakobsweg schrieb ich jeweils Tagebuch. Diese würde ich gern – eins nach dem anderen – in „ordentliche“ Bücher überführen. Eins nach dem anderen bedeutet dabei, dass ich erstmal mit dem Nordweg von 2011 anfange.

Ein paar einleitende Seiten, also wieso, warum gerade der Jakobsweg etc., sind geschrieben. Die ursprünglichen Tagebuchaufzeichnungen (im Menü unter Pilgerwege zu finden) sind überarbeitet. Manchmal fiel mir Tage später noch etwas ein oder ich kam nicht jeden Tag zum Schreiben. Das ist jetzt in einer sinnvollen Reihenfolge. Das Ganze möchte ich nun noch mit ein paar Weginformationen anreichern. Die Begegnungen mit anderen Pilgern könnten mehr zu Geschichten umgearbeitet werden. Ein paar Entwicklungslinien, die sich gezeigt haben, sollten folgerichtiger werden. Vielleicht können sie auch pointierter dargestellt werden. Das ist also das, was noch vor mir liegt. Vermutlich ist das ein größerer Batzen Arbeit als das, was bisher schon erledigt ist.

Trotzdem war auch die bisherige Arbeit sehr interessant. Insbesondere fand ich spannend, dass man tatsächlich ein paar wenige „Entwicklungsaufgaben“ dieses Weges feststellen konnte. Einige davon sind inzwischen abgehakt, an anderen arbeite ich noch immer. Es ist schon beeindruckend, dass manche Dinge einfach immer wieder auftauchen und man sie einfach nicht loswird.

Eine zweite Sache ist ebenfalls interessant: Für die letzten paar Tage gab es keine Tagebucheintragungen. Die schrieb ich jetzt nachträglich aus dem Gedächtnis heraus. Dabei hatte ich den Eindruck, dass sich der Schreibstil jetzt recht deutlich von dem Schreibstil unterscheidet, den ich damals 2011 beim Tagebuchschreiben hatte. Okay, es sind 6 Jahre. Da kann gut und gern was passieren. Ich hätte nur nicht erwartet, dass es so deutlich erkennbar ist. Das könnte allerdings auch bedeuten, dass ich alles noch einmal umschreiben muss, damit der Stil insgesamt passt.

Und es gab noch einen dritten interessanten Aspekt: Während ich so die Aufzeichnungen las und versuchte, sie zu ordnen, da wurden die ganzen Eindrücke plötzlich wieder sehr lebendig. Da hätte ich plötzlich alles wieder erzählen können, obwohl ich vorher gedacht hätte, dass ich mich nur noch vage an etwas erinnern kann. Ja, so in den Begegnungen von damals zu kramen, das macht schon Spaß.

Dann bleibt also weiter spannend, wie sich das Projekt entwickelt und ob tatsächlich am Ende ein Buch daraus entsteht. Und nach wie vor schwebt über mir – wie wohl auch über vielen anderen Schreiber-, Mal- und Zeichen-lingen – das Damoklesschwert, das unablässig brüllt: „Wer will sowas schon lesen? Das interessiert doch keine S..! Andere machen das viel besser.“

Wir sehen und auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine