Wie weiter mit der Fitness?

Das Nachdenken über diese Frage hatte ja schon vor drei Wochen begonnen. Und wie sich gezeigt hat, kann man sich mit dem Nachdenken über Fitness ganz gut von den eigentlichen Fitness-Aktivitäten abhalten ;-).

Aktueller Stand

Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Ich versuche, möglichst viel zu Fuß unterwegs zu sein, und lege auch extra Strecken ein. Aber dabei sollte es eigentlich nicht bleiben. Unser Sohn hat mir nun einen kleinen Fitnesskurs gezeigt. Seiner Meinung nach sollte ich ihn wenigstens zweimal in der Woche machen. Okay, kommt auf die Liste der guten Vorsätze.

Ein Blick auf den Fitness-Sommer

Mitte September endet in meiner Statistik der Fitness-Sommer. Und so will ich dann heute einen kleinen Blick zurückwerfen.

Im Wesentlichen bestand der Fitness-Sommer aus meiner Wanderung und der Vorbereitung dazu. Insgesamt sind so im Durchschnitt 89 Wander-km pro Wochen zusammengekommen. Die durchschnittliche Laufleistung (also Rennen/Joggen) hält sich dagegen sehr in Grenzen und kann/muss deswegen unter den Tisch fallen.

Ein Vergleich mit den Zielsetzungen für den Sommer ist obsolet, weil ich mich beim Setzen der Ziele völlig vertan haben muss. Da war wohl gerade geistige Umnachtung angesagt. Das muss besser werden.

Wie soll es weitergehen?

Die Wanderungen tun mir ganz gut. Also werde ich versuchen, diese weiterzuführen. Natürlich werden im Winter nicht so viele km anfallen. Aber so 20-30 km in der Woche wären schon nicht verkehrt. Vielleicht verirrt sich ja auch mal wieder der eine oder andere Lauf-km zu mir. Dann würde ich ihn nicht wegschicken.

Aus vorvergangenen Tagen habe ich auch noch ein Video mit einem Stretching-Kurs. Das hat mir damals auch immer sehr gut getan. Eigentlich würde ich den auch gern einmal in der Woche machen. Wäre also der zweite Zielpunkt für den Fitness-Winter.

Die Abrechnung gibt es in einem halben Jahr, wenn die Frühlingsblumen uns schon wieder erfreuen 🙂

Kommt fit durch das kühlere Halbjahr.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Zisterzienser

Gestern war ich im LVR Landesmuseum Bonn. Dort läuft derzeit eine Ausstellung zu den Zisterziensern. Da ich auf meinen Jakobswegen immer mal wieder auf ihre „Nachfolger“ oder „Reste“ von ihnen treffe, wollte ich mir das unbedingt ansehen.

Ohne jegliche weitere Vororientierung bin ich direkt zum Beginn der Öffnungszeit ist. Geschick tirili – eine Viertelstunde später fing eine Führung an. Na, der habe ich mich doch glatt angeschlossen.

Man hat versucht, im Museum die Räume eines Zisterzienserklosters nachzugestalten. Grundsätzlich finde ich das gut gelungen, auch es ein paar Einschränkungen gibt, weil man ja nun nicht das ganze Museum dafür abreißen konnte.

Gleich am Eingang sind Reste von Fensterbögen auf dem Fußboden ausgelegt. Man kann gut erkennen, wie sie zusammengefügt wurden. Da das Fenster dort liegt, kann man an alles sehr nah ran.

Beeindruckend fand ich dieses Stein(!!!)-Relief. Es stammt aus einer Zeit, in der Nonnen noch keine weitere Beachtung geschenkt und ihnen auch nur wenige Rechte zugestanden wurden. Insofern ist es ein mutiges Werk.

Beeindruckt war ich auch von diesem Kapitell einer Säule aus einem Kreuzgang. Maria kitzelt dem Jesuskind den Bauch und beide haben ihren Spaß daran.

Ein Raum war wie ein Skriptorium gestaltet. Im Nachbarraum wurden alte Bücher gezeigt. Angefangen hat es mit Büchern, die nur Schrift enthielten, getreu den Regeln der Zisterzienser. Doch nach und nach wurden die Bücher zunehmend kunstvoller gestaltet (illuminiert – sagte die Dame).

