Ein bissel verdreht ist manchmal besser

Jeder, der nicht für mich ist, ist gegen mich.

oder doch lieber

Jeder, der nicht gegen mich ist, ist für mich.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
BelanaHermine

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Gedanken zum Buch „Die Psyche des Homo Digitalis“

Rezension hier.

Wieder mal ein Buch so ganz nach meinem Geschmack.

Dass wohl die meisten ein psychisches Päckel zu tragen haben, hat sich wohl schon rumgesprochen. Und so wie sich das bisher auch ohne Internet und andere digitale Techniken Bahn brechen konnte, tut es das nun auch mit dieser technischen Hilfe. Manches davon tritt nun noch deutlicher zutage. Manches hat sein Gesicht ein wenig gewandelt, ohne im Kern anders geworden zu sein. Manches wird aber auch durch die Technik verstärkt.

In diesem Sinne könnte man wohl sagen, dass es gar nichts Neues gibt. Aber mir macht es wirklich Spaß, genau diese Änderungen zu sehen, wie sich Dinge in Abhängigkeit von der Umgebung wandeln, ohne sich im Kern grundlegend zu ändern.

Und so scheinen eben auch die Menschen über die Generationen hinweg immer wieder mit den gleichen Fragen und Problemen konfrontiert gewesen zu sein und sie immer wieder mit den ihnen aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln gelöst bzw. beantwortet zu haben.

Ist das vielleicht auch mit ein Grund dafür, dass sich überall gewissen Religionen entwickelt haben und sich diese zum Teil ähneln bzw. überschneiden?

Wir sehen uns auf dem Weg.
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BelanaHermine

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Bot oder Mensch?

Gestern hatte ich ja über meine Hotline-Erfahrung berichtet. Was ich noch nicht schrieb war, dass ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, es nicht mit einem Menschen zu tun zu haben.

Nachdem sich eine männliche Stimme mit Namen vorgestellt hatte und fragte: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“, hatte ich noch keinen Verdacht geschöpft. Vielleicht gewöhnt man sich einfach so eine stereotype Erstanrede ein. Das erste Mal stockte ich, als ich aufgefordert wurde, mein Anliegen näher zu erläutern, nachdem ich gesagt hatte, ich würde meine Kundennummer brauchen. Und dass ich nach der Beschreibung zu einer Zusammenfassung aufgefordert wurde, macht das Ganze nicht besser. Auch die zweite und dritte Wiederholung des stereotypen Satzes nährte nicht die Vorstellung in mir, es mit einem Menschen zu tun zu haben. Andererseits, meine Erwiderung auf die stereotype Frage war ebenso stereotyp: „Ich brauche meine Kundennummer.“ Nach der dritten dieser Runden sollte ich ja meine Simkartennummer nennen, was ich auch tat. Dass danach direkt wieder der stereotype Satz kam, war dann wirklich der Tiefschlag. Ich kam mir in mehrerer Hinsicht vera….t vor. Allerdings würde ich nun einem Bot nicht zutrauen, dass er mir vorwirft, meinen Unterlagen geshraddert zu haben. Das hörte sich ziemlich menschlich-genervt an.

Im Grunde habe ich nichts dagegen, dass man Prozesse optimiert. Ein Job an der Hotline gehört sicherlich nicht zu den entspanntesten Dingen auf diesem Planeten. Wenn man da etwas Druck und Frust von den dort Arbeitenden wegnehmen kann, ist das toll.

Aber sollte man nicht am Anfang gesagt bekommen, wenn man es mit einem Bot zu tun hat? Nicht, dass ich zu einem Bot fieser und unhöflicher wäre. Aber ich wüsste, dass da jemand rein routinemäßig agiert. Das ist anders als es mit einem Menschen zu tun zu haben.

Und sollte der Bot dann nicht zumindest so schlau sein, dass er mitbekommt, dass sich da etwas im Kreise dreht und es dann doch an einen Menschen übergeben? Und sollte der Bot nicht auch so schlau sein zu erkennen, für welche Probleme es eine weitere Erläuterung braucht und für welche nicht? Was soll ich groß daran erläutern, wenn ich meine Kundennummer brauche?

