Goldstein, Beall: Die Nomaden der Mongolei

„Die Nomaden der Mongolei: Eine Hirtenkultur zwischen Tradition und Moderne“
Melvyn C. Goldstein, Cynthia M. Beall
DA Verlag Das Andere GmbH, Nürnberg, 1994

Ein wunderschönes Buch mit vielen tollen Fotos, die einen Eindruck vom Leben und Arbeiten der mongolischen Nomaden im Gebiet um Most vermitteln.

Das Leben und Arbeiten wird recht ausführlich beschrieben. Dabei wird besonders die Entwicklung zwischen 1990 und 1992 nach dem Zusammenbruch des Kommunismus beschrieben. Es gab durchaus Schwierigkeiten, die Kollektive aufzulösen und alles wieder in Privateigentum umzuwandeln. Die Nomaden waren nicht von Anfang an dafür und mussten über mehrere Zwischenschritte geführt werden. Sie hatte vor 1990 ein besseres Auskommen und fühlten sich sicherer als in den ersten Jahren danach. Ich finde diese Beschreibung der Entwicklung sachlicher als die Anmerkungen in dem Buch von Carmen Rohrbach, was aber einerseits ihrer Herkunft (aufgewachsen in der ehemaligen DDR; diese Autoren sind Amerikaner) und andererseits ihrer Ausbildung (sie ist Biologin; diese Autoren sind Ethnologen) geschuldet sein mag.

Trotzdem: Ich mag beide Bücher und kann sie beide nur wärmsten empfehlen.

Wir sehen uns auf dem Weg.

Let’s go!

Belana Hermine

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