Diese Ausstellung belegt nur einen Teil der Ausstellungsfläche des Museums. Es gibt eine Dauerausstellung zur Geschichte der Region. Und so kommt es, dass nicht weit entfernt vom Chorgestühl (unten links) ein Neanderthaler auftaucht (recht in der schwarzen Vitrine) 😉

Ja, es hat mir sehr gut in der Ausstellung gefallen und ich kann sie zum Besuch empfehlen, wenn man sich für diese Epoche und diese Thematik interessiert. Allerdings wirkt wohl meine diesjährige Pilgerung noch ziemlich nach. Ich habe die Unterschiede zwischen den Ansätzen dieser beiden Weltanschauungen/Religionen nahezu zum Greifen spüren können. Das war interessant und lehrreich, aber doch auch ziemlich verwirrend.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Eine Frage zum Sonntag

Zuerst möchte ich allen herzlich danken, die sich am letzten Sonntag an der Diskussion beteiligt haben. Es kamen verschiedene Herangehensweisen und Facetten zum Ausdruck, sodass ich mal definiere, dass das Experiment geglückt ist und fortgesetzt werden kann 🙂 heute mit der Frage:

Schon am Montag auf den Freitag warten?

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein hat hin und wieder den Vorteil, dass man (ungewollt) Gesprächen Anderer folgen kann. Manchmal höre ich dann am Montagmorgen Aussagen wie: „Ach, wenn es doch schon bald Freitagnachmittag wäre.“ oder „Wie ich mich auf den Freitag freue.“ oder „Hoffentlich ist bald Freitag.“

Mich gruselt dann immer ein bisschen. Ist es nicht furchtbar, wenn man sich vor jedem Arbeitstag neu scheut, weil man meint, nur Langweiliges, Sinnleeres, zu Schweres/zu Stupides vor sich zu haben? Ein Drittel eines normalen Arbeitstages verbringen wir auf der Arbeit. Es ist doch furchtbar, wenn man sich tagtäglich neu dazu zwingen muss.

Natürlich hat jeder Job auch öde Anteile. Das ist wohl nur normal. Und es gibt immer ein paar Kollegen, mit denen man nicht so gut auskommt. Auch ist mal ein Tag toll, einen anderen will man vielleicht lieber aus dem Kalender streichen.

Deshalb die Frage(n):

Wie viel „Ätz“ im Job verträgt man, ohne „Schaden“ zu nehmen? Kann man selbst etwas an der Situation ändern, ohne gleich den Arbeitsplatz wechseln zu müssen? Ab wann ist es sinnvoll, den Arbeitsplatz zu wechseln? Wie kommt man am besten mit den „unguten Aspekten“, die es nunmal zwangsläufig in jedem Job gibt, zurecht?

Ich bin gespannt auf Eure Lösungswege und freue mich darauf, uns darüber auszutauschen.

Wünsche Euch allen einen sinnvollen und erfüllenden Sonntag.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Erntezeit

Im Herbst wird die Ernte eingebracht. Mit dem Erntedankfest „endet“ diese Zeit. Und wenn die Ernte besonders gut war, dann kann man Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen, wie hier an einem Bauernhof mit Kürbissen.

Es gibt dort eine regelrechte Ausstellung, für die man dann aber auch Eintritt bezahlen muss.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Freilichtmuseum Kommern

Wie oft sind wir daran schon vorbeigefahren und haben uns jedes Mal gesagt, dass wir da mal hin müssten. MD war als Kind mit seinen Eltern dort, was aber auch schon viele, viele Jahre her ist. Ich war noch nie dort. Also haben wir uns gestern ein Herz gefasst und haben dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt.

Auf einem relativ großen Gelände stehen Häuser, insbesondere Bauernhäuser, aus vergangenen Jahrhunderten und verschiedenen Regionen NRWs. So weit möglich, wurden sie an ihren Ursprungsorten abgebaut und in Kommern weitestgehend originalgetreu wieder aufgebaut. Gezeigt werden auch alte Handwerke. Je nach Möglichkeiten des Museums werden sie auch vorgeführt.

Für mich war besonders interessant, die Größenordnungen der Gerätschaften zu sehen, wie hier bei einer Weinpresse.

Zum Teil erschütternd war, mit welchen für uns primitiv anmutenden Gerätschaften damals gearbeitet wurde. Hier ein Pumpenwagen.

Interessant fand ich, auch mal einen Einblick in die Bauweise zu bekommen. Hier sieht man ein Fachwerkhaus vor dem Auftragen der letzten Schicht.

Zwei andersartige Wegekreuze werden gezeigt. Eines davon ist dieses. Ich fand beide sehr schön.

Es hatte in der Nacht geregnet, sodass ich mal wieder einer meiner Freuden frönen und ein paar Regentropfen knipsen konnte.

Als Baum des Tages habe ich aus den vielen „Kandidaten“ die Dorflinde ausgewählt.

Das Gelände bietet viel Grün, viel Platz zum Herumtoben, viele Sitzgelegenheiten, gastronomischen Service, einen großen Spielplatz. An etlichen Stellen werden die alten Gewerke vorgeführt. Bei bestimmten Tätigkeiten dürfen Kinder mitmachen. Alles in allem also sehr gut für einen Familienausflug geeignet. Und wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich auf einer Pferdekutsche durchschaukeln lassen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Eine Frage zum Sonntag

Gut, dann starten wir also mal mit dem Experiment. Die heutige Frage ist:

Wie viel und welche Mutter-/Elternliebe brauchen/wollen erwachsene Kinder?