Da ist wohl noch viel Arbeit nötig, ehe Bots wirklich umfänglich die Arbeit an einer Hotline übernehmen können.

Da lobe ich mir den T.Bot vom T.ipping-Point-Blog. Das ist wirklich ein schlaues und witziges Kerlchen (sorry für die Geschlechtszuordnung).

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Da beißt sich die Katze in den Schwanz

Gestern haben wir im Kundencenter eines Telefonanbieters jede Menge Kosten verursacht. Meine SIM-Karte ist jetzt also vergoldet – vielleicht auch verplatint 😉

MD wollte irgendwelche Anmeldungen bei der App ebendieses Anbieters machen, wurde aber nach der Kundennummer gefragt. Diese haben wir aber nicht mehr. Da es ein prepaid-Vertrag ist, bekommen wir auch keine regelmäßigen Rechnungen, auf denen die Kundennummer stehen würde. Alternativ konnte man die IBAN angeben. Diese würde dann mit den abgespeicherten Bezahlungsmodalitäten abgeglichen werden. Bei einem prepaid-Vertrag sind aber keine abgespeichert. Man könnte welche eintragen, aber dafür braucht man — richtig — die Kundennummer. Man kann auch über eine E-Mail-Adresse, die der Anbieter anbietet einzurichten, auf die Kundeninformationen zugreifen. Aber dafür braucht man — richtig — die Kundennummer.

Im Kundencenter war eine junge Frau, die ernsthaft und wirklich sehr kompetent bemüht war, uns weiterzuhelfen. Irgendwann landete sie bei der Mitarbeit/innen-Hotline. Ja, man würde die Kundennummer sehen. Aber man dürfe sie ihr nicht geben – Datenschutz. Häh, wenn ich die Kollegin beauftrage, meine Nummer herauszusuchen, dann darf sie diese sehr wohl wissen. Sie fragte dann, ob sie den Hörer mir geben könne, damit mir die Nummer direkt gegeben würde. Nein – Datenschutz. Wiebittewas? Ich darf meine Kundennummer nicht wissen?

Die junge Frau versuchte weitere Wege, die ihr und ihren inzwischen zwei weiteren Kolleg/innen einfielen, scheiterte jedoch immer wieder daran, dass die Kundennummer einzugeben war.

In ihrer letzten Not setzte sie einen Rückruf von irgendeiner speziellen Hotline auf mein Handy. Wir waren kaum zur Tür des Kundencenters heraus, da klingelte es schon.

Eine männliche Stimme meldete sich mit einem Namen: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“ „Ich brauche meine Kundennummer.“ „Können Sie das etwas genauer erklären?“ Ähm, was ist denn daran nicht zu verstehen? Aber okay, ich wollte ja was, also musste ich wohl auch etwas in „Vorleistung“ gehen. Ich erzählte also das ganze Umfeld und was wir schon alles versucht hatten und dass wir jetzt im Kundencenter wären. Es folgte ein: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“ Äh ja, hatte ich doch gerade gesagt, oder? Sollte ich nochmal alles wiederholen? Ich sagte als nur knapp, ich bräuchte meine Kundennummer. Die würde auf den Vertragsunterlagen stehen – haben wir nicht. Die steht auf den Rechnungen – kriegen wir nicht. Wie ich denn rankommen könnte? Dürfe er nicht rausgeben. Wie ich denn dann drankommen könne. Es müsse doch einen Weg geben. Er bräuchte die SIM-Karten-Nummer. Okay, die hatten wir inzwischen aufgeschrieben. Ich diktierte also. Reaktion: „Was ist Ihr Anliegen, wie kann ich Ihnen helfen?“ Spätestens jetzt kam ich mir echt „verarscht“ vor. Aber okay. Ich brauche meine Kundennummer. Dürfe er nicht rausgeben. Wenn ich meine Kundennummer shraddern würde, wäre ich selbst dran schuld. Das hat er wirklich gesagt — DAS – IST – NICHT – GELOGEN, machte mich aber erst recht sauer. Wir sollen doch bitte in ein Kundencenter gehen. Da standen wir ja gerade…

Da wir während des Telefonats direkt wieder zurück ins Kundencenter gegangen waren (5 Schritte; und da drin ist es ruhiger als auf der Straße), hatten die Kolleg/innen dort das Gespräch mitbekommen und hatten weiter nach einer Lösung gesucht. Eine Idee hatten sie dann in der Tat noch – und diese funktionierte dann: Austausch der SIM-Karte mit der Begründung, dass die alte kaputt ist.

