Tagesgedanken

Gedanken zum Buch „Roboterland“ (Rezension hier) – heute: Allgemeines

Vielleicht hat sich der/die Eine oder Andere ja schon gewundert, warum es zu diesem Buch keine individuellen Gedanken neben der allgemeinen Rezension gab. Das lag daran, dass mich das Buch sehr beeindruckt und in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken gebracht hat. Davon möchte ich gern mehr als nur einen Gedanken teilen, weshalb ich die Gedanken nach den 4 Bereichen Essen, Lieben, Reproduzieren, Sterben aufteilen möchte. Und deswegen heute nur ganz allgemein der Einstieg.

Wirklich bestochen hat das Buch durch die vielen Seiten von denen aus die Einzelbereiche jeweils betrachtet wurden. Das findet man heute doch eher selten. Aber erst durch die Konfrontation mit verschiedenen Blickwinkeln kann man selbst schauen, wo man steht, und auch mal über die eigene Nasenspitze hinausschauen.

Recht allgemein sind für mich 3 Grundaussagen geblieben:

  • Wir behandeln Symptome, um nicht das eigentliche Problem angehen zu müssen.
  • Was technisch möglich ist, wird auch umgesetzt werden.
  • Wir brauchen eine breit aufgestellte Diskussion darüber, was wir als Menschen/Menschheit an Entwicklung/Fortschritt wollen.

Genaueres dazu, getrennt nach den 4 Inhaltsbereichen, gibt es also in späteren Beiträgen.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Was ist normal/Normalität?

Normal – Normalität – normgerecht; das, was gerade von der Mehrheit der Menschen (einer Region?) getan, gemacht, gedacht wird. Also gibt es eigentlich für jeden Augenblick eine neue Normalität. Wie stark sie sich von der Normalität des vergangenen Moments unterscheidet, bleibt offen. Meist sind die Unterschiede so klein, dass wir sie nicht merken. Und doch ändert und wandelt sich das, was als normal angesehen wird, permanent. Deshalb schauen wir dann auf größere Zeiträume, um Änderungen in der Normalität festzustellen. Normalität ist dabei erst einmal neutral. Normal ist also nicht zwangsläufig gut.

Gibt es einschneidende Ereignisse wie einen Krieg, eine Naturkatastrophe oder eine Pandemie (die ja letztlich auch „nur“ eine Naturkatastrophe ist), dann kann es sein, dass sich eine Normalität in kürzeren Zeitabständen ändert.

Vor knapp einem Jahr wurde ja viel über eine „neue Normalität“ gesprochen. Für mich passte dieses „neu“ in der Bezeichnung nicht so recht. Ich hätte lieber „Pandemienormalität“ dazu gesagt, um ganz klar herauszustellen, dass sich das für mich nicht als längerdauernde Normalität darstellt.

Inzwischen wird schon von post-Covid-Normalität gesprochen. Dabei geht es auch darum, ob wir in die Normalität vor Corona (also die pre-Covid-Normalität???) zurückwollen oder ob sich post- und pre-Covid-Normalität unterscheiden und wenn ja, inwiefern.

In dem Buch über die Pest, das ich letztens gelesen hatte („Die macht der Seuche“; Rezension hier), stand, dass ein solches Ereignis nicht zu umwälzenden Neuerungen führen würde, sondern eher Prozesse, die bereits am Laufen waren, beschleunigen könnte.

Also müssten wir wohl mal schauen, was sich da vor Covid entwickeln wollte und erste Ansätze erkennen ließ. Dann können wir vielleicht ein wenig abschätzen, wie es nach Covid weitergehen könnte. Das ist sicherlich eine Sicht auf gröberem Niveau, also z. B. in Gesellschaften/Ländern. Aber es gibt doch auch viele Stimmen von Einzelpersonen, die sich einfach nur nach ihrem alten Leben zurücksehnen. Sie wollen wieder in Ruhe zur Arbeit gehen, feiern, reisen, sich treffen können.

So sehr ich uns allen wünsche, dass wir wieder zu mehr Ruhe und Stabilität finden, so denke ich doch, dass das etwas anders aussehen wird als vor Covid. Aber damit werde ich mich wohl in einem nächsten Beitrag befassen, sonst wird das hier einfach zu lang(weilig).

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Tagesgedanken

Wie hoffnungsvoll darf man schon sein?

Ist bald alles ausgestanden? Viel ist darüber zu hören. Die Rufe nach weiteren Öffnungen werden laut. Die Menschen wollen in den Urlaub fahren. Ist es schon an der Zeit dazu? Ich bin zwar hoffnungsvoll, aber doch auch skeptisch.

Und doch kommen immer häufiger auch Gedanken an das Danach. Vielleicht ist ja doch schon als kleines Lichtlein am Ende des Tunnels erkennbar?

Nun ja, für uns vielleicht. Aber wie ist das in anderen Ländern, wo sich Wellen gerade in Tsunamis verwandeln, wo (noch) nicht so geimpft werden kann wie bei uns, aus denen man möglicherweise auch gar nichts hört?

Es ist davon die Rede, dass die Pandemie in ein endemisches Geschehen wie die „normale“ Grippe übergehen wird. Ich habe auch schon Reden über Auffrischungsimpfungen gehört. So viele Menschen stehen noch ohne Impfung da und es geht schon um Auffrischungen? Das verwirrt, verrüttet, verschüttet meinen Verstand schon wieder.

Irgendwie dachte ich am Anfang des Beitrags noch, er könnte einen deutlich optimistischeren Touch bekommen. Aber den wollte er dann wohl doch nicht haben.

Und doch – wenn (wann immer das sein mag) sich diese Pandemie in ein grippeähnliches Geschehen „auflöst“ und wir mit der gewöhnlichen Grippeimpfung auch eine Covid-19-Auffrischung bekommen können, dann sind das doch recht positive Aussichten, oder nicht?

Macht Euch gute Gedanken, wenn uns schon das Sonntagswetter einen Strich durch die Rechnung macht.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tagesgedanken

Chuzpe – ein humorvoller Wikipedia-Eintrag

In der Big-Bang-Theorie sagt an einer Stelle eine Edel-Nutte zu Howard: „Chuzpe, ich steh‘ auf dich.“

Ich wollte schon immer wissen, was dieses „chuzpe“ bedeutet. Heute habe ich es endlich nachgeschlagen und stieß auf diesen Wikipedia-Artikel (hier).

Der ist so witzig geschrieben, dass man sich fragen kann, ob das wirklich ein ernst gemeinter Artikel ist. Aber eigentlich vertraue ich auf die öffentlichen Mechanismen von Wikipedia zumindest dahingehend, dass grober Unfug nicht stehenbleibt.

Das Witzigste war wohl der Ausdruck „soziale Unerschrockenheit“ als Umschreibung dafür, dass „jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht“. Naja, so ganz alltagsdeutsch würde man das wohl kurz und knapp „asozial“ nennen. Aber es klingt doch hochfein, wenn man es „sozial unerschrocken“ nennt. Hätte also Corona vielerorts lediglich soziale Unerschrockenheit aufgedeckt?

Einige Beispiele für Chuzpe sind in dem oben genannten Artikel zu lesen. Ich wünsche Euch viel Spaß daran. Wir haben hier zumindest herzlich gelacht.

Habt ein humorvolles Wochenende.

Wir sehen uns auf dem Weg.
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Belana Hermine

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Tagesgedanken

Impfen – egal wo, auch wenn es Unterschiede gibt

Es gibt ja schon viele Erzählungen darüber, wie gut das Impfen in den Impfzentren funktioniert, wenn man dann einen Termin hat.

Das kann ich mir gut vorstellen. Auch wenn der Begriff „wie am Fließband“ jetzt wenig menschlich anmutet, so bietet dieses Verfahren doch recht viel Effizienz und auch Sicherheit. Ausreichend große und viele Wartebereiche sind eingerichtet. Jede/r weiß, was er/sie zu tun hat und kann die Handgriffe routiniert und sicher erledigen.

In den (Haus)-Arztpraxen scheint das nicht immer so gut zu gelingen. Davon hatten ja auch schon einige berichtet. Die Räumlichkeiten sind eben auf einen ganz anderen Betrieb eingerichtet und lassen sich dann von heute auf morgen weder umbauen noch erweitern. Die meisten (Haus)-Ärzte impfen an Mittwochnachmittagen, wenn die Praxen normalerweise zu haben. Sie müssen sich also jede Woche neu an die ganzen Abläufe und Handgriffe gewöhnen. Und es ist ja auch zusätzliche Arbeit für sie, sodass ich mich frage, ob sie dann noch genügend Zeit zur Erholung finden, die sie ja auch brauchen, um dann wieder ihre normale Arbeit zu erledigen, die ja ohnehin seit reichlich einem Jahr unter extremsten Belastungen steht.

In diesem Sinne finde ich es außerordentlich an anerkennenswert, wenn sich (Haus)-Ärzte entscheiden, die Impfungen zu unterstützen. Einerseits schaffen sie zusätzliche Kapazitäten zu den Impfzentren und andererseits können sie auch Menschen bedienen/helfen, die vielleicht nicht ins Impfzentrum kommen. Hier bei uns gibt es eines, das für etwas die Hälfte der Einwohner des dazugehörigen Kreises nur sehr umständlich zu erreichen ist. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich wegen besonderer Erkrankungen, über die der Hausarzt eben sehr gut Bescheid weiß, nicht von/bei Fremden impfen lassen möchte.

Sobald es aber genug Impfstoff gibt, denke ich, dass Betriebsärzte auch viel und sehr professionelle Impfkapazität schaffen können. In Unternehmen könnte man sicherlich besser als in den (Haus)-Arztpraxen die entsprechenden räumlichen Gegebenheiten schaffen. Zumindest kann ich mir das für unsere Betriebsärztin gut vorstellen.

So hat jede Form ihre eigenen Stärken und Schwächen, aber auf jeden Fall ihre Berechtigung.

Und deswegen würde ich, auch wenn ich das Impfzentrum vorziehen würde, kein Impfangebot ablehnen, egal woher es käme.

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Verebbt die Welle gerade?

Vielleicht ist es bekloppt, aber ich schaue mir noch immer jeden Tag die Corona-Zahlen an.

Da gibt es ja ein paar optimistisch stimmende Entwicklungen. Die Neuinfektionszahlen scheinen nun doch tendenziell zu sinken. Auch farblich hellt Deutschland auf. Die Anzahl der Erstimpfungen steigt, auch die der Zweitimpfungen.

Allerdings frage ich mich, wem/was diese Trends zuzuschreiben sind. Sind es die Maßnahmen, die greifen, und es geht wieder los/weiter, wenn wir lockern? Ist es die steigende Immunität wegen der Impfungen? Dann weiter so? Ist es das schöne Wetter?

Noch bin ich nicht überzeugt, denn im letzten Jahr standen wir im Mai schon deutlich besser da als jetzt. Aber das mag auch an den höheren Ausgangszahlen der aktuellen Welle liegen.

Allgemein scheint noch immer Skepsis zu überwiegen. Auch auf Arbeit kalkulieren wir für den Winter ein, schnell wieder auf online umschalten zu können, sollte es zwischenzeitlich mal zu einer Präsenzphase gekommen sein. Aber für die Zeit bis in den Sommer hinein ist definitiv für online entschieden worden. Das gibt allen Seiten ein wenig Planungssicherheit und hoffentlich auch etwas Ruhe in diesen aufregend strudeligen Zeiten.

Ich drücke Euch allen die Daumen, dass Ihr auftauchenden Strudeln und Sprungfluten gut ausweichen könnt.

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Pilgern in verschiedenen Sprachen 😉

Für meine allererste Pilgertour (2011 – Camino del norte) hatte ich ein paar Brocken Spanisch gelernt. Ich konnte zwar mit niemandem reden, konnte aber oft die Kernidee einer Rede erfassen. Auch Texte auf Hinweisschildern hätte ich zwar nicht übersetzen können, habe sie aber doch vom Sinn her verstanden. Das hat durchaus hin und wieder geholfen.

Für meine große Tour (2012 von zu Hause nach Santiago), bei der ich durch Frankreich musste, hatte ich doch ziemlich Respekt vor den sprachlichen Unwägbarkeiten in Frankreich. Ich konnte schon ein bisschen Französisch und habe darauf aufbauend noch ein paar Selbstkernkurse gemacht. Dann hatte sich noch die Gelegenheit für einen B1-Kurs ergeben, was aber eigentlich zu anspruchsvoll war. Ich hoffe, ich habe da niemanden wirklich behindert. Am Ende des Kurses mussten wir eine kleine Präsentation auf Französisch zu einem selbst gewählten Thema machen. Dass Pilgern das Thema war, lag wohl recht nahe –> Pilger auf Französisch.

Kurz danach war ich dann für ein halbes Jahr bei einem Unternehmen, mit dem wir kooperieren, in Russland. Die Kollegen da wollten alle so viel über meine Pilgerwanderung wissen, dass ich dann dort einen kleinen Vortrag über das Pilgern im Katholizismus (die Kollegen waren, wenn nicht atheistisch, dann griechisch-orthodox) und ein bisschen über die eigene Reise auf Russisch hielt –> Pilgern auf Russisch.

Und nun stand auch in meinem Japanisch-Kurs ein Vortrag an. Da war doch meine 88-Tempel-Runde auf Shikoku (2017) ein passendes Thema. Ich habe dann eine kleine Gegenüberstellung dieses Weges mit dem Jakobsweg gemacht. Und ja, auf Japanisch halt –> Pilgern auf Japanisch.

Und was ist mit Deutsch? Interessant, interessant. Obwohl die Deutschen wohl eine der größten Gruppen auf dem Jakobsweg sind, habe ich noch nie einen Vortrag über das Pilgern auf Deutsch gehalten –> kein Pilgern auf Deutsch also.

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36 Fragen – Frage 2

Wärst Du gern berühmt? Wie würde das sein und wie wärst Du?

Hier die Kurzfassung

Nein, ich wäre nicht gern berühmt – bzw. anders ausgedrückt: ich bin sehr froh, dass ich nicht berühmt bin.

Wie wäre es, wenn ich berühmt wäre? Vermutlich sehr stressig. Ich würde mich ziemlich unter Druck gesetzt und auch beobachtet fühlen. Nein, das brauche ich nicht.

Zur Langfassung geht es hier (mit Passwort).

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