Zusammenfassung der Laufwoche

Leider gab es in dieser Woche nicht so viele Laufgelegenheiten. Der Montag war voller Auswärtstermine und am Wochenende hatte ich ja das Seminar. Mit dem Sonntag fehlt dann doch recht schmerzlich die Gelegenheit für einen langen Lauf :-(. Aber es hat sich dann doch mehr ergeben, als ursprünglich gedacht war :-).

Also habe ich erstmal die Gelegenheiten, die es gab, genutzt und die Strecke etwas verlängert, um im Endeffekt doch auf ein gewisses Mindestmaß an km zu kommen. Alles bestens.

Es war eine recht stürmische Woche. Und interessanterweise kam der Wind sehr oft von der Seite. Und er war ziemlich eisig. Das hieß also Brain-Freeze und eingefrosteter Gehörgang auf der einen Seite und auf dem Rückweg auf der anderen Seite. Außerdem war Achtung angesagt, wenn einem ein starker Windstoß einen Fuß einfach mal zur Seite und damit vor den anderen Fuß pustete. So kann man sich wunderbar selbst Beinchen-stellen. Aber es ist alles gut gegangen.

Die unerwartete Möglichkeit bot sich dann beim Seminar. Naja, ganz so unerwartet war es dann auch wieder nicht. Das Seminarhaus lag direkt an einem Wald. Und wenn man morgens ein paar Minuten früher aufsteht, lässt sich doch so einiges bewerkstelligen. Also hatte ich vorsorglich die Laufklamotten eingepackt. Allerdings waren für Samstag Morgen -2 Grad angekündigt. Der Boden war auch tatsächlich gefrostet. Das war auch gut so, denn sonst hätte ich einen Schlammwettkampf mit den Wildschweinen nicht scheuen müssen. Allerdings habe ich erst morgens festgestellt, dass ich keine Handschuhe dabei hatte und auch nichts für den Kopf. Oh, oh. Aber glücklicherweise hatte ich das dicke Laufshirt dabei. Das hat eine Kapuze. Welch glückliche Fügung. Und dann hat das Ding etwas, wo ich ja nie so recht wusste, was man damit eigentlich anfangen soll: Es hat Ärmelaufschläge, die an einer Seite festgenäht sind. Naja, manches versteht man vielleicht nicht gleich, aber irgendwann kommt die Erleuchtung doch. Diese Aufschläge kann man so umklappen, dass sie über die Hände gehen. Vielleicht ein bisschen so, wie man früher den kleinen Babys die Ärmel über die Hände gezogen hat, damit sie nicht am Daumen nuckeln. Und so war ich dann doch gut gerüstet für die Kälte.

Ich weiß gar nicht, ob ich schon jemals bei solchen Temperaturen draußen gelaufen bin. Möglicherweise in der fernen Jugend. Aber wirklich erinnern kann ich mich nicht mehr. Der Boden hat nett geknarrt bei jedem Schritt. Der Reif auf den Gräsern, die auf den Wegen wuchsen, hat herrlich geknistert. Auf der Straße war eine Stelle von ein paar Metern richtig vereist. Da war ich dann gaaanz langsam unterwegs, um nicht plötzlich ganz flott unterwegs zu sein.

Es war toll gegen den Sonnenaufgang zu laufen. Zuerst gab es einen horizontalen roten Streifen, darunter war es ziemlich dunkel, darüber schon ein wenig heller. Dieser Streifen wurde immer breiter, verlor aber an Rot, bis eben alles Himmel war und man auch „auf dem Land“ einigermaßen alles erkennen konnte. Eine Rehfamilie habe ich leider bei ihrem Frühstück auf dem Feld aufgescheucht. Ja, es ist schon was ganz Anderes, so früh am Morgen zu laufen – toll.

Inzwischen schnipst auch die Herzfrequenz nicht mehr so panisch in die Höhe, sondern klettert so Stück für Stück nach oben – zwar immer noch mehr als gut wäre, aber eine Besserung ist ja zu erkennen. Und da lebt dann doch die Hoffnung, dass das Ende noch nicht erreicht ist.

Auf zu den nächsten Lauf-Abenteuern 🙂

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

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