Dieses Kundencenter kriegt jetzt erstmal 5 mal 5 Sterne. Was ich mit dieser Hotline mache, weiß ich noch nicht…

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Belana Hermine

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Gedanken zum Buch „Mach das Internet aus, ich muss telefonieren“

Rezension hier

Ich habe mich beim Lesen dieses Buches gut amüsiert. Allerdings frage ich mich, ob es jeder Altersgruppe so geht.

Im Grunde habe ich die Anfänge des Internets ziemlich life miterlebt. In der Tat bin ich schon so alt, dass ich den Einzug der PCs mitvollzogen haben – okay, er kam im Osten ein bisschen später als im Westen, aber immerhin.

Und so habe ich in dem Buch vieles wiedererkennen können, was mich nun – nach all den Jahren – doch ziemlich schmunzeln lässt.

Aber wie geht es denen, die diese Zeit nicht selbst erlebt haben? Können sie auch schmunzeln, wenn sie das Buch lesen? Oder bräuchten sie ein weniger nostalgisches und dafür stärker historisch-sachlich orientiertes Buch? Ich könnte mir gut vorstellen, dass für die „Alten“ einiges an Sachinformation nicht nötig und deswegen auch nicht im Buch steht, weil sich das einfach aus der Erinnerung heraus erschließt. Aber nicht alle verfügen über diese Erinnerung.

Das wäre ja eigentlich mal eine spannende Forschungsfrage 🙂

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Belana Hermine

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Gewohnheitssache

Ich jammere mal wieder ein bisschen auf hohem Niveau – aber vielleicht ist es doch eher auf niedrigem Niveau? Zumindest geht es um ein tieferes Niveau der Zimmertemperatur.

Wir haben uns zu Hause inzwischen so auf um die 19 Grad eingepegelt (im Schlafzimmer etwas kühler). Das erzwungene Experiment mit einer noch niedrigeren Temperatur hatte uns gezeigt, dass wir es nicht dauerhaft kühler mögen. Soweit, so gut, so angewöhnt.

Nun war ich dienstlich unterwegs und musst auch zwei Nächte in einem Hotel schlafen. Dort war die Heizung auf 21,5 Grad eingestellt. Meine Versuche, runterzuregeln blieben erfolglos. Na, dann eben so. Ist ja nix Dramatisches.

Allerdings habe ich doch gemerkt, dass mir diese Temperatur nicht (mehr) so richtig bekommt. Es fühlte sich ein wenig drückend an und auch das Schlafen wollte nicht recht entspannt klappen. Aber für zwei Nächte kann man sich damit schonmal abfinden. Also habe ich dem nicht weiter Bedeutung geschenkt.

Die Bedeutung poppte aber direkt wieder auf, als ich wieder zu Hause war. Es fühlte sich regelrecht erfrischend an. Gut, ich ziehe dann auch eine Schicht mehr über, aber so insgesamt ist es leichter, luftiger. Und in der Nacht habe ich auch wieder deutlich besser geschlafen – und vermutlich nicht nur wegen des vorangegangenen Schlafmangels.

Zwei Fragen ploppten dabei allerdings auf: 1) Geht eine Umgewöhnung an die Temperatur wirklich so schnell und spürbar? und 2) Hat man ein unterschiedliches Wärmeempfinden im Sommer und im Winter?

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Sprachunterricht – wozu?

Inzwischen hatte ich schon 3 Stunden mit „meiner“ Französisch-Lehrerin.

Es lässt sich ganz gut an. Nach der ersten Stunde hatte ich um etwas Grammatik gebeten, weil ich mit den 3 Zeitformen dann doch nicht weit komme und mir auch in Texten immer wieder Zeitformen begegnen, die ich nicht kenne. Das macht das Verstehen manchmal doch schwer, auch wenn ich das Verb am Wortstamm erkenne. Aber das Schwergewicht soll nach wie vor auf dem Sprechen liegen.

Und das bringt mich dann also dazu, warum ich das Ganze eigentlich mache. Der Ausgangspunkt war ja, dass ich mich auf meinen Wanderungen in Frankreich mehr mit den Menschen, auf die ich treffe, reden können möchte. Und ich möchte, dass es mich nicht mehr so anstrengt. Ich merke durchaus, dass das „regelmäßige“ Reden, einen ersten Übungserfolg zeigt, auch wenn ich natürlich nach wie vor ziemlich am Rumstottern bin. Es fühlt sich nicht mehr ganz so weit weg an. Vielleicht ein erster Ansatz zu mehr Leichtigkeit?

Mir ist dann aber auch eingefallen, dass ich immer überlegt habe, mal als Hospitaliera in einer Herberge zu arbeiten. Dazu hatte ich ja schonmal etwas geschrieben. Das größte Hindernis dabei war bisher, dass man die Landessprache gut sprechen können muss. Das ist ja durchaus verständlich, obwohl gerade auf dem camino frances ja recht internationales Publikum unterwegs ist und Englisch ganz gut hinhauen sollte. Aber wenn die Regeln nunmal so sind, dann sind sie eben so. Aber wenn ich jetzt nochmal viel in Französisch investiere (eher viel Zeit und Anstrengung), dann bringt mich das natürlich auch auf dem Weg zu besserer Sprachbeherrschung weiter. Und dann muss ich ja vielleicht nicht da aufhören, wo ich mich einigermaßen mit den Menschen unterhalten kann, sondern eben auch ein bisschen weiter in Richtung guter Fähigkeiten gehen. Also ein Punkt mehr, der mich motiviert, mal wieder konzentrierter am Französischen dranzubleiben.

Und mal wieder höchst interessant, wie Dinge zusammenlaufen können, auch wenn man das nicht von vornherein so beabsichtigt hat 🙂

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Unterstützung zielgerichtet?

Dass es viele Menschen gibt, die durch die steigenden Preise in Existenzschwierigkeiten kommen, ist unumstritten. Und dass sie schnelle, unkomplizierte und wirksame Hilfe brauchen, auch.

Doch wie kann man eine solche Hilfe so gestalten, dass sie fair ist, wirklich denjenigen zugute kommt, die sie brauchen, und die insgesamt auch zum sparsamen Umgang mit Ressourcen anregt, was nicht heißen soll, dass die ärmeren Menschen zuerst anfangen soll zu sparen. Sie verbrauchen eh schon deutlich weniger als die anderen.

Ich denke im Moment gerade an diese Unterstützung für Energiepreise, die sich an 80% des Verbrauchs des Vorjahres orientieren soll. Wer im Vorjahr viel verbraucht hat, bekommt nun viel Unterstützung. Es wird nicht danach gefragt, ob er/sie diese Unterstützung brauchen würde. Es wird nicht danach gefragt, ob der Verbrauch vor einem Jahr nicht schon von sich heraus überzogen war, weil er/sie in einer sehr großen Wohnung wohnt. Und von einer Unterstützung, die vom vergangenen Verbrauch ausgeht, scheint mir auch keine Wirkung für Einsparungen hervorzugehen.

Wäre es nicht sinnvoller zu überlegen, wie viel ein Mensch so braucht, um einigermaßen gut zu leben? Das wird doch bei Sozialhilfesätzen sowieso auch gemacht. (Kein Kommentar, ob ich deren Höhe angemessen finde…) Und von dem gedachten Bedarf ausgehend wird unterstützt. Wer also schon immer wenig verbraucht hat, bekommt prozentual gesehen mehr Unterstützung. Und wer schon immer auf großen Fuß gelebt hat, der muss von den Erhöhungen darauf eben mehr allein tragen. In der Regel sind das doch ohnehin Menschen, die es sich leisten können, sonst hätten sie es bisher doch auch nicht getan. Das fühlt sich für mich dann auch wieder fairer an.

Warum wird so ein Weg nicht gegangen?

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Belana Hermine

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