Strickprojekt

Manchmal ist es schon komisch, wie die Dinge so spielen. Da sitzt man doch eher im Winter in der warmen Stube und fummelt etwas mit den Händen zurecht. Aber mich hat gerade zum Beginn des Frühlings mal wieder die Lust aufs Stricken überfallen. Aber letztlich ist Stricken ja nun nicht wirklich an keinen Platz gebunden. Man kann es fast überall machen. Und ein Strand-Sonnen-Brater bin ich ja eh nicht.

Aber zurück zum Thema.

In meinen Jugendtagen, die nun doch schon viele, viele Jahre zurückliegen, habe ich äußerst viel gestrickt, u. a. auch Anziehsachen, die ich dann (durchaus gern) getragen habe. Aber dann wurde Stricken irgendwie uncool und war nur noch was für alte Leute. Aber die Zeit verging, ich wurde älter und inzwischen stricken auch wieder Jüngere. Ein wenig haben vielleicht auch die Russlanddeutschen, die nach Deutschland zurückgekommen sind, dazu beigetragen. Zumindest hört man in der Handarbeitsabteilung oder einem Handarbeitsladen oft Russisch. Also, zurück an die Nadeln und die Wolle.

Und was soll es nun geben?

Früher hieß es Kunststricken und es wurden Deckchen, Servietten, Spitzen oder ganze Tischtücher gestrickt. Heute heißt es natürlich Englisch: Lace (wenn es sich um Stricken handelt). Und werden soll es ein leichtes, langes Sommerkleid. Das Internet enthält eine Fülle an Beispielen, für einige gibt es auch Anleitungen. Und so war recht schnell etwas gefunden. Die Wolle kaufte ich in einem Wolleladen, der bei uns ziemlich im Stadtzentrum ist. Die alten Stricknadeln schauten etwas entsetzt, als ich sie aus der Kiste zog. Aber schon konnte es losgehen.

Aus diesem Haufen Wolle soll also ein Kleid werden.

Zuerst werden Probeflecken gestrickt, um zu sehen, welche Nadelstärke am besten passt und ob die Maschen- und Reihenzahlen zu den Angaben in der Anleitung passen.

Und dann konnte es auch schon losgehen.

Die Herausforderung

Das Kleid wird von unten, also vom Saum her, nach oben gestrickt. Das heißt also, dass man sich das mit der Wolle sehr gut überlegen muss. Wenn das Kleid einen Ticken zu lang wird, hat man vielleicht nicht genug Wolle übrig, um den Halsausschnitt vernünftig zu machen. Da ist also noch etwas Rechenarbeit angesagt.

Eine weitere Herausforderung gibt es immer, wenn etwas in geschlossenen Runden gestrickt wird. Beim Schließen der Runde kann es nämlich passieren, dass man das gute Stück verdreht und das Ganze ein Möbiusband wird, das man aber schlecht als Rockteil eines Kleides verwenden kann. Also, Holzauge, sei am Anfang besonders wachsam.

Auch wenn das ganz gut geklappt hat, ist mindestens einmal wieder aufziehen irgendwie Tradition. Da ich das nun aber schon hinter mir habe, hoffe ich, dass alles Weitere ohne größere Verluste vonstattengehen kann. Na, jedenfalls bin ich dran und habe echt wieder Spaß am Stricken.

Ich melde mich dann in der Halbzeit nochmal – und am Ende natürlich auch. Noch lebe ich in der Hoffnung, dass das Ende vor Anbruch des Sommers erreicht ist 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

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Die Schmusekatze

Am Montag hatte ich von einer Schlafgefährtin berichtet (hier). Daraufhin wurde der Wunsch laut, dieses kuschlige Tier mal zu sehen. Also bat ich meine Freundin um eine paar Fotos ihrer Katze, die ich Euch nun gern zeigen möchte.

Eine hellwache, neugierige Stubentigerin,…

…die aber gern auch mal die Augen schließt…

…oder sich von vielerlei behutsamer Hände in den Schlaf kraulen lässt. So in etwa sah das dann auch in der Nacht aus.

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Auch Katzen sind Gewohnheitstiere

Das verlängerte Karnevalswochenende hatte ich genutzt, um eine Freundin in der alten Heimat zu besuchen. Dort schlafe ich dann immer auf einem Ausklappsofa – sehr bequem, tief und fest.

Seit meinem letzten Besuch hatte sich aber die Katze angewöhnt, auf dem zusammengeklappten Sofa auf einer roten Decke zu schlafen. Da war ich nun also ein Störfall. Und so schlich sich die Katze permanent um mich herum, nachdem ich mich hingelegt hatte. Da habe ich irgendwann kurzerhand die rote Decke genommen und sie neben mich gekrüschelt. Es dauert auch nicht lange, bis die Katze das gemerkt hatte. Erst schnüffelte sie an mir herum, wie um sicherzustellen, dass da nicht der Untergang droht. Und dann hat sie sich ganz schnell eingekuschelt und ist eingeschlafen.

Tja, glaubt man sowas, dass ich als Haustier-Phobiker ein paar Nächte mit einer Katze das Bett/Sofa teile? ***kicher***

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine

Handarbeitsprojekt

Vor fast ewig langer Zeit hatte ich bei einem Besuch unseres Kooperationspartners in Nishnij Nowgorod (Russische Föderation) ein Set zum Perlensticken gekauft. Ich hatte solche Sets in einem Handarbeitsladen entdeckt und mich direkt in sie verliebt. Also musste ich am Ende der Reise unbedingt eins mitnehmen.

Zu Hause habe ich sofort angefangen. Die Packung enthielt ein Stück Stoff, auf dem Farbcodes für die verschiedenen Perlensorten gedruckt waren, sowie 19 kleine Tütchen mit den unterschiedlichsten Perlen. Im Grunde ist es ähnlich wie Malen nach Zahlen, nur dass man eben nicht malt, sondern Stich um Stich, Reihe für Reihe winzige Kügelchen auf Stoff näht.

Was auch immer dazu geführt hat, aber ich habe irgendwann das Ganze zur Seite gelegt und fast ein wenig vergessen. Letztens habe ich aber meinen Schrank mit den ganzen Bastel- und Malsachen umgeräumt und dabei fiel mir das Ganze wieder in die Hände. Die konnten es dann gar nicht wieder loslassen.

Und so ist nun dieses Bild entstanden.

Das Bild braucht jetzt noch einen Rahmen und ich brauche ein neues Set zum Perlensticken 😉

Wir sehen uns auf dem Weg.
Let’s go!
Belana Hermine