Zum Hintergrund der Frage: Unser Sohn ist nun schon ein paar Jahre aus dem Haus und hat eine Freundin. Die Beziehungen der beiden zu ihren Ursprungsfamilien unterscheiden sich deutlich. Da ich selbst nicht auf Erfahrungen mit Beziehungen zu Eltern als Erwachsene zurückgreifen kann, habe ich immer das Gefühl, etwas im trüben Teich zu fischen, wenn es darum geht, die Beziehung zu unserem Sohn zu gestalten. Licht in den dunklen Tümpel bringen natürlich Gespräche. Aber mich würde doch interessieren, wie das bei Anderen aussieht.

Also, Ihr Mütter und Väter von erwachsenen Kindern: Wie geht Ihr mit Euren Kindern um. Wie eng ist Eure Beziehung. Wie viel Freiraum braucht/verträgt sie? Wie viel Liebe und in welcher Art gebt Ihr?

Und Ihr erwachsenen Kinder: Wie viel Liebe und Beziehung erwartet/wünscht Ihr Euch von Euren Eltern? Wie/In welcher Form bekommt Ihr sie?

Ich bin gespannt, welche verschiedenen Wege und Möglichkeiten es gibt, und würde mich freuen, wenn wir uns darüber austauschen könnten.

Wünsche Euch allen einen liebevollen Sonntag.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Wie weiter mit der Fitness?

Der Montag war bisher der Tag für den Rückblick auf die Fitness-Woche. Kann/Muss das so bleiben?

Eigentlich ist es nicht nur die Frage, wie es mit der Fitness weitergehen kann/soll, sondern eigentlich ganz allgemein: Wie geht es jetzt (nach diesem langen Pilgerweg) weiter? Was geht weiter? Was geht nicht weiter? Was kommt neu?

Fitness ist ein Punkt, der dabei überdacht werden will. Ja, ich kann einigermaßen gut laufen. Laufen erscheint aus meiner Perspektive als die einfachste und effizienteste Form des Fitness-Trainings für mich. Aber ist es auch die, die mir Spaß macht, die meiner Gesundheit (z. B. alternde Knochen) gut tut, die ich auf Dauer machen möchte? Nun ja, die vielen Frage deuten wohl schon darauf hin, dass es mit dem Spaß nicht ganz so gut bestellt ist. Aber was dann? Wer viel essen möchte, muss sich auch viel bewegen 😉

Aber auch viele andere Punkte wollen überdacht werden. Mir machen so viele Dinge Spaß, ich möchte so vieles sehr gern tun, aber alles geht nicht. Was streichen? Oder doch vieles nebeneinander und dann jeweils nur ein bisschen? Da ich merke, dass das ständige Nachdenken darüber anfängt, mich regelrecht etwas zu stressen, sollte ich hier wohl möglichst zügig eine Entscheidung treffen. Schreiben und Lesen sind natürlich gesetzt. Aber sehr gern möchte ich viel, viel mehr Japanisch lernen. Ich möchte mich gern mit Japanern einigermaßen unterhalten können und dann noch einmal nach Japan fahren. Studieren möchte ich eigentlich auch wieder ein bisschen. Und ein bisschen Malen/Zeichnen/Kritzeln wäre auch nicht schlecht. Da frage ich mich dann doch, wo noch die Zeit zum Arbeiten bleibt 😉

Gut, diese Frage war jetzt nicht ganz so ernst gemeint. Aber auch hinsichtlich der Arbeit will ich überlegen, an welchen Projekten ich mich beteilige und an welchen nicht (soweit eine Wahl besteht), wie ich die Interaktionen, die anstehen, so gestalte, dass sie mir besser tun als bisher. Bei den Punkten, die einfach pflichtmäßig zu absolvieren sind, würde ich gern zu einem Zustand kommen, in dem das Gefühl, dass es Pflicht ist, geringer wird, dass ich also auch diese Dinge mehr selbstgestaltend erledige und damit auch Positives für mich daraus ziehe.

Welchen Zeithorizont sehe ich dafür? Nun, die Fragen hinsichtlich Fitness und sonstigen Hobbies sollte ich wohl möglichst zügig klären. Die können ja immer wieder mal neu gestellt werden. Bezüglich der Arbeit wird das wohl ein Prozess bis zum Ende meiner Arbeitstätigkeit sein. Auf jeden Fall möchte ich vermeiden, dass ich irgendwann mal nur noch Dienst nach Vorschrift mache und schon am Montagmorgen sehnsüchtig auf den Freitagabend warte. Das ist für mich eine ziemliche Gruselvorstellung. Deshalb: Wehret den Anfängen!

Allen eine gruselfreie Woche